Lutterwand und Feigenhof

Hallo zusammen!

Am nächsten Tag war klettern angesagt. Dafür hatten wir uns die bekannte Lutterwand ausgesucht. Die liegt knapp vor Wien und ist normalerweise gut besucht. Da wir unter der Woche da waren, hatten wir die Wand für uns alleine – und das bei bestem Wetter.

Die Schwierigkeitsbewertungen sind ungewohnt – es gibt Routen, die sind mit 2 und 2+ bewertet oder sogar 1+. Ich würde da ja erwarten, dass man dafür nicht mal klettern muss. Für mein Empfinden war das aber schon recht schwierig. Ab 4/5 normalisiert sich die Bewertung dann wieder.

Wir starteten mit einer Mischung aus Höhlenüberhang und große Schuppe (5 und 2+). Während dem Klettern sind wir irgendwie von der richtigen Route abgekommen 😉 . Danach kam die kleine Schuppe, eine 2+. Dann kletterten wir Lutter Platte (4) und Pfeilschnell (5) und gewöhnten uns langsam daran, dass die Bewertungen nicht so viel aussagen. Diese Routen waren alle am linken Wandbereich. Dort kletterten wir noch das Sanduhrparadies, eine 3+, und wechselten dann weiter nach rechts.

Es war alles etwas rutschiger als erwartet, was aber sicher auch daran liegt, dass es eines der beliebtesten Klettergebiete ist. Zudem waren wir schon lange nicht mehr klettern, das kommt natürlich dazu. Im rechten Wandbereich kletterten wir dann Sonnenwende, eine 6-. Das ging übers Dach und war eine Herausforderung für mich, klappte aber. Daher kam gleich die zweite Dachroute, Wild entschlossen (6-). Dann machten wir erst mal Pause.

Um das Klettergebiet rum wachsen mehrere Apfelbäume. Wir sammelten ein paar der runtergefallenen Äpfel als zusätzlichen Snack. Zum Schluss machten wir noch zwei Routen: Neue Welt (5+) und Mauerblümchen (5-). Dann waren wir aber auch erledigt. Der Kopf war zu, die Füße schmerzten, die Finger waren trocken. Also packten wir unsere Sachen zusammen. Nun ging es zum Feigenhof!

Bei Wien gibt es einen Bio-Feigenhof, bei dem es hauptsächlich Feigen gibt, aber auch Kräuter und vereinzelt anderes Obst und Gemüse. Wir aber wollten die Feigen sehen. Wir hatten in der Wienerwaldgegend schon ab und an in Gärten schöne Feigenbäume gesehen, aber so viele Feigenpflanzen auf einem Haufen noch nicht.

Es gibt alle möglichen Sorten, in jeder Wachstumsstufe und natürlich auch frische oder verarbeitete Feigen zum Kaufen vor Ort. Es ist auch einfach ein schöner Ort mit so vielen Pflanzen. Wir haben den Rundgang dort sehr genossen.

Für Feigenliebhaber ist es ein Muss dort mal vorbeizuschauen. Fraglich ist nur, ob man es schafft, ohne eine neue Feigenpflanze wieder wegzufahren 😉 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

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