Mit ‘Chiemgau’ getaggte Artikel

Kletterwochenende in Schleching: Klobenstein

Mittwoch, 25. Dezember 2019

Hallo zusammen!

Finale lag schon zwei Wochen zurück und wir waren Ende Oktober noch sehr klettermotiviert. Daher beschlossen wir recht spontan, das Wochenende in Schleching im Chiemgau zu verbringen und zwei Tage zu klettern. Samstag und Sonntag verbrachten wir am Klobenstein.

Direkt nach der Grenze zu Österreich befindet sich dieses schöne Klettergebiet, das erst vor kurzem saniert und erweitert wurde. Der Zustieg ist sehr kurz, das Wetter war sonnig und kühl, der Fels perfekt.

Wir starteten ganz gemütlich im Sektor Schatzkammer und kletterten zum Einstieg die Alte Hex und die Route daneben, eine 3+ und eine 3. Damit waren wir aufgewärmt und konnten richtig starten mit der Route Spiderman, einer 12m langen 5. Motiviert ging es weiter mit Purzelgagel. Diese 15m lange 6 war anfangs nicht ganz so leicht, da man erst mal schauen musste, wie man sich in dieser Verschneidung sortiert. Als ich das rausgefunden hatte, konnte ich aber auch die Route gut vorsteigen. Vor unserer Mittagspause kletterten wir dann noch die schöne Via Embacha, die mit 6- fast zu schwer bewertet ist.

Nach der Pause wechselten wir in den Sektor Heckentrail. Im unteren Bereich vom Klobenstein war einiges los, da war es hier schon ruhiger. Wir entschieden uns gleich für die namensgebende Route Heckentrail – eine 20m lange 6+. Danach folgte die unbenannte gleich lange 6 fast daneben. Die Routen waren nun schon anspruchsvoller als im unteren Sektor. 

Mit “Kurz und bündig” hatten wir eine Route ausgesucht mit einer Boulderstelle, die für mich sehr kraftraubend war. Die kurzen 10m waren dadurch schon sehr anstrengend. Als letzte Routen wählten wir Samerweg. Mit 25 Meter und 6+ eine Herausforderung und noch dazu sehr plattig, aber wunderschön an einer Verschneidung entlang.

Und dann bezogen wir unsere Unterkunft in Schleching und tankten am Abend beim Italiener wieder Energie für den nächsten Klettertag.

Wir hatten überlegt zur Zellerwand zu gehen, entschieden uns aber dann doch für das Gebiet Klobenstein. Es gab noch viel dort zu klettern und es hatte uns ja ganz gut gefallen. Also starteten wir am Morgen, als es noch etwas kühl war und stiegen erst mal ein Stück auf zum Hauptsektor.

Hier sind die wirklich großen und schönen Wände! Das Gebiet überraschte uns immer wieder aufs Neue. Wir starteten im Hauptsektor Mitte mit der Ramboplatte – eine kurze 4+ die es in sich hat. Da war die Route Hirayama (5-) daneben schon viel leichter.

Als nächstes sind wir zum Hauptsektor Rechts und haben uns dort eine Herausforderung gesucht: Casa Mia, eine kurze 7. Leider mit einer körperlich und mental so fordernden Stelle, dass wir abbrechen mussten. Daher wechselten wir zu einer Route, die in unserem Kletterführer gar nicht eingezeichnet ist: Specht Genussroute. Danach machten wir eine Pause.

Wir kletterten dann neben der Genussroute die im Kletterführer eingezeichneten Routen: Biergarten (6+) und Stiegl (6). Nun waren die Finger und auch der Kopf schon recht müde, so dass es zum Abschluss im Sektor Heckentrail noch die leichte Hugo-Variante gab, eine 4+. 

Und damit war das Kletterwochenende auch schon wieder vorbei. Wir hatten zwei wunderschöne Tage im Chiemgau, mit vielen tollen Routen in einem wirklich schönen Klettergebiet. Da waren wir sicher nicht zum letzten Mal.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Von Samerberg auf die Hochries (1569m)

Dienstag, 05. Juni 2018

Hallöchen zusammen!

Eine Woche nach Andechs gab es ein schönes sonniges Wochenende. Das musste natürlich genutzt werden. Und so ging es mal wieder ins Chiemgau – mit dem Zug bis nach Prien und dann mit Mama nach Samerberg zum Parkplatz Spatenau. Von dort aus starteten wir in den Wald auf einen Steig, der uns in Richtung Hochries führte.

Es ging stetig bergauf und nach und nach kamen wir aus dem Wald heraus. Die Schilder weisen gut den Weg und wir konnten uns damit orientieren. Mit der Zeit wurde es doch ziemlich anstrengend, da es fast durchgehend steil war.

Die Aussicht wurde immer besser, die Landschaft immer schöner und wir fühlten uns richtig wohl. Nach einer Weile kamen wir zum ersten kleinen Gipfelkreuz auf 1333m an den Seitenalmen. Dort machten wir Pause und aßen von unserer Brotzeit.

Zur Hochries war es dann aber noch ein Stück. Wir kamen wieder durch Wald, es ging weiter stetig bergauf und die ersten Schneereste lagen am Rand. Und dann sahen wir auch schon die Hochrieshütte und das Gipfelkreuz.

Das Gipfelkreuz wirkt fast etwas unscheinbar neben der großen Hochrieshütte. Zuerst machten wir ein paar Bilder und waren erstaunt, wie viel Schnee doch noch in den Bergen zu finden war. Dann suchten wir uns einen Platz bei der Hochrieshütte.

Dort legten wir eine Pause ein und jeder kam auf seine Kosten – die Hütte hatte auch zwei vegane Gerichte auf der Karte, eine Linsensuppe und ein Curry. Das musste ich natürlich unterstützen und bestellte die Suppe.

Nachdem wir wieder voller Energie waren genossen wir noch ein bisschen das Panorama und schauten uns um. Wir wählten dann zum Abstieg den Weg in Richtung Riesenhütte und vorbei an der Ebersberger Alm und Goaglalm.

Der Abstieg war dann tatsächlich noch sehr schneereich. Das war eben nun doch die Nordseite und da mussten wir noch richtig durch den Schnee stapfen. Das machte Spaß!


Der normal schmale Pfad war voller Schnee und wir folgten den Spuren, die dort schon waren. Nach einer Weile wurde es immer weniger Schnee und dann war der Winterzauber auch schon wieder vorbei. Bei den Temperaturen und dem sonnigen Tag war es fast etwas surreal.

Aber so ist es in den Bergen und gerade weil der Winter auch sehr schneereich war, blieb das doch eine ganze Weile liegen. Wir hatten jedenfalls unseren Spaß und es brachte Abwechslung.

Danach kamen wir an den Almen vorbei und liefen nach und nach wieder in Richtung Parkplatz. Zum Schluss zieht sich der Weg dann auch tatsächlich etwas und wir freuten uns, als wir das Tal erreicht hatten.

In Summe ist es eine sehr schöne Wanderung, landschaftlich sehr abwechslungsreich und mit der Hochrieshütte hatten wir einen leckeren Pausenplatz.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Wanderung auf die Chiemgauer Hochplatte (1583m)

Samstag, 02. September 2017

Hallöchen zusammen!

Genau eine Woche nach der Tour auf den Grünten ging es wieder in die Berge. Es sollte eine Tour sein, die von München ebenso gut erreichbar ist wie von meiner Heimat aus, weil meine Mama mit dazu kam. Daher wählte ich die Tour auf die Hochplatte.

Mit dem Zug ging es nach Übersee und von dort weiter mit dem Auto nach Marquartstein zur Hochplattenbahn. Vom Parkplatz ging es los auf einer Forststraße durch den Wald. Dieser folgten wir nun eine ganze Weile.

So wanderten wir stetig bergauf und waren umgeben von herrlicher Natur. Anfangs war der Wald zu dicht, um etwas zu sehen, als wir aber an der Staffnalm vorbeikamen, wurde es langsam lichter. Noch ein Stück aus dem Wald heraus bei der Hochplattenalm sahen wir auch den Chiemsee und nutzten die Stelle für eine kleine Pause. Die war nun auch nötig. Der Weg ist zwar einfach, aber trotzdem wandert man stetig bergauf.


Gestärkt wanderten wir nun weiter und kamen zum Abzweig zur Hochplatte. Der letzte Teil der Wanderung führt entlang eines felsigen Pfades durch Wald und Latschen. Es war noch recht rutschig, da es die Tage zuvor geregnet hatte. Trotzdem war es der spannendste Teil des Weges. Als wir vom Wald zu den Latschen kamen, hatten wir im Hintergrund den Chiemsee und einen schönen Blick auf die Kampenwand.

Am Gipfel waren überraschend viele andere Wanderer. Während wir beim Aufstieg nur wenigen anderen Leuten begegnet waren, war hier richtig was los. Da noch dazu das Wetter nicht so gut war, war es etwas ungemütlich. Wir machten aber trotzdem eine Pause und genossen die wunderschöne Rundumaussicht.

Allerdings wurden währenddessen die Wolken über uns immer dunkler. Daher beschlossen wir, uns nun doch zügig ins Tal aufzumachen. Angesagt war Regen ab vier, bis dahin war eigentlich noch etwas Zeit. Aber kurz nachdem wir losgelaufen waren, fing es doch schon an zu regnen. Wir wechselten in Regenjacken und packten unsere Rucksäcke unter den Regenschutz.

Es dauerte zum Glück nicht lange und wir hatten nur während dem Abstieg bis zur Abzweigung etwas Regen. Als wir wieder auf dem Forstweg waren, wurde das Wetter wieder schöner und wir konnten gemütlich ins Tal wandern.

Es ist sicher reizvoll, die Wanderung noch mit der Kampenwand zu verbinden. Das war für diesen Tag aber zu viel und dafür waren wir auch viel zu spät dran. Auch so hatten wir schöne Wege und Ausblicke ins Chiemgau und die Chiemgauer Bergwelt. Wieder angekommen bei der Hochplattenbahn ging es zurück zum Bahnhof in Übersee – hier trennten sich unsere Wege nach einer schönen entspannenden Sonntagswanderung.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Wanderung auf den Rauschberg (1645m)

Sonntag, 15. Januar 2017

Hallöchen zusammen!

Ich bin ja für gewöhnlich ein Frühaufsteher und gehe auch entsprechend früh zum Wandern los. Dieses Mal wurde es eine Nachmittagswanderung. Ich war mit meiner Mama auf dem Rauschberg – um elf Uhr sind wir gestartet und über den Hutzenauersteig hochgewandert.

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Es gibt zahlreiche Möglichkeiten auf den Rauschberg zu wandern und noch dazu gibt’s eine Bahn, die einen nach oben bringen kann. Daher ist man auf dem Gipfel des Rauschbergs – und davon gibt’s zwei – sicher nicht allein. Auf der Wanderung waren wir aber fast allein. Wir sind vom Parkplatz aus losgewandert und haben dann spontan entschieden, die schwarze Route für den Aufstieg zu wählen. Schwierig war es nicht, einmal tauchte ein Drahtseil auf, es war viel Geröll und Fels, aber ansonsten war der Weg trotz schwarz unschwierig und hatte eine sanfte Steigung. Wir wanderten durch den Forst, bis wir nach und nach aus dem Wald rauskamen.

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Wir waren etwas irritiert, ob wir schon richtig waren. Die Beschilderung war eher spärlich. Wir stießen dann auf einen anderen Weg und da war der Gipfel wieder angeschrieben und wir wieder beruhigt. Nun war es nicht mehr weit. Kurze Zeit später kam uns auch eine riesige Wandergruppe entgegen. Wir waren ganz froh, dass diese schon am Absteigen war.

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Am Gipfel machten wir dann gemütlich Pause. Die Hütte dort oben ist ziemlich überlaufen, am Gipfel hatten wir aber einen schönen Platz gefunden. Nun war Zeit für die Brotzeit. Nachdem wir wieder Energie hatten kam der Abstieg. Hier wählten wir einen anderen als einfach ausgezeichneten Weg.

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Leider hatte meine Mama beim Abstieg mit den Knien Probleme, so dass wir versucht hatten, irgendwie knieschonend abzusteigen. Das war leider nicht so einfach, mit viel Geduld kamen wir dann aber wieder nach unten. Der Abstiegsweg ist wenig spannend, aber unser Fokus lag auch woanders 😉 .

Insgesamt ist die Tour auf den Rauschberg eine schöne entspannte Tour und die Aussicht lohnt sich. Allein ist man dort aber natürlich nicht 😉 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Gemütlich im Chiemgau: Mittersee, Salinenweg und Fledermäuse

Mittwoch, 12. August 2015

Hallöchen zusammen,

warum nicht einfach mal das Wochenende einen Tag länger machen? Und das sogar ganz ohne Grund, sondern einfach, um einen freien Tag so richtig zu genießen? Ende Juli habe ich mir das mal gegönnt und einen freien Freitag genossen. Und auch wenn ich eigentlich eher der Typ “Freizeit = Aktivitätszeit” bin, hat das so richtig gut getan.

Wir starteten den Tag gemütlich und verbrachten den Vormittag damit, den bald anstehenden Urlaub zu planen. Dazu wird es natürlich auch noch einige Blogbeiträge geben – mehr verrate ich an dieser Stelle aber noch nicht 😉 . Für den Nachmittag entschieden wir uns, das Dreiseengebiet zu besuchen. Dieses liegt zwischen Ruhpolding und Reit im Winkl und besteht aus Weitsee, Mittersee und Lödensee. An gekennzeichneten Stellen kann man dort auch ins Wasser.

Landschaftlich bietet das Dreiseengebiet alles, was sich das Bergherz wünscht. Die Seen sind umrahmt von Dürrnbachhorn und Gurnwandkopf und lassen von der nächsten Bergtour träumen. An diesem Tag war wenig los am See. Das lag einerseits daran, dass es für’s Baden doch relativ kühl war und andererseits war auch noch kein Wochenende. Wir waren aber doch verwundert, dass nicht mehr Touristen unterwegs waren.

Für uns war das perfekt, denn wir hatten die freie Auswahl und konnten uns einen schönen Platz suchen. Und den nutzten wir zum Lesen, Entspannen und einen Abstecher ins Wasser. Das ist Genuss pur und garantiert ein Abschalten vom Alltag. Wie soll’s umgeben von dieser herrlichen Landschaft auch anders sein 🙂 ?

Nachdem wir unseren Entspannungshochpunkt erreicht hatten, brachen wir wieder auf und fuhren nach Ruhpolding. Dort wollten wir den Nachmittag passend abschließen und suchten ein Café. Und so saßen wir dann mit Holunderschorle und Breze in der Sonne und freuten uns auf den Abend. Denn da warteten noch zwei Höhepunkte.

Gestärkt fuhren wir zurück und machten uns fertig für das folgende Programm. Das startete am Heimathaus in Traunstein. Wir wurden von Sepp Knott in die Geschichte des Salinenweges eingeführt und wollten auf den Spuren des “weißen Goldes” wandeln. Für Traunstein war die Salzgewinnung einst ein bedeutender Wirtschaftszweig.

Sepp Knott erzählte nicht nur die Geschichte, sondern er zeigte sie auch hautnah, indem er uns durch die Stadt führte und Überreste der einstigen Salzstadt zeigte. Wir kamen am Lindlbrunnen vorbei, begutachteten die Salzmaierstiege (Maier ist übrigens der Chef) und besichtigten die Salinenkapille. Sepp Knott zeigte uns auch eine Wassersäulenmaschine, die in der Nähe der Nepomukkapelle zu bestaunen ist. Dazu erzählte er uns allerlei Geschichten und Hintergründe, brachte uns das Leben der Salinenarbeiter näher und erlaubte uns einen ganz neuen Blick auf das Leben damals. Im Anschluss hätte man noch die Möglichkeit gehabt, zusammen essen zu gehen. Da das Menü aber alles andere als vegan war und wir sowieso andere Pläne hatten, verabschiedeten wir uns. Ein bisschen bedauerte ich es schon, die weiteren Geschichten von Sepp Knott verpasst zu haben. Mehr Informationen findet ihr übrigens hier.

Wir beeilten uns, denn wir mussten wieder zurück zum Stadtplatz. Dort ging es weiter mit einer Fledermausführung vom Bund Naturschutz. Es gibt mehrere Naturführungen, an denen man in Traunstein teilnehmen kann. Wir kamen gerade richtig: Die Gruppe war schon versammelt und die Biologin war kurz davor zu starten. Zur Einführung erzählte sie Allgemeines zur Biologie der Fledermäuse, welche Arten es gibt und, dass in Traunstein verschiedene Arten zu finden sind. Nach dieser Einführung liefen wir in den Park, um die ersten Fledermäuse zu beobachten. Mit einem Bat-Detektor konnten wir den Ultraschallgeräuschen der Fledermäuse lauschen und leichter erkennen, wenn eine Fledermaus in die Nähe kam. Und das war dann aber Glückssache – manchmal sah ich sie, manchmal nicht. Aber so schnell wie sie vorbeiflogen war das auch schwierig. Spannender wurde das dann, als wir am Wasser beobachteten. Da war wirklich viel los und unterstützt durch Taschenlampen sahen (und hörten) wir ganz viele Fledermäuse. Dies war auch schon die letzte Station, dafür aber auch die spannendste.

Nachdem wir genug gesehen hatten, liefen wir den Weg zurück zum Auto. Wir waren voller Eindrücke. Das Leben der Salinenarbeiter war noch im Kopf und ständig blickten wir zum Himmel, mit dem Wissen, dass da viele verschiedene Fledermäuse gerade auf der Jagd waren. Vielleicht würden wir ja noch etwas sehen 🙂 .

Ein entspannter lehrreicher Tag ging zu Ende und damit der perfekte Start ins Wochenende :-).

Liebe Grüße,
Sabine 🙂