Archiv für die Kategorie ‘Wandern’

Kletterurlaub mit Wandereinlagen auf Sizilien

Dienstag, 16. Oktober 2018

Hallo zusammen,

nach dem Halbmarathon in Altötting konnten wir uns schon auf das kommende Wochenende freuen. Denn da ging es für zwei Wochen nach Makari/San Vito Lo Capo auf Sizilien – ein wahres Kletterparadies. Wir verbrachten die Tage dort hauptsächlich am Fels und kletterten viele wunderschöne Routen, immer mit dem Meer im Hintergrund. Unsere Pausentage verbrachten wir wandernd und erlebten die wunderschöne Landschaft Siziliens.


Freut euch auf viele Berichte über zahlreiche Kletterrouten und ein paar Wandertouren.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Wanderung auf das Tettensjoch (2276m)

Freitag, 21. September 2018

Hallöchen zusammen!

Nach zwei Tagen bouldern war Zeit für einen Pausentag. Und wie nutzt man einen Pausentag im Zillertal am besten? Wandernd natürlich! Der Plan war von Lanersbach aus auf das Tettensjoch zu wandern, wobei wir eine schöne Rundtour machten mit Abschlusspause in der Höllensteinhütte.

Von Lanersbach aus wanderten wir nicht wie die meisten gleich in Richtung Hütte, sondern bogen nach links ab und liefen über einen Wiesenweg in den Wald. Die Beschilderung war vorbildlich, so dass wir uns nicht verlaufen konnten.

Da der Weg durch den Wald sehr steil war, hatten wir schon bald einen wunderschönen Ausblick. Das war zwar anstrengend, aber es lohnt sich. Den Weg in der Richtung zu gehen macht auf jeden Fall Sinn und schont die Knie. Der Abstieg ist wesentlich flacher.

Wir kamen am Kressbründl und an der Jagdhütte vorbei und waren ziemlich alleine unterwegs. Nachdem wir den Wald verlassen hatten, waren wir auf einer sehr schönen Ebene. Die Waldgrenze lag hinter uns, Felsen schmückten den Boden und wir wählten diesen Platz für eine kleine Pause. Das Wetter war an diesem Tag leider wieder etwas launisch und es zogen dunkle Wolken rum, durch die es recht kühl wurde.


Wir hatten aber Glück und die Wolken zogen vorbei. Nach der Brotzeit wanderten wir weiter und hatten nun das letzte Stück zum Tettensjoch vor uns. Der Weg schlängelte sich hinauf und als wir an eine Kreuzung kamen, ging es links zum Gipfel und rechts zu unserem Abstiegsweg.

Der Weg zum Gipfel ist ein Gratweg und entsprechend schön ist der Ausblick. Links von uns der Blick ins Tal, rechts von uns die Bergwelt, so intensive Grüntöne, so wunderschöne Farben. Ich konnte mich nicht sattsehen.

Am Gipfel waren noch ein paar andere Leute. Da uns bei unserem Aufstieg nur wenige begegnet waren, fühlte sich das fast schon voll an. Es fand aber jeder ein Plätzchen, um die Aussicht zu genießen.

Vom Gipfelkreuz aus liefen wir noch ein Stückchen weiter den Gratweg entlang und wurden immer wieder mit neuen wunderschönen Ausblicken belohnt. Der steile Aufstieg hatte sich gelohnt.

Wir drehten wieder um, machten am Gipfelkreuz nochmal ein Foto und liefen dann weiter zurück zur Kreuzung. Nun folgten wir dem anderen Weg in Richtung Kreuzjoch und Höllensteinhütte.

Der Ausblick war nach wie vor toll und ich genoss es sehr. Der Blick in die Bergwelt faszinierte mich am meisten und ich erinnerte mich, als ich bei München-Venedig die Zillertaler Alpen überquert hatte.

Am Abend zuvor hatte ich noch mit dem Besitzer der Ferienwohnung über die tolle Lage der Olperer Hütte geschwärmt. Die Zillertaler Alpen mit ihren 3000ern sind schon sehr beeindruckend.

Wir wanderten stetig hinab, wobei der Abstiegsweg nun viel flacher war als der Aufstiegsweg. Das war angenehm und wir näherten uns langsam wieder der Baumgrenze und kamen so in den Wald hinein.

Dieser war hier aber wesentlich lichter und auf unserem Weg kamen uns immer wieder Kühe entgegen. Es wurde nun auch wieder “menschlicher”, da wir nach einer Weile in die Nähe eines Forstweges kamen.

Wir wanderten immer weiter bis wir zur Höllensteinhütte kamen. Dort machten wir eine Pause, konnten es aber nicht wirklich genießen, weil an dem Tag tausende Fliegen an den Tischen waren. Daher machten wir uns nach dem Essen schnell an den Weiterweg. Das zog sich zum Schluss dann etwas, weil der letzte Abschnitt nicht wirklich spannend ist.

Ich habe diesen Bergtag sehr genossen – es ist eine schöne Tour in die für mich eher unbekannten Zillertaler Alpen. Der Abschnitt zwischen Jagdhütte und oberhalb Höllensteinhütte ist der schönste und auch ruhigste Teil der Tour.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Kurze Tour auf den Pendling (1563m)

Sonntag, 12. August 2018

Hallöchen zusammen,

Mitte Juli war wieder das SAAC Climbing Camp in Kufstein. Dieses Mal hatten wir eine Unterkunft in Thiersee, was schon recht nahe am Klettergarten liegt. Bevor wir am späten Nachmittag zur Willkommensveranstaltung nach Kufstein fuhren, ließen wir das Auto an der Unterkunft stehen und nutzten die Zeit noch für eine kurze Wanderung auf den Pendling.

Von der Unterkunft war es nicht weit, bis ein Wanderschild das Gasthaus Schneeberg ankündigte, von wo aus es auf den Pendling weitergeht. Von Thiersee aus ist die Wanderung auf den Pendling recht kurz und war daher perfekt geeignet für das kurze Zeitfenster zwischen Ankunft und Nachmittagsveranstaltung.

Anfangs wanderten wir eine Teerstraße bis zum Gasthaus, dann waren wir im Wald unterwegs. Zuerst liefen wir auf einer normalen Forststraße, dann konnten wir in den Wald auf einen Pfad abbiegen. Und von da an wurde die Wanderung auch sehr schön. Wir kamen sogar an einer Felswand vorbei, die zwar nicht zum Klettern geeignet ist, aber schon Vorfreude für den nächsten Tag machte.

Am ersten Gipfelkreuz, das wir erreicht hatten, machten wir eine kleine Pause. Hier war die Aussicht aber noch mäßig. Also liefern wir weiter in Richtung Kufsteiner Haus, kamen an einem zweiten Gipfelkreuz vorbei und als wir das Haus erreicht hatten, war der Ausblick auch der, den wir erwartet hatten: Kufstein lag vor uns genauso wie Zahmer und Wilder Kaiser. Eine wunderschöne Aussicht!

Wir nutzten das aus und machten am Kufsteiner Haus Mittagspause – ich hatte leckere Spaghetti Aglio Olio. Danach mussten wir absteigen. Das Wetter sah auch schon etwas dunkler aus und wir hatten schließlich noch mehr vor. Wir kamen recht schnell ins Tal, checkten dann bei unserer Unterkunft ein und hatten noch ausreichend Zeit, um uns für den Start des Climbing Camps fertig zu machen.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Sextner Dolomiten: Rotwandwiesenhütte – Moos – München

Dienstag, 31. Juli 2018

Hallo zusammen,

früh am Morgen weckte uns die Sonne und versprach für den Heimfahrtag perfektes Wetter. Zuerst gab es aber noch ein leckeres Frühstück vom Buffet. Danach packten wir die letzten Sachen und wanderten ein letztes Mal los, dieses Mal mit dem Ziel Moos.

Strahlend blauer Himmel, warmer Sonnenschein – perfektes Wetter erwartete uns. Jetzt heimzufahren machte uns fast etwas wehmütig – was könnten wir bei solchem Wetter noch alles tun!

Aber wir hatten auch so wunderschöne Tage erlebt: Den Bonacossasteig von Misurina bis fast zur Fonda-Savio-Hütte, dann von dieser bis zur Auronzohütte, Wandern um die Drei Zinnen und den Toblinger Knoten und zum Abschluss ins Fischleintal und unterhalb der Rotwand entlang. Mit diesen schönen Gedanken ging es wieder nach Hause.

Nun kam der Abstieg über die Forststraße nach Moos, einem Ortsteil von Sexten. Am Tag zuvor hatten wir auf dem Busplan schon gesehen, dass von dort ein Bus nach Innichen fährt. Der Abstieg verlief problemlos und wir genossen die schönen Ausblicke, das tolle Wetter und die Landschaft.

Und dann waren wir auch schon in Moos. Da wir Zeit hatten, liefen wir eine Bushaltestelle weiter zu Fuß und warteten dann in Moos Kirche. Der Bus brachte uns rechtzeitig nach Innichen, so dass wir dort noch das Ticket bis Franzenfeste kaufen konnten. Ab da hatten wir ein Onlineticket und fuhren direkt zurück nach München.

Vier wunderschöne Tage hatten wir die Sextner Dolomiten durchquert, der letzte Tag hatte uns mit strahlendem Sonnenschein verabschiedet und somit Lust gemacht, noch viel mehr zu entdecken. Und wir waren sicher nicht das letzte Mal da – schließlich gibt es noch einiges, das wir nachholen wollen 🙂 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Sextner Dolomiten: Zsigmondyhütte – Fischleinboden – Rotwandwiesenhütte

Donnerstag, 26. Juli 2018

Hallöchen zusammen,

Wir waren wieder früh wach und konnten daher nach einem leckeren Frühstück schon vor acht aufbrechen. Wir folgten dem Weg von gestern und wanderten in Richtung Tal – zur Talschlusshütte und zum Fischleinboden.


Das Wetter war an diesem Tag wieder gemischt. Es sollte auch wieder regnen – wenn wir Glück hatten erst ab mittags. Da wir aber keinen so weiten Weg vor uns hatten, war das nicht schlimm. Bis mittags sollten wir es leicht zur Rotwandwiesenhütte geschafft haben.

Normalerweise wandert man die Strecke genau andersrum, daher blieben wir immer wieder stehen und schauten zurück. Und die Richtung ist auch tatsächlich die Schönere. So muss man das Gefühl haben, direkt auf die imposanten Dolomiten zuzulaufen. Wir liefen davon – warum wussten wir auch nicht so genau.

Im Tal angekommen machten wir eine kleine Pause. Neben uns ein riesiges Hotel, der Dolomitenhof, das wirklich eine tolle Lage hat. Eine Bushaltestelle war hier auch schon – was uns die Möglichkeit gab die Zeiten und das Wegenetz schon mal anzuschauen für den nächsten Tag. Nun ging es aber weiter wieder bergauf zur Rotwandwiesenhütte. Und das war wie in den Voralpen – überraschend grün im Vergleich zu den Tagen davor.

Als wir oben angekommen waren, war es noch nicht mal mittags. Wir machten ein paar Bilder an einem Aussichtspunkt und liefen dann zur Hütte. Ganz in der Nähe fährt auch eine Bahn hoch, weshalb hier schon viel los sein kann. An der Hütte mussten wir etwas warten, konnten dann aber schon unser Zimmer beziehen – ein Zweierzimmer mit eigenem Waschbecken und Steckdosen, echter Luxus diese talnahen Hütten.

Wir machten gleich Mittagspause und hatten dann noch eine Wanderung vor. Laut dem Wanderführer eine Toptour in Richtung Kreuzbergpass unterhalb der Rotwand. “Selten ist man hier alleine…” stand drin, wir hatten aber das Glück des trüben Wetters auf unserer Seite. Gleich zu Beginn wurde der Weg schneeig und felsig, bis wir dann im Urwald waren.


Da war es wunderschön grün und viele Blumen blühten um uns. Als wir aus dem Wald rauskamen, wurden wir richtig überrascht: Neben uns die Rotwand, vor uns Geröllwege und Schnee und alles wunderschön. Klar war es eine Topwanderung, wir konnten uns aber bis dahin gar nicht vorstellen, wie das sein kann. Aber es lohnt sich wirklich den Weg zu gehen.


Wir folgten dem Wanderweg bis zur Abzweigung zum Kreuzbergpass – dort wäre es nur bergab gegangen zum Pass und wir wollten ja nicht mit dem Bus weiter, sondern zurück zur Rotwandwiesenhütte. Daher entschieden wir uns dort umzudrehen. Nachdem es zu Beginn der Wanderung geregnet hatte, hatten wir nun strahlend blauen Himmel. Und das machte die Landschaft gleich noch schöner und der Rückweg war wieder geprägt von einigen Fotopausen 😉 .


An der Rotwandwiesenhütte angekommen versuchten wir dann noch ein Abendessen für uns zu finden – und tatsächlich konnten wir aus den möglichen Menüs etwas zusammenmischen und so bestellen: Der griechische Salat ohne Käse und die Bratkartoffeln von einem anderen Gericht. Das hatte gut funktioniert und war auch sehr lecker. Am Abend spazierten wir dann noch etwas draußen rum und verabschiedeten uns so von den Dolomiten.

Wir dachten eigentlich, dass wir am letzten Tag nicht mehr viel machen würden, wurden dann aber überrascht von der Wanderung unterhalb der Rotwand. Auch der Abstieg war sehr schön, wenn man bloß nicht vergisst, sich auch mal umzudrehen. Die Wege waren aber allesamt einfach, so dass es in der Hinsicht tatsächlich ein entspannter letzter Tag war.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂