Archiv für die Kategorie ‘Wandern’

Von Casteluzzo auf den Monte Cófano (659m)

Samstag, 24. November 2018

Hallo zusammen!

Nach zwei Tagen klettern war wieder ein “Pausentag” an der Reihe. Wir entschieden uns für die Wanderung auf den 659 Meter hohen Monte Cófano. Von der Dachterrasse konnten wir ihn jeden Tag beim Frühstück sehen, das machte natürlich neugierig. Die Wanderung hat zudem einen Abschnitt mit leichter Kletterei und ist dementsprechend schwarz gekennzeichnet im Wanderführer, also genau das Richtige.

Der Start ist eigentlich in Casteluzzo, als wir auf die angegebene Straße vor dem Ort einbogen, mussten wir das Auto aber schon deutlich früher abstellen. Das verlängerte die Wanderung etwa eineinhalb Stunden. Nachdem es richtig heiß war und der komplette Weg in der Sonne, machte es das doch sehr anstrengend. Als wir allerdings am “Eingang” des Naturparks Cófano ankamen, stellte sich heraus, dass wir die Umrundung nicht machen können. Auch das war geplant, wegen Steinschlaggefahr aber verboten. Damit war die Wanderung wieder so lange wie geplant. Eintritt mussten wir nun nicht zahlen, auf den Gipfel konnten wir trotzdem wandern.

Dann ging es über felsigen Weg nach oben. Auch die restliche Wanderung war fast ausschließlich in der Sonne. In den wenigen Schattenmomenten machten wir Pause und auch zwischendrin wurde unser Wasservorrat immer weniger. Dafür war es aber wunderschön. Wir hatten schon sehr bald Meerblick und das dann die gesamte Wanderung über.

Die Farben waren traumhaft, das Meer so blau, dass es nicht blauer sein kann und somit sogar blauer als der Himmel – und der gab sich an diesem Tag auch ganz schön Mühe. So heiß es auch war, für den Ausblick war das Wetter perfekt.

Nach einer Weile kamen wir auf ein Plateau und sahen schon den Rest des Berges, der deutlich felsiger war. Ab da war der Weg nicht mehr ein gemütlicher Pfad, sondern die leichte Kletterei begann. Auch die Orientierung fiel somit schwerer, da wir uns an rote Punkte und Steinmännchen halten mussten. Das ging beim Aufstieg aber ganz gut.

Nachdem wir die Strickleiter nach oben geklettert waren, wurde der Weg wieder einfacher, die Orientierung blieb aber fordernd. Wir dachten, dass wir den Gipfel nun schon fast erreicht hätten, der Schlussteil zog sich dann aber doch noch.

Zum Durst gesellte sich nun auch der Hunger und wir freuten uns auf den Gipfel. Zudem war jetzt schon klar, dass der Ausblick fantastisch sein musste. Und als wir dann das kleine Gipfelkreuz erreichten wurden wir auch nicht enttäuscht.

Wir hatten einen traumhaften Rundumblick, Meer so weit das Auge reicht, wir erkannten unser Klettergebiet, sahen Nachbargemeinden zu unserer, sahen Marmorsteinbrüche, die für die Gegend ganz typisch sind und auf Nachbarhügel.

Der Monte Cófano steht sehr exponiert da, dementsprechend schön ist der Ausblick und wird auf keiner Seite von einem anderen Hügel “gestört”. Wir packten unsere Brotzeit aus und genossen es.

Nach einer Weile kamen noch drei Italiener dazu. Viele waren nicht auf der Wanderung unterwegs, vor allem das letzte Stück, ab dem man ein bisschen klettern muss, lassen viele aus. Auch weil nicht gleich klar ist, wo der Weg weitergeht. Wir packten nun unsere Sachen zusammen und machten uns auf den Rückweg.

Dieser ist derselbe wie der Weg zum Gipfel, allerdings mussten wir auch hier sehr auf die Markierungen aufpassen. Einmal verloren wir den Pfad und wären fast falsch abgestiegen. Dann fanden wir die Strickleiter aber doch wieder und von da war der Weg zwar schwerer aber auch klarer. Nach der Kletterei ist es dann einfach und wir folgten dem Pfad zurück, den wir auch gekommen waren.

Unten angekommen mussten wir noch den langen Hatscher an der Küste entlang zurück zum Parkplatz machen. Mit uns waren auch einige Schafe unterwegs. Das erinnerte uns an das Bild mit den Kühen am Strand 😉 . Zurück am Auto freuten wir uns auf unser dort deponiertes Notfallwasser. Die Sonne hatte uns doch ganz schön zu schaffen gemacht. Dafür war es aber eine wirklich wunderschöne empfehlenswerte Wanderung!

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Wandern durch den Naturpark Lo Zingaro

Mittwoch, 07. November 2018

Hallöchen zusammen!

Nach zwei Tagen klettern war ein Pausentag angesagt und damit eine Wanderung. Dass Sizilien auch eine Insel zum Wandern ist, hat sich erst die letzten Jahre entwickelt. Und damit sind nicht nur Vulkanwanderungen gemeint, die für uns zu weit östlich waren, sondern auch Wanderungen durch die schöne Berglandschaft. Und direkt vor der Haustüre hatten wir den Naturpark Lo Zingaro. Wir starteten allerdings beim Südeingang in Scopello und wanderten in Richtung Nordeingang bei San Vito Lo Capo.

Laut Wanderführer erwartete uns eine Topwanderung mit schönen Buchten und einer traumhaften Aussicht – und das hatten wir auch. Die Buchten konnten wir nur leider nicht zum Baden nutzen, da wir einen sehr windigen Tag erwischt hatten. Das war aber nicht schlimm, schließlich waren wir zum Wandern da. Da es sich um einen Naturpark handelt, muss man übrigens Eintritt zahlen – in unserem Fall 5 Euro pro Person.

Wir liefen durch den Tunnel und dann ging es los. In Summe hatten wir im Laufe der Wanderung 730 Höhenmeter zu bewältigen, wobei nur der erste Anstieg richtig steil ist. Gleich zu Beginn ging es erst mal vierhundert Meter in die Bergwelt.

Damit waren wir aber recht schnell recht weit oben und hatten einen fantastischen Meerblick. Der Wind wehte ganz ordentlich, was teilweise doch etwas anstrengend war. Die windstillen Abschnitte waren da sehr angenehm.

Es war ein Genuss über dem Meer mit so einer tollen Aussicht entlang zu wandern. Im Frühling finden sich hier auch zahlreiche Orchideenarten – dafür waren wir leider zu spät dran. Wir wanderten vorbei am Pizzo del Corvo, kamen nach Sughero und folgten dem Schild weiter in Richtung Borgo Cusenza.

Am Eingang hatten wir eine Karte mitbekommen, die wir aber kaum brauchten, da alles gut ausgeschildert war. Die Wege an sich sind einfach zu wandern. Neben all der Natur kamen wir immer wieder an alten Häusern vorbei, die früher für Landwirtschaft genutzt wurden. Das wird im Naturpark nun aber nicht mehr gemacht.

Auch Borgo Cusenza bietet nicht viel mehr als ein paar alte Häuser und eine Toilette 😉 . Von da ging es dann einen breiten Weg weiter, von dem wir dann abzweigten in Richtung Meer.

Über viele Stufen folgten wir dem Weg in Richtung Nordausgang – wo wir aber nicht hinwollten. Wir näherten uns dem Meer und dort waren auch wieder einige andere Menschen unterwegs. Viele wählen den Weg am Meer und laufen in eine Richtung oder einen Teil hin und zurück. Wenige machen eine große Runde so wie wir.

Unten angekommen wendeten uns wir wieder in Richtung Scopello zum Südeingang. Dabei kamen wir zur Grotta dell’Uzzo. Eine sehr beeindruckende Höhle, die klettertechnisch sicher auch ein Genuss wäre – wenn auch recht schwer.

Auf dem Weg zurück bietet es sich an, zu den Buchten zu gehen. Cala Marinella zum Beispiel – dort schauten wir runter. Als wir aber direkt an den Felsen waren, wollten wir nicht ins Wasser, sondern beobachteten die Wellen. Diese krachten gegen die Felsen und boten ein beeindruckendes Schauspiel.

Wir wanderten weiter die Bucht entlang. Der Weg war nun sehr leicht zu gehen und dementsprechend hatten wir hier auch mehr Gegenverkehr als in der bergigen Landschaft. Nach den ersten Buchten hatten wir uns auch etwas sattgesehen und der Weg zog sich etwas.

Insgesamt ist die Wanderung doch relativ lang und am Ende waren wir ganz froh, als wir den Südeingang wieder erkannten. Hier machten wir noch eine kurze Pause und begutachteten die zahlreichen Kakteen.

Am schönsten waren aber diese zwei kleinen Minkakteen 😉 . Mit diesem Abschluss verließen wir den Naturpark und freuten uns schon auf die Pizza am Abend.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Kletterurlaub mit Wandereinlagen auf Sizilien

Dienstag, 16. Oktober 2018

Hallo zusammen,

nach dem Halbmarathon in Altötting konnten wir uns schon auf das kommende Wochenende freuen. Denn da ging es für zwei Wochen nach Makari/San Vito Lo Capo auf Sizilien – ein wahres Kletterparadies. Wir verbrachten die Tage dort hauptsächlich am Fels und kletterten viele wunderschöne Routen, immer mit dem Meer im Hintergrund. Unsere Pausentage verbrachten wir wandernd und erlebten die wunderschöne Landschaft Siziliens.


Freut euch auf viele Berichte über zahlreiche Kletterrouten und ein paar Wandertouren.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Wanderung auf das Tettensjoch (2276m)

Freitag, 21. September 2018

Hallöchen zusammen!

Nach zwei Tagen bouldern war Zeit für einen Pausentag. Und wie nutzt man einen Pausentag im Zillertal am besten? Wandernd natürlich! Der Plan war von Lanersbach aus auf das Tettensjoch zu wandern, wobei wir eine schöne Rundtour machten mit Abschlusspause in der Höllensteinhütte.

Von Lanersbach aus wanderten wir nicht wie die meisten gleich in Richtung Hütte, sondern bogen nach links ab und liefen über einen Wiesenweg in den Wald. Die Beschilderung war vorbildlich, so dass wir uns nicht verlaufen konnten.

Da der Weg durch den Wald sehr steil war, hatten wir schon bald einen wunderschönen Ausblick. Das war zwar anstrengend, aber es lohnt sich. Den Weg in der Richtung zu gehen macht auf jeden Fall Sinn und schont die Knie. Der Abstieg ist wesentlich flacher.

Wir kamen am Kressbründl und an der Jagdhütte vorbei und waren ziemlich alleine unterwegs. Nachdem wir den Wald verlassen hatten, waren wir auf einer sehr schönen Ebene. Die Waldgrenze lag hinter uns, Felsen schmückten den Boden und wir wählten diesen Platz für eine kleine Pause. Das Wetter war an diesem Tag leider wieder etwas launisch und es zogen dunkle Wolken rum, durch die es recht kühl wurde.


Wir hatten aber Glück und die Wolken zogen vorbei. Nach der Brotzeit wanderten wir weiter und hatten nun das letzte Stück zum Tettensjoch vor uns. Der Weg schlängelte sich hinauf und als wir an eine Kreuzung kamen, ging es links zum Gipfel und rechts zu unserem Abstiegsweg.

Der Weg zum Gipfel ist ein Gratweg und entsprechend schön ist der Ausblick. Links von uns der Blick ins Tal, rechts von uns die Bergwelt, so intensive Grüntöne, so wunderschöne Farben. Ich konnte mich nicht sattsehen.

Am Gipfel waren noch ein paar andere Leute. Da uns bei unserem Aufstieg nur wenige begegnet waren, fühlte sich das fast schon voll an. Es fand aber jeder ein Plätzchen, um die Aussicht zu genießen.

Vom Gipfelkreuz aus liefen wir noch ein Stückchen weiter den Gratweg entlang und wurden immer wieder mit neuen wunderschönen Ausblicken belohnt. Der steile Aufstieg hatte sich gelohnt.

Wir drehten wieder um, machten am Gipfelkreuz nochmal ein Foto und liefen dann weiter zurück zur Kreuzung. Nun folgten wir dem anderen Weg in Richtung Kreuzjoch und Höllensteinhütte.

Der Ausblick war nach wie vor toll und ich genoss es sehr. Der Blick in die Bergwelt faszinierte mich am meisten und ich erinnerte mich, als ich bei München-Venedig die Zillertaler Alpen überquert hatte.

Am Abend zuvor hatte ich noch mit dem Besitzer der Ferienwohnung über die tolle Lage der Olperer Hütte geschwärmt. Die Zillertaler Alpen mit ihren 3000ern sind schon sehr beeindruckend.

Wir wanderten stetig hinab, wobei der Abstiegsweg nun viel flacher war als der Aufstiegsweg. Das war angenehm und wir näherten uns langsam wieder der Baumgrenze und kamen so in den Wald hinein.

Dieser war hier aber wesentlich lichter und auf unserem Weg kamen uns immer wieder Kühe entgegen. Es wurde nun auch wieder “menschlicher”, da wir nach einer Weile in die Nähe eines Forstweges kamen.

Wir wanderten immer weiter bis wir zur Höllensteinhütte kamen. Dort machten wir eine Pause, konnten es aber nicht wirklich genießen, weil an dem Tag tausende Fliegen an den Tischen waren. Daher machten wir uns nach dem Essen schnell an den Weiterweg. Das zog sich zum Schluss dann etwas, weil der letzte Abschnitt nicht wirklich spannend ist.

Ich habe diesen Bergtag sehr genossen – es ist eine schöne Tour in die für mich eher unbekannten Zillertaler Alpen. Der Abschnitt zwischen Jagdhütte und oberhalb Höllensteinhütte ist der schönste und auch ruhigste Teil der Tour.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Kurze Tour auf den Pendling (1563m)

Sonntag, 12. August 2018

Hallöchen zusammen,

Mitte Juli war wieder das SAAC Climbing Camp in Kufstein. Dieses Mal hatten wir eine Unterkunft in Thiersee, was schon recht nahe am Klettergarten liegt. Bevor wir am späten Nachmittag zur Willkommensveranstaltung nach Kufstein fuhren, ließen wir das Auto an der Unterkunft stehen und nutzten die Zeit noch für eine kurze Wanderung auf den Pendling.

Von der Unterkunft war es nicht weit, bis ein Wanderschild das Gasthaus Schneeberg ankündigte, von wo aus es auf den Pendling weitergeht. Von Thiersee aus ist die Wanderung auf den Pendling recht kurz und war daher perfekt geeignet für das kurze Zeitfenster zwischen Ankunft und Nachmittagsveranstaltung.

Anfangs wanderten wir eine Teerstraße bis zum Gasthaus, dann waren wir im Wald unterwegs. Zuerst liefen wir auf einer normalen Forststraße, dann konnten wir in den Wald auf einen Pfad abbiegen. Und von da an wurde die Wanderung auch sehr schön. Wir kamen sogar an einer Felswand vorbei, die zwar nicht zum Klettern geeignet ist, aber schon Vorfreude für den nächsten Tag machte.

Am ersten Gipfelkreuz, das wir erreicht hatten, machten wir eine kleine Pause. Hier war die Aussicht aber noch mäßig. Also liefern wir weiter in Richtung Kufsteiner Haus, kamen an einem zweiten Gipfelkreuz vorbei und als wir das Haus erreicht hatten, war der Ausblick auch der, den wir erwartet hatten: Kufstein lag vor uns genauso wie Zahmer und Wilder Kaiser. Eine wunderschöne Aussicht!

Wir nutzten das aus und machten am Kufsteiner Haus Mittagspause – ich hatte leckere Spaghetti Aglio Olio. Danach mussten wir absteigen. Das Wetter sah auch schon etwas dunkler aus und wir hatten schließlich noch mehr vor. Wir kamen recht schnell ins Tal, checkten dann bei unserer Unterkunft ein und hatten noch ausreichend Zeit, um uns für den Start des Climbing Camps fertig zu machen.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂