Vom Gasthaus Duftbräu auf den Heuberg (1338m)

30. Mai 2020

Hallo zusammen!

Auch am Tag nach Vatertag war das Wetter gut, so dass wir einen Ausflug in die Berge machten. Gewünscht war eine leichtere Tour, Treffpunkt war der Parkplatz Schweibern. Ziel waren die Daffnerwaldalmen und der Heuberg wie hier beschrieben. Und ich empfehle auch unbedingt am Gasthaus Duftbräu zu starten, denn nur so wandert man das erste Stück entlang der Wasserfälle.

An Gasthaus begegneten wir zuerst ein paar Eseln, was gleich die erste Pause war, bevor es richtig losging. Aus der Entfernung sahen wir noch mehr Tiere, die dort leben. Wir wanderten dann aber weiter und starteten am ersten Wasserfall. 

Nun ging der Weg erst Mal durch den Wald, immer am Wasser entlang, immer wieder waren kleine Wasserfälle zu sehen. Noch war es recht flach, so dass es ganz entspannt losging. Nach einer Weile kamen wir vom Wasser weg, wanderten aus dem Wald raus und einen Hügel hinauf in das nächste Waldstück hinein. 

Im Wald wurde es dann auch wurzeliger und felsiger, manchmal ging es nun auch steiler bergauf, aber nie schwierig und immer schön zu wandern. Nach einer Weile kamen wir aus dem Wald hinaus und waren kurz vor unserem ersten Ziel.

Nun ging es bergauf in Richtung der Daffneralmen. Diese hatten ihre Außenbereiche wieder auf und waren gut besucht. Wir machten etwas oberhalb der Almen Pause und setzten uns ins Gras.

Wir aßen den ersten Teil unserer Brotzeit und genossen das Almgelände. Nun wurde es voller – eine ganze Reihe von Menschen war auf dem Weg zum Heuberg und wieder hinunter. Auch wir wollten nun das Stück zum Gipfel noch gehen.

Und das ist mit Abstand der anstrengendste Teil der Wanderung. Es ist recht steil und die trockene Erde teilweise recht rutschig. Dadurch, dass auch noch einige andere Wanderer unterwegs waren, mussten wir immer wieder ausweichen. Zum Schluss folgt ein kleines Waldstück, durch das es die letzten Meter nach oben ging und dann waren wir auch schon unterhalb der Wasserwand. 

Wir liefen weiter zum Gipfelkreuz des Heubergs und suchten uns hier nochmal ein schönes Plätzchen. Die Aussicht erinnerte stark an die vom Kranzhorn im letzten Jahr. Der Inn lag uns zu Füße und wir konnten weit ins Tal schauen. 

Auch die Wasserwand sah von hier beeindruckend aus. Diese war heute aber nicht das Ziel, auch wenn der Steig durchaus reizte. Auch der Kitzstein wäre hier noch ein Abstecher – auf beide Gipfel verzichteten wir allerdings, da beide etwas schwerer und nur mithilfe von Sicherungsseilen zu erklettern sind.

Wir saßen eine ganze Weile am Gipfel, genossen unsere restliche Brotzeit und den Ausblick. Der Rückweg würde relativ schnell gehen, wir hatten also Zeit.

Dann packten wir aber tatsächlich wieder zusammen und liefen denselben Weg zurück zu den Daffneralmen. Das war weniger belastend für die Knie als gedacht und es ging überraschend schnell.

Nachdem wir die Almen passiert hatten und wieder im Wald waren, wählten wir nun den Weg direkt zum Parkplatz. Damit kamen wir zwar nicht mehr an den Wasserfällen vorbei, aber da waren wir ja schon 🙂 .

Der Heuberg ist als kleine Tour sehr zu empfehlen, vor allem wenn man von Duftbräu aus startet. Da ist für jeden was dabei, mal Wasser, mal Fels, mal Wiese und wenn man die Tour noch erweitern will, warten der Kitzstein und die Wasserwand 🙂 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

In Landau an der Isar

30. Mai 2020

Hallo zusammen!

Am Vatertag war bestes Wetter – warum also nicht den Tag nutzen, um einen neuen Ort zu erkunden? Ich wählte dafür Landau und als Ausgangspunkt den wachsenden Felsen von Usterling. Ein Fels der durch Quellkalkbildung entstanden ist und weiter entsteht mit einer steinernen Rinne, auf der das Wasser läuft.

Vom Parkplatz aus ist man in wenigen Minuten am wachsenden Felsen. Infotafeln erklären, wie dieser zustande kommt und was es mit der Kalktuffstruktur auf sich hat. Neben dem wachsenden Felsen konnten wir eine Treppe hochlaufen und ihn so auch von oben betrachten. Der Weg führt dann weiter aus dem Wald hinaus. So konnten wir noch einen schönen Spaziergang dranhängen.

Zum Teil hatten wir einen wunderschönen Ausblick bis in den Bayerischen Wald, der von Landau aus ja nicht so weit weg ist. Wir waren fast allein in dieser weiten schönen Landschaft. Nach unserer Runde spazierten wir noch zur Isar.

Dort wartete ein Widder, eine Wasserförderanlage. Über den Druck wird dort das Wasser in höhere Lagen transportiert. Eine Tafel erklärt mithilfe von Text, Schaubildern und Formeln wie das funktioniert.

Nun war es Zeit für’s Mittagessen und dafür fuhren wir direkt nach Landau. Die Stadt liegt erhöht, somit hatten wir auch von dort einen guten Ausblick. Nach einer leckeren Pizza folgte ein schöner langer Verdauungsspaziergang an der Isar, die hier sehr grün und entspannend ist.

Wir haben den Ausflug nach Landau sehr genossen. Es hat viele schöne Ecken und die Menschen sind sehr offen und freundlich, wir wurden überall gegrüßt. Das kennt man als Fast-Münchener gar nicht mehr. Die Natur ist traumhaft und durch die Isar gibt’s auch viel Wasser. Der Isarradweg führt hier auch vorbei – vielleicht ist ja das eine Gelegenheit, Landau mal wieder zu besuchen 🙂 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Auf den Klausenberg (1548m)

24. Mai 2020

Hallo zusammen!

Nach dem ersten Mal wieder klettern war am Tag darauf das erste Mal wandern in den Bergen angesagt. Dafür wollte ich einen Berg wählen, der nicht so oft besucht wird und entschied mich für eine Wanderung auf den Klausenberg. Der Parkplatz in Hainbach war zwar alles andere als leer, auf dem Weg und am Gipfel war dann aber zum Glück nicht viel los.

Zuerst ging es lange Zeit einen Forstweg entlang, den man aber zum Glück immer wieder queren konnte und somit direkt durch den Wald wanderte. Somit wechselten am Anfang immer wieder Waldpfad und Forstweg, bis wir dann den Wald verließen und zu Almgelände kamen.

Wir überquerten einen Bach und waren dann bald schon auf einem Wiesenweg in Richtung Klausenhütte. Nun war es auch immer wieder nass – das lag am restlichen Schnee, der bei diesem schönen Wetter am Schmelzen war. Bevor es richtig los ging, machten wir eine kurze Brezenpause und tankten Kraft für den restlichen Abschnitt.

Es war ein Genuss wieder unterwegs zu sein. Der Weg ist nicht schwer, es ging stetig bergauf. Außer uns waren hier nur wenige unterwegs. Ich fragte mich, wo wohl die ganzen Leute vom Parkplatz waren.

Nach einer Weile begleiteten uns am Wegesrand viele blaue Enziane. Ein herrlicher Anblick! Es waren so viele Enziane auf unserem Weg, das überraschte uns sehr.

Nach und nach kamen auch immer mehr Schneefelder und damit die Erklärung für das Wasser, das ins Tal floss. Es wurde hier auch etwas kühler – immer wieder wechselte ich von T-Shirt auf langärmlig, wenn der Wind durchzog und eine Wolke die Sonne bedeckte.

An der Klausenhütte angekommen, musste ich erst mal schauen, wo es nun hingehen sollte. Auch dort steht ein kleines Kreuz, für den Klausenberg folgten wir aber noch dem Gratweg.

Es gibt auch einen Rundweg bei dem man den gesamten Grat entlang wandert und auch am Predigtstuhl vorbeikommt. Diese Wanderung geht von Hohenaschau aus. Wir hatten für diesen Tag aber allein den Klausenberg gewählt.

Und das war auch schön genug! Ein etwas ungewohntes Gipfelkreuz, der Blick reichte zur Kampenwand, zum Spitzstein und mehreren Chiemgauer Bergen und auf der anderen Seite zur Hochries und Hochrieshütte.

Wir wanderten wieder ein Stück zurück und suchten uns einen Pausenplatz. Nun packten wir die richtige Brotzeit aus und genossen den Ausblick, die Ruhe und die Natur. War das schön, endlich wieder in den Bergen zu sein!

Der Rückweg war derselbe wie der Aufstieg. Zuerst ging es den Wiesenpfad wieder hinab, der nun schon etwas trockener war als noch zuvor. Dann ging es durch den Wald zurück zum Parkplatz. Das zog sich etwas. Dieser war nun aber schon leerer 😉 . Für uns ging es dann wieder nach Hause.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Das erste Mal wieder klettern

23. Mai 2020

Hallo zusammen!

Mein Geburtstag kam immer näher und damit auch mehr Lockerungen. Dann kam die Meldung, dass die Kletterhallen ihre Außenbereiche wieder öffnen dürfen. Die Vorfreude wurde größer und nachdem es an meinem persönlichen Feiertag in den Bergen regnete und ich es kaum erwarten konnte, wieder an die Wand zu kommen, stand schnell fest: Ich wollte in die Halle – oder besser, deren Außenbereich 😀 !

Ob wir am ersten schönen Tag überhaupt reinkommen würden? Es würde nur eine begrenzte Zahl an Kletterern kommen dürfen, jede zweite Linie musste freibleiben, es war also auch etwas Glück. Und das hatten wir – es war tatsächlich viel weniger los als vermutet, wir hatten unseren eigenen Wandbereich, ausreichend Abstand zu allen anderen und konnten endlich wieder loslegen.

Die Haut an den Händen war weich wie lange nicht mehr, die Muskeln quasi nicht mehr vorhanden und die Füße hatten sich an die neue Freiheit gewöhnt. Das erste Mal wieder in den Kletterschuhe eingequetscht zu sein fanden sie gar nicht gut. Aber meine Vorfreude war größer – der Gurt angelegt, der Achter geknotet, die Hände gechalkt und los ging’s.

Wir starteten ganz leicht und waren dann ganz schnell wieder bei höheren Schwierigkeitsgraden. Manches ging erstaunlich leicht – genauso wie noch vor zwei Monaten. Manches war aber auch deutlich anstrengender und schwieriger. Einmal nahm ich wie gewohnt einen Griff, merkte aber, dass die Kraft nicht mehr da war, um ihn so lange und fest zu halten, wie ich es geplant hatte.

Es ist ein perfekter Zeitpunkt, um die Technik zu optimieren und damit Kraft zu sparen 😀 . Ich habe die Klettersession sehr genossen – endlich wieder klettern, endlich wieder Griffe in der Hand halten, endlich wieder hoch hinaus. Auch das war überraschend – da kam doch glatt wieder etwas Respekt vor der Höhe, nachdem ich so lange Zeit nicht hoch hinaus konnte.

Danach waren wir erschöpft und glücklich. Das Grinsen im Gesicht beim Heimradeln ging nicht mehr weg. Es hatte wieder viel Spaß gemacht. Ich freue mich auf noch viel mehr Klettersessions – an der künstlichen und an der echten Wand 😀 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Ausflug zum Ismaninger Speichersee

21. Mai 2020

Hallöchen zusammen!

Der Ismaninger Speichersee ist eines der wichtigsten Vogelschutzgebiete Europas. Auch dieser ist mit dem Radl gut erreichbar. Irgendwie entlang gefahren war ich dort schon öfter, aber den schönsten Weg direkt hindurch habe ich erst vor ein paar Wochen kennengelernt.

Und das ist wirklich wunderschön! Zu allen Seiten ist Wasser, die Vögel zwitschern, die Vögel schwimmen und mit Traumwetter dazu war es ein toller Ausflug. Es lohnt sich, dort einfach mal langsam entlang zu radeln oder zu spazieren. Es gibt viel zu sehen!

Ein Fernglas hatten wir nicht dabei, aber auch so genossen wir es. Die Landschaft allein ist schon traumhaft. Seltsam, dass es so lange gedauert hat, bis ich mir das mal angeschaut habe. Es ist wirklich sehenswert.

Auch vor der Haustüre gibt es also noch was zu entdecken und am Speichersee war ich sicher nicht das letzte Mal. Vielleicht nächstes Mal mit Fernglas 🙂 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂