Von Seefeld auf die Seefelder Spitze (2221m)

30. Juli 2020

Hallo zusammen!

Wieder mal war der Wetterbericht nicht ganz so positiv wie erwartet und kündigte schon für den Nachmittag Gewitter an. Geplant war eigentlich eine Tour vom Gaistal aus, wir entschieden uns dann aber für eine etwas kürzere Tour direkt vor der Haustüre: Auf die Seefelder Spitze.

Wir liefen zur Talstation der Rosshüttebahn und wählten dort den Wanderweg. Gleich zu Beginn begegneten uns ein paar Kühe, ein Stück lang liefen wir dann auf dem Forstweg und bogen dann ab auf einen schönen Pfad. Wir kamen immer höher, der Ausblick wurde immer beeindruckender, die Freude immer größer.

Deutlich schneller als die Beschilderung meinte kamen wir an der Rosshütte an. Das Wetter war stabil, also wanderten wir weiter in Richtung Seefeldjoch. Dieser Abschnitt läuft auf der Schipiste entlang und ist daher nicht ganz so schön und noch dazu recht steil. Es lohnt sich aber!

Bis zum Seefelder Joch kann man auch mit der Bahn fahren, daher war hier schon etwas mehr los. Es war etwas kühl und windig und daher nicht so gemütlich, wie wir es uns gewünscht hätten. Der Ausblick aber ist fantastisch! Auf der einen Seite ins wunderschöne Karwendel und vor uns wartete schon die Seefelder Spitze.

Auf der anderen Seite hatten wir einen weiten Blick in Richtung Seefeld ins Tal und auf den Weg, den wir gekommen waren. Die Wolken zogen umher und der Wind kühlte uns ordentlich ab.

Nun liefen wir weiter zur Seefelder Spitze. Die Einblicke ins Karwendel wurden immer tiefer und weiter. Ich kannte die Gegend ja schon von der Reither Spitze, trotzdem war ich wieder begeistert. Das Panorama ist sehr beeindruckend.

Am Gipfel fanden wir Platz auf einer Bank und machten Pause. Da das Wetter noch anhielt, plante ich einen etwas anderen Rückweg zur Rosshütte.

Wir wählten den Abstieg in Richtung Reither Spitze, wollten dann aber nicht auf den Gipfel sondern wieder in Richtung Rosshütte. Wir packten unsere Sachen zusammen und machten uns auf den Weg.

Nun wurde es alpiner, da wir auf diesem Abschnitt auch über viel Geröll wanderten. Das machte Spaß und noch dazu hatten wir immer wieder wunderbare Bergwelt um uns.

Wir genossen es hier unterwegs zu sein. Am Anfang viel Fels, ab und zu eine Seilsicherung und Wege, bei denen man schon schauen musste, wo man hintritt.

Dann kamen wir nach und nach tiefer und die Wege wurden wieder einfacher. Es wurde dann auch wieder grüner und wir entdeckten einige Enziane auf dem Weg.

Nach wie vor war es schön und es wurde sogar noch etwas wärmer – was natürlich auch daran lag, dass wir wieder tiefer kamen. Wir legten nochmal eine kleine Pause ein und genossen die Landschaft.

Nun ging es wieder zurück zur Rosshütte und von da denselben Weg ins Tal, den wir auch raufgekommen waren. Wir wanderten gemütlich weiter.

Als wir an der Talstation ankamen wurde es wieder etwas windiger, zurück an der Unterkunft vermuteten wir schon das Unwetter kommen, aber bis auf den Wind kam nichts. Wir waren schneller als gedacht und machten uns noch einen gemütlichen Nachmittag und Abend.

Als die Sonne langsam unterging, spazierten wir noch um den Wildsee in Seefeld und beobachteten den wunderschönen Farbwechsel der Berge, wenn der Tag zu Ende geht.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Klettergarten Ehnbachklamm in Zirl

22. Juli 2020

Hallöchen zusammen!

Wer eine Klammwanderung mit Klettern verbinden will oder einfach in einer traumhaften Kulisse klettern will, ist hier genau richtig: In der Ehnbachklamm in Zirl. Zuerst durch eine Klamm wandern, um zum Klettern zu kommen? Das klingt doch verlockend!

Gleich am Anfang der Klamm wird darauf hingewiesen, dass man sich nun in Lebensgefahr begibt und für sich selbst verantwortlich ist – dafür muss kein Eintritt bezahlt werden. Das klingt schlimmer als es ist, auch wenn in einer Klamm natürlich immer etwas passieren kann. Es ist ein Genuss durch die Klamm zu wandern, immer auf der Suche nach Kletterwänden.

Es befinden sich mehrere Sektoren in und am Ende der Klamm – viele davon sind leider nicht saniert und können nicht geklettert werden. Wir haben nur einmal in der Mitte der Klamm eine Wand mit Bohrhaken entdeckt, dann erst wieder am Ende den Sektor Buchenwandl, wo wir den Tag verbracht haben.

Wunderschön umgeben von Kies, Wasser und Fels starteten wir den Klettertag. Die erste Herausforderung war die Topo richtig zu lesen – zu diesem Zeitpunkt war es so, dass die Topo auf der Website von Climbers Paradise falsch war, die App aber eine richtige Topo hatte. Damit konnten wir uns dann orientieren und starteten zum Aufwärmen mit einer 4b und einer 4c: Stöpsltour und s’Kantele. Das ist ein guter Einstieg und machte Lust auf mehr.

Danach wechselten wir zu Bossa Nova, eine 5b und sehr schöne Kantentour. Vor der Mittagspause kletterten wir noch No Time For Girls, eine sehr kräftige 5c. Die Pause war danach dringend nötig. Wir setzten uns ans Wasser in den Kies und genossen die Umgebung und unsere Brotzeit.

Die Route Tremolo hatte uns von Anfang an angelacht und nun war es so weit, wir kletterten diese 5b. Bis auf den Schluss ist alles sehr klar und leicht zu klettern, nur die letzten zwei Haken wird man nochmal richtig gefordert. Auf dem Weg zu unserer letzten Route machte ich noch Mini-Josef, eine vier Meter (!) kurze 3a. Einfach nur zum Spaß 😀 .

Dann kam die Route Ganz Rechts mit 18 Metern, das war ein schöner Abschluss – sehr abwechslungsreich, anstrengend und tatsächlich nur gut zu lösen, wenn man ganz rechts klettert. Zurück ging es dann wieder durch die Klamm und glücklich nach Seefeld.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Klettergarten Mauerbogen in Leutasch

22. Juli 2020

Hallo zusammen!

Endlich war es so weit, endlich nach langer langer Zeit ging es wieder an den Fels. Als Einstieg in die Saison hatten wir uns das Gebiet Mauerbogen in Leutasch ausgesucht. Wir wollten leichte Routen zum Einstieg, auch weil wir klettertechnisch gerade gar nicht trainiert waren.

Leutasch begrüßte uns mit einem traumhaften Panorama und einer wie üblich guten Beschilderung zum Klettergarten. Der Zustieg führt recht steil durch den Wald, bis man nach etwa zwanzig Minuten vor der Wand steht. Ein anderes Kletterpärchen war noch da, mehr aber nicht und das blieb den ganzen Klettertag so.

Dank Climbers Paradise hatten wir die Topo als Offlinevariante der zugehörigen App dabei und versuchten damit die Routen zu lesen. Wir starteten ganz einfach am linken Rand mit zwei 3a Routen: Die 15 Meter langen LaLeLu und Flora. Wir merkten sehr schnell, dass so weit außen wohl nicht so viel geklettert wird – es war recht bröcklig.

Als dritte Route kletterten wir noch die 15 Meter lange Flas , eine sehr schöne 5a. Am Anfang fordert ein recht langer Zug, ansonsten kann man die Route ganz entspannt klettern. Nun war es Zeit für eine kleine Pause und damit wechselten wir auch ein Stück weiter nach rechts.

Wir kletterten nun die Route Botaniker – eine 5a, bei der wir irgendwie immer zu weit links kletterten. Aber so fühlte es sich einfach besser an 😉 . Es folgte die Route Fun, eine sehr schöne wenn auch fordernde 5a.

Das andere Kletterpärchen war mittlerweile zu unseren Anfangsrouten gewechselt. Auch sie mussten feststellen, dass es dort recht bröcklig war – ihnen rutschte ein recht großer Felsbrocken ab – zum Glück war bis auf den Schock nichts passiert.

Zum Abschluss kletterten wir noch eine 4c, die Route Steigleiter. Dabei handelt es sich um eine Stemmroute, die zum Schluss sehr ausgesetzt ist. Dort hängt man recht weit rechts und versucht irgendwie den Endhaken zu klippen und sich dort umzubinden. Das war kein so schöner Abschluss.

Wir waren nun schon recht geschafft und wollten für den nächsten Tag auch noch fit sein. Daher verließen wir den Mauerbogen und fuhren wieder zurück nach Seefeld. Die Outdoor-Klettersaison war eröffnet 🙂 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Leutaschklamm in Mittenwald

28. Juni 2020

Hallo zusammen!

Für den Tag der Hinfahrt nach Seefeld hatte ich zwei Optionen rausgesucht: Ein Klettergarten in Scharnitz oder bei schlechterem Wetter ein Weg entlang der Leutaschklamm. Schon die Wettervorhersage war nicht sehr optimistisch und spätestens als es zwischen Kochel- und Walchensee zu regnen anfing, war klar, dass wir an diesem Tag die Klamm besuchen würden.

In Mittenwald angekommen regnete es noch immer, also zogen wir unsere Regenjacken an und machten uns mit den Regenschirmen auf den Weg zur Klamm. Wir starteten rechts entlang mit dem Koboldweg und verlängerten die Runde über den Klammgeistweg. Zuerst ging es ein Stückchen bergauf, bis wir hoch genug waren und von der Panoramabrücke aus auf die Klamm sehen konnten.

Nun folgten wir dem Klammgeistweg. Wir hatten viele wunderschöne Blicke in die Tiefe in die Klamm. Das Wasser hatte eine tolle türkise Farbe. An einer Stelle bogen wir zu einer Kapelle ab und kamen an die Straße – diesen kleinen Schlenker muss man aber nicht unbedingt machen 🙂 .

Wir liefen weiter zur Höllbrücke. Nach und nach kamen wir mehr in die Klamm und sahen das Wasser dahinrauschen. Zu regnen hatte es mittlerweile aufgehört.

 

Ohne es zu merken überquert man auf dem Weg die österreichische Grenze. Zu Fuß waren wir also schon fast angekommen 😉 . Die Klamm liegt direkt zwischen Mittenwald und dem österreichischen Leutasch. Auf dem ganzen Weg gab es zahlreiche Schilder, auf denen Kobolde erklären, wie es zur Klamm kam, was es mit der Eiszeit auf sich hat und wie das mit den Gletschern zusammenhängt.

Am Ende der Klamm wechselte der Weg in den Wald hinein. Dort liefen wir auf einem Forstweg wieder zurück. Auf Höhe der Panoramabrücke ist es möglich auch zurück zum Wasser zu gehen. Wir blieben aber im Wald.

Wir kamen dann noch am Gasthaus Gletscherschliff vorbei und entdeckten dort kleine Ziegen. Da mussten wir natürlich eine kleine Pause machen.

Danach suchten wir uns noch einen Pausenplatz mit schöner Sicht auf die Bergwelt. Nun war tatsächlich wieder blauer Himmel zu sehen und wir genossen unsere Brotzeit.

Wir liefen anschließend wieder zurück nach Mittenwald. Als dritte Möglichkeit gibt es auch noch den Wasserfallsteig direkt in die Klamm gegen Eintritt. Das ließen wir aber aus und setzten unseren Weg fort nach Seefeld, um unsere Unterkunft zu beziehen und die Gegend dort zu erkunden.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Kletter- und Wandertage in Seefeld und Umgebung

27. Juni 2020

Hallöchen zusammen!

Nachdem für die zweite Urlaubswoche wieder sonniges Wetter vorhergesagt wurde, waren wir ein paar Tage im schönen Österreich in Seefeld und haben die Umgebung dort genossen.

Freut euch auf Kletter- und Wandereindrücke aus dieser schönen Gegend!

Liebe Grüße,
Sabine 🙂