Thalhofergrat und Harzberg

20. Oktober 2020

Hallöchen zusammen!

Nach der Lutterwand stand am Tag drauf ein weiteres bekanntes Gebiet auf dem Plan: Thalhofergrat. Nun am Wochenende war schon deutlich mehr los und wir waren nicht allein in der Gegend. Wir wollten eigentlich zum Sektor C, waren dann aber am Sektor G und kletterten dort.

Der Sektor G ist der Trinkratzahn und ein recht kleiner Sektor, aber dafür mit interessanten Routen. Wir starteten mit dem Skorpiongrat, einer leichten 2+, bei der man einfach den Fels hinaufklettert. Etwas ausgesetzt ist es trotzdem, was den Kopf fordert. Die Route ist aber tatsächlich sehr einfach. Danach wählten wir die Skorpionwand, eine 5+. Der Start ist mir unheimlich schwer gefallen und ich habe hier lange gekämpft, bis ich dann irgendwie hochgekommen bin. Und schon da merkte ich das Klettern vom Vortag.

Weiter ging es zum Tanz der 1000 Regentropfen. Eine sehr schöne 6, mit einer Stelle bei der gefühlt einfach kein Griff zu finden war. Da es wieder eine anstrengende Route war, brauchte ich jetzt schon eine Pause.

Danach wechselten wir den Sektor und gingen zur Thalhofergrat Südwest Wand. Dort mussten wir nach eine Route suchen und entschieden uns dann für die Maulwurfroute. Das ist eine sehr schöne 4+, die sehr angenehm zu klettern war. Und das war dann auch schon die letzte Route für diesen Tag.

Nachdem wir dann in der Unterkunft gegessen hatten, wollten wir den Abend aber noch ein bisschen nutzen. Daher liefen wir durch Bad Vöslau und kamen am dortigen Weinfest vorbei. Dort war aber viel zu viel los und wir liefen weiter in Richtung Wanderschilder. Wir folgten dem Schild auf den Harzberg. Da ging es dann doch noch ein Stückchen bergauf. Aber es lohnt sich! Wir hatten einen schönen Ausblick auf Baden und den Wienerwald und sahen die Sonne untergehen.

Wir entdeckten dann noch, dass sich auf dem Harzberg ein Kängurugehege befindet. Dort mussten wir natürlich noch vorbeischauen. Zu lange hatten wir aber nicht mehr Zeit, da wir ja noch vor der Dunkelheit wieder in Bad Vöslau sein wollten.

Daher ging es dann recht flott zurück von unserem schönen ausgedehnten Abendspaziergang.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Lutterwand und Feigenhof

11. Oktober 2020

Hallo zusammen!

Am nächsten Tag war klettern angesagt. Dafür hatten wir uns die bekannte Lutterwand ausgesucht. Die liegt knapp vor Wien und ist normalerweise gut besucht. Da wir unter der Woche da waren, hatten wir die Wand für uns alleine – und das bei bestem Wetter.

Die Schwierigkeitsbewertungen sind ungewohnt – es gibt Routen, die sind mit 2 und 2+ bewertet oder sogar 1+. Ich würde da ja erwarten, dass man dafür nicht mal klettern muss. Für mein Empfinden war das aber schon recht schwierig. Ab 4/5 normalisiert sich die Bewertung dann wieder.

Wir starteten mit einer Mischung aus Höhlenüberhang und große Schuppe (5 und 2+). Während dem Klettern sind wir irgendwie von der richtigen Route abgekommen 😉 . Danach kam die kleine Schuppe, eine 2+. Dann kletterten wir Lutter Platte (4) und Pfeilschnell (5) und gewöhnten uns langsam daran, dass die Bewertungen nicht so viel aussagen. Diese Routen waren alle am linken Wandbereich. Dort kletterten wir noch das Sanduhrparadies, eine 3+, und wechselten dann weiter nach rechts.

Es war alles etwas rutschiger als erwartet, was aber sicher auch daran liegt, dass es eines der beliebtesten Klettergebiete ist. Zudem waren wir schon lange nicht mehr klettern, das kommt natürlich dazu. Im rechten Wandbereich kletterten wir dann Sonnenwende, eine 6-. Das ging übers Dach und war eine Herausforderung für mich, klappte aber. Daher kam gleich die zweite Dachroute, Wild entschlossen (6-). Dann machten wir erst mal Pause.

Um das Klettergebiet rum wachsen mehrere Apfelbäume. Wir sammelten ein paar der runtergefallenen Äpfel als zusätzlichen Snack. Zum Schluss machten wir noch zwei Routen: Neue Welt (5+) und Mauerblümchen (5-). Dann waren wir aber auch erledigt. Der Kopf war zu, die Füße schmerzten, die Finger waren trocken. Also packten wir unsere Sachen zusammen. Nun ging es zum Feigenhof!

Bei Wien gibt es einen Bio-Feigenhof, bei dem es hauptsächlich Feigen gibt, aber auch Kräuter und vereinzelt anderes Obst und Gemüse. Wir aber wollten die Feigen sehen. Wir hatten in der Wienerwaldgegend schon ab und an in Gärten schöne Feigenbäume gesehen, aber so viele Feigenpflanzen auf einem Haufen noch nicht.

Es gibt alle möglichen Sorten, in jeder Wachstumsstufe und natürlich auch frische oder verarbeitete Feigen zum Kaufen vor Ort. Es ist auch einfach ein schöner Ort mit so vielen Pflanzen. Wir haben den Rundgang dort sehr genossen.

Für Feigenliebhaber ist es ein Muss dort mal vorbeizuschauen. Fraglich ist nur, ob man es schafft, ohne eine neue Feigenpflanze wieder wegzufahren 😉 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Weinbergwanderung in Baden

11. Oktober 2020

Hallöchen zusammen!

Als wir im Wienerwald ankamen, machten wir gleich einen Stopp in Baden. Dort wurde eine Weinbergwanderung angeboten. Nach Plan wäre sie eineinhalb Stunden lang gewesen, tatsächlich war es dann doppelt so lange. Es gab einfach viel zu erzählen zum Weinanbau im Wienerwald 😉 .

Zuerst ging es durch den Park in Baden. Und dort trifft man schon auf viele südländische Pflanzen. Eine blühende Artischocke hat mich besonders begeistert. Das hatte ich zuvor noch nie gesehen. Danach ging es in die Weinberge.

Weinberge gibt’s in meiner Heimat keine, umso schöner fand ich das Bild hier. Wir durften sogar ein paar Trauben probieren. Wir sahen helle und dunkle Trauben, eine Reihe nach der anderen. Und dazu wurde uns erzählt, wie die Trauben geerntet und verarbeitet werden und wie die Weinreben gepflegt werden.

Wir sahen alte und junge Reben und lernten wie sie geschnitten werden. Der Wein mag keinen humosen Boden, sondern eher kalkigen. Und davon gibt es im Wienerwald genug – wie ja auch Kalkfelsen zum Klettern. Und durch das Wiener Becken ist es auch warm genug für Weinanbau.

Zum Schluss erzählte uns der Weinbergführer noch ein bisschen etwas über die Weinkultur vor Ort und erklärte uns die Heurigentafeln, die man überall in den Weinorten im Wienerwald findet. Er zeigte uns das Lumpentürl in der Stadtmauer, durch das man früher auch nach der Sperrstunde noch in die Stadt kam. Und dann gab es zum Abschied noch einen Schluck Lumpentürl – einen heimischen Cuvée.

Damit waren wir angekommen im Wienerwald und bezogen dann etwas später als gedacht unsere Unterkunft. Wir schafften es gerade noch, uns für den Abend etwas Leckeres zu kochen im nahen Supermarkt zu besorgen – und eine Flasche österreichischen Wein 🙂 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Weinberge, Feigen und Klettern im Wienerwald

10. Oktober 2020

Hallöchen zusammen!

Der Wienerwald ist bekannt für Wein und Weinberge – aber nicht nur das gibt es dort. Durch die klimatisch begünstigte Lage wachsen dort auch Pflanzen, die man bei uns weniger findet – wie Feigenbäume. Und noch dazu gibt es einige schöne Kletterfelsen. Das war Grund genug, sich die Gegend mal ein paar Tage anzuschauen 🙂 .

Freut euch auf Berichte aus dem Wienerwald!

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Festung Kufstein und Wildpark Wildbichl

10. Oktober 2020

Hallo zusammen!

Für den Sonntag war das Wetter leider schlechter angesagt. Daher entschieden wir uns dafür, die KufsteinerlandCard zu nutzen. Zuerst waren wir in der Festung Kufstein und danach im Wildpark Wildbichl. Die KufsteinerlandCard bietet zahlreiche kostenlose oder ermäßigte Eintritte und noch dazu kann man den ÖPNV nutzen.

Die Festung Kufstein bietet eine Reihe an Museen und man schlendert dabei durch die Festung selbst. Ein Besuch lohnt sich und es gibt viel zu sehen. Gegen Mittag konnten wir noch dazu dem Orgelkonzert zuhören. Für einen nicht ganz so schönen Tag ist es ein perfektes Ausflugsziel.

Schon die Auffahrt zur Festung ist beeindruckend, da man einen tollen Blick auf die Stadt hat. Man kann natürlich auch zu Fuß gehen. Das Museum im Staatsgefängnis fand ich am interessantesten – zu erfahren, wer hier warum und unter welchen Umständen war.

Nach dem Festungsbesuch entschieden wir uns noch zum Wildpark Wildbichl zu fahren. Der Wildpark ist nicht recht groß und manche Gehege waren auch leer. Für einen kleinen Ausflug lohnt sich der Besuch und man kann die Tiere zum Teil auch füttern.

 

Auf unserem Rundgang haben wir Luchse, Steinböcke, Wildschweine, Mufflons, Esel, Uhus und viele mehr gesehen. Zum Schluss war sogar ein Kängurugehege! Das Ziel des Wildparks ist es, dass die Tiere große Gehege haben und in natürlicher Umgebung leben können.

Und damit war das Wochenende auch schon wieder vorbei – das wir mit Alpakas, einem Gipfel, der Festung und dem Wildpark genossen haben.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂