Fünfter Stopp in Ligurien: Klettergebiet Caprazoppa bei Pietra Ligure

11. September 2022

Hallo zusammen,

nach Nasino ging es wieder zurück ins Finale Gebiet. Wir blieben für ein paar Tage in Pietra Ligure und besuchten das Caprazoppa Klettergebiet.

Cimitero

Unser erster Besuch war im Gebiet Cimitero. Das kannten wir schon, deshalb wollten wir da nochmal hin. Leider war das Wetter eher mäßig und wir konnten nicht lange dort bleiben.

Der Weg war wie bekannt etwas zugewachsen und schwierig, aber wir kannten uns ja schon aus. Die Wand sieht herrlich aus, die Routen sind aber nicht ganz so leicht und teilweise auch recht rutschig. Wir waren wieder gekommen für “The Return Of Jedi”.

Zum Aufwärmen kletterten wir Bambino (4b) und Cosetta (5b) und machten uns dann auf zu unserer Wunschroute. Nur leider mussten wir uns jetzt beeilen – die Wolken zogen schon zu. Und wie das so ist, wenn man nicht entspannt klettern kann, waren wir hier nicht so erfolgreich wie gedacht, aber wenigstens irgendwann oben. Dann mussten wir leider schnell zusammenpacken, der Regenschauer stand unmittelbar bevor.

Falesia delle centro corde

Nachdem der Tag zuvor nicht so gelaufen war wie geplant, wollten wir nun entspannen. Das funktioniert sehr gut im Klettergebiet “Falesia delle centro corde” also “Kletterwand der tausend Seile”. Hier ist man direkt über dem Meer, mit herrlicher Aussicht, griffigem Fels und durchgängig machbaren Routen.

Ach war das schön! Und noch dazu schien die Sonne wieder. Wir starteten mit “Chi non fa non falla”, einer 5c. Dann ging es weiter zu einer 5a und 6a. Oben angekommen hatten wir einen noch herrlicheren Ausblick als sowieso schon.

Danach folgten noch drei etwas längere 5b. Zum Ende war ein Kletterpärchen gekommen, dass in die Route einstieg, die eigentlich unseren Abschluss bilden sollte. Aber auch so war es gut und wir hatten einen schönen entspannten Klettertag.

Das Gebiet bietet zwar nicht so interessante Routen wie “Cimitero”, aber wenn man mich nach einem Genussklettergebiet in der Gegend fragen würde, dann wäre es genau das. Auch die Absicherung ist sehr angenehm.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Wandern um Nasino

11. September 2022

Hallöchen zusammen,

da wir total ab vom Schuss waren, konnten wir von unserer Unterkunft in Nasino aus direkt zum Wandern starten. Geplant war eigentlich der Trail “Colle del Prione“, auf dem waren wir auch am Anfang, irgendwann haben wir ihn aber verloren – dann aber trotzdem wieder irgendwie zurückgefunden 😀 .

Anfangs ging es vorbei an schon bekanntem Weg, an Feigenbäumen, Brombeer- und Rosmarinsträuchern in Richtung Wald und Fels. Das war schön und immer wieder tauchten Felswände auf.

Nach einem längeren Stück kam sogar ein richtig großer Pausenplatz, den wir auch dafür nutzten. Von dort hatten wir einen schönen Ausblick und gemütliche Bänke. Außer uns war hier niemand unterwegs, wir waren ganz allein.

Danach wurde es abenteuerlicher. Es ging durch Gebüsch, Gestrüpp und durch tiefen Wald. Die Strecke wird wohl nicht so oft begangen, zumindest war hier viel zugewachsen und der Weg war nicht immer ganz eindeutig.

Dann kamen wir recht weit oben wieder aus dem Wald raus und hatten einen schönen Ausblick, aber der Weg war vorbei. Wir liefen in die eine und die andere Richtung, fanden aber keinen Wegweiser mehr, keine Wegemarkierung, nichts. Also folgten wir dem Weg, der der Himmelsrichtung nach wieder zurück nach Nasino ging.

Und da kamen wir dann auch wieder an – mit dabei eine ganze Menge Brombeeren, ein paar Feigen und leckere Kräuter – perfekt für das Abendessen.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Klettergebiete in Oltre Finale

28. August 2022

Hallo zusammen,

in Oltre Finale gibt’s zahlreiche schöne Klettergebiete, allerdings sind die Schwierigkeitsgrade allgemein etwas höher als in Finale. Einen aktuellen Kletterführer gibt’s auch nicht und der alte ist vergriffen. Wir hatten den großen Vorteil, dass wir genau diesen in der Unterkunft in Orco hatten und uns damit auf die Woche in Nasino vorbereiten konnten. Ansonsten helfen natürlich auch die bekannten Portale wie theCrag, Climbook und Falesia.it.

Telematica

Das Anfängergebiet in Oltre Finale ist Telematica. In Coletta di Castelbianco findet man vom Parkplatz bei der Kirche aus recht schnell zum Gebiet, das dort angeschrieben ist. Da es hier eine ganze Reihe einfacher Routen gibt, ist es natürlich auch entsprechend abgespeckt und rutschig.

Die Routen haben Namen aus dem Computerbereich, was mich natürlich sehr amüsiert hat. Wann kann man schon sagen, dass man JPEG geklettert ist oder im Explorer unterwegs war? Es gibt hier ganz schöne Routen, aber vor allem die 5er Routen sind nichts Besonderes.

Wir kletterten ein paar 5er (Explorer, Netscape, Powerpoint) und vor allem 6er Routen (Hard disk, File, JPEG, Mouse und Eudora). Die letzten Routen haben uns großen Spaß gemacht, Eudora fanden wir technisch spannend.

Es war ein guter Einstieg für Oltre Finale, aber Telematica ist sicher keines der richtig schönen Gebiete in der Gegend – die lernten wir in den folgenden Tagen kennen.

Rocca della Basura

Wenn ihr Sinter liebt und etwas stärker klettern könnt, dann geht zu Rocca della Basura! Da gibt’s traumhaft schöne Routen – leider vor allem im oberen französischen 6er und im 7er Bereich. Aber allein der Anblick ist schon toll.

Der Zustieg ist lang und abenteuerlich. Als wir keinen Ausweg mehr wussten und dann doch den Steinmännchen nachgelaufen waren (was wir bei den ersten Malen schnell wieder aufhörten, da wir nicht glauben konnten, dass wir hier wirklich kreuz und quer durch die Landschaft mussten), kamen wir beim Klettergebiet an. Ganz am Anfang befinden sich ein paar 5c, was unsere ersten Routen waren, die wir hier kletterten.

Danach kam unsere Sinter-Route, an der wir arbeiteten: “Sabba”, eine 6a+. Die kletterten wir mehrmals und versuchten das zu perfektionieren. Mehr konnten wir leider nicht klettern – es war schon spät (dank der langen Suche nach dem Klettergebiet) und wir waren jetzt auch erledigt. Trotzdem war “Rocca della Basura” für uns ein Highlight in Oltre Finale.

Euskal – Colosseo

Es ist immer wieder herrlich, was als Parkplatz bezeichnet wird, direkt an der Fabrik ist das Parken nicht erlaubt. Ihr müsst hier irgendwo in der Nähe der Fabrik parken, dann ein paar Meter etwas gefährlich an der Straße entlang laufen und schon geht’s bergauf in Richtung Klettergebiet.

Neben Euskal liegt Colosseo, im Grunde ist das je nach Quelle ein Sektor davon. Ihr findet hier ganz schöne Kletterei, man kann da sicher mehrmals vorbeikommen und sich austoben. Und noch dazu gibt’s zum entspannten Auswärmen ein paar 4er Routen.

Die habe ich natürlich genutzt, bevor es richtig losging. Hervorzuheben ist Romolo, eine relativ kurze 6a, die uns aber technisch großen Spaß gemacht hat. Wir haben hier einige Zeit verbracht, um die beste Variante zu finden.

Auch an dieser Wand gibt es aber vor allem im 7er Bereich richtig beeindruckende Routen. Nächstes Mal vielleicht 😉 .

Enoteca

Am letzten Klettertag in Oltre Finale wollten wir eigentlich zu Cineplex, blieben dann aber bei Enoteca stehen. Denn hier hatten wir Schatten, waren fast alleine und konnten unsere Weinkenntnisse vertiefen.

Die Einsteigerrouten Granaccia und Primitivo sollten nicht beklettert werden, also starteten wir mit Cirò und Soave. Danach kam noch Nebiolo. Im Hintergrund hörten wir das Bachplätschern, es war eine ganz angenehme Umgebung dort.

Danach waren wir allein an der Wand und kletterten noch Cabernet, Barbaresco und Triskele. Cabernet ist sehr plattig, Triskele ist etwas, wenn man gerne durch Stützen und Stemmen nach oben klettert. Da ist also für jede und jeden was dabei.

Für uns war es ein schöner Abschluss für Oltre Finale. Und eines war klar: Richtig Spaß hat man in der Gegend vor allem, wenn man auch in den französischen 7er Graden unterwegs ist – wir haben also noch etwas Arbeit vor uns 😉 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Vierter Stopp in Ligurien: Nasino

20. August 2022

Hallöchen zusammen,

nach Finale ging es nach Oltre Finale und dort nach Nasino. Wie sich schnell herausgestellt hatte, handelt es sich dabei um ein verfallenes Dorf, in dem kaum jemand lebt und dazu gibt’s noch zwei Ferienwohnungen. Wer also in völliger Ruhe und Abgeschiedenheit sein will – hier ist sie zu finden 😉 .

Die Umgebung ist wirklich sehr schön und auch unsere Unterkunft war “klein aber voller Liebe” 🙂 . Und wir waren hier wieder mitten in den ligurischen Bergen.

Da versteckt sich dann auch ein “natural spa”, eine Gumpenlandschaft die zum Planschen einlädt und uns als Geheimtipp empfohlen wurde. Es ist perfekt um die geschundenen Kletterfüße dort abzukühlen.

Und auf den Hügeln findet man immer wieder nette kleine Orte, die ihren ganz eigenen Charme haben. Dort verteilt sind natürlich auch die Kletterfelsen, wegen denen wir dorthin gekommen waren.

Wir lernten hier ein für uns ganz neues Klettergebiet kennen: Oltre Finale.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Val di Nava – Falesia della Luna

07. August 2022

Hallöchen zusammen,

ein weiteres Klettergebiet, das wir von Orco aus besucht hatten, war das “Val di Nava” und dort der Sektor “Falesia della Luna”. Um dort hinzukommen waren wir eine ganze Weile unterwegs, weil es eher untypisch ist, dort von Orco aus hinzulaufen.

Aber es hatte geklappt, nur dass die Sektoren hier nicht so vorbildlich angeschrieben waren wie im Rian Cornei. Wir fanden die Wand aber trotzdem und waren gespannt, was uns hier erwarten würde. Der Fels ist sehr griffig, die Bewertungen vom Kletterführer sind aber zum Teil schon ganz anders als es an der Wand steht. 

Anfangs war noch eine deutsche Familie da, nachdem die fertig waren, hatten wir den Fels für uns. Hier hatten wir Ausblick in Richtung Boragni – also viel Wald und viel Fels 😉 . Aber auch hier – wunderschön!

Wir kletterten zuerst von rechts außen in Richtung Mitte und waren dann zum Schluss nochmal links außen an der Wand. Der Fels ist recht übersichtlich, so dass man nach einem Klettertag schon recht viele Routen geklettert ist.

Da war für uns alles dabei – wir hatten 4c, 5a, 5b, 5c, 6a und 6a+. Was will man mehr? Aber wie schwer die Routen wirklich sind, ist sowieso nicht ganz klar.

Wir hatten hier zusätzlich den Vorteil, dass wir am Nachmittag im Schatten waren. Das war zum Klettern wirklich sehr angenehm. Der lange Weg hatte sich also gelohnt und wir hatten noch ein neues Gebiet kennengelernt.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂