Climbing Camp Kufstein Nummer II

14. August 2018

Hallöchen zusammen!

Wie im letzten Beitrag schon geschrieben waren wir nicht ohne Grund in der Kufsteiner Gegend. Wie schon letztes Jahr waren wir wieder beim SAAC Climbing Camp angemeldet.

Am Samstagnachmittag war wie im Jahr zuvor ein Vortrag zum Thema Klettern. Wir hörten wieder Allgemeines, alles über Sicherheit beim Klettern, verschiedene Sicherungsgeräte und worauf man draußen achten sollte. Der Vortrag war der gleiche wie das Jahr zuvor, es war aber trotzdem ganz gut das nochmal zu hören. Der Vortragende war ein anderer als letzes Mal, wodurch der Fokus ein anderer war und auch die Erzählweise.

Am Tag darauf kam dann der praktische Teil. Ab mittags meldete der Wetterbericht Regen, wir starteten aber im Klettergarten. Das war auch eine gute Idee, denn der Regen kam erst, als der Kurs gerade zu Ende war. Es gab verschiedene Gruppen, wobei dieses Mal das Programm bei allen Gruppen gleich war. Wir waren in der Fels-erfahrenen Gruppe ohne Mehrseillängenerfahrung. Das kam an diesem Tag auch nicht als Thema dran.

Wir starteten dann gleich mit der Route “Verschneidung” (6-). Wir hatten leider keine Topo dabei, daher konnten wir die Schwierigkeiten erst im Nachhinein nachvollziehen. Die Route ist eigentlich schön, weil es eine Verschneidung ist, aber als erste Route war sie schon sehr schwer. Noch dazu war sie sehr speckig. Das war ein sehr fordernder Start.

Wir konnten beim Klettern verschiedene Sicherungsgeräte ausprobieren, lernten deren Handhabung und auch erneut das Umbauen und Abseilen. Gefühlt machten wir aber weniger als im Jahr zuvor. Das mag aber auch daran liegen, dass die Inhalte uns schon bekannt waren. Eigentlich dachten wir, wir würden hier in das Thema Mehrseillängen schnuppern können, in diesem Jahr war das aber in keiner Gruppe dabei.

Also kletterten wir noch ein bisschen: Von der Route Affenhang (8-/8) kletterten wir den unteren Teil, der eher als 5er zu bewerten ist. Das ging schon besser als die Route davor. Und dann kam noch eine unbenannte neue Tour dazu, eine 6-. Viel geklettert waren wir nicht, da wir die Routen zwischendurch auch zum Üben nutzten. Einerseits um die Sicherungsgeräte und das Umbauen auszuprobieren und am Boden übten wir auch das Abseilen.

Am frühen Nachmittag packten wir die Sachen wieder zusammen und liefen zurück zum Parkplatz. Und absolut pünktlich fing es dann auch an zu regnen. Damit machten wir uns genau zum richtigen Zeitpunkt wieder auf den Rückweg nach München.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Kurze Tour auf den Pendling (1563m)

12. August 2018

Hallöchen zusammen,

Mitte Juli war wieder das SAAC Climbing Camp in Kufstein. Dieses Mal hatten wir eine Unterkunft in Thiersee, was schon recht nahe am Klettergarten liegt. Bevor wir am späten Nachmittag zur Willkommensveranstaltung nach Kufstein fuhren, ließen wir das Auto an der Unterkunft stehen und nutzten die Zeit noch für eine kurze Wanderung auf den Pendling.

Von der Unterkunft war es nicht weit, bis ein Wanderschild das Gasthaus Schneeberg ankündigte, von wo aus es auf den Pendling weitergeht. Von Thiersee aus ist die Wanderung auf den Pendling recht kurz und war daher perfekt geeignet für das kurze Zeitfenster zwischen Ankunft und Nachmittagsveranstaltung.

Anfangs wanderten wir eine Teerstraße bis zum Gasthaus, dann waren wir im Wald unterwegs. Zuerst liefen wir auf einer normalen Forststraße, dann konnten wir in den Wald auf einen Pfad abbiegen. Und von da an wurde die Wanderung auch sehr schön. Wir kamen sogar an einer Felswand vorbei, die zwar nicht zum Klettern geeignet ist, aber schon Vorfreude für den nächsten Tag machte.

Am ersten Gipfelkreuz, das wir erreicht hatten, machten wir eine kleine Pause. Hier war die Aussicht aber noch mäßig. Also liefern wir weiter in Richtung Kufsteiner Haus, kamen an einem zweiten Gipfelkreuz vorbei und als wir das Haus erreicht hatten, war der Ausblick auch der, den wir erwartet hatten: Kufstein lag vor uns genauso wie Zahmer und Wilder Kaiser. Eine wunderschöne Aussicht!

Wir nutzten das aus und machten am Kufsteiner Haus Mittagspause – ich hatte leckere Spaghetti Aglio Olio. Danach mussten wir absteigen. Das Wetter sah auch schon etwas dunkler aus und wir hatten schließlich noch mehr vor. Wir kamen recht schnell ins Tal, checkten dann bei unserer Unterkunft ein und hatten noch ausreichend Zeit, um uns für den Start des Climbing Camps fertig zu machen.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Spaziergang in Ebersberg und kurzer Ausflug zum Kletterbrocken in Unterschleißheim

12. August 2018

Hallöchen zusammen!

Tags zuvor war ich von den Dolomiten zurück und direkt am selben Tag noch klettern. Nun war Sonntag, der 01. Juli und so ganz ohne irgendwas zu tun sollte das Wochenende auch nicht enden. Daher gab es zwei Ausflüge im Münchener Umland.

Ebersberger Forst

Es ist kaum zu glauben, aber bis zu diesem Zeitpunkt war ich noch nie in Ebersberg. Und das, obwohl dort das wunderschöne Waldgebiet des Ebersberger Forstes ist. Wir machten hier einen langen Spaziergang durch den Wald.

Es gibt verschiedene Wege und Schilder führen dort auch gut durch. Es gibt sogar ein Museum Wald&Umwelt, das wir aber nicht besucht hatten. Aber ganz in der Nähe ist ein Aussichtsturm, auf dem wir waren und einen weiten Blick über den Forst hatten und auf die Stadt Ebersberg. Es gibt auch einige Seen in dem Gebiet.

Für eine kleine Stärkung machten wir bei einem Italiener direkt neben einem See Pause und genossen das schöne Wetter. Da fühlten wir uns schon fast wie in Italien. Die Stärkung war auch nötig, da wir für den Nachmittag noch andere Pläne hatten.

Kletterbrocken Unterschleißheim

Gehört hatten wir ja schon öfter davon, ausprobiert hatten wir es aber noch nicht. Der DAV Oberland hat in Unterschleißheim einen frei zugänglichen Kletterbrocken gebaut. Aus versicherungstechnischen Gründen muss man sich erst per Mail und nachträglich per Brief anmelden, dann kann man dort kostenlos klettern.

Und genau das haben wir gemacht. Den Brocken mussten wir etwas suchen, also wie im echten Leben, wenn man draußen klettert 😉 . Nachdem wir ihn gefunden hatten, waren wir schon beeindruckt. Da war wirklich eine Nachbildung eines Felsbrockens mit mehreren Routen.

Es war schon sehr ungewohnt zu klettern, daher starteten wir auch recht einfach mit zwei 3er. Das klappte dann ganz gut, aber die Beine waren trotzdem etwas zittrig, einfach weil es was ganz Neues war. Es war kein Fels und auch keine künstliche Anlage, sondern irgendwas dazwischen. Der Reibung dort zu vertrauen ist nochmal etwas Neues.

Danach kletterten wir eine 4er Route. Das war ganz lustig, weil man sich an einer Stelle durchquetschen musste. Das war schon fast so eine Reibungskletterei wie im Sächsischen, bei der die beiden Platten nah beieinander waren. Zum Schluss kletterten wir noch zwei 5er, eine Rissroute und die Route daneben.

Da merkte ich dann aber doch schon die Erschöpfung der letzten Tage und auch, dass wir tags zuvor erst klettern waren. Daher packten wir danach auch zusammen und waren sicher, dass wir hier nicht das letzte Mal waren.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Sextner Dolomiten: Rotwandwiesenhütte – Moos – München

31. Juli 2018

Hallo zusammen,

früh am Morgen weckte uns die Sonne und versprach für den Heimfahrtag perfektes Wetter. Zuerst gab es aber noch ein leckeres Frühstück vom Buffet. Danach packten wir die letzten Sachen und wanderten ein letztes Mal los, dieses Mal mit dem Ziel Moos.

Strahlend blauer Himmel, warmer Sonnenschein – perfektes Wetter erwartete uns. Jetzt heimzufahren machte uns fast etwas wehmütig – was könnten wir bei solchem Wetter noch alles tun!

Aber wir hatten auch so wunderschöne Tage erlebt: Den Bonacossasteig von Misurina bis fast zur Fonda-Savio-Hütte, dann von dieser bis zur Auronzohütte, Wandern um die Drei Zinnen und den Toblinger Knoten und zum Abschluss ins Fischleintal und unterhalb der Rotwand entlang. Mit diesen schönen Gedanken ging es wieder nach Hause.

Nun kam der Abstieg über die Forststraße nach Moos, einem Ortsteil von Sexten. Am Tag zuvor hatten wir auf dem Busplan schon gesehen, dass von dort ein Bus nach Innichen fährt. Der Abstieg verlief problemlos und wir genossen die schönen Ausblicke, das tolle Wetter und die Landschaft.

Und dann waren wir auch schon in Moos. Da wir Zeit hatten, liefen wir eine Bushaltestelle weiter zu Fuß und warteten dann in Moos Kirche. Der Bus brachte uns rechtzeitig nach Innichen, so dass wir dort noch das Ticket bis Franzenfeste kaufen konnten. Ab da hatten wir ein Onlineticket und fuhren direkt zurück nach München.

Vier wunderschöne Tage hatten wir die Sextner Dolomiten durchquert, der letzte Tag hatte uns mit strahlendem Sonnenschein verabschiedet und somit Lust gemacht, noch viel mehr zu entdecken. Und wir waren sicher nicht das letzte Mal da – schließlich gibt es noch einiges, das wir nachholen wollen 🙂 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Sextner Dolomiten: Zsigmondyhütte – Fischleinboden – Rotwandwiesenhütte

26. Juli 2018

Hallöchen zusammen,

Wir waren wieder früh wach und konnten daher nach einem leckeren Frühstück schon vor acht aufbrechen. Wir folgten dem Weg von gestern und wanderten in Richtung Tal – zur Talschlusshütte und zum Fischleinboden.


Das Wetter war an diesem Tag wieder gemischt. Es sollte auch wieder regnen – wenn wir Glück hatten erst ab mittags. Da wir aber keinen so weiten Weg vor uns hatten, war das nicht schlimm. Bis mittags sollten wir es leicht zur Rotwandwiesenhütte geschafft haben.

Normalerweise wandert man die Strecke genau andersrum, daher blieben wir immer wieder stehen und schauten zurück. Und die Richtung ist auch tatsächlich die Schönere. So muss man das Gefühl haben, direkt auf die imposanten Dolomiten zuzulaufen. Wir liefen davon – warum wussten wir auch nicht so genau.

Im Tal angekommen machten wir eine kleine Pause. Neben uns ein riesiges Hotel, der Dolomitenhof, das wirklich eine tolle Lage hat. Eine Bushaltestelle war hier auch schon – was uns die Möglichkeit gab die Zeiten und das Wegenetz schon mal anzuschauen für den nächsten Tag. Nun ging es aber weiter wieder bergauf zur Rotwandwiesenhütte. Und das war wie in den Voralpen – überraschend grün im Vergleich zu den Tagen davor.

Als wir oben angekommen waren, war es noch nicht mal mittags. Wir machten ein paar Bilder an einem Aussichtspunkt und liefen dann zur Hütte. Ganz in der Nähe fährt auch eine Bahn hoch, weshalb hier schon viel los sein kann. An der Hütte mussten wir etwas warten, konnten dann aber schon unser Zimmer beziehen – ein Zweierzimmer mit eigenem Waschbecken und Steckdosen, echter Luxus diese talnahen Hütten.

Wir machten gleich Mittagspause und hatten dann noch eine Wanderung vor. Laut dem Wanderführer eine Toptour in Richtung Kreuzbergpass unterhalb der Rotwand. “Selten ist man hier alleine…” stand drin, wir hatten aber das Glück des trüben Wetters auf unserer Seite. Gleich zu Beginn wurde der Weg schneeig und felsig, bis wir dann im Urwald waren.


Da war es wunderschön grün und viele Blumen blühten um uns. Als wir aus dem Wald rauskamen, wurden wir richtig überrascht: Neben uns die Rotwand, vor uns Geröllwege und Schnee und alles wunderschön. Klar war es eine Topwanderung, wir konnten uns aber bis dahin gar nicht vorstellen, wie das sein kann. Aber es lohnt sich wirklich den Weg zu gehen.


Wir folgten dem Wanderweg bis zur Abzweigung zum Kreuzbergpass – dort wäre es nur bergab gegangen zum Pass und wir wollten ja nicht mit dem Bus weiter, sondern zurück zur Rotwandwiesenhütte. Daher entschieden wir uns dort umzudrehen. Nachdem es zu Beginn der Wanderung geregnet hatte, hatten wir nun strahlend blauen Himmel. Und das machte die Landschaft gleich noch schöner und der Rückweg war wieder geprägt von einigen Fotopausen 😉 .


An der Rotwandwiesenhütte angekommen versuchten wir dann noch ein Abendessen für uns zu finden – und tatsächlich konnten wir aus den möglichen Menüs etwas zusammenmischen und so bestellen: Der griechische Salat ohne Käse und die Bratkartoffeln von einem anderen Gericht. Das hatte gut funktioniert und war auch sehr lecker. Am Abend spazierten wir dann noch etwas draußen rum und verabschiedeten uns so von den Dolomiten.

Wir dachten eigentlich, dass wir am letzten Tag nicht mehr viel machen würden, wurden dann aber überrascht von der Wanderung unterhalb der Rotwand. Auch der Abstieg war sehr schön, wenn man bloß nicht vergisst, sich auch mal umzudrehen. Die Wege waren aber allesamt einfach, so dass es in der Hinsicht tatsächlich ein entspannter letzter Tag war.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂