Archiv für die Kategorie ‘Klettern’

In den nördlichen Marken: Apecchio und Rio Vitoschio

Sonntag, 29. Januar 2023

Hallöchen zusammen!

Unser erstes Ziel in den Marken war im Norden der Ort Apecchio. Nachdem wir in der einzigen Pizzeria dort gegessen hatten, kannten wir das ganze Dorf und trafen einen Teil der Leute am nächsten Tag im dorfeigenen Supermarkt wieder, was gleich zu einer netten Plauderei führte. Es lohnt sich übrigens auch ein Spaziergang durch den schönen Ort.

Unser Klettergebiet in der Gegend war Rio Vitoschio. Dabei handelt es sich um eine schöne Schlucht mit Kletterwänden zu jeder Seite. Durch die Schlucht schlängelt sich ein kleiner Bach, der mithilfe von größeren Steinen gut zu überqueren ist. Da es sich dort auch um eine beliebte Wanderstrecke handelt, waren Tische und Bänke vorhanden.

Wir starteten etwas oberhalb im Sektor Belvedere. Aber Achtung: Dort drüber befindet sich offenbar auch etwas loses Geröll und wir hatten bei einem Windstoß etwas Steinschlag. Der Helm ist hier also auf jeden Fall Pflicht. Belvedere ist deshalb ein guter Start, weil es dort einige 4er und 5er Routen gibt.

Nach Belvedere wechselten wir zu Panchina (Sud). Auch hier wählten wir für den ersten Tag die 5er Routen. Schön fand ich zum Beispiel die 1. SL Primo, eine entspannte 5a.

 

Den nächsten Tag starteten wir wieder bei Belvedere. Von 5a über 5b und 5c ging es bis zu 6a. Damit hatten wir den Sektor gut abgeklettert. Nach einer gemütliche Pause blieben wir unten und kletterten am Sektor Panchina (Sud). Dieses Mal wählten wir eine 6a und 6b und waren damit gut gefordert.

Den Abend beendeten wir auf unserer Terrasse mit herrlichem Blick auf Apecchio. Im Hinterland von Marken, wozu Apecchio gehört, war es allgemein etwas kühler als an der Küste. An diesem Abend war es zum Glück warm genug, um draußen zu essen und wir konnten unsere Terrasse richtig genießen.

Rio Vitoschio ist ein Klettergebiet in sehr schönem Ambiente mit kurzem Zustieg und wegen dem ausgebauten Wanderweg gut ausgestattet und dadurch sehr bequem.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Feigenparadies Deidesheim und Forst an der Weinstraße

Freitag, 06. Januar 2023

Hallöchen zusammen!

Wenn man schon in einer der wärmsten Regionen Deutschlands ist, sollte man sich auch die Vegetation dort anschauen. Wir haben uns für zwei Orte entschieden, an denen zahlreiche Feigenbäume zu finden sind: Deidesheim und Forst an der Weinstraße. Orientiert haben wir uns an dieser Wanderung.

Und das war wirklich sehr beeindruckend. Los ging es in Deidesheim, wo wir direkt zur Feigengasse gelaufen sind. Schon auf dem Weg war immer mal wieder ein Feigenbaum, in der Feigengasse selber waren dann überall Feigenbäume. Und noch dazu waren wir zu einer Zeit dort, zu der auch reife Feigen an den Bäumen waren.

Wenn man dann sieht, dass es hier so viele Früchte gibt, dass sie teilweise einfach achtlos auf dem Boden rumliegen, dann ist klar, wie viele davon hier wachsen.

Von Deidesheim liefen wir ein Stück entlang der Weinberge nach Forst. Dort ist die Innenstadt voller Feigenbäume und wir hatten hier ein ähnliches Bild wie in Deidesheim, nur waren die Bäume nicht ganz so dicht verteilt. Wir schlenderten durch den süßen kleinen Ort.

Zurück ging es dann komplett durch die Weinberge und dort überraschte uns ein weiteres Highlight: Ein Mandelbaum. Und auch hier konnten wir uns eine Frucht anschauen. Mandeln, Feigen und natürlich Wein waren nicht die einzigen Früchte, denen wir in unserem Pfalzurlaub begegneten. Direkt bei unserer Unterkunft war ein Kiwibaum und auch einen Kakibaum voller Früchte hatten wir gesehen. Die Besitzerin des Kakibaums hatte uns ihren Garten mit all den verschiedenen Pflanzen gezeigt und gemeint “ja, ich wohne wirklich im Paradies” – und das können wir voll und ganz bestätigen 🙂 .

Nach der Feigenwanderung machten wir noch einen Abstecher zur Kalmit. Wir waren hier eigentlich auf der Suche nach dem Bouldergebiet, liefen aber fälschlicherweise zur Aussicht hoch. Auch dort fanden wir viel Sandstein, aber nichts zum Bouldern. Wir drehten also wieder um und probierten dann noch die andere Richtung vom Parkplatz aus – und das wäre die richtige gewesen. Wir liefen hier tief in den Wald hinein und plötzlich waren vor uns traumhafte Sandsteinboulder.

Leider war es schon spät und dazu ziemlich windig, so dass wir diese Boulder nicht mehr richtig auskosten konnten. Das ist dann etwas für unseren nächsten Besuch in der Pfalz 😉 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Boulderparadies Felsenmeer im Odenwald

Mittwoch, 28. Dezember 2022

Hallöchen zusammen,

wenn man an draußen bouldern denkt, denkt man an Fontainebleau oder Österreich, aber nicht an Deutschland. Wenn man aber doch auch an Deutschland denkt, dann vermutlich auf jeden Fall an den Odenwald. Dort gibt es zahlreiche Gebiete mit ein paar Felsen. Hervorzuheben mit zahlreichen Felsen ist das Felsenmeer. Wir haben dort die Sektoren F an unserem Anreisetag und den Sektor B am Tag drauf besucht.

Felsenmeer Sektor F

Vom Parkplatz aus liefen wir in den Wald hinein und wurden neugierig gefragt, ob wir hier zum Bouldern seien und ob wir nochmal genau erklären können, was das eigentlich ist. Die Leute vor Ort waren total nett und neugierig und natürlich auch belustigt, wie wir hier mit unseren Matten unterwegs waren. Der Sektor F hat die Felsen verstreuter als der Sektor B, wodurch wir immer wieder suchen mussten. Als wir an dem Römerblock mit den “Löchern” vorbeikamen, konnten wir erst gar nicht glauben, dass auch das ein Boulder ist. Aber ja, das ist er, mit historischen Zeichen. Man findet im Odenwald ganz viele davon. Das war unser Start und es war wieder mal unglaublich, wie rutschig die eigentlich perfekten Löcher doch sind. Mit Schwierigkeit 4+ ist es aber ein schöner Einstieg.

Weiter ging es mit dem Hauruckblock. Wir probierten uns am Risshepper, das blieb aber bei einem Versuch. Als nächstes war der Block “Ungetüm” dran. Die “Japansäge” (5) sah ganz nett aus und war schön, aber für mich zu anstrengend. Für den nächsten Block mussten wir etwas suchen und hatten schon fast aufgegeben, als wir ihn doch noch gefunden hatten. Der Block Stolperfalle war mitten im Wald, das Absichern etwas schwierig. Dort schauten wir uns die 5+ Goit an. Dann war es auch schon Abend und es war nicht nur wegen dem knurrenden Magen ein guter Zeitpunkt, um aufzubrechen, sondern auch, weil wir etwas erledigt waren 😉 .

Felsenmeer Sektor B

Bouldern ja oder nein? Der Tag begrüßte uns jedenfalls mit einem leichten Regen. Aber das Felsenmeer ist auch eine gute Wanderregion, also wollten wir vor Ort entscheiden.

Wir liefen erst ohne Crashpad zum Felsenmeer und sahen nun das, was wir vom Odenwald erwartet hatten. Ein Fels neben dem anderen und eine große Auswahl an Bouldern. Super hoch sind die Boulder hier für gewöhnlich nicht, aber das kommt mir sehr entgegen. Da es wieder zu regnen aufgehört hatte und die Felsen im Wald geschützt sind, konnten wir also doch Bouldern. Wir drehten nochmal um und holten die Crashpads.

Und dann ging es los am ersten Block “Schicht” mit der Route Lager (5). Das war anstrengend und kostete mich ein paar Versuche, war dann aber erfolgreich. Als nächstes ging es weiter am Block “Flosse”. Wir boulderten hier an den Routen Balkon und Mantler. Der dritte Boulder war dann “Buckel” mit den Routen Steinmetz und Stumpf. Die Arme wurden schon müde und die Finger taten weh – es war perfekt für die Mittagspause.

Und das war’s dann aber auch. Nun fing es so richtig an zu regnen. Geschützt an einem Felsen aßen wir unsere Brotzeit und packten dann alles zusammen und brachten die Sachen zurück zum Auto. Nun wollte ich noch zum richtigen “Meer” wandern.

Das war sehr beeindruckend – so viele Felsen und immer wieder Zeichen der Römer. Bei dem Wetter war auch nicht so viel los. Auf Bildern hatten wir gesehen, dass auf dem Felsenmeer überall Menschen rumkletterten, an diesem Tag waren aber nur wenige da.

Nach der Mischung aus bouldern und wandern ging es zurück zur Unterkunft und wir kochten uns ein leckeres Abendessen.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Klettergebiete bei Sistiana/Triest: Napoleonica

Samstag, 05. November 2022

Hallöchen zusammen,

unsere zwei letzten Klettertage verbrachten wir im Klettergebiet Napoleonica. Dieses befindet sich an einer alten Straße und ist damit auch super bequem. Der Parkplatz ist groß und direkt vor den ersten Wänden, der Zustieg je nach Sektor sehr kurz oder etwas länger und die Absicherung gut. Viele Routen sind allerdings sehr rutschig – kein Wunder.

Am ersten Tag tasteten wir uns langsam ran an die Routen. Wir blieben an beiden Tagen an der “Hauptstraße”. Anfangs waren wir ganz am Anfang und lernten sehr schnell, dass die Rutschigkeit die Herausforderung ist. Wir kletterten zuerst 5er, zum Schluss dann 6a’s und entdeckten damit auch immer mehr richtig schöne Routen.

Am zweiten Tag starteten wir etwas weiter hinten und direkt mit etwas schwereren Routen. Hier waren ganz interessante Dinge dabei. Dieses Mal waren einige Leute da und es war fast schon etwas unruhig.

Das war eine gute Gelegenheit, um auch die Traversen auszuprobieren, die so typisch für dieses Klettergebiet sind. Das kennt man ja eigentlich vom Bouldern, aber hier gibt es einige bodennahe Traversen, die man entlang klettern kann. Wir probierten uns vor allem an “Non t’arrabiare” – das hat Spaß gemacht!

Zum Schluss kletterten wir noch ganz am Ende der Straße ein paar Routen, die auch nichts von der Rutschigkeit der Routen am Anfang haben. So weit gehen die meisten dann doch nicht 😉 .

Napoleonica ist eines der bekanntesten Klettergebiete hier und es lohnt sich, das mal anzuschauen. So was sieht man nicht so oft!

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Klettergebiete bei Sistiana/Triest: Doberdò

Samstag, 05. November 2022

Hallöchen zusammen,

nachdem wir zuerst östlich von Sistiana im Val Rosandra beim Klettern waren, ging es am nächsten Tag östlich von Sistiana zum Klettergebiet Doberdò. Und das ist sicherlich ein Geheimtipp. Hier ist man weg vom Meer, hat aber eine schöne übersichtliche und gut abgesicherte Kletterwand.

Der Zustieg ist gut und der Wandfuß ist bequem zum Sichern und Pause machen. Allerdings sind ein paar der einfacheren Routen schon etwas rutschig. Wir kletterten hier ganz links vor der Pause und ganz rechts an der Wand nach der Pause. Die Routen sind zwischen 10 und 15 Meter lang.

Bei den ersten Routen hatten wir sogar einen kleinen Zuschauer 😉 . Anfangs hat er uns ganz schön erschreckt, dann sind wir aber drum rum geklettert, damit der Kleine sich nicht vor uns erschreckt.

Wer schaut denn da raus? 😉

Damit hatten wir nach dem Val Rosandra noch ein ganz anderes Klettergebiet entdeckt, das uns gut gefallen hat.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂