Archiv für die Kategorie ‘Winter’

Von Kufstein auf das Brentenjoch (1205m)

Mittwoch, 01. Mai 2019

Hallöchen zusammen!

Am ersten Märzwochenende war es Zeit, endlich mal wieder in die Berge zu fahren und zu schauen, wie viel Schnee dort noch liegt. Während es im warmen München gar keinen Schnee mehr hatte, fanden wir den Winter in den Bergen wieder. Da die Lawinengefahr nicht ganz zu verachten war, entschieden wir uns für eine Wanderung mit hohem Waldanteil und geringem Risiko: Wir wanderten von Kufstein auf das Brentenjoch. Eigentlich wäre der Gamskogel das Ziel gewesen, was wegen der Schneemassen für uns aber nicht möglich war. Schneeschuhe hatten wir keine dabei.

Der Meridian oder EC fährt von München direkt nach Kufstein. Überraschenderweise ging es mit dem Schnee los, als wir die Grenze überquert hatten. In Kufstein fanden wir auch im Tal schon Schnee. Wir starteten direkt vom Bahnhof aus und liefen zu Fuß zum Ausgangspunkt der Wanderung. Am Ende der Mitterndorfer Straße startet die Tour, das war auch so gut zu finden. Die Wegbeschreibung auf Hoehenrausch weist darauf hin, sich dort erst nochmal umzudrehen und zur Festung zu schauen und das war tatsächlich ein wertvoller Tipp. Es ist ein sehr schöner Anblick! Los ging es nun über den Forstweg.

Das Forstwegstück ist recht lang, das störte uns aber nicht. Wir hatten die Tour extra so gewählt, um eine geringe Lawinengefahr zu haben. Der Schnee machte den Aufstieg anstrengender, als er normal wäre. Die Strecke wird auch als Rodelstrecke genutzt, dadurch war es teilweise eisig. Wir konnten manchmal auch über Pfade abkürzen.

Von der Waldkapelle aus liefen wir weiter und kamen zur Aschenbrenner Alm. Dort entschieden wir uns nach kurzem Versuch wiederum für die Forststraße, da der andere Weg ohne Schneeschuhe nicht möglich war. Immer den Schildern nach zur Brentenjochalm und damit zum Brentenjoch. Als wir zur Abzweigung zum Gamskogel kamen, entschieden wir direkt, dass wir diesen Gipfel auslassen müssen. Zu viel Schnee, dafür die falsche Ausrüstung.

Also liefen wir weiter in Richtung Brentenjochalm. Als wir diese erreichten, waren wir etwas irritiert – das ist also unser Ziel? Und wo ist das Brentenjoch? Die Aussicht war hier schon schön, aber es war kein Gipfel. Ich schlug vor, noch ein Stück weiterzulaufen zum Weinberghaus. Laut Beschreibung lohnt sich der Umweg – vielleicht ist auch das ein guter Tipp.

Und tatsächlich war es eine gute Entscheidung, noch weiterzulaufen. Wir kamen zum Weinberghaus und fanden dort das Gipfelkreuz vom Brentenjoch. Die letzten Meter waren nochmal sehr anstrengend, weil der Schnee richtig tief war. Das musste nun aber noch sein – so ein Gipfelkreuz gehört einfach dazu.

Es warteten aber noch zwei Highlights auf uns: Vor dem Weinberghaus standen Alpakas, die uns neugierig beobachteten und hinter dem Weinberghaus wartete ein toller Blick ins Inntal. Das wollten wir uns beides nicht entgehen lassen. Wir rutschten also wieder runter vom Gipfelkreuz-Hügel und kamen zu den Alpakas.

Und das war wirklich eine sehr schöne Begegnung. Ich wusste nicht, dass dort Alpakas sind und umso mehr freuten wir uns. Wir streichelten die Alpakas, machten Bilder und beobachteten die Tiere. Nachdem ein paar Tourengeher sich verabschiedet hatten, war sonst niemand da, nur die Alpakas und wir – das war toll! Wir hatten unsere Freude mit den schönen Tieren.

Hinter dem Weinberghaus wartete noch ein schöner Ausblick auf uns: Ins Tal, auf den Inn und zurück nach Deutschland konnten wir schauen. Der Aufstieg hatte sich gelohnt!

Wir machten nochmal einen kurzen Halt bei den Alpakas und wanderten dann denselben Weg, den wir auch gekommen waren. Der Abstieg war also wie der Aufstieg und brachte daher nicht viel Neues. Zurück in Kufstein hatten wir Glück, ein Zug hatte Verspätung und wir konnten direkt einsteigen und zurück nach München fahren.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Winterwanderung auf die Rotwand (1884m) mit Schlittenabfahrt

Sonntag, 13. März 2016

Hallo zusammen!

Letzte Woche Samstag waren Night Owl und ich als 2muve im Spitzingseegebiet, um auf die Rotwand zu wandern. Eine Zusammenfassung findet ihr hier.

Mit der BOB, die um sieben am Hauptbahnhof abfährt, sind wir nach Fischhausen-Neuhaus gefahren, um von dort aus in den Bus nach Spitzingsee umzusteigen. Wie üblich hatten wir viel zu ratschen und nachdem wir die Haltestelle nicht genau kannten, führte das dann auch dazu, dass wir mit dem Bus eine Station zu weit fuhren. Aber damit begann die Wanderung dann eben etwas anders als geplant und wir liefen das Stück zurück. Wieder an der Kirche in Spitzingsee waren wir uns erneut unsicher, wo wir lang mussten und liefen am richtigen Start vorbei. Der Blick auf die Beschreibung half und wir drehten erneut um. Es ging durch die Schranke in Richtung Valepp und Albert-Link-Hütte durch und wir waren endlich auf dem richtigen Weg. Nun war es einfach: Der Forststraße folgen.

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Der Aufstieg ist nicht sonderlich spannend. Wir liefen eine Forststraße entlang und wären wir nicht zu zweit gewesen, hätten wir den Weg sicher recht langweilig empfunden. Aber so konnten wir uns gut unterhalten und kamen so gemütlich immer höher.

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Immer wieder hatten wir trotzdem traumhafte Ausblicke und sahen schneebedeckte Berge. Im Sommer macht es sicher keinen großen Spaß den Forstweg entlang zu laufen, aber im Winter hatte das dann doch auch seinen Reiz. So schön ein Ausblick im Sommer auch sein mag, ich finde, dass das nicht gegen winterliche Berge ankommt – diese haben eine eigene Faszination und Schönheit und alles wirkt ruhiger.

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Auf dem Weg nach oben kamen wir an einem Tourengeher vorbei. Ob wir nicht eine Schraube auf dem Weg gesehen hätten? Leider nein… Er schraubte an seinem Tourenschi rum und hatte offensichtlich Probleme, alles wieder hinzukriegen. Leider konnten wir ihm nicht helfen. Wir sprachen über die Tour, das Wandern und das Rotwandhaus und liefen dann etwas unglücklich weiter – mussten wir ihn mit seinem Problem nun doch wieder allein lassen.

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Ein Stückchen später folgte ein Lawinengefahrschild, bei dem wir uns nicht sicher waren, in welche Richtung es zeigte. Wir wanderten sehr vorsichtig weiter und beurteilten die Hänge. Da war aber zu wenig Schnee, so dass wir keine Gefahr sahen und vor uns waren den Spuren zufolge auch schon einige unterwegs.

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Nun sahen wir schon das Rotwandhaus in der Ferne, das einen Spitzenplatz hier oben hat. Der blaue Himmel, die Wolken, der Schnee, es war ein schöner Anblick. Schon jetzt planten wir, für den Rückweg dort vorbeizuschauen und uns Schlitten auszuleihen.

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Der Weg zwischen Rotwandhaus und Rotwandgipfel war nun etwas fordernder – denn es gab keinen! Wir folgten den Spuren – die meisten waren von Tourengehern, manche von Schneeschuhwanderern und wenige von Leuten wie uns – ohne Ausrüstung. Ich hatte meine Schneeschuhe daheim gelassen, da die Wanderung als Winterwanderung ausgeschrieben war. Nun wären sie nicht schlecht gewesen. Aber so wurde es eben eine besondere Herausforderung 😉 .

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Immer wieder wechselten wir die Spuren, denen wir folgten, da teilweise mehr als knietief im Schnee standen. Ein Tourenschi verteilt das Gewicht doch besser. So war es recht mühsam bis zum Gipfel zu kommen. Aber es machte Spaß! “Folgen wir diesen Spuren?” Nachdem wir mit dem ersten Schritt einen halben Meter tief im Schnee waren war klar: “Vielleicht doch lieber diesen?” 😉

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Am Gipfel angekommen bereuten wir aber nichts. Die Aussicht war traumhaft und wir hatten den Gipfel sogar einen Moment für uns alleine. Rundherum war der Ausblick klar, schneebedeckte Berge, Weite, ein Genuss! Mit Tee in der einen und Kamera in der anderen Hand genossen wir den Gipfelmoment.

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Und dann ging es wieder hinunter. Ich gab Night Owl einen meiner Wanderstöcke und so suchten wir uns einen Weg nach unten. Überraschenderweise ging das viel leichter als der Aufstieg. Innerhalb kürzester Zeit waren wir wieder am Rotwandhaus und hatten eine gute Spur gefunden, die uns dahin führte. Und nun kam der spaßige Teil: Wir kauften uns auf der Hütte Schlittenkarten und freuten uns wie kleine Kinder. Ungeduldig warteten wir an der Schlittenausgabe 🙂 .

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Und dann konnte es endlich losgehen. Wir hatten unsere zwei Schlitten und fuhren die ersten Meter los. So schön war das! Als es endlich etwas steiler wurde, kamen wir richtig in Fahrt und da konnte ich mir einen Freudensruf auch nicht verkneifen! War das ein Spaß! Und wie schnell wir damit vorwärts kamen.

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Ab und zu mussten wir aufstehen und ein Stück schieben, weil der Weg zu flach zum Schlitten fahren war, aber den Großteil fuhren wir runter und waren so in etwa dreißig Minuten wieder im Tal. Herrlich, den langweiligen Forstweg so vergnüglich zurückzulegen! Am liebsten wäre ich gleich nochmal raufgewandert um nochmal runterzufahren 😉 .

Aber wir liefen nun weiter zurück nach Spitzingsee. Dort hatten wir noch eine halbe Stunde Zeit und spazierten mehrmals auf und ab, bis der Bus endlich kam und uns wieder zum Bahnhof brachte. Wir freuten uns auf die warme BOB und fuhren damit glücklich und zufrieden wieder zurück nach München – mit dem Vorsatz, wieder öfter Schlitten zu fahren 😉 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Aus Riesenberg (1444m) wird Hochries (1569m)

Dienstag, 08. März 2016

Hallöchen zusammen!

Am letzten Februarwochenende sind wir zu dritt aufgebrochen und haben uns wieder auf die Suche nach dem Winter gemacht. Ziel war der Riesenberg. Von Frasdorf aus ging es den mittlerweile bekannten Weg los, den wir auch auf der Wanderung auf den Laubenstein gewandert waren.

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Wir wanderten über einen dieses Mal nicht ganz so schneeigen Forstweg und wechselten dann zum Pfad des SalzAlpenSteigs. Dieser führt nicht an der Frasdorfer Hütte vorbei, dort würden wir beim Abstieg wieder vorbeilaufen.

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Umso höher wir kamen, umso mehr Schnee lag. Trotzdem konnte man ohne Probleme mit normalen Wanderschuhen wandern. Schneeschuhe hatten wir dieses Mal nicht dabei, was auch die richtige Entscheidung war. Die hätten wir nur auf einem kleinen Stück ausgepackt und ansonsten nur zusätzliches Gewicht mit uns rumgeschleppt.

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Der Weg war bekannt und wir entdeckten wieder den verkleideten Baum 😉 . Obwohl es noch nicht so lange her ist, dass wir hier das letzte Mal waren, hatte ich doch nicht mehr alles in Erinnerung. Aber sonst wäre es ja auch langweilig gewesen 😉 .

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Als der Schnee tiefer wurde und wir in Richtung Riesenberg abbogen, holten wir die Gamaschen raus und hatten nun doch auch etwas tieferen Schnee. Der Pfad führte uns durch den Wald und bisher waren außer uns nur Tourengeher auf diesem Weg unterwegs. Daher stapften wir fröhlich durch den Schnee und freuten uns, den Winter gefunden zu haben.

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Als wir auf einem Plateau ankamen, hatten wir nun auch die Gelegenheit, mit unseren LVS zu üben. Bisher hatte sich das nicht wirklich ergeben und im Wohnzimmer nach dem LVS suchen hatte zwar Spaß gemacht, ist aber kein gutes Training 😉 . Hier konnten wir das LVS in den Schnee werfen und dann wieder suchen – wie Geocaching!

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Wir wanderten weiter und kamen zur Riesenhütte. Der Riesenberg selber war nur eine kleine Erhebung und wo der Weg genau abzweigen sollte, wussten wir auch nicht. Und es war auch noch nicht die Zeit, schon am Ziel zu sein. Daher entschieden wir uns, die Tour etwas auszudehnen und die Hochries zum Ziel zu machen.

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Mittlerweile war die Sonne rausgekommen und um uns glitzerte der Schnee. Wieder mal befanden wir uns im Winterwunderland und genossen die Umgebung. Aber auch hier brauchten wir keine Schneeschuhe und konnten gemütlich in Richtung Hochries weiterwandern.

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Anfangs wanderten wir auf dem Plateau bis es dann wieder bergauf ging. Schließlich waren es auf die Hochries noch ein paar Höhenmeter mehr. Damit wurde der breite Weg auch wieder zum Pfad und etwas schneeiger.

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Wir sahen Spuren von Schneeschuhen und Tourengängern, fragten uns aber, ob die hier ihren Spaß hatten. Spätestens beim bergab fahren wohl schon 😉 . Wir stiegen weiter auf und sahen schon bald das erste Gipfelkreuz.

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Interessanterweise gab es zwei – eins ein Stück vor der Hochrieshütte und eines direkt daneben. Die Aussicht war Wahnsinn! Rundumblick und überall schneebedeckte Berge, der Blick zum Kaiser, zum Chiemsee und alles wirkte surreal, da es im Tal ganz grün war.

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Aber deshalb waren wir ja auch hier hochgewandert, um den Winter zu finden, der sich bis dahin recht gut versteckt hatte. Wir machten eine kleine Pause in der Hochrieshütte und wärmten uns dort auf. Danach ging es dann an den Abstieg.

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Wir nahmen den gleichen Weg zurück und nun kamen uns schon mehr Leute entgegen und auch der Pfad, den wir noch mit Tiefschnee durchquert hatten, war nun platt getrampelt. Es war doch ein bisschen mehr los.

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Vom Gefühl her wanderten wir nun vom Winter in den Frühling. Wir entschieden uns für den Weg über die Frasdorfer Hütte, Schlitten ausleihen machte hier aber keinen Sinn. Dafür lag viel zu wenig Schnee. Und als wir dann wieder auf dem Forstweg waren, war der Winter auch schon wieder vorbei.

Aber wir waren glücklich die Tour gemacht zu haben und die Wanderung bis zur Hochries ausgeweitet zu haben. Dazu hatten wir super Wetter und eine unvergleichliche Aussicht 🙂 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Wintersport: Skating

Sonntag, 21. Februar 2016

Hallöchen zusammen,

im Wintersport bin ich nicht so viel unterwegs, daher wollte ich dieses Jahr etwas Neues ausprobieren. Mit dem Schilanglauf bin ich ja schon mal in Berührung gekommen, nun wollte ich aber das Skating versuchen. Hier folgt man nicht der nordischen Spur, sondern bewegt sich ähnlich zum Inlineskating oder Schlittschuhlaufen fort. Um die Technik zu lernen, hatte ich mich beim DAV für einen zweitägigen Skatingkurs angemeldet. Stefan Duscher hatte die Leitung des Kurses und hat uns in den zwei Tagen das Skating näher gebracht.

Der Kurs war letztes Wochenende und ich hatte die Tage zuvor schon starkt gezweifelt, ob er stattfinden würde. Alles war grün, die Temperaturen so warm, dass ich mir nicht vorstellen konnte, dass man irgendwo im Tal Schnee finden könne. Geplant war den Kurs in Lenggries zu machen, er wurde dann aber wegen Schneemangel in Lenggries nach Spitzingsee verlegt.

Ich fuhr mit Stefan von München aus mit dem Auto mit nach Spitzingsee. Schon die Anfahrt machte Spaß, da wir über alle möglichen Bergsportarten redeten und er eine Menge an Erfahrung teilen konnte. Die Begeisterung in den Augen, die ruhige Ausstrahlung zusammen mit der Liebe zu den Bergen – das findet man bei vielen Bergmenschen und schafft eine angenehm entspannte Atmosphäre.

In Spitzingsee angekommen holte ich mir zuerst meine Leihausrüstung. Die in Lenggries hatte ich storniert, da das ein zu großer Umweg gewesen wäre. Daher holte ich mir Skatingschuhe, -schier und -stöcke bei Ingos Skiverleih. Das war auch eine gute Wahl – zwei unserer Gruppe hatten die Schier aus Lenggries und die waren falsch gewachst und für’s Skating unbrauchbar, ein Schuh fiel auseinander usw…

Nachdem sich die Gruppe eingefunden hatte, liefen wir zusammen zur Albert-Link-Hütte. Es war eine gute harmonische Truppe und über das Wochenende hatten wir sehr viel Spaß zusammen. Ich finde, es ist immer sehr wichtig, dass die Stimmung passt und das hätte nicht besser sein können. Stefan hat dazu trotz unserer unterschiedlichen individuellen Fähigkeiten alles perfekt abgestimmt, so dass sich niemand langweilte und auch niemand schlecht vorkam, wenn es nicht ganz so gut lief.

Am ersten Tag bauten wir langsam die Beintechnik auf. Zuerst machten wir ein paar Übungen ohne Schi, dann kam ein Schi an unser favorisiertes Bein, dann übten wir mit einem Schi am anderen Bein und erst dann wechselten wir zu zwei Schiern. Die Stöcke waren am ersten Tag noch gar nicht dran. Wir übten das Gleiten, das Bremsen, das richtige Abdrücken und das aus der Ferse kommen. Für mich waren die Bewegungsformen ungewohnt und ich brauchte überraschend lange, bis ich einigermaßen gleiten konnte. Grund genug, die Sportart mehr auszuprobieren und in diesem Bereich stärker zu werden.

Mittags machten wir Pause in der Albert-Link-Hütte und am Nachmittag übten wir nochmal auf zwei Schiern und ohne Stöcke. Allerdings war nun der Fokus auf den Armbewegungen. Stefan hatte eine ganze Reihe an Übungen für uns und jedem half eine andere Übung. Es war wirklich gut, dass er uns auf so viele verschiedene Arten zeigte, wie die Technik richtig auszuführen ist. Mal kam hier ein “achso, ja genau” und mal da und auch ich hatte bei macnhen Übungen einen Aha-Effekt.

Der erste Tag war schnell um. Aber es folgte zum Glück noch ein zweiter Tag, die Stöcke hatten wir bisher ja nicht benutzt. Am ersten Tag hatten wir schon gutes Wetter und es hatte nur bei der Anfahrt geschneit und auch am zweiten Tag regnete es nicht und trotz schlechter Wettervorhersage hatten wir einen tollen Tag.

Am Anfang wiederholten wir die Dinge vom ersten Tag. Also Gleiten und richtig Abdrücken. Nun kamen die Stöcke dazu. Zuerst nur auf einer Seite, dann nur auf der anderen Seite, zuerst noch ohne Schlaufen, dann mit Schlaufen und zum Schluss beide. Auch hier gibt es viel Technik zu beachten und mit der Beinarbeit zu kombinieren. Und bei mir kam an diesem Tag auch der echte Aha-Effekt. Dann hatte ich es auch endlich raus 😉 . Und dann ging es auch wesentlich leichter als am Tag davor. Ein Mädl, das die Technik ziemlich gut drauf hatte, half mir dabei und fuhr zusammen mit mir und gab mir die richtigen Kommandos. Und damit hatte ich dann auch echten Erfolg.

Wir vebrachten den Nachmittag noch mit viel üben, etwas bergauf fahren und ein paar Technikkniffen. Stefan beendete den Kurs mit gemeinsamen Kaffee trinken auf der Albert-Link-Hütte und wir konnten uns so als Gruppe langsam voneinander verabschieden. Es hat großen Spaß gemacht, diese neue Sportart zu lernen. Auch wenn ich eine ganze Weile gebraucht hatte, um richtig reinzukommen, war gerade das die richtige Herausforderung. Denn als ich es dann raushatte, war die Freude umso größer.

Das Wetter war überraschend gut, es war nicht zu warm und nicht zu kalt und in Spitzingsee hatten wir auch richtig schönen Schnee. Neuschnee am ersten Tag und etwas eisigen Schnee am zweiten Tag, also perfekte Übungssituationen. Stefan hat einen super Kurs gemacht und ich habe mich sehr wohl gefühlt. Natürlich wäre ich eigentlich lieber auf irgendeinen der Berge drum herum gelaufen, das wird sicher immer mein Favorit bleiben. Aber so habe ich etwas ganz Neues kennengelernt und eine Alternative, wenn ich mal mehr Ausdauer und Sport im Tal machen will. Wenn ihr also mal etwas Neues ausprobieren wollt, kann ich das sehr empfehlen 🙂 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Schneevergnügen auf dem Hirschberg (1670m)

Donnerstag, 14. Januar 2016

Scharling (770m) – Hirschberghaus (1460m) – Hirschberg (1670m) – Rauheckalm (1460m) – Scharling (770m)

Hallöchen zusammen!

Am 06. Januar war mein letzter freier Tag, bevor die Arbeit wieder losging. Und natürlich musste dieser auch passend zum Rest der Ferien genossen werden – also in den Bergen 🙂 . Mit einer Freundin war ich zum Hirschberg unterwegs.

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Von Scharling aus folgten wir zuerst einer Forststraße. Wir waren dort eine ganze Weile dort unterwegs. Anfangs war noch alles grün um uns, nach und nach kam dann immer mehr Schnee dazu. Während im Tal der Schnee schon weggeschmolzen war, fanden wir hier den Winter wieder. Und wir freuten uns 🙂 . Denn genau das wollten wir: Eine schöne Winterwanderung!

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Ein ganzes Stück später war der Forstweg zu Ende und wir folgten einem Pfad zum Hirschberghaus, dem Sommerweg. Lustigerweise ist der Sommerweg komfortabler als der Winterweg, was nicht so richtig zum Namen passt. Aber den Winterweg konnten wir ja dann im Sommer mal ausprobieren 😉 .

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Die Aussicht wurde nun immer schöner. Wir sahen zum Tegernsee und hinüber in Richtung Wallberg und Baumgartenschneid. Der Himmel über uns war blau mit vielen Wolken. Während für München schlechtes Wetter angesagt war, hatten wir hier Glück und konnten sogar die Sonne sehen.

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Am Hirschberghaus angekommen wurde es nun richtig winterlich. Leider hatte ich noch immer keine Gamaschen und ich stellte mich schon mal darauf ein, dass ich wieder bis zu den Knien nass werden würde 😉 . Meine Freundin zog ihre Gamaschen an und wir wanderten weiter durch den Schnee.

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Nun waren wir wirklich im Winterwunderland angekommen. Wir versuchten immer wieder, ein Schattenfoto zu machen, da waren die Wolken dann aber immer schneller, als wir mit der Kamera. So stapften wir einfach gemütlich durch den Schnee und freuten uns, den Winter richtig gefunden zu haben. Es war ein Riesenspaß 🙂 !

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Die Steigung bis zum Hirschberg ist sehr sanft und wir konnten trotz Schnee ganz gemütlich wandern. Natürlich war es anstrengender als ohne, durch die sanfte Steigung aber sehr angenehm. Wir waren nicht die einzigen, die sich hier rausgetraut hatten und schon von weitem sahen wir die Leute am Gipfelkreuz stehen.

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Es folgte der letzte Anstieg und dann hatten wir das Gipfelkreuz auch schon erreicht – mit uns waren noch drei andere Grüppchen am Gipfel. Wir machten es uns bequem und holten die Brotzeit raus. Mittlerweile waren die Wolken dichter und der Ausblick eingeschränkt. Schon vorher hatten wir den Fockenstein und auch Roß- und Buchstein ausgemacht, nun war aber nur noch der Blick zurück klar.

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Daher packten wir dann auch unsere Sachen zusammen und liefen wieder zurück. Die Sonne kam nun doch wieder mehr raus, unser Schattenbild schafften wir aber wieder nicht. Noch waren zu viele Wolken am Himmel. Aber dafür wurde die Aussicht immer besser.

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Nach einer Weile hatten wir die Wahl zwischen dem Weg zum Hirschberghaus und dem Weg zur Rauheckalm. Da wir eine Runde gehen wollten entschieden wir uns für letzteres und folgten einem schönen schneeigen Pfad.

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Immer wieder blieben wir stehen und machten Bilder. Die Sonne kam immer mehr raus und die Winterlandschaft um uns war traumhaft schön. Der Blick ins Tal war jedes Mal wieder verstörend, da es dort unnatürlich grün war. Wir fühlten uns im Schnee schon viel wohler 🙂 .

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Und dann kam endlich der Zeitpunkt, dass die Sonne lange genug durch die Wolken blitzte und wir unser Schattenfoto machen konnten 🙂 . Endlich erfolgreich und auch noch richtig schön. Da hatte sich das Warten gelohnt 🙂 .

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Die Aussicht blieb schön und auch als wir uns der Rauheckalm näherten, hatten wir noch einen Blick auf den Tegernsee. Die Sonne kam nun immer mehr hervor. Was gibt es Schöneres, als eine Winterlandschaft mit Sonne? Es war ein Traum!

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Ab der Rauheckalm folgten wir wieder einem Waldweg. Die Sonne blitzte hier nur ab und an hindurch, aber der Weg war schön. Es war unschwer zu gehen und wir konnten gemütlich durch den Schnee wandern. Das war genau richtig zum Ratschen 😉 .

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Nach dem Waldstück folgte allerdings ein Weg über die Schipiste. Wenn wir das vorher gewusst hätten, hätten wir vielleicht anders entschieden. Wir liefen einem Trampelpfad nach und mussten hier aufpassen, um nicht abzurutschen. Es zog sich ganz schön und die Landschaft war durch die Piste sehr eintönig.

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Weiter unten wechselte der Schnee dann zu Matsch und irgendwann zu Schlamm. Nachdem wir die Piste dann endlich hinter uns hatten, waren wir auch schon wieder im Tal. Dort liefen wir noch ein Stück durch Scharling, um wieder zu unserem Ausgangspunkt zurückzukommen.

Und damit waren wir auch wieder im Grünen angekommen und hatten den Winter hinter uns gelassen. Es war genau die richtige Wanderung für diesen letzten Urlaubstag und ein schöner winterlicher Abschluss 🙂 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂