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Yogawochenende in Kitzbühel

Samstag, 01. Februar 2020

Hallöchen zusammen!

Am Wochenende vom 17. bis 19. Januar war ich in Reith bei Kitzbühel bei einem Yogawochenende. Ich war schon 2015 und 2016 bei Ewas Iyengar-Yoga-Wochenenden dabei und freute mich sehr, dass sie dieses Jahr wieder eines anbot.

Freitag

Am Freitagnachmittag ging es los nach Reith bei Kitzbühel. Ziel war das Hotel Pointner, in dem wir das Wochenende verbrachten. Es handelt sich um ein vegetarisch-veganes Biohotel, in dem wir bestens verpflegt wurden.

Nach der Ankunft hatten wir noch etwas Zeit und machten einen kleinen Spaziergang. Wir wollten den Schnee finden, den wir für die Wanderung am folgenden Tag brauchen würden. Richtig weiß war es auch in Reith nicht, aber auch nicht so grün wie in Deutschland oder Kufstein.

Der Bergblick in Richtung Kaiser war herrlich und wir genossen es, uns die Füße zu vertreten. Als es allmählich dunkel wurde, drehten wir um zurück zum Hotel. Davor fanden wir auch ein paar weitere Mädels der Yogagruppe und auch Ewa. Wir begrüßten alle und freuten uns, dass das Abendessen kurz bevor stand.

Das Essen im Hotel Pointner ist ein Traum! Es ist gemischt vegetarisch und vegan, die veganen Gerichte ausgezeichnet oder freundlich vom Personal erklärt und einfach unglaublich lecker. Es gab eine sehr große Auswahl an Salaten, danach als veganes Gericht Tofu mit Brokkoli, grünes Gemüse und Kartoffeln und zur Nachspeise Bananenkuchen. Damit waren wir gut gefüllt für die regenerative Yoga-Sequenz 😉 .

Nach ein klein wenig verdauen starteten wir in die ersten zwei Stunden Yoga. Geplant war etwas ruhiges entspannendes, regeneratives Yoga. Passend dazu machten wir zuerst in Rückenlage ein paar Liegehaltungen. Danach folgten klassisch der Hund, etwas Arbeit an Trikonasana und Dehnungen für die Beine. Zum Schluss gab es noch etwas Pranayama, also Atemübungen und natürlich Chavasana, die Schlussentspannung. Danach machten wir uns direkt auf ins Bett, es war ein herrlicher Start ins Wochenende.

Samstag

Am Samstag Morgen startete der Tag mit einer Stunde Meditation und Pranayama. Wir hatten in der Nacht sehr schlecht geschlafen, es war viel zu warm, da wir vergessen hatten, die Heizung auszumachen. Also kamen wir auch etwas verschlafen im Yogaraum an. Pranayama machte mich etwas wach und taugte mir ganz gut, bei der Meditation in der Sitzhaltung Virasana schliefen mir allerdings die Beine ein. Das war sehr unangenehm und ich war froh, als wir aus der Meditation wieder rausgingen.

Der Abend hatte kulinarisch super begonnen, auch das Frühstück enttäuschte uns nicht. Alle möglichen Sorten von Müsli, Brot, Brötchen, Aufstrichen, Obst – sehr zu empfehlen sind der Sonnenblumenkernaufstrich und der Bananen-Dattel-Aufstrich und auch das gekeimte Müsli. Damit ging es wieder recht voll zu den nächsten zwei Stunden Yoga.

Fokus waren nun Stehhaltungen. Zum Aufwärmen gab es ein paar Sonnengrüße. Dann übten wir Utkatasana, die Stuhlhaltung, den Baum, den dritten Krieger und auch wieder Trikonasana. Dazu kamen der Kopfstand und Vorwärtsbeugen zum Abschluss.

Dann war schon wieder Mittag und wir konnten uns bei einem Salatbuffet und einer Suppe stärken. Nachdem es in der Nacht zu schneien angefangen hatte und immer noch dicke Flocken vom Himmel fielen, konnten wir aufbrechen zu unserer Schneeschuhwanderung.

So richtig notwendig waren die Schneeschuhe nicht und ich war ganz froh, dass ich meine eigenen dabei hatte und keine leihen musste. Spaß machte es aber trotzdem! Auch ich hatte meine Schneeschuhe schon lange nicht mehr genutzt. Der Weg selber war eine Forststraße bergauf, die aber immer wieder schöne Ausblicke ins Tal bot.

Die Gruppe trennte sich schon recht bald auf und es blieben zum Schluss nur ein paar bergfreudige Wanderer, die weiterwanderten. Irgendwann mussten aber auch wir umdrehen, da der Zeitplan schon recht eng war. Es war ein Genuss draußen im Schnee zu sein und die frische Luft zu atmen. Das war für uns eine perfekte Ergänzung zum Yoga.

Zurück am Hotel musste es schnell gehen – Klamotten wechseln und wieder in den Yogaraum. Nun war das Thema Rückwärtsbeugen mit Fokus auf der Kobra, der Kamelhaltung und Shalabhasana, der Heuschrecke. Als Umkehrhaltung war dieses Mal der Schulterstand an der Reihe und zum Abschluss wieder Vorwärtsbeugen.

Danach gab es Abendessen und dieses Mal waren wir tatsächlich auch hungrig 😉 . Es gab wie üblich das üppige Salatbuffet, zur Hauptspeise eine leckere Pilzpfanne mit Reis und Pizza und zur Nachspeise eine Blaubeer-Seidentofucreme. Wieder ein Abend nach dem wir glücklich ins Bett fielen.

Sonntag

Am Sonntagmorgen waren viel weniger beim Pranayama und der Meditation als am Tag zuvor. Ich wollte mein Glück aber nochmal versuchen. Nachdem ich die Nacht auch richtig gut geschlafen hatte, freute ich mich drauf. Und tatsächlich war es an diesem Morgen besser. Wir meditierten nun mit verschränkten Beinen – die Haltung war mir viel lieber. Endlich konnte ich es richtig genießen.

Dann folgte wieder ein leckeres Frühstück, bei dem wir nochmal viel probierten. Es war ja auch schon der letzte Tag angebrochen. Und damit nach dem Frühstück auch die letzte Yogaeinheit.

Wir übten in der nun vierten Yogaeinheit Bauchhaltungen, den Krieger und Drehhaltungen. Als Vorwärtsbeuge machten wir Prasarita Padottanasana, also Vorbeuge in einer breiten Grätsche, und als Umkehrhaltung wieder den Kopfstand. Zum Abschluss gab es Pranayama und mit Shavasana endete Yoga für dieses Wochenende.

Nach einem Gruppenfoto aßen wir noch gemeinsam zu Mittag und verabschiedeten uns dann voneinander. Bis zur Grenze schneite es so stark, dass man kaum was sehen konnte, zurück in Deutschland waren wir auf dem Heimweg wieder umgeben von grünen Hügeln.

Und damit war ein wunderschönes yogisches Bergwochenende vorbei. Damit konnten wir zurück in den nicht ganz so entspannten Alltag in eine nicht ganz so entspannte Stadt 😉 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Wer Yoga übt, entfernt das Unkraut aus dem Körper, sodass der Garten wachsen kann. (B.K.S. Iyengar)

Von Fleck auf den Schönberg (1621m)

Donnerstag, 30. Mai 2019

Hallöchen zusammen!

Am 01. Mai ist Feiertag und damit der perfekte Tag für einen Ausflug in die Berge. Ich hatte mir eine Wanderung auf den Schönberg ausgesucht. Von Fleck aus ging es los und erst mal durch den Wald.

Der Weg wurde mit der Zeit immer steiler und nach einer Weile kam Schnee dazu. Und das war auch nicht wenig. Wir kamen aber gut voran. Da das Wochenende zuvor Neuschnee war, war die Wegfindung nicht ganz leicht. Wir folgten einfach den Spuren.

Raus aus dem Wald vermissten wir erneut Schilder, liefen aber einfach geradeaus weiter den Spuren nach. Ein gutes Stück vor uns sahen wir andere Wanderer, daher dachten wir, dass das so schon richtig sein würde.

Es ging nun sehr steil nach oben und als ich mir den Schnee so anschaute, kamen mir auch Zweifel. Gerade bei Schnee würde man doch nie hier hoch gehen – gerade weil das Wetter so schön und warm war, war hier durchaus Lawinengefahr. Und wir waren direkt am Hang. Das hatte ich erst spät festgestellt, wir waren nun aber schon zwei Drittel hoch gewandert und entschieden weiterzugehen, den Rückweg aber anders zu laufen. Als wir eine Baumgruppe erreichten, standen da ein paar Wanderer. Was war hier los? Der Schnee rutscht ab beim Weiterlaufen. Zwei drehten um, ein paar andere kämpften sich mit Baumunterstützung nach oben – dort war es endlich flacher. Auch wir packten die Äste, rutschten ein paar Mal und zogen uns hoch. Und da war es dann wirklich flacher und zum Glück wieder gut zu gehen.

Und da war schon der Gipfel! Mein Herz pochte, ich hatte genug Abenteuer für den Tag und mir war klar, dass ich in Zukunft besser aufpassen muss. Wozu macht man denn Lawinenkurse und läuft dann trotzdem in gefährliche Situationen rein? In Zukunft hole ich auch lieber die Karte raus bei unklaren Situationen, das hätte uns viel Unsicherheit erspart.

Auf dem Gipfel war es trotzdem schön – die Aussicht toll, direkt ins Isartal und in die Bergwelt. Die Brotzeit war nun natürlich absolut nötig und sehr lecker. Wir machten uns bald an den Rückweg, auf der Karte hatte ich Alternativen geprüft. Anfangs wirkte der Weg wieder kaum begangen, wir kamen dann aber tatsächlich nach Maria Eck. Da hätten wir beim Aufstieg auch sein sollen. Und von da lief auch ein ganz normaler Weg nach unten – geschützt, ohne Gefahr.

Wir kamen zu der Stelle an der wir falsch weiter gelaufen waren, wir hätten abbiegen müssen. Es war aber kein Schild da und die Spuren widersprüchlich. Es war tatsächlich schwierig, hier den richtigen Weg zu wählen. Jetzt wussten wir es 😉 . Wir wanderten weiter ins Tal und waren ganz froh, dass das nun entspannt war – und wieder richtig schön. Der Tag war aber definitiv eine gute Lehre.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Von Kufstein auf das Brentenjoch (1205m)

Mittwoch, 01. Mai 2019

Hallöchen zusammen!

Am ersten Märzwochenende war es Zeit, endlich mal wieder in die Berge zu fahren und zu schauen, wie viel Schnee dort noch liegt. Während es im warmen München gar keinen Schnee mehr hatte, fanden wir den Winter in den Bergen wieder. Da die Lawinengefahr nicht ganz zu verachten war, entschieden wir uns für eine Wanderung mit hohem Waldanteil und geringem Risiko: Wir wanderten von Kufstein auf das Brentenjoch. Eigentlich wäre der Gamskogel das Ziel gewesen, was wegen der Schneemassen für uns aber nicht möglich war. Schneeschuhe hatten wir keine dabei.

Der Meridian oder EC fährt von München direkt nach Kufstein. Überraschenderweise ging es mit dem Schnee los, als wir die Grenze überquert hatten. In Kufstein fanden wir auch im Tal schon Schnee. Wir starteten direkt vom Bahnhof aus und liefen zu Fuß zum Ausgangspunkt der Wanderung. Am Ende der Mitterndorfer Straße startet die Tour, das war auch so gut zu finden. Die Wegbeschreibung auf Hoehenrausch weist darauf hin, sich dort erst nochmal umzudrehen und zur Festung zu schauen und das war tatsächlich ein wertvoller Tipp. Es ist ein sehr schöner Anblick! Los ging es nun über den Forstweg.

Das Forstwegstück ist recht lang, das störte uns aber nicht. Wir hatten die Tour extra so gewählt, um eine geringe Lawinengefahr zu haben. Der Schnee machte den Aufstieg anstrengender, als er normal wäre. Die Strecke wird auch als Rodelstrecke genutzt, dadurch war es teilweise eisig. Wir konnten manchmal auch über Pfade abkürzen.

Von der Waldkapelle aus liefen wir weiter und kamen zur Aschenbrenner Alm. Dort entschieden wir uns nach kurzem Versuch wiederum für die Forststraße, da der andere Weg ohne Schneeschuhe nicht möglich war. Immer den Schildern nach zur Brentenjochalm und damit zum Brentenjoch. Als wir zur Abzweigung zum Gamskogel kamen, entschieden wir direkt, dass wir diesen Gipfel auslassen müssen. Zu viel Schnee, dafür die falsche Ausrüstung.

Also liefen wir weiter in Richtung Brentenjochalm. Als wir diese erreichten, waren wir etwas irritiert – das ist also unser Ziel? Und wo ist das Brentenjoch? Die Aussicht war hier schon schön, aber es war kein Gipfel. Ich schlug vor, noch ein Stück weiterzulaufen zum Weinberghaus. Laut Beschreibung lohnt sich der Umweg – vielleicht ist auch das ein guter Tipp.

Und tatsächlich war es eine gute Entscheidung, noch weiterzulaufen. Wir kamen zum Weinberghaus und fanden dort das Gipfelkreuz vom Brentenjoch. Die letzten Meter waren nochmal sehr anstrengend, weil der Schnee richtig tief war. Das musste nun aber noch sein – so ein Gipfelkreuz gehört einfach dazu.

Es warteten aber noch zwei Highlights auf uns: Vor dem Weinberghaus standen Alpakas, die uns neugierig beobachteten und hinter dem Weinberghaus wartete ein toller Blick ins Inntal. Das wollten wir uns beides nicht entgehen lassen. Wir rutschten also wieder runter vom Gipfelkreuz-Hügel und kamen zu den Alpakas.

Und das war wirklich eine sehr schöne Begegnung. Ich wusste nicht, dass dort Alpakas sind und umso mehr freuten wir uns. Wir streichelten die Alpakas, machten Bilder und beobachteten die Tiere. Nachdem ein paar Tourengeher sich verabschiedet hatten, war sonst niemand da, nur die Alpakas und wir – das war toll! Wir hatten unsere Freude mit den schönen Tieren.

Hinter dem Weinberghaus wartete noch ein schöner Ausblick auf uns: Ins Tal, auf den Inn und zurück nach Deutschland konnten wir schauen. Der Aufstieg hatte sich gelohnt!

Wir machten nochmal einen kurzen Halt bei den Alpakas und wanderten dann denselben Weg, den wir auch gekommen waren. Der Abstieg war also wie der Aufstieg und brachte daher nicht viel Neues. Zurück in Kufstein hatten wir Glück, ein Zug hatte Verspätung und wir konnten direkt einsteigen und zurück nach München fahren.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Winterwanderung auf die Rotwand (1884m) mit Schlittenabfahrt

Sonntag, 13. März 2016

Hallo zusammen!

Letzte Woche Samstag waren Night Owl und ich als 2muve im Spitzingseegebiet, um auf die Rotwand zu wandern. Eine Zusammenfassung findet ihr hier.

Mit der BOB, die um sieben am Hauptbahnhof abfährt, sind wir nach Fischhausen-Neuhaus gefahren, um von dort aus in den Bus nach Spitzingsee umzusteigen. Wie üblich hatten wir viel zu ratschen und nachdem wir die Haltestelle nicht genau kannten, führte das dann auch dazu, dass wir mit dem Bus eine Station zu weit fuhren. Aber damit begann die Wanderung dann eben etwas anders als geplant und wir liefen das Stück zurück. Wieder an der Kirche in Spitzingsee waren wir uns erneut unsicher, wo wir lang mussten und liefen am richtigen Start vorbei. Der Blick auf die Beschreibung half und wir drehten erneut um. Es ging durch die Schranke in Richtung Valepp und Albert-Link-Hütte durch und wir waren endlich auf dem richtigen Weg. Nun war es einfach: Der Forststraße folgen.

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Der Aufstieg ist nicht sonderlich spannend. Wir liefen eine Forststraße entlang und wären wir nicht zu zweit gewesen, hätten wir den Weg sicher recht langweilig empfunden. Aber so konnten wir uns gut unterhalten und kamen so gemütlich immer höher.

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Immer wieder hatten wir trotzdem traumhafte Ausblicke und sahen schneebedeckte Berge. Im Sommer macht es sicher keinen großen Spaß den Forstweg entlang zu laufen, aber im Winter hatte das dann doch auch seinen Reiz. So schön ein Ausblick im Sommer auch sein mag, ich finde, dass das nicht gegen winterliche Berge ankommt – diese haben eine eigene Faszination und Schönheit und alles wirkt ruhiger.

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Auf dem Weg nach oben kamen wir an einem Tourengeher vorbei. Ob wir nicht eine Schraube auf dem Weg gesehen hätten? Leider nein… Er schraubte an seinem Tourenschi rum und hatte offensichtlich Probleme, alles wieder hinzukriegen. Leider konnten wir ihm nicht helfen. Wir sprachen über die Tour, das Wandern und das Rotwandhaus und liefen dann etwas unglücklich weiter – mussten wir ihn mit seinem Problem nun doch wieder allein lassen.

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Ein Stückchen später folgte ein Lawinengefahrschild, bei dem wir uns nicht sicher waren, in welche Richtung es zeigte. Wir wanderten sehr vorsichtig weiter und beurteilten die Hänge. Da war aber zu wenig Schnee, so dass wir keine Gefahr sahen und vor uns waren den Spuren zufolge auch schon einige unterwegs.

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Nun sahen wir schon das Rotwandhaus in der Ferne, das einen Spitzenplatz hier oben hat. Der blaue Himmel, die Wolken, der Schnee, es war ein schöner Anblick. Schon jetzt planten wir, für den Rückweg dort vorbeizuschauen und uns Schlitten auszuleihen.

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Der Weg zwischen Rotwandhaus und Rotwandgipfel war nun etwas fordernder – denn es gab keinen! Wir folgten den Spuren – die meisten waren von Tourengehern, manche von Schneeschuhwanderern und wenige von Leuten wie uns – ohne Ausrüstung. Ich hatte meine Schneeschuhe daheim gelassen, da die Wanderung als Winterwanderung ausgeschrieben war. Nun wären sie nicht schlecht gewesen. Aber so wurde es eben eine besondere Herausforderung 😉 .

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Immer wieder wechselten wir die Spuren, denen wir folgten, da teilweise mehr als knietief im Schnee standen. Ein Tourenschi verteilt das Gewicht doch besser. So war es recht mühsam bis zum Gipfel zu kommen. Aber es machte Spaß! “Folgen wir diesen Spuren?” Nachdem wir mit dem ersten Schritt einen halben Meter tief im Schnee waren war klar: “Vielleicht doch lieber diesen?” 😉

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Am Gipfel angekommen bereuten wir aber nichts. Die Aussicht war traumhaft und wir hatten den Gipfel sogar einen Moment für uns alleine. Rundherum war der Ausblick klar, schneebedeckte Berge, Weite, ein Genuss! Mit Tee in der einen und Kamera in der anderen Hand genossen wir den Gipfelmoment.

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Und dann ging es wieder hinunter. Ich gab Night Owl einen meiner Wanderstöcke und so suchten wir uns einen Weg nach unten. Überraschenderweise ging das viel leichter als der Aufstieg. Innerhalb kürzester Zeit waren wir wieder am Rotwandhaus und hatten eine gute Spur gefunden, die uns dahin führte. Und nun kam der spaßige Teil: Wir kauften uns auf der Hütte Schlittenkarten und freuten uns wie kleine Kinder. Ungeduldig warteten wir an der Schlittenausgabe 🙂 .

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Und dann konnte es endlich losgehen. Wir hatten unsere zwei Schlitten und fuhren die ersten Meter los. So schön war das! Als es endlich etwas steiler wurde, kamen wir richtig in Fahrt und da konnte ich mir einen Freudensruf auch nicht verkneifen! War das ein Spaß! Und wie schnell wir damit vorwärts kamen.

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Ab und zu mussten wir aufstehen und ein Stück schieben, weil der Weg zu flach zum Schlitten fahren war, aber den Großteil fuhren wir runter und waren so in etwa dreißig Minuten wieder im Tal. Herrlich, den langweiligen Forstweg so vergnüglich zurückzulegen! Am liebsten wäre ich gleich nochmal raufgewandert um nochmal runterzufahren 😉 .

Aber wir liefen nun weiter zurück nach Spitzingsee. Dort hatten wir noch eine halbe Stunde Zeit und spazierten mehrmals auf und ab, bis der Bus endlich kam und uns wieder zum Bahnhof brachte. Wir freuten uns auf die warme BOB und fuhren damit glücklich und zufrieden wieder zurück nach München – mit dem Vorsatz, wieder öfter Schlitten zu fahren 😉 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Aus Riesenberg (1444m) wird Hochries (1569m)

Dienstag, 08. März 2016

Hallöchen zusammen!

Am letzten Februarwochenende sind wir zu dritt aufgebrochen und haben uns wieder auf die Suche nach dem Winter gemacht. Ziel war der Riesenberg. Von Frasdorf aus ging es den mittlerweile bekannten Weg los, den wir auch auf der Wanderung auf den Laubenstein gewandert waren.

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Wir wanderten über einen dieses Mal nicht ganz so schneeigen Forstweg und wechselten dann zum Pfad des SalzAlpenSteigs. Dieser führt nicht an der Frasdorfer Hütte vorbei, dort würden wir beim Abstieg wieder vorbeilaufen.

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Umso höher wir kamen, umso mehr Schnee lag. Trotzdem konnte man ohne Probleme mit normalen Wanderschuhen wandern. Schneeschuhe hatten wir dieses Mal nicht dabei, was auch die richtige Entscheidung war. Die hätten wir nur auf einem kleinen Stück ausgepackt und ansonsten nur zusätzliches Gewicht mit uns rumgeschleppt.

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Der Weg war bekannt und wir entdeckten wieder den verkleideten Baum 😉 . Obwohl es noch nicht so lange her ist, dass wir hier das letzte Mal waren, hatte ich doch nicht mehr alles in Erinnerung. Aber sonst wäre es ja auch langweilig gewesen 😉 .

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Als der Schnee tiefer wurde und wir in Richtung Riesenberg abbogen, holten wir die Gamaschen raus und hatten nun doch auch etwas tieferen Schnee. Der Pfad führte uns durch den Wald und bisher waren außer uns nur Tourengeher auf diesem Weg unterwegs. Daher stapften wir fröhlich durch den Schnee und freuten uns, den Winter gefunden zu haben.

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Als wir auf einem Plateau ankamen, hatten wir nun auch die Gelegenheit, mit unseren LVS zu üben. Bisher hatte sich das nicht wirklich ergeben und im Wohnzimmer nach dem LVS suchen hatte zwar Spaß gemacht, ist aber kein gutes Training 😉 . Hier konnten wir das LVS in den Schnee werfen und dann wieder suchen – wie Geocaching!

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Wir wanderten weiter und kamen zur Riesenhütte. Der Riesenberg selber war nur eine kleine Erhebung und wo der Weg genau abzweigen sollte, wussten wir auch nicht. Und es war auch noch nicht die Zeit, schon am Ziel zu sein. Daher entschieden wir uns, die Tour etwas auszudehnen und die Hochries zum Ziel zu machen.

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Mittlerweile war die Sonne rausgekommen und um uns glitzerte der Schnee. Wieder mal befanden wir uns im Winterwunderland und genossen die Umgebung. Aber auch hier brauchten wir keine Schneeschuhe und konnten gemütlich in Richtung Hochries weiterwandern.

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Anfangs wanderten wir auf dem Plateau bis es dann wieder bergauf ging. Schließlich waren es auf die Hochries noch ein paar Höhenmeter mehr. Damit wurde der breite Weg auch wieder zum Pfad und etwas schneeiger.

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Wir sahen Spuren von Schneeschuhen und Tourengängern, fragten uns aber, ob die hier ihren Spaß hatten. Spätestens beim bergab fahren wohl schon 😉 . Wir stiegen weiter auf und sahen schon bald das erste Gipfelkreuz.

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Interessanterweise gab es zwei – eins ein Stück vor der Hochrieshütte und eines direkt daneben. Die Aussicht war Wahnsinn! Rundumblick und überall schneebedeckte Berge, der Blick zum Kaiser, zum Chiemsee und alles wirkte surreal, da es im Tal ganz grün war.

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Aber deshalb waren wir ja auch hier hochgewandert, um den Winter zu finden, der sich bis dahin recht gut versteckt hatte. Wir machten eine kleine Pause in der Hochrieshütte und wärmten uns dort auf. Danach ging es dann an den Abstieg.

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Wir nahmen den gleichen Weg zurück und nun kamen uns schon mehr Leute entgegen und auch der Pfad, den wir noch mit Tiefschnee durchquert hatten, war nun platt getrampelt. Es war doch ein bisschen mehr los.

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Vom Gefühl her wanderten wir nun vom Winter in den Frühling. Wir entschieden uns für den Weg über die Frasdorfer Hütte, Schlitten ausleihen machte hier aber keinen Sinn. Dafür lag viel zu wenig Schnee. Und als wir dann wieder auf dem Forstweg waren, war der Winter auch schon wieder vorbei.

Aber wir waren glücklich die Tour gemacht zu haben und die Wanderung bis zur Hochries ausgeweitet zu haben. Dazu hatten wir super Wetter und eine unvergleichliche Aussicht 🙂 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂