Archiv für die Kategorie ‘Gardasee’

Arco: Von Varone zum Lago di Tenno

Sonntag, 22. November 2020

Hallöchen zusammen!

Nach zwei Tagen klettern wollten Füße und Hände eine Pause. Daher machten wir am dritten Urlaubstag eine Wanderung. Von Varone aus ging es durch Tenno, Calvola und Canale zum Lago di Tenno und dann wieder zurück. Die Wanderung ist zum Beispiel hier beschrieben.

Losgehen sollte es eigentlich an der Cascata del Varone. Wir entschieden sehr schnell, dass wir den Wasserfall nicht besichtigen wollten. Das Parken war auf dem dortigen Parkplatz auch nur für zwei Stunden erlaubt, daher fuhren wir noch eine Kehre weiter hoch und fanden einen öffentlichen Parkplatz.  Dort ging es dann direkt auf den Wanderweg in Richtung Tenno.

Durch Olivenhaine wanderten wir bis zu einem Waldstück. Es war bestes Wetter, schön sonnig und nicht zu heiß, perfekt. Am Ende des Waldstückes tauchte schon das Castello Di Tenno über uns auf und wir wussten, dass wir das erste Ziel bald erreicht hatten.

Tenno ist ein schönes Dorf und hat eine tolle Aussicht in Richtung Gardasee. Das Castello ist noch dazu ein Blickfang. Wir liefen durch die Altstadt und bogen dann nach rechts ab in Richtung Calvola.

Nun kamen wir an wilden Feigen vorbei und konnten uns etwas Proviant mitnehmen. Herrlich! In Calvola angekommen erreichten wir ein weiteres schönes Dorf, das Highlight sollte aber erst noch kommen. 

Wir wanderten nun weiter nach Canale. Neben uns war die Bergwelt, unter uns einzelne Höfe und Häuser und vor uns das Künstlerdorf Canale. Es lohnt sich, dort ein bisschen zu schlendern. Auch wenn es gerade keine Veranstaltungen und Ausstellungen gab, allein der Ortskern ist ein Kunstwerk.

Nun kam das letzte Teilstück bis zu unserem eigentlichen Ziel. Wir folgten von Canale aus dem Weg, der uns zum Lago di Tenno führen sollte. Es ging nun nochmal ein Stückchen bergauf.

Schon bald sahen wir den Lago di Tenno hervorblitzen. Er ist bekannt für die wunderschöne Wasserfarbe und ist deutlich weniger überlaufen als der Gardasee und auch als der Lago di Ledro.

Wir machten dort unsere Pause und genossen den Ausblick. Badesachen hatten wir dabei, aber irgendwie fühlte es sich nicht warm genug an. Wir entschieden uns alternativ dazu, den See zu umrunden.

Das dauert nicht lange und bietet Perspektiven von allen Richtungen auf den türkisfarbenen See. Wenn die Zeit da ist, sollte man sie sich auf jeden Fall nehmen und die Landschaft genießen.

Danach ging es zurück nach Canale und dann eigentlich auf einem anderen Weg nach Tenno. Wir hatten tatsächlich einen anderen Weg, aber wir kamen fasziniert von Walnuss- und Feigenbäumen plötzlich in eine Sackgasse. Nach Überprüfen mit dem GPS stellten wir fest, dass wir etwas zurücklaufen mussten. Das machte nichts, der Abstecher war es wert.

Und dann ging es auf der eigentlichen Mountainbike-Strecke zurück nach Tenno, vorbei an zahlreichen Weinreben und anderen Obstplantagen neben uns. Von Tenno aus wählten wir denselben Weg zurück durch Wald und Olivenhaine.

Wir waren am Nachmittag schon zurück von dieser schönen Wanderung. Ein Besuch am Lago di Tenno lohnt sich sicherlich auch einfach nur zum Baden, wenn es warm genug ist. Wir hatten nun noch genug Zeit einzukaufen, den folgenden Tag zu planen und eine Pizza zu essen 🙂 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Arco: Klettern in Nago

Sonntag, 08. November 2020

Hallöchen zusammen!

Nach unserem Aufwärmklettertag im Familiengebiet von Massone, wollten wir nun Nago kennenlernen. Wir parkten dafür direkt in Nago und liefen dann auf den Wegen durch die Weinreben zu Fuß. Das dauert dann zwar etwas länger, ist aber sehr schön.

Im Klettergarten waren einige andere Deutsche, die ihre ganze Familie mitgebracht hatten. Hinter uns spielten Kinder, neben uns war ein Hund, überall wurde geklettert und damit hatten wir deutlich mehr Hintergrundlärm als am vorigen Tag.

Wir kletterten durchwegs im Unteren Sektor und starteten weiter hinten. Los ging es mit Pota, einer 20 Meter langen 4c. Der Schluss war recht ausgesetzt, was für die erste Route recht fordernd war, ansonsten war sie aber schön zu klettern.

Als nächstes kletterten wir die Route Il Calabrone direkt daneben, eine 15 Meter lange 5c. Noch waren wir im Schatten, die Sonne kam aber langsam zu den vorderen Routen. Daher war da auch weniger los und wir wechselten zu Virgi, einer 24 Meter langen 5c. Die Linien sind hier länger und sehr schön. Das Klettern machte Spaß! Gleich danach machten wir “Take it easy” direkt daneben mit 25 Metern.

Nun brauchten wir eine Pause. Die Füße taten schon weh, die Finger auch, wir merkten das Klettern vom Vortrag. Der Trubel stresst auch etwas am Fels. Daher blieben wir dann bei einer Route an unserem Pausenplatz: Ohne Namen, 6a/b und 15 Meter. Die Schwierigkeit kam von einer Stelle, an der ich im Nachstieg kämpfte. Da muss man schon sehr genau wissen, wo man greift, was hält und wie man es macht. Nach einigem Rumprobieren hatte es dann geklappt.

Aber damit war ich dann auch erledigt. Wir packten unsere Sachen zusammen und spazierten wieder an den Weinreben mit den zahlreichen Trauben vorbei. Ein wunderschönes Ambiente!

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Arco: Klettern in Massone im Klettergarten Family San Martino

Samstag, 07. November 2020

Hallöchen zusammen!

Nachdem unser Besuch am Gardasee recht spontan war, nutzten wir gleich den Ankunftstag, um uns vor Ort einen Kletterführer zu besorgen. Am ersten richtigen Tag wollten wir uns dann erst mal “aufwärmen” und wählten dafür den Klettergarten Family San Martino im Gebiet Massone.

Gedacht ist dieser speziell für Familien und Kinder, wir fühlten uns hier aber auch sehr wohl 😉 . Die Sektoren Ice Age und Hogwarts warteten auf uns – und damit ein perfekt abgesicherter und super markierter Klettergarten. Die Abstände der Expressen sind vergleichbar mit den Abständen die man normal nur in der Halle findet. Das ist super für den Einstieg!

Wir starteten im Sektor Ice Age. Dort waren wir nicht allein, daher wählten wir zuerst eine Route ganz rechts. Zeke, eine 3a mit 20 Metern, war ein schöner Start. Danach wechselten wir zur ersten Route ganz links und kletterten die 18 Meter lange 4a Scrat. Im oberen Sektor Hogwarts war kaum jemand und die Routen dort sahen auch interessanter aus, daher entschieden wir uns dann dort weiterzuklettern

Wir starteten mit Harry Potter, einer 15 Meter langen 5b. Das war wahrer Klettergenuss! Eine wunderschöne Route, genau so wie man sich eine Kletterroute wünscht! Daneben ist die Route Hermione, eine 6a. Das war schon schwerer, vor allem eine Stelle passte zur Beschreibung: Heikle Bewegung. Danach machten wir erst mal Pause.

Nun waren wir alleine in Hogwarts. Der Klettergarten befindet sich in Südlage und entsprechend heiß war es mittlerweile. Um für die Pause einen Schattenplatz zu finden mussten wir etwas suchen. Es empfiehlt sich am Ende von Hogwarts nach oben zu gehen. Dort gibt es schöne Pausenstellen und eine grandiose Aussicht.

Wir wählten zum Schluss zwei Routen im oberen Bereich von Hogwarts. Zuerst kletterten wir eine relativ kurze 5a, die Route Nagini. Die Route gefiel mir sehr gut. Daneben ist die Linie Fierobecco/Buckbeak, eine 4c. Diese war nicht so schön wie Nagini, aber ein guter Abschluss. Mittlerweile war es uns dann doch zu heiß.

Wir packten also zusammen und liefen wieder zurück. Auf unserem Weg kamen wir an einem Feigenbaum vorbei und konnten zur Stärkung noch eine Feige naschen, dann machten wir uns wieder auf den Weg nach Arco.

Den Abend verbrachten wir dann in Riva und waren somit direkt am Gardasee. Das war ein wunderschöner Abschluss für unseren ersten kompletten Tag in der Gardaseeregion.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Kletterwoche in Arco

Mittwoch, 28. Oktober 2020

Hallöchen zusammen!

Nachdem wir aus Wien zurück waren, war noch Urlaub übrig. Wir wollten an einen Ort mit schönem Wetter, Kletter- und Wandermöglichkeiten und niedrigen Coronazahlen. Und das alles war zu diesem Zeitpunkt am besten in Italien zu finden – in Arco am Gardasee, im Kletterparadies.

Kaum zu glauben, ich war zwar schon am Gardasee, das war aber mein erstes Mal in Arco und mein erstes Mal zum Klettern – und ich bin immer noch begeistert 😀 . Die ausführlichen Berichte folgen!

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Gardasee: Ferrata dell’Amicizia, Rocchetta Giochello (1519m) und Cima Valdes (1576m)

Samstag, 10. Oktober 2015

Hallöchen zusammen!

Nachdem wir nach unserer Mountainbiketour einen Tag Pause eingelegt hatten, planten wir für unseren letzten Tag am Gardasee eine Wanderung mit Klettersteig. Mit den Rädern der Pension fuhren wir nach Riva. Unser Weg startete auf der 402 zur Bastione.

Gardasee_Klettersteig_1 Gardasee_Klettersteig_2 Gardasee_Klettersteig_3

Der Weg war zuerst eine breite Straße und ging dann über in einen felsigen Pfad. Schon bevor wir zum Einstieg des Klettersteigs kamen, legten wir einige Höhenmeter zurück. Wir kamen an der Bastione vorbei, wanderten weiter zu Santa Barbara und waren dort auf 560m (Riva liegt auf 70m). Nun kam der spannende Teil, denn dort war der Zustieg zum Klettersteig, Weg 404B.

Gardasee_Klettersteig_4 Gardasee_Klettersteig_5 Gardasee_Klettersteig_7

Es war sehr heiß an diesem Tag und daher nicht viel los am Berg. Umso besser für uns, denn am Via dell’ Amicizia entsteht sicher leicht “Stau”. Wir legten das Klettersteigset an, setzten den Helm auf und dann konnte es losgehen. Der Einstieg ist leicht und wir hätten da keine Ausrüstung gebraucht. Und das blieb auch so 🙂 .

Gardasee_Klettersteig_6

Der Klettersteig ist weder ausgesetzt noch sonderlich anspruchsvoll. Kennzeichnend für den Via dell’ Amicizia sind die vielen Leitern. Bei Höhenangst ist das sicher eine Herausforderung, daher sollte man für diesen Klettersteig absolut schwindelfrei sein. Für uns war es eine willkommene Abwechslung 🙂 .

Gardasee_Klettersteig_8

Während des ganzen Klettersteigs hatten wir immer wieder eine Wahnsinnsaussicht auf den Gardasee. Es ist sicher nicht falsch, den Via dell’ Amicizia als Panoramaklettersteig zu bezeichnen. Hier kommt der Genuss eindeutig von der Aussicht und Umgebung.

Gardasee_Klettersteig_9 Gardasee_Klettersteig_10 Gardasee_Klettersteig_11

Während wir im Klettersteig waren überholten wir eine Familie, waren ansonsten aber alleine. Wir kletterten die Leitern hoch und kamen so schnell ans Ziel. Schon von unten sahen wir den Cima SAT mit der Fahnenstange und damit das Ende des Klettersteigs. Dort angekommen trafen wir auf ein Pärchen, dass dort gerade Pause machte. Wir waren also doch nicht ganz allein unterwegs 😉 .

Gardasee_Klettersteig_12

Nun waren wir auf 1276m und hatten damit ganz unbemerkt weitere 700 Höhenmeter zurückgelegt. Im Klettersteig hatte ich davon nur am Anfang was gemerkt. Nach einer Banane war der Rest dann entspannt. Vom Cima SAT hatten wir abschließend wieder einen wunderschönen Ausblick über den Gardasee, Riva, Torbole und Arco.

Gardasee_Klettersteig_13

Wir planten nun den weiteren Weg. Das nächste Ziel sollte für uns Rocchetta Giochello auf 1519m sein. Wir stiegen vom Cima SAT ein Stückchen ab und folgten dann dem ausgeschriebenen Weg. Dieser führte uns anfangs durch den Wald, was bei der Hitze sehr angenehm war.

Gardasee_Klettersteig_14

Das Wandern am Gardasee ist auch deshalb spannend, weil man überall Ruinen entdeckt. Auch dort fanden wir Überreste vom ersten Weltkrieg. Diese sind auf den Gebirgskrieg zurückzuführen. Wir wanderten über Serpentinen höher und schon bald kamen wir wieder aus dem Wald raus.

Gardasee_Klettersteig_15

Nun war es nur noch ein kurzes Stück und wir erreichten den Cima Giochello. Der Gipfel ist sehr unscheinbar und wenn uns nicht ein Schild bestätigt hätte, dass wir angekommen waren, hätten wir’s wohl nicht geglaubt. Erneut hatten wir einen herrlichen Blick auf den Gardasee und in die Berge rein.

Gardasee_Klettersteig_16

Und da blickten wir auch schon in die Richtung unseres nächsten Ziels, dem Cima Valdes auf 1576m. Wir folgten der Beschilderung und waren schon bald auf sehr unwegsamen Gelände. Laut Karte verläuft der Weg entlang der 417 über einen Grat. Daher wanderten wir auch das erste Stück auf den Felsen.

Gardasee_Klettersteig_17 Gardasee_Klettersteig_18

Irgendwann wurde es aber sehr ausgesetzt und wir fanden auch keine Markierungen mehr. Um so weiter wir kletterten, um so unsicherer wurden wir. Als wir an einer Stelle nicht mehr wussten, wie wir weiterkommen sollten, drehten wir wieder um. Und dann, ganz am Anfang, direkt nach dem Cima Giochello, entdeckten wir eine andere Wegmöglichkeit – die richtige.

Gardasee_Klettersteig_19

Wir versuchten mit Steinen einen Hinweis zu legen, damit den folgenden Wanderern nicht das Gleiche passiert. Den Pfad, dem wir gefolgt waren, hatten sicher schon viele benutzt, da er sehr ausgetreten war. Und an der Stelle, an der man in den Wald abbiegen muss, steht auch kein Schild. Nun folgten wir dem richtigen Weg, der allerings unterhalb des Grates verlief. Dieser führte uns dann aber auch wirklich zum Cima Valdes.

Gardasee_Klettersteig_20

Wir hätten von dort eigentlich noch einen anderen Weg wandern wollen, mussten aber auf die Zeit schauen. Ein Klettersteigset war wieder geliehen und daher mussten wir auch zeitig im Tal sein. Wir liefen also anstatt auf der 413 die 417 wieder zurück. Dort stießen wir dann wieder auf die 413 und folgten dieser, bis wir auf den Weg 404 stießen. Der Abstieg ist lang, was bei 1500 Höhenmeter auch nicht verwunderlich ist. Es kamen noch einige seilgesicherte Passagen, allerdings nichts, bei dem das Klettersteig notwendig gewesen wäre. Ab Santa Barbara waren wir dann wieder auf dem Ursprungsweg und nutzten den Rest der Strecke für einen Downhill – bei einem so langen Weg bergab war Laufen die willkommene Abwechslung.

Im Tal angekommen fuhren wir mit den Rädern wieder zurück nach Riva und Torbole. Wir brachten das Klettersteigset zurück und fuhren in die Pension. Geschafft und glücklich machten wir uns für unseren letzten Abend in Torbole fertig. Ein letztes Mal original italienische Pasta, ein letztes Mal original italienisches Eis, ein Besuch in der für Torbole berühmten Sundown Bar und ein Spaziergang an der Strandpromenade bei klarem Sternenhimmel. So muss ein Urlaub in Italien zuende gehen 🙂 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂