Finale: Bric Reseghe

24. Dezember 2019

Hallöchen zusammen!

Nach dem Ausflug nach Noli waren nur noch zwei Tage Urlaub übrig – die wollten wir natürlich wieder kletternd verbringen. Dafür hatten wir uns ein ganz neues Gebiet ausgesucht: Bric Reseghe. Es ist ein wunderschönes Gebiet, super abgesichert und “moderner” bewertet, die Routen sind für ihren Schwierigkeitsgrad also leichter als zum Beispiel in der Grotta dell’Edera. Daher waren wir hier auch nicht alleine, es waren noch viele andere Deutsche, Schweizer, Franzosen und Italiener am Fels.

Tag 1

Am Anfang mussten wir wieder etwas suchen, der Zustieg ist aber eigentlich ganz gut markiert. Entweder ist Bric Reseghe direkt angeschrieben oder es sind weiße Markierungen an den Bäumen. Es gibt in der Gegend übrigens noch mehr Klettergebiete, daher sind verschiedene Gebiete markiert. Wir wollten aber zu Bric Reseghe und starteten im Sektor Grotta.

Los ging es mit einer schönen Verschneidungsroute: I Mangiaparticule, eine 15 Meter lange 5a. Das war ein toller Einstieg und machte Freude auf mehr. Wir wählten die Route direkt daneben, U Spuasentense, eine 6a. Beide Routen gingen sehr schön zu klettern. Warum also nicht was Forderndes ausprobieren? Daher sicherte ich danach für The Scream, eine kurze 6c. Und bevor wir den Sektor wechselten kletterten wir noch Supereva, eine kurze 5b. Am Anfang muss man hier manteln, was ich gar nicht mag, danach ist es aber eine schöne Route.

Wir suchten uns dann einen Pausenplatz, was gar nicht so einfach ist, wenn so viele Leute unterwegs sind. Auf dem Weg zum Sektor Eden wurden wir aber fündig. Und dann kletterten wir in dem Bereich, für den Bric Reseghe bekannt ist (die Sektoren Eden und Simon&Elias). 

Und da warteten richtig schöne 20 Meter Routen auf uns. Wir starteten mit zwei 5c, den Routen Sciaccateste und Schneeflocke. Während wir zuvor nur von Deutschen umgeben waren, waren hier hauptsächlich Italiener und Franzosen. Das war nochmal eine ganz andere Stimmung. Nach den 5c’s kletterten wir zwei 6a-Routen: Treffen mit Lulu und Stella Polare. Die Routen im Sektor Eden waren allesamt super griffig und sehr schön. So schön, dass wir beschlossen auch unseren letzten Klettertag in Bric Reseghe zu verbringen.

Tag 2

Und genau deshalb parkten wir am Tag drauf wieder an derselben Stelle (nicht direkt bei der Kirche, sondern ein gutes Stück unterhalb, weil an beiden Tagen an der Kirche alles voll war). Wir starteten wieder im Sektor Grotta machten dort zwei kurze Routen. Sciabolix war unsere Startroute, eine doch etwas kräftige 5b. Danach kam Nothing-S Impossible, bei der ich einen Überhangzug einfach nicht hinbekommen hatte. Das war ein guter Zeitpunkt um den Sektor zu wechseln.

Wir machetn am Sektor Meraviglia kurz Stopp und kletterten Sotto La Pioggia. Eine längere 6a, die sehr plattig ist. Leider war in dem Sektor sehr viel los, so dass wir danach Pause machten und die weiteren Routen planten. Ich kletterte kurz zum Sektor Placche hoch und fand dort nur ein Italienerpärchen. Perfekt, um für uns dort ein bisschen zu klettern.

Im Sektor Placche konnten wir dann endlich etwas entspannter klettern: Eine 4c, eine 5c (Carta die Credito) und noch eine 5c (Ruth). Allesamt gute Routen die schön zu klettern waren.

Zum Schluss zog es uns dann noch in den Sektor Eden. Wir wollten noch 3-Sterne Routen klettern. Dafür hatten wir die 6a-Routen Laser Harp und Velvet-Road ausgewählt. Mit 22 und 20 Metern war das Klettergenuss pur und ein wunderschöner Abschluss!

Nun mussten wir auch leider unsere Sachen zusammenpacken und zurück zur Unterkunft fahren, um dort gleich weiterzupacken. Und das, obwohl es noch so viele Klettergebiete zu entdecken gibt!

Bric Reseghe ist sehr zu empfehlen, allerdings wohl eher außerhalb der Saison und unter der Woche (bei uns war es am Wochenende außerhalb der Saison). Das Gebiet ist aus Naturschutzgründen auch zeitweise gesperrt, darauf sollte man achten.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Finale: Ausflug nach Noli

22. Dezember 2019

Hallöchen zusammen!

Nach dem nicht so erfolgreichen Caprazoppa-Besuch machten wir einen Pausentag und damit Ausflug nach Noli. Dort kann man übrigens auch klettern und das sogar ziemlich spektakulär. Dafür seilt man sich an Leitplanken ab und klettert direkt über dem Meer. Das haben wir lieber sein lassen 😀 .

Unser Ziel war die Stadt selber. Wir sind durch die Altstadt spaziert und haben dann einen kleinen Ausflug zur Burg in Noli gemacht, dem Castello di Monte Ursino. Leider konnten wir es nicht besichtigen, aber auch von außen ist es sehr beeindruckend.

Der Weg zur Burg ist sehr schön. Es verlief sanft bergauf, vorbei an einem Friedhof und mit einem fantastischem Blick auf Noli und auf’s Meer. Umgeben von Feigenbäumen fühlten wir uns sehr wohl.

Manchmal waren wir etwas unsicher, ob die Schilder den Weg auch richtig anzeigten, aber wir kamen erfolgreich zur Burg. Es war etwas windig an dem Tag, so dass wir immer wieder zwischen Jacke und T-Shirt wechselten.

An der Burg angekommen wählten wir zurück wieder denselben Weg. Die Straße, die die Alternative gewesen wäre, war nicht für Fußgänger ausgelegt.

Die Stadt Noli ist mittelalterlich geprägt und verwinkelt. Sie gehört zu den “I borghi più belli d’Italia”, den schönsten Dörfern Italiens. Mehrere “Torres” (also Türme) in dem Ort gehören zu den Sehenswürdigkeiten.

Zurück in Noli suchten wir ein Restaurant zum (etwas späten) Mittagessen. Nach längerer Suche nach dem Richtigen landeten wir bei einem versteckten aber sehr gut besuchten Italiener. Da waren wir und eine ganze Reihe Italiener die dort ihre Mittagspause verbrachten. Es gab die Wahl zwischen einem oder zwei Gerichten mit Beilage. Wir wählten ein Gericht und damit Nudeln, in meinem Fall Penne Pomodoro, dazu Pommes oder gegrilltes Gemüse und standardmäßig (nicht auf der Karte erwähnt) einen Espresso.

So original italienisch waren wir bisher noch nicht essen 🙂 . Danach mussten wir auch schon zurück zum Parkplatz – die Parkgebühren sind leider recht hoch, einen anderen Parkplatz konnten wir nicht finden.

Noli ist auf jeden Fall einen Ausflug wert und sehr sehenswert!

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Finale: Monte Sordo – Falesia dello Scorpione, Falesia delle Tecchie und Falesia della Lumaca

22. Dezember 2019

Hallo zusammen!

Das Gebiet Monte Sordo hatten wir schon bei unserer Wanderung entdeckt und waren fast daneben, als wir die Grotta dell’Edera besucht hatten. Es gibt dort zahlreiche Sektoren zu entdecken – die Wegfindung ist zumindest mit unserem Kletterführer aber nicht immer ganz so einfach.

Falesia dello Scorpione

Nachdem wir im Gebiet Caprazoppa die kurzen Routen Cava di Rio Fine gemacht hatten, wollten wir am Tag drauf eigentlich ins Gebiet Falesia della Lumaca von Monte Sordo. Wir irrten allerdings lange Zeit durch den Wald und suchten die Abzweigungen, die im Kletterführer beschrieben waren. Irgendwann kamen wir zu einer Wand mit Haken und ein Stück weiter erkannten wir das wunderschöne Gebiet: Alveare. Dort sind leider nur sehr schwere Routen, so dass wir noch ein Stück weiterliefen (nun konnten wir uns wieder orientieren) und zum Gebiet Falesia dello Scorpione kamen. Neben uns kletterte eine tschechiche Familie, ansonsten war niemand da.

Wir starteten mit der namensgebenden 4c Scorpione. Die fiel uns sehr schwer – für eine 4c war das wirklich sehr fordernd. Was war denn nur los? Auch die Route Ivanhoe daneben, auch eine 4c, war nicht leichter. Wir erinnerten uns an die Anmerkung zu den Schwierigkeiten, die ein Kletterer vor der Grotta dell’Edera machte. Zum Glück wurde es aber mit zunehmender Schwierigkeit leichter oder eher klarer, wie es zu klettern war.

Wir kletterten Deadwood, eine 5b und endlich schöne Route. Danach kam Flash, eine 6a+. Am Anfang hat sie einen schweren kräftigen Zug, danach ist es deutlich leichter. Es folgten noch zwei 6a: Hostage und Hunter, beides wieder schöne Routen. Nach dem harten Anfang fühlten wir uns jetzt richtig wohl. Dadurch dass wir so spät unser Ziel gefunden hatten, war es nun aber an der Zeit gehen. Es wurde schon langsam dunkel. Wir waren nun wieder guter Dinge, nachdem wir bis auf die ersten zwei Routen eine richtig schöne Kletterei hatten.

Falesia delle Tecchie

Nach einem Klettertag in Cimitero erwartete uns ein sonniger schöner weiterer Klettertag, den wir wieder in Monte Sordo verbringen wollten. Nachdem wir beim Abstieg von Falesia dello Scorpione schon an den Nachbargebieten vorbeigelaufen waren, fiel uns der Zustieg dieses Mal leichter. Ziel war das Gebiet Falesia delle Techhie – und mit uns waren vier weitere Deutsche aus der Rosenheimer Gegend am Fels. Das war ja schon fast wie dahoam 😉 . Gut, dass sich im Laufe des Vormittags noch zwei Italiener zu uns gesellten 😀 .

Wir starteten mit Stairway to heaven, einer 15 Meter langen 5a. Und schon mit diesem Start merkten wir, dass wir ein schönes Gebiet gefunden hatten. Für 5a war die Route allerdings recht anspruchsvoll. Da fühlte sich die Non Ci Sono Capi mit einer Bewertung von 5c/6a fast leichter an – da war eine schwerere Stelle, der Rest aber ganz gemütlich. Danach kam die Route, die uns den Tag vermiesen wollte: A Star in the Night. Eine 6a, die wir einfach nicht hinbekommen haben… Wir kämpften hier eine ganze Weile, abwechselnd, versuchten alles Mögliche, scheiterten. Und das, bei dem Schwierigkeitsgrad – das war doch etwas frustrierend.

Auf die Tiefs folgen die Hochs: Ich stieg danach in eine 20 Meter lange 5c ein (A Gianni). Ich konnte diese ganz entspannt im Vorstieg klettern und das war für mich ein voller Erfolg. Zu oft macht mir meine Sturzangst einen Strich durch die Rechnung.

Nach einer Pause folgten zwei Abschlussrouten: Titti Mon Amour, eine abwechslungsreiche 5a, die vom Kletterführer besonders ausgezeichnet war und L’Allenatore nel Pallone, eine weitere 5a. Beide waren 20m lang und brachten uns damit längeres schönes Klettervergnügen. Damit endete für uns ein gelungener Klettertag.

Falesia della Lumaca

Nach einem Pausentag wollten wir endlich zu Falesia della Lumaca. Das hatten wir ja schon mal gesucht, als wir zu Falesia dello Scorpione kamen. Es dauerte wieder eine Weile, aber dieses Mal waren wir erfolgreich und hatten Falesia della Lumaca ganz für uns alleine.

Der Fels ist schön, es ist sonnig (sollte also nicht zu heiß sein) und da der Sektor zu den weniger bekannten im Gebiet gehört, hat man eine gute Chance allein zu sein – so wie wir. Wir starteten mit Bronco, einer schönen 5a. Darauf folgte Gantua, eine 5c, die wir beide im Vorstieg kletterten. Danach wählten wir die laut Kletterführer 3-Sterne-Route Piovuti dal Cielo, 5b. Schon von unten erkannten wir, dass dort im oberen Teil der Route ein Hornissennest ist. Ich startete mit der Route und hatte an der Stelle meine Probleme, die Tierchen nicht zu stören. Ich konnte dann links vorbei klettern, wir entschieden uns nach der Aktion aber die Tierchen lieber in Ruhe zu lassen. Gestört hatte ich sie ja doch und wurde umzingelt von zahlreichen Hornissen…

Wir suchten uns ein Schattenplätzchen für die Pause und kletterten dann die Route neben den Hornissen: Ragnar, eine kräftige 6a. Zum Schluss wechselten wir zu den beiden ersten Routen des Sektors. Wir kletterten gefühlt eine Mischung aus Supernatural (5c) und Lumaca (6a). Das war unser Abschluss im Sektor Lumaca. Wir hatten damit bis auf zwei Routen alles geklettert.

Monto Sordo bietet noch weitere sicher spannende Sektoren. Wir hatten diese drei kennengelernt und hätten aber gerne noch mehr gesehen – aber es gab ja auch noch so viel anderes zu entdecken im Finale-Gebiet 🙂 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Finale: Caprazoppa – Cava di Rio Fine und Cimitero

22. Dezember 2019

Hallöchen zusammen!

Ein Gebiet mit wunderschönem Blick auf’s Meer ist oberhalb von Borgio Verezzi: Caprazoppa. Wir waren hier mehrmals, da es dank unterschiedlicher Sektoren einiges zu tun gibt. Der Zustieg zu den Hauptsektoren ist allerdings gewöhnungsbedürftig und es empfiehlt sich eine lange Hose anzuziehen 🙂 .

Cava di Rio Fine

Nach dem eher unglücklichen Tag in der Grotta dell’Edera wollten wir am Tag drauf etwas Entspanntes machen. Daher entschieden wir uns für den Kinder- und Anfänger-Sektor Cava di Rio Fine. Der Zustieg ist einfach und kurz und wir hatten den kompletten ehemaligen Steinbruch für uns allein. Und auch wenn das Gebiet im Kletterführer nicht unbedingt empfohlen wird, haben wir sehr schöne Strukturen vorgefunden – wenn auch sehr kurze Routen.

Wir starteten ganz entspannt mit Grazie A.I.B., einer 5m kurzen 3b. Ohne zu wechseln ging es gleich weiter mit Rockstone, einer 6m kurzen 4a. Wir arbeiteten uns einfach von ganz rechts nach ganz links vor. Daher kam als nächstes die Route Blumountain (7m, 4c) und dann La Brandler (8m, 6a). Die hatte es in sich und war ganz schön kräftig. Kräftig genug, um danach eine kleline Pause einzulegen.

Danach ging es weiter mit der 5b daneben (Legato Ma Libero, 8m) und der zweiten 6a in dem Sektor (Brain Storming, 8m). Beide waren recht kräftig. Daher dachten wir, dass der Rest ja recht entspannt werden würde. Denn nun folgten wieder einfache Routen: Stargate (5a, 8m), Rolling Stone (3a, 8m), Nelle Fauci del Pirana (4c, 10m) und Border Line (4b, 8m). Dieser Teil des Steinbruchs ist allerdings super rutschig und gefühlt waren alle Routen gleich schwer oder leicht. Damit war der Abschluss nicht ganz so entspannt wie erhofft, aber wir hatten erfolgreich den kompletten Sektor durchgeklettert. Das war ein erfolgreicher Tag!

Cimitero zum Ersten

Nach dem Klettern in Cava di Rio Fine waren wir in Monte Sordo, hatten dann einen Pausentag und wollten dann mehr in Caprazoppa entdecken, besser gesagt den Sektor Cimitero. Da es am Morgen noch geregnet hatte, vermuteten wir, dass es dort schon wieder trocken sein könnte. Der erste Teil des Zustiegs war gut zu finden, zum Schluss um an die Wand zu kommen haben wir uns durch Gestrüpp gekämpft. Beim Abstieg haben wir dann einen etwas besseren Weg gefunden 😉 .

Wir schauten uns zuerst das Gebiet etwas an. Es wurden löchrige Wände und Sinter versprochen und genau deswegen waren wir da. Und es gibt tatsächlich wunderschöne Sinterstrukturen im Cimitero Sektor. Die Routen sind zum Großteil auch entsprechend schwer.

Wir wollten eigentlich mit einer 4b starten, da diese aber von Italienern belegt war, starteten wir mit einer 5b (Cosetta). Diese ist relativ kurz und war für mich fast ein zu schwerer Einstieg. Danach folgte die Route Seppia Grassa, eine recht kräftige 6a+. Zum Entspannen kam dann für mich endlich die Bambino Route, die 4b.

Wir wechselten dann ein Stück weiter in die Sinterregion. Nachdem ich schon recht geschafft war, blieb ich hier beim Sichern. Zwei Star Wars Routen hatten es uns angetan: The Empire strikes back (6a+) und The return of Jedi (6b). Zwei sehr kräftige aber tolle Sinterrouten.

Zum Schluss liefen wir zurück an den Anfang des Gebietes. Da kamen wir fälschlich in die Route “Un metro sotto”, eine 6b mit einem rostigen nicht gut aussehenden Endhaken. Eigentlich wollten wir eine 5c zum Abschluss, wir waren aber falsch eingestiegen.

Der Sektor war mittlerweile voller Leute und es kam Kletterhallenstimmung auf. Das war für uns der richtige Moment zu gehen – um ein anderes Mal wiederzukommen.

Cimitero zum Zweiten

Nach zwei Monte Sordo Abstechern (Falesia delle Tecchie und Falesia della Lumaca) kamen wir zurück zum Gebiete Caprazoppa. Wir hatten eigentlich den Sektor Pietra del Sole als Ziel. Wir suchten sehr lange, kämpften uns durch Gestrüpp, waren mal auf einem Pfad, mal nicht und konnten mit der Beschreibung im Kletterführer nicht viel anfangen. Auf der Suche waren schon Klettereien dabei, weil wir irgendwie hochkommen wollten. Aber das klappte nicht. Wir nahmen irgendwann wieder den normalen Weg zu Cimitero, versuchten von dort so abzubiegen, wie es auf diese umständliche Weise gehen sollte, auch da hatten wir keinen Pfad gefunden. Also wieder zu Cimitero.

Da machten wir dann erst mal Pause. Wir waren geschafft vom Suchen, vom hoch und runter, vom zerkratzt sein überall. Und dann wiederholten wir Routen vom letzten Mal: Die 5b Cosetta und The return of jedi (6b) und zum Schluss die Bambino (4b) und Seppia Grassa (6a+).

Ich nutzte die Gelegenheit auch für ein paar schöne Bilder – das Wetter war dieses Mal ein Traum, da kamen sie Sinterstrukturen noch besser zu Geltung.

Danach war keine Kraft mehr da und wir verabschiedeten uns von Caprazoppa. Eine bessere Zustiegsbeschreibung oder mehrere Koordinaten (wie wir sie etwas später beim abendlichen Stöbern in einem anderen Kletterführer in Finalborgo entdeckten) wären hier sehr hilfreich gewesen. So hatten wir nur zwei Sektoren kennengelernt, die weiteren Sektoren machen sicher auch Spaß.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Finale: Grotta dell’Edera und Parete Dimenticata

05. Dezember 2019

Hallo zusammen!

Am Tag zuvor hatten wir La Valle schon kennengelernt, von dort aus mussten wir denselben Weg gehen, um zur Grotta dell’Edera zu kommen. Und das war das Ziel für diesen Tag – denn die musste man laut verschiedensten Beschreibungen gesehen haben.

Wir wanderten also hoch und an einem eindeutigen Pfad sollte man vom normalen Weg abzweigen. Kurz vor dem Sattel vom Tag zuvor. Was aber bitte ist ein eindeutiger Pfad? Wir liefen bis zum Sattel und von da aus zurück bis zum ersten Pfad. Wir kamen zu Wänden, wussten aber nicht, was das für Routen waren und irgendwann standen wir vor einem Loch – hinab in die Grotta dell’Edera. Das Seil sah alt aus und die Aktion sich da abzulassen sehr gefährlich. Zum Glück wussten wir, dass man auch irgendwie von unten reinkommen musste.

Also liefen wir wieder zum Hauptweg zurück und nach unten bis zum nächsten Pfad. Auch da waren wir unsicher, kamen dann aber tatsächlich zu der Stelle, an der man in die Grotta klettern konnte. Und es ist tatsächlich klettern – im Dunkeln, über ein paar Felsen, mit Seil und Co. auf dem Rücken. Wir hatten nur das Handylicht, es empfiehlt sich eine Stirnlampe mitzunehmen. Und dann waren wir drin in der Grotta dell’Edera.

Beeindruckend war es schon, aber ist es wirklich so toll wie alle schreiben? Das muss jeder selbst entscheiden – es ist schon etwas Besonderes, aber es gibt auch noch viele andere besondere Stellen in der Gegend.

Wir wollten hier eigentlich eine 6a machen, nur leider war die gesperrt. Die unteren Bohrhaken waren markiert, also vermutlich nicht mehr sicher. Das wollten wir nicht riskieren. Dann gab es noch zwei 6a+ – eine davon suchten wir uns aus, die Route “Remember we as a friend”. Gewagt als Aufwärmroute…

Und die kostete uns viel Kraft und Nerven und wir kamen sie dann doch nur zur Hälfte hoch. Es war ein sehr frustrierender Besuch in der Grotta dell’Edera. In der Grotta gab es leider nur noch schwerere Routen. Daher wollten wir nun im Gebiet vor der Grotte, Parete Dimenticata weitermachen.

Auch hier kämpften wir ordentlich. Wir kletterten die Nr. 1, Katanga eine 20m lange 5c, danach die Nr. 2, Cannolo alla panna, eine 20m lange 5c/6a. Das war wohl nicht unser Tag. Zum Schluss versuchten wir uns etwas weiter Richtung Grotte an I Pasticcioni, einer 18m langen 5c. Dort unterhielten wir uns mit anderen Kletterern, die uns aufklärten, dass die Routen hier stark unterbewertet waren, also tatsächlich schwerer. Es erklärte zwar warum es uns so schwerfiel, richtig glücklich machte uns das aber auch nicht.

Wir packten unsere Sachen zusammen und beendeten den Klettertag. Das war leider nicht das, was wir erwartet hatten. Für den kommenden Tag sollte es etwas leichteres sein.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂