Altmühltrail 2018

28. Januar 2019

Hallöchen zusammen!

Eine Woche später war der Altmühltrail in Dollnstein. Nachdem es das Jahr zuvor nur für die Kurzstrecke gereicht hatte, war dieses Mal wieder die Langstrecke dran. Und genau dann lohnt es sich auch am meisten.

Ich startete wieder zusammen mit Night Owl. Die Wanderer liefen in die uns entgegensetzte Richtung, was eine gute Idee der Veranstalter war, da wir uns so nicht gegenseitig störten. Der Verlauf war für uns etwas anders als noch zwei Jahre zuvor. Es ging relativ entspannt parallel zu den Gleisen los und dann auf bekanntem Wege nach oben zum Altmühltalausblick.

Wir waren wieder nicht allzu gut trainiert, aber für mich war es ein guter Tag. Ich lief dahin und genoss es. Nach einer Weile war ich etwas schneller unterwegs und als es dann bergauf ging, nutzte ich das für eine Trinkpause und schaute mich um. Ich nahm nochmal einen Schluck aus meinem Trinkbeutel und lief dann weiter.

Die Natur war wunderschön herbstlich, die Ausblicke immer wieder schön und daher machten wir auch immer wieder Bilder. Der Lauf ist tatsächlich ein Genuss und ich hatte Spaß dran. Das Altmühltalgebiet ist landschaftlich einfach wunderschön.

Ein Höhepunkt war wieder der Skulpturenpark der Alf Lechner Stiftung. Über siebzig Stahlskulpturen sind auf dem Gelände verteilt und die Strecke lief mitten durch. Ich wusste aber auch noch, dass danach ein sehr steiles Stück kommt – und das war auch dieses Mal wieder sehr anstrengend.

Dann ging es aber sanft bergab und ich konnte den Lauf wieder genießen. Langsam fing mein Bauch nun an zu grummeln – ich hatte Hunger. Die Vorfreude auf die nächste Versorgungsstation wurde immer größer. Allerdings gab es auf den letzten Kilometern noch ein Hindernis zu überwinden: Der Weg führte auf den Burgsteinfelsen.

Das war zum Schluss nochmal richtig anstrengend, zum Glück wartete kurz danach die Versorgungsstation. Ich nahm mir einen Müsliriegel, der wirklich sehr lecker war. Nur lag er mir danach auch richtig schwer im Magen. Nun musste ich aber die letzten knapp vier Kilometer noch laufen. Die waren trotz Stärkung nochmal echt anstrengend.

Nach 03:15:57 h lief ich ins Ziel und belegte damit Platz 67 bzw. 16 in meiner Alterklasse. Nach etwa 26 Kilometern und 630 Höhenmetern war ich erledigt und mein Bauch kämpfte immer noch mit dem Müsliriegel. Ich war sehr glücklich über meine Zeit und den Lauf, der viel besser gelaufen war, als ich dachte.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Wanderung durch die Wimbachklamm und das Wimbachgries

25. Januar 2019

Hallöchen zusammen!

Nach dem Urlaub erwarteten uns wunderschöne Herbstfarben und damit die idealen Voraussetzungen für eine Herbstwanderung mit der Familie. Geplant war eigentlich ein Treffen am Vormittag, nachdem aber schon die S-Bahn ein Riesenchaos hatte, waren wir erst mittags in Berchtesgaden – der Rest der Familie hatte die Zeit für ein zweites Frühstück genutzt. Daher starteten wir etwas verspätet an der Wimbachbrücke.

Wir folgten der Beschilderung in Richtung Wimbachklamm, denn genau das war unser Ziel. Am Automaten zahlten wir 2,50 Euro pro Person und kamen so in die Klamm. Die Wimbach hatte hier ein wunderschönes Szenario geschaffen, durch das wir liefen.

Viel Fels, viel Wasser und wir wanderten auf Stegen entlang – das war schön! Allerdings war das Erlebnis ziemlich schnell schon wieder vorbei. Das war dann doch überraschend. Wir hatten zugegeben etwas mehr erwartet, die Klamm war schön, aber kurz. Laut Wikipedia ist sie 200 Meter lang, was ziemlich gut zum Gefühl passt.

Und damit entfernte sich der Wimbach mehr und mehr von uns und wir liefen weiter ins Wimbachtal auch bekannt als Wimbachgries. Nach einer Weile war neben uns aber kein Wasser mehr, sondern Massen an Schutt. Daher kommt auch der Name Wimbachgries.

Wir rätselten eine Weile, wie die Landschaft wohl so entstanden sein mag und ließen uns dann wiederum von Wikipedia belehren, dass ein Gletscher das Tal geschaffen hatte. Das Wasser sickert durch den Schutt durch und ist daher nicht mehr zu sehen.

Zusammen mit den Herbstfarben war die Landschaft traumhaft schön. Wir genossen den Weg, ließen uns Zeit und hielten immer wieder an. Zur Wimbachgrieshütte würden wir es zeitlich sowieso nicht mehr schaffen, Ziel war also das Wimbachschloss, das wir nach einer Weile erreichten.

Wir bestellten uns etwas zu trinken, ein paar auch etwas zu essen und erfreuten uns an dem sonnigen Herbsttag. Wir hatten genaue das Richtige getan, was man an so einem schönen sonnigen Herbsttag tun sollte.

Nachdem wir spät dran waren, mussten wir uns nach unserer Pause wieder auf den Rückweg machen. Die Sonne stand schon tief und durch die hohen Berge wirkte es fast schon dunkel. Nun reichte auch das T-Shirt nicht mehr aus und die Pullis und Jacken wurden ausgepackt.

Wir spazierten denselben Weg wieder zurück und genossen nochmal die Natur. Es wurde nun langsam dunkler und wir kamen gerade richtig zum Parkplatz zurück. Und damit endete ein wunderschöner Ausflug der vor allem im Herbst sehr zu empfehlen ist.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Klettern im Gebiet Scogliera di Solinella Sud (C3): Grotta Pineta

16. Januar 2019

Hallöchen zusammen!

Der letzte Tag war angebrochen und als ich an diesem Morgen aufstehen wollte, blieb ich erst mal liegen. Am Abend zuvor hatte ich mir noch das Knie verletzt und konnte es nicht mehr richtig abknicken. Und noch dazu waren die Füße, Finger und Arme – ja einfach alles – müde. Aber natürlich wollten wir auch den letzten Tag zum Klettern nutzen und wir hatten uns etwas ganz Besonderes ausgesucht: Die Grotte Pineta. Und nachdem ich halbwegs überzeugend bestätigt hatte, dass ich fit genug war, fuhren wir los. Nach einem Abstecher zur italienischen Post ging es zum Fels.

Die Grotte war schnell gefunden und wir wurden nicht enttäuscht. Eine tolle Höhle mit schönen Routen. Viele in einem sehr hohen Schwierigkeitsgrad, die einfach fantastisch anzusehen waren. Wir hatten hier unsere eigenen einfachen Routen. Es ging los mit “Das Totenschaf”, das aus zwei Teilen besteht. Der untere Teil ist eine 4c und dann startet direkt am Ende eine 5c+. Beim Klettern merkte ich dann ziemlich schnell, dass ich eigentlich gar nicht in Kletterverfassung war. Aber das hätte ich natürlich nie zugegeben 😉 .

Die nächste Route sicherte ich nur – es wäre für mich nur ein Kampf gewesen. Eine 6b, Caveman. Eine Dach-Route mit superkräftigen Zügen, für die ich aber definitiv noch trainieren muss. Ein tolles Projekt bei dem auch das Zuschauen Spaß machte.

Das Wetter war an diesem Tag leider auch sehr wechselhaft. Bevor es richtig zu schütten anfing, schafften wir aber noch zwei Routen: “Dog bites man”, eine 6a die mir ziemlich schwer fiel. Und zum Abschluss “Deception”, eine schöne 5b.

Und dann fiel das Wasser vom Himmel. Zum Glück waren wir in der Grotte geschützt und wir nutzten die Pause für unsere Brotzeit. Nun konnten wir definitiv nichts mehr klettern. Wir packten unsere Sachen zusammen und waren froh, noch hierher gekommen zu sein. Ich merkte bei jedem Schritt zurück zum Auto mein Knie und war nun auch über eine Pause froh. Zurück in der Unterkunft packten wir unsere Koffer und genossen einen schönen letzten Abend in San Vito Lo Capo. Mit mehr als 70 Kletterrouten blickten wir auf eine wunderschöne Zeit auf Sizilien zurück.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Klettern im Gebiet Valanga (D) und Scogliera di Solinella Sud (C3): Destra Pietraia und Sinistra Pineta

15. Januar 2019

Hallöchen zusammen!

Nun war tatsächlich schon der vorletzte Tag gekommen und wir mussten entscheiden, wo wir hinwollten. Zur Auswahl standen das Klettergebiet D (Valanga) und C3. Bei beiden waren wir bis dahin noch nicht. Nachdem wir am Tag zuvor aber schon nach der Zufahrt für Valanga gesucht hatten und dann auch ein Schild “Valanga” gefunden hatten, entschieden wir uns dafür. Zudem waren wir neugierig auf ein etwas anderes Gebiet als die vorherigen. Wir packten unsere Sachen und fuhren beim Schild hinein. Und nun begann wieder das typische Suchen: Wo ist die Felswand? Ein österreichisches Pärchen kam dazu und gemeinsam machten wir uns auf die Suche. Nach einem Kampf durch zahlreiche Sträucher waren wir dann endlich an der Wand angekommen.

Wie im Kletterführer versprochen war die Aussicht toll. Valanga liegt oberhalb der Küste und nicht am Meer, dafür hat man aber einen weiten Blick in Richtung Meer. Und noch dazu traut sich kaum jemand in das Gebiet und so war außer den Österreichern und uns niemand da. Wir suchten uns eine Anfangsroute und wählten die schöne Route Primavera, eine 21 Meter lange 5a.

Das machte Spaß zu klettern und wir hatten Lust auf mehr. Gleich daneben ist die Route “Ciao l’inverno”, eine noch längere 5c+. Wir waren wohl im Jahreszeiteneck 😉 . Leider fing es nun auch schon an zuzuziehen. Noch während ich sicherte fing es an zu regnen. Ich konnte daher die Route nicht mehr klettern, das Material hatten wir zum Glück zusammengesammelt. Wenig später hörte es wieder auf zu regnen und wir waren unschlüssig. Etwas warten und erneut einsteigen? Wir wechselten zum oberen Teil der Wand und träumten davon, die Routen dort zu klettern. Da waren spannende Linien dabei! Aber leider hielt der trockene Zustand nicht lange und wir sahen richtig dicke Wolken auf uns zuziehen. Also packten wir zusammen und kämpften uns wieder zum Auto. Dort angekommen, schüttete es dann so richtig.

Das waren gerade einmal eineinhalb Kletterrouten. Wir nutzten die Pause und machten einen Halt im Supermarkt und fuhren dann zurück in die Unterkunft. Langsam wurde das Wetter nun wieder schöner. Wir warteten, ließen das Seil trocknen, warteten und entschieden dann nochmals aufzubrechen. Wir fuhren zu C3 – der Zustieg ist kurz, selbst wenn es wieder regnen sollte, würden wir schnell zum Auto kommen.

Wir starteten bei Destra – Pietraia. Dort warteten ein paar kurze Routen auf uns, die sich auch gut verbinden ließen. Zuerst kletterten wir Big Ears, eine 5a. Gleich danach eine 6a+, Flapper. Diese war sehr kräftig, die ist mir auch im Nachstieg sehr schwer gefallen. Danach kam Dumbo, eine 5a. Für Carly B, eine 6b, sicherte ich nur. Das war mir zu schwer. Als letzte Route kletterten wir dort Carly, 5b.

Das Wetter hatte gehalten, der Nachmittag verging super schnell. Wir wechselten nun zu Sinistra – Pineta und kletterten dort auch noch ein paar Routen. Grumpy, eine 5c mit einer einzigen schweren Stelle – die hatte es aber in sich. Danach folgten Happy, eine 6a und zum Schluss zwei 5c, Doc und Bashful. Und da entdeckte ich, wie sich die Sohle meiner Klettersohle an der Spitze ablöste. Da hatte ich mir beim scharfkantigen Fels ein schönes Loch geholt. Wie passend – so fast am Ende des Urlaubs.

Zum Sonnenuntergang beendeten wir den nun doch noch recht erfolgreichen Klettertag und freuten uns auf den Abend – ja, wir wollten wieder Pizza 😀 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Monte Monaco (532m) und Klettern im Gebiet Scogliera di Solinella Centro (C2): Il Giardino dell’ Eden

02. Januar 2019

Hallo zusammen!

Nachdem es am Tag zuvor geregnet hatte und auch für den aktuellen Tag gemischtes Wetter angesagt war, entschieden wir uns für eine kurze Wanderung. Der Monte Monaco ragt über San Vito Lo Capo und genau auf diesen wollten wir. An der Straße nach Lo Zingaro kurz nach einer Brücke befindet sich ein Parkplatz (bei Villa Sara). Es wirkt etwas willkürlich, aber dort startet dann tatsächlich auf der anderen Straßenseite die Wanderung.

Der Weg ist wirklich sehr einfach, recht kurz und hat auch nicht viele Höhenmeter. Es ist eine sehr gemütliche Wanderung, wir liefen stetig bergauf, aber ganz entspannt. Es ist ein steiniger Weg, der aber nie schwer ist.

Schon zu Beginn hatten wir einen tollen Ausblick und wir hielten immer wieder an, um die Meeresblicke zu beiden Seiten zu genießen. Trotz der kurzen Tour, hatten wir immer wieder ein schönes Panorama.

Es gibt auch einen Abzweig nach San Vito Lo Capo, so könnte man beim Zurücklaufen in die Stadt und von dort zurück zum Parkplatz. Wir wollten allerdings nicht an der Straße entlang zurück, daher blieben wir bei unserem Weg.

Kurz vor dem Gipfelkreuz kamen wir zu einem alten Steinbruch. In der Gegend gibt es viele dieser Art und es sah lustig aus, wie die Ziegen dort “rumturnten”. Wir liefen dann weiter zum Gipfel.

Und nach eineinhalb Stunden hatten wir diesen erreicht. Der Ausblick war aber trotzdem wunderschön! Wir machten es uns bequem, packten die restliche Pizza vom Abend zuvor aus und machten eine recht frühe Mittagspause.

Es war sehr windig, aber wir hatten zum Glück etwas Warmes zum Drüberziehen dabei. Während wir im September noch super sonniges Wetter hatten, war es nun im Oktober tatsächlich deutlich kühler und wechselhafter.

In einiger Entfernung sahen wir auch schon dunkle Wolken. Nach der ausgiebigen Gipfelpause packten wir dann langsam unsere Sachen zusammen und machten uns an den Abstieg.

Der Weg war derselbe und wir spazierten ganz gemütlich wieder in Richtung Parkplatz. Das Wetter hatte gehalten und sah sogar ganz gut aus. Gegen Mittag waren wir wieder am Auto und überlegten, was wir nun machen wollten. Die Entscheidung war schnell getroffen: Wir fuhren kurz zur Unterkunft, tauschten Wander- gegen Klettersachen und waren kurz darauf im Klettergebiet C2.

Wir suchten eine ganze Weile nach passenden Routen für uns und entschieden uns schlussendlich für “Il Giardino dell’Eden”. Dort starteten wir mit einer 5b, der Route “Sogni d’Oro”. Diese war allerdings eher eine Hilfsroute, um die Nachbarroute zu schrauben und hatte kein richtiges Ende und war sehr seltsam zu klettern. Nachdem direkt neben uns auch ein großes Wespennest war, wechselten wir ein Stück nach rechts.

Dort kletterten wir die Route “Tanto”, eine schöne lange 5c+. Danach kam “In Vista”, eine 5b, die sich aber schwerer anfühlte. Langsam kamen wieder dunkle Wolken und spät war es auch schon, zwei Routen warteten allerdings noch auf uns: Flip (5c) und Flop (5b). Beide sind sehr ähnlich und sehr schön zu klettern. Das war ein schöner Abschluss für diesen Tag.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂