Klettern im Klettergebiet El Chorro: Valle de Abdalajis – Sektor Central

02. Mai 2018

Hallo zusammen,

endlich war es so weit, endlich war das Wetter gut genug, so dass wir zum Klettern konnten. Voller Freude packten wir am Morgen unser Kletterzeug zusammen und machten uns auf den Weg. Am Abend zuvor hatten wir schon das Gebiet ausgewählt, das wir besuchen wollten: Valle de Abdalajis. Dafür fährt man erst die Serpentinen runter nach El Chorro und dann von El Chorro aus hinter dem Bahnhof weiter über Serpentinen und Schotterwege nach Valle de Abdalajis.

Dort wurde es dann aber schwieriger. Valle de Abdalajis ist ein sehr enges Dorf in dem es steil bergauf und bergab geht. In einem Supermarkt versorgten wir uns mit Brotzeit für den Tag und wollten zum Klettergebiet. Das zu finden war aber schwierig. Nachdem wir mehrere Spanier nach dem Weg gefragt hatten, kamen wir auch auf die richtige Schotterpiste und damit zum Klettergebiet.

Und das liegt wirklich schön. Es gibt sogar eine Beschilderung der Sektoren. Wir liefen also auf die Wand zu und kamen zum Schild “Central”. Dort gibt es viele leichte Routen, die für den Einstieg in die Klettersaison 2018 bestens geeignet waren. Endlich war es so weit: Wir breiteten unsere Sachen aus, holten das Seil hervor, legten Klettergurt und das ganze Material an und es konnte losgehen.

Am selben Fels waren noch zwei deutsche Mädels mit einem Kletterlehrer, ansonsten hatten wir die Wand aber für uns. Die ganz leichten Routen entfielen damit, das war aber auch kein Problem. Wir starteten mit der Nummer 6 laut Kletterführer, der Reunion Gay. Es handelt sich dabei um eine V/V- nach UIAA. Es war die erste Route draußen und die forderte den Kopf wieder ganz schön. Es war aber ein tolles Gefühl, wieder Fels unter den Fingern zu spüren.

Weiter ging es mit Nummer 7 der Osos yogui, eine VI- nach UIAA. Hier kam es auf die Balance an und die Tritte waren recht klein. Technisch war es eine sehr schöne Route. Danach folgte Nummer 8 Fasi terinnal, eine VI nach UIAA. Gefühlt war diese leichter als die Route davor, sie hatte nur eine schwere Stelle.

Nach den ersten Routen machten wir Mittagspause. Wir hatten uns ein Baguette und Tomatensoße gekauft, das in Kombination köstlich schmeckte. Dazu schien die Sonne, wir saßen auf Felsen und genossen es hier zu sein. So hatten wir es uns eigentlich vorgestellt – unglaublich, dass es die Tage zuvor so regnerisch war. Nun war es so sonnig und warm, dass die kühlen Tage schon fast vergessen waren.

Wir kletterten weiter mit der Nummer 9, die Route Bubu mit einem UIAA V/V-. Das ist eine wirklich schöne Route, bei der man sich immer schräg nach rechts ausrichten musste, die uns Spaß machte. Die Füße fingen nun aber schon an zu meckern und auch die Finger waren nicht mehr ganz so frisch. Daher entschieden wir uns, die letzte Route zu klettern: Die Nummer 5 Er Suzuki mit UIAA V/V+. Nun merkten wir, dass wir schon einiges geklettert waren und die Konzentration nachließ. Damit war klar, dass das unsere letzte Route für diesen Tag war. Noch dazu zogen schon wieder dunkle Wolken auf.

Wir packten zusammen, fuhren kurz nach Ardales zum einkaufen und dann in unsere Villa. Da es schon wieder kalt wurde, telefonierten wir mit dem Villabesitzer, der uns daraufhin eine Gasheizung vorbei brachte. Das war herrlich, denn nun konnten wir es uns wärmer machen und die Feuchtigkeit aus der Villa rausbringen. Dazu kochten wir uns ein leckeres Abendessen und freuten uns auf den folgenden Tag: Der Caminito del Rey stand an.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Wandern um El Chorro

29. April 2018

Hallöchen zusammen,

die Gegend um El Chorro ist auch wunderschön zum Wandern. Nachdem das Wetter am dritten Tag noch regnerisch war, entschieden wir uns für einen Ausflug nach El Chorro, um dort einerseits die Klettergebiete zu sehen und andererseits die Gegend zu erkunden. Zuvor suchten wir noch den Einstieg für den Caminito del Rey, den ich die folgenden Tage noch machen wollte. Noch war er wegen schlechten Wetters geschlossen.

Schon auf dem Weg hielten wir an, als wir an den Seen vorbeikamen. Eine wunderschöne Landschaft tat sich vor uns auf, die mussten wir einfach anschauen. Und das war gar nicht weit entfernt von unserer Villa. Danach ging es weiter ins Landesinnere und über zahlreiche Serpentinen hinab nach El Chorro. Wir hatten schon einen Blick auf das Ende des Caminito del Rey und auf einige Kletterfelsen.

In El Chorro wollte ich eigentlich den Wanderweg zum Pico Capilla einschlagen, dieser ist über den Wanderweg Sendero Haza del Río zu erreichen. Die Beschreibung die ich dafür hatte, half aber nicht sonderlich weiter. Also liefen wir einfach den Weg entlang und ließen uns überraschen.

Wir kamen jedenfalls an mehreren Klettergebieten vorbei und liefen auch direkt zu den Wänden. Wir suchten im Kletterführer, um welche Wand es sich handelte und wurden auch fündig. Es war der Sektor Arabe. Dort kommt man allerdings auch auf deutlich kürzerem Wege hin. Wir machten hier Pause und studierten die Wände. Da wären schon interessante Routen dabei gewesen.

Noch war das Wetter aber unbeständig und wir hatten die Klettersachen natürlich nicht dabei. Daher blieb es beim Träumen und wir wanderten dann erst mal weg von den Kletterwänden und weiter auf den Wanderwegen. Eine Karte hatten wir leider nicht, was die Orientierung deutlich schwerer machte.

Die Kletterwände haben ihre eigenen Wege für den Zustieg und gerade beim Sektor Arabe ist dieser ziemlich lang. Zurück auf dem normalen Weg ging es stetig bergauf und wir fragten uns langsam, was unser Ziel sein sollte. Bis nach Valle de Abdalajis wollten wir nicht.

Nach einer Weile kam ein Schild, das auch angab, dass man von dort aus auf den Monte Huma wandern konnte. Nachdem wir eine Weile den normalen Weg gelaufen waren, drehten wir um und liefen dann den Weg in Richtung Monte Huma. Wir wollten zumindest sehen, was da noch kam.

Der Weg war markiert und das war auch das einzige, an dem wir uns orientieren konnten. Einmal führte uns die Markierung mitten durch den Wald, ohne dass wir hier einen Pfad erkennen konnten.

Die Markierungen waren aber zum Glück häufig genug angebracht, so dass wir damit keine Probleme hatten. Auch Abzweigungen waren gut markiert und nicht zu verfehlen.

Nachdem wir aus dem Wald rauskamen, erkannten wir auch schon den Berg, der der Monte Huma sein musste. Wir folgten weiterhin den Markierungen.

Nach einer Weile kamen wir dann direkt an den Fels, wo auch Drahtseilsicherungen angebracht sind. Insgesamt ist die Wanderung aber nicht schwer und wir kamen zügig voran.

Die Aussicht wurde immer besser und wir hatten einen weiten Blick in die Landschaft. Wenn das Wetter besser gewesen wäre, wäre das sicher noch schöner gewesen. Auch die Seen vom Morgen erkannten wir wieder.

Als wir am Kamm angekommen waren, zogen dunkle Wolken über uns. Nachdem wir uns hier weder auskannten, noch wussten wie die Bedingungen auf dem weiteren Weg waren, entschieden wir uns umzudrehen. Eine grandiose Aussicht hatten wir auch jetzt schon und riskieren wollten wir nichts.

Also drehten wir um und liefen den Weg wieder zurück. Danach ging es den breiten Weg zurück nach El Chorro. Fast in El Chorro angekommen fing es auch zu regnen an – wir hatten also die richtige Entscheidung getroffen. Auch wenn es natürlich schade war, den Gipfel nicht erreicht zu haben.

Nach diesem Ausflug in die schöne andalusische und überraschend grüne Natur fuhren wir wieder zurück in unsere Villa. Der nächste Tag sollte sonnig werden – wir hofften sehr auf einen Klettertag!

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

An der Küste Andalusiens: Gibraltar – Großbritannien in Spanien

25. April 2018

Hallo zusammen!

Am nächsten Tag war es wieder sehr regnerisch und in unserer Villa entsprechend feucht und kühl. Wir entschieden uns für einen Städtetrip mit einer etwas längeren Anfahrt in ein anderes Land: Ins britische Gibraltar.

Wir fuhren etwa zwei Stunden und hatten immer wieder starken Regen. Als wir in La Línea angekommen waren, trennten uns nur noch wenige Meter von Großbritannien. Wir fuhren dem bekannten Felsen – The Rock – entgegen, ließen unsere Pässe prüfen und nachdem vermutlich wegen dem Wetter nicht so viele unterwegs waren, ging das auch ganz schnell. Nur die Parkplatzsuche dauerte eine Weile, während der wir Gibraltar umrundeten und am Straßenrand die bekannten Berberaffen sahen.

Gibraltar ist unter britischer Souveränität und von Spanien nie anerkannt worden. Es ist ein kleines Fleckchen England in Spanien und das merkt man auch: Gesprochen wird britisches Englisch, bezahlt wird in Pfund, die Telefonzellen sind rot, die Flaggen britisch. Gefahren wird aber auf der rechten Straßenseite.

Nachdem wir endlich einen Parkplatz hatten, war das Wetter etwas besser geworden. Es war kein Dauerregen mehr, dafür war der Wind nun stärker. Zuerst liefen wir zur Touristeninfo und nahmen uns dort eine Karte und eine Infobroschüre mit und suchten dann etwas zu essen. Wir landeten im britischen Gibraltar beim Italiener. Nachdem wir gegessen hatten, spazierten wir durch Gibraltar. Wir kamen an allerlei Läden vorbei, entdeckten Verteidigungselemente wie Kanonen und entsprechende Mauern und sahen das American War Memorial.

Nach den Berberaffen am Anfang sahen wir leider keine mehr. Also liefen wir zur Seilbahn, weil wir eigentlich zum Upper Rock wollten. Als wir dort ankamen, mussten wir aber feststellen, dass die Seilbahn wegen des schlechten und vor allem windigen Wetters geschlossen hatte. Die Alternative wäre eine Taxi Tour, die aber sehr teuer ist. Daher verzichteten wir dann darauf – auch weil es fraglich war, ob sich das bei dem Wetter gelohnt hätte. Schade war es trotzdem, so waren wir nur unterhalb von The Rock und nicht drauf.

Wir liefen also weiter durch die Stadt und kamen noch an einigen britischen Gebäuden vorbei und kamen in die Einkaufsmeile. Warum Gibraltar ein Einkaufsparadies ist, konnten wir nicht so ganz verstehen. Zumindest kam mir das Angebot nicht besonders vor.

Nachdem wir eine lange Heimfahrt vor uns hatten, endete damit unser Besuch auch schon wieder. Wir zahlten das Parkhaus mit Euro – das den schlechtesten Wechselkurs hat, den ich je erlebt habe und fuhren dann wieder zurück nach Spanien – über die Landebahn des Flughafens, der direkt vor Gibraltar liegt.

Danach ging es kurz einkaufen und dann zurück zu unserer Villa. Das Wetter war mittlerweile etwas besser geworden, was die Heimfahrt deutlich angenehmer machte. Und Hoffnung für den folgenden Tag brachte.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Im Landesinneren Andalusiens: Ronda – die Stadt über der Schlucht

20. April 2018

Hallo zusammen!

Nachdem wir Ardales besucht hatten, lag der Nachmittag noch vor uns. Ich hatte gelesen, dass Ronda ein typisch andalusisches und sehr sehenswertes Dorf ist und da wir auf den Straßenschildern schon “Ronda” gelesen hatten, war das unser Nachmittagsziel.

Ronda besteht aus zwei Stadtteilen, dem alten Ronda “La Ciudad” und dem neuen Ronda “El Mercadillo”. Getrennt werden die Stadtteile durch “el tajo”, eine 165 Meter tiefe Schlucht. Verbunden sind sie durch eine beeindruckende Brücke. Wir kamen ins neue Ronda und suchten uns dort einen Parkplatz. Nachdem wir den gefunden hatten, liefen wir in Richtung Stadt. Dabei kamen wir am Plaza de Toros (Stierkampfarena) vorbei, welche eine der ältesten der Welt ist.

Langsam machte sich auch Hunger bemerkbar und da das Wetter wieder am Zuziehen war, suchten wir uns ein Lokal und aßen leckere Gemüsepaella. Währenddessen setzte stürmischer Regen ein. Da hatten wir Glück, dass wir genau zu dem Zeitpunkt im Restaurant saßen. Als wir mit dem Essen fertig waren, liefen wir auf die bekannte Brücke, um in die Altstadt zu kommen.

Die Brücke und die dazugehörige Schlucht sind schon sehr beeindruckend. Noch dazu sieht man weit ins Land hinein. Durch das Wetter war die Landschaft auch in Ronda sehr kontrastreich und wunderschön.

In der Altstadt fiel gleich auf, dass es viel mehr traditionelle Gebäude gibt. Nachdem wir am Anfang nur die Stierkampfarena gesehen hatten, war hier auf viel engerem Raum viel mehr zu sehen.

Nach einer Weile kamen wir zur Kirche Santa Maria la Mayor. Vor der Kirche ist ein schöner Platz mit Palmen und Orangenbäumen, der typisch mediterranes Flair hat. In der Kirche waren wir allerdings nicht.

Wir sind dann noch bis ans Ende der Stadt gelaufen und kamen zur Kirche Iglesia del Espíritu Santo und zum Puerta de Almocábar, einem Hufeisentor am Ende der Stadt. Danach spazierten wir entlang der Stadtmauer wieder zurück. Durch die Stadtmauer wirkte die Altstadt wie eine Festung und ist klar definiert. Die viele Gemäuer finde ich sehr schön.

Immer wieder hatten wir einen schönen Ausblick ins Land hinein. Das war vor allem grün mit den Bergen im Hintergrund. Zum Wandern ist Andalusien sicher auch eine Traumlandschaft.

Wir liefen zurück zur Brücke und kamen so wieder in die Neustadt. Von da aus liefen wir durch eine Einkaufsstraße wieder Richtung Parkplatz. Auch in Ronda gibt es eine Fußgängerzone mit den typischen Läden, die wohl überall in Europa gleich sind. Nach diesem schönen Ausflug ging es wieder zurück zu unserer Villa nach Ardales. Und wir können bestätigen: Ronda ist eine sehr sehenswerte Stadt.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Im Landesinneren Andalusiens: Ardales

13. April 2018

Hallöchen zusammen!

Während unseres Spanienurlaubs wohnten wir im Landesinneren eine knappe Stunde von Málaga entfernt: In Ardales. Wir hatten über Airbnb ein kleines Häuschen gebucht, das nicht direkt in Ardales liegt, sondern ein Stückchen in Richtung El Chorro, wo sich das Klettergebiet befindet. Der Eigentümer ist ein waschechter Spanier, wodurch ich meine Spanischkenntnisse wieder etwas auffrischen konnte. Mit Englisch konnten wir uns nicht verständigen 😉 .

Das Häuschen selber ist sehr schön und typisch spanisch, ohne Heizung, mit Gasherd, Kamin und kleinem Pool (den wir nicht genutzt haben). Für den Sommer ist es wirklich wunderschön, während den Regentagen wurde es sehr feucht und kalt im Haus. Dank Gasheizung, die der Besitzer uns auf Nachfrage nach ein paar Tagen vorbeigebracht hatte, war es dann doch ganz angenehm.

Wir hatten leider nur wenige Sonnentage, aber an denen war es herrlich auf der Terrasse zu sitzen und über die Landschaft zu schauen. Rundherum wachsen Mandeln, Oliven und Zitronen und es ist eine herrliche Weite rundherum. Hinter dem Häuschen liefen wir an einem Abend einen Hügel hoch, von wo aus wir noch weiter sehen konnten und auch die Seen im Umkreis erkannten.

Ardales selber ist ein typisch andalusisches kleines weißes Dorf mit kleinen Läden und einer Kirche auf einem Hügel. Gleich am ersten Tag nach dem Anreisetag fuhren wir in das Dorf und schauten uns etwas um. Zuerst waren wir auf dem Dorfplatz spazieren und waren begeistert von den Orangenbäumen, die dort gepflanzt sind.

Von dort liefen wir zur Kirche hoch und ein Stück aus Ardales raus. Recht schnell waren wir weiter oben und konnten von einem Hügel aus auf die Stadt sehen. Neben uns war ein Schäfer mit einer Schafherde, die bei einer kleinen Kapelle rasteten. Das Wetter wechselte immer wieder zwischen Regen und Sonnenschein. Die Landschaft war dadurch unglaublich kontrastreich.

Nach diesem ersten Erkunden überlegten wir, was wir mit dem Regen-Sonne-Tag noch anfangen wollten. Wir entschieden uns für einen Ausflug nach Ronda 🙂 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂