Wasser, Weite und Mücken: Moorlehrpfad “Freimoos”

Hallo zusammen!

Nachdem es die vorigen Wochen in den Bergen immer sehr voll war, entschieden wir uns Ende Juli für ein alternatives Ziel: Den Moorlehrpfad Freimoos. Damit hatten wir weder Stau, noch waren tausend andere Menschen unterwegs – bis auf eine andere Familie trafen wir niemanden. Das war eine schöne Abwechslung.

Wir starteten am Parkplatz bei Amerang und liefen den großen Rundweg nach Halfing und wieder zurück. Wir konnten uns dabei gut an den Schildern für die große Runde der Ameranger Moorrundwege und die große Runde der Halfinger Moosrunde orientieren. Zudem gab es gleich am Parkplatz eine Infotafel mit Flyern, auf denen eine Karte abgedruckt ist. Der Wendepunkt in Halfing war etwas unklar ausgeschildert, ansonsten war alles perfekt.

Es ist eine sehr schöne Tour, die an viel Wasser vorbeiführt, viel Weite und unberührte Natur bietet und dadurch sehr entspannend ist. Immer wieder sind Infotafeln auf dem Weg, die Eigenheiten zum Ökosystem Moor erläutern und die Tier- und Pflanzenwelt erklären.

Der erste Teil der Runde führt am Ameranger See und am Zillhamer See vorbei. Zum Zillhamer See führt direkt ein Weg mit Aussichtspunkt, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Immer wieder sahen wir auch ganz braunes Moorwasser, das klar und doch irgendwie schmutzig aussah.

Danach liefen wir weiter in Richtung Halfing. Es gab auf dem Weg mehrere  Beobachtungspunkte, die auch auf der Karte eingezeichnet sind. Dabei lernten wir etwas über die Verlandungszone, Vögel im Moor, den Torfstich und das Hochmoor.

Am schönsten fand ich, dass es immer wieder Orte gab, an denen man weit in die Landschaft blicken konnte und nur von Natur umgeben war. Es war nichts zugebaut, von Menschen keine Spur, einfach nur Grün. Das war sehr schön.

Auf einer Bank machten wir Pause und beobachteten das Wetter. Dunkle Wolken zogen umher, bisher waren wir aber verschont geblieben. Gleich zu Beginn der Wanderung war es hinter uns ganz dunkel.

Nach der Pause kam dann aber doch noch ein kleiner Regenschauer. Das war aber nicht schlimm, da es trotzdem warm war und der Regen damit angenehm erfrischend. Wir waren nun fast in Halfing.

In Halfing drehten wir um und liefen zuerst an Feldern entlang und waren außerhalb des Naturschutzgebietes. Als es dann aber wieder hineinging, wurde es umso wilder. Die Pfade waren hier nun viel zugewachsener als auf dem ersten Teil der Wanderung.

Leider wurden wir nun auch von zahlreichen Mücken verfolgt. Da es warm war, waren wir recht kurz angezogen, das freute die Mücken natürlich sehr. Wir kamen recht zerstochen wieder in Amerang an. Das änderte aber nichts daran, dass wir eine sehr schöne Tour hinter uns hatten.

Für einen schönen Abschluss ging es danach noch nach Wasserburg. Dort gibt es auf dem Stadtplatz ein Café, das auch veganen Kuchen hat. Perfekt um den Tag schön ausklingen zu lassen. Und wir waren uns alle einig: Man muss nicht immer weit durch die Gegend fahren – die schönen Orte liegen manchmal auch ganz woanders, als man vermutet 🙂 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

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