Archiv für die Kategorie ‘Klettern’

Das erste Mal: Isidor-Klettersteig am Grünstein

Mittwoch, 12. August 2015

Hallöchen zusammen!

Wie ihr wisst, gehe ich leidenschaftlich gerne in die Berge und vielleicht ist euch auch aufgefallen, dass ein weiteres Hobby das Klettern oder Bouldern ist. Da liegt es natürlich nahe, das in irgendeiner Weise zu verbinden. Schon lange hatte ich den Wunsch, das endlich mal zu machen und an diesem langen Wochenende ging er endlich in Erfüllung: Ein Klettersteigkurs an der Klettersteigschule in Berchtesgaden.

Wir fuhren früh los, um rechtzeitig am Treffpunkt in Schönau zu sein. Unser Ziel für den Tag war im Rahmen des Klettersteigkurs Premium die Technik des Klettersteig gehens zu lernen und auch wertvolle Tipps zu bekommen. Es ist nicht schwer ein Klettersteigset zu bedienen, um es richtig anzuwenden und auch einen Klettersteig richtig zu begehen sind ein paar Hinweise aber ganz sinnvoll.

Los ging’s am Klettersteig Hanauer Stein in Schönau. Zuerst wurde die Ausrüstung an uns verteilt. Nachdem alle versorgt waren, wurde uns die Ausrüstung erklärt: Helm, Gurt und Klettersteigset. Wichtig ist hier der Hinweis, dass ein Klettersteigset nicht dazu gedacht ist, reinzufallen, das sollte nur im äußersten Notfall der Fall sein. Während man beim Klettern ja schon mal ins Seil fällt, sollte das beim Klettersteig gehen nicht passieren. Das Klettersteigset ist ein absoluter Notfallschutz und nicht dazu gedacht, sich auszuprobieren. Nach einmal Reinfallen ist es kaputt und muss ausgetauscht werden.

Nun war auch unser Guide vor Ort. Nach der Einweisung in die Ausrüstung wurden wir mit der Technik am Klettersteig vertraut gemacht. Unser Guide zeigte uns, wie wir mit den Karabinern umzugehen haben, wie wir kraftsparend vorwärts kamen und welche Elemente ein Klettersteig haben kann. Er gab uns ein paar Tipps mit auf den Weg und sah sich an, wie wir am Klettersteig unterwegs waren. So waren wir gut vorbereitet und fuhren dann zum Einstiegspunkt des Isidor-Klettersteigs.

Isidorklettersteig_1

Der Isidor-Klettersteig beginnt oberhalb der Bobbahn in Schönau und führt auf den Grünstein. Er bietet verschiedene Varianten und ist daher allseits beliebt. Wir gingen die Normalroute, die in die Kategorie B/C fällt. Die leichtesten Klettersteige haben Kategorie A, die schwersten E. Im Normalfall wechselt das im Laufe des Klettersteigs, so hat der Isidorklettersteig auch A/B-Stellen.

Isidorklettersteig_2

Bis zum Einstieg mussten wir noch ein Stückchen laufen. Und dann ging es los! Voller Vorfreude klinkte ich mich ein und kletterte die ersten Stellen nach oben. Leider waren außer uns noch einige andere Leute unterwegs und so mussten wir immer wieder Pause machen. Natürlich war das auch nicht schlecht, da die Kondition so garantiert nicht ausging. Es machte Spaß! Mal eine Leiter, mal einen Felsen hoch, mal richtig klettern, mal balancieren. Das war genau mein Ding 🙂 .

Isidorklettersteig_3

Unser Guide zeigte uns immer wieder Tricks, auf was wir achten sollten und worauf man aufpassen muss. Er wies uns auch darauf hin, immer ausreichend zu trinken und nicht zu übertreiben. Er klärte uns auf, wie wir uns bei näherkommendem Unwetter verhalten sollten und wies darauf hin, dass der Wetterbericht zu jeder Planung dazugehört, damit man in solche Situationen gar nicht erst kommen würde.

Isidorklettersteig_4

Wir stiegen weiter den Klettersteig hinauf und kamen auch zu den Klassikern: Die Hängebrücke und das Fotoloch. Beides machte Spaß! Und dann hatten wir den anstrengenden Teil auch schon geschafft. Zum Schluss folgte noch ein längerer A/B-Abschnitt und dann waren wir auch schon auf dem Grünstein angekommen. Der letzte Teil war fast anstrengender als der Klettersteig selber. Das lag vermutlich auch daran, dass es hier wieder mehr „normales“ Bergsteigen war und wir weder Pausen hatten, noch „abgelenkt“ waren durch das Klettern.

Oben angekommen genossen wir die Aussicht und liefen dann zur Alm hinab. Dort saßen wir in gemeinsamer Runde noch eine Weile zusammen und waren alle einig, dass das richtig Spaß gemacht hatte. Nach etwas zu trinken und zu essen brachen wir wieder auf um abzusteigen – auf dem normalen Wanderpfad. Denn da kommt noch eine Regel ins Spiel: Einen Klettersteig geht man im Normallfall nur in eine Richtung 🙂 .

Für mich war’s ein super Ausflug und hat riesig Spaß gemacht. Das war sicher nicht mein letzter Klettersteig, da wird noch mehr kommen 🙂 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Kletterwald Prien am Chiemsee

Donnerstag, 01. August 2013

Hallöchen!

Das letzte Mal Kletterwald bzw. Hochseilgarten ist schon ein Weilchen her. Ein Riesenspaß war es damals, vor allem der Flying Fox. Daher wollte ich unbedingt mal wieder in einen Kletterwald. Da wir Gutscheine hatten und sowieso in der Gegend waren, haben wir die Gelegenheit genutzt: Wir waren im Kletterwald bei Prien am Chiemsee.

KlettergartenPrien01

Nach einer ausführlichen Einweisung in die Sicherungstechnik und dem Miniparcours zur Eingewöhnung ging es los: Hängebrücken-Parcours, Spinnennetz-Parcours, Tunnel-Parcours, Flyingfox-Parcours, Tretboot-Parcours (ja! Wir konnten dort in der Luft Tretboot fahren!) und Panorama-Parcours. Schon da hatten wir uns auf verschiedenste Weise von einem Baum zum nächsten bewegt, waren über Seile gegangen, über Bretter balanciert und fühlten uns wie Tarzan.

KlettergartenPrien02

Dann warteten noch zwei Highlights: Der Tandem-Parcours, den man nur zu zweit schaffen kann, und der Shaolin-Parcours, der schwerste von allen. Beim Tandem-Parcours mussten wir feststellen, dass wir doch eher Einzelkämpfer sind und mussten teilweise lange überlegen, bis uns klar wurde, wie die Aufgaben zu zweit zu lösen sind. Da kam’s dann schon mal vor, dass ich plötzlich einen Meter weiter unten war, weil wir übersehen hatten, dass wir das Gewicht ausgleichen mussten. Geschafft haben wir den Parcours aber trotzdem :-).

KlettergartenPrien03

Schwerer wurde es dann beim Shaolin-Parcours. Da waren richtig anstrengende Aufgaben dabei, bei denen man sich entlang hangeln musste und ich richtig froh um meine Klettermuskeln war. Dass wir den Parcours ausgerechnet zum Schluss machten, war keine so gute Idee, am Anfang hatten wir doch noch mehr Kraft. Aber trotzdem schafften wir auch den Shaolin-Parcours, auch wenn wir danach etwas aus der Puste waren ;-).

Zum Abschluss gab’s dann nochmal einen leichten Parcours und dann war unsere Zeit auch schon vorbei – und unsere Kraft auch ;-). Das war ein Riesenspaß und ist eine herrlich schöne Alternative zur Kletterhalle :-).

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Meine ersten Felsen

Sonntag, 09. September 2012

Hallo zusammen!

Wenn man an die Sächsische Schweiz und das Elbsandsteingebirge denkt, hat man oft auch die hohen Sandsteinfelsen im Kopf und denkt dabei vielleicht auch ans Klettern, natürlich das Sächsische Klettern. Einer meiner Wünsche für meinen Aufenthalt hier war, das auch mal auszuprobieren. Und am Freitag ergab sich dann auch ganz unerwartet die Gelegenheit dazu.

Das Programm war relativ früh aus und somit hatte ich nicht viel zu tun. Als mein Mitbewohner heimkam, fragte er mich, was ich denn noch geplant hätte und meinte dann, ob ich nicht Lust hätte, zum Klettern mitzukommen. Was für eine Frage! Natürlich :-)! Und so packte ich Gurt und Schuhe und wir wurden von einer weiteren Kletterfreundin abgeholt.

Ziel war der Gamrig, wo sich ein paar leichte Kletterfelsen befinden. Den Vorstieg machte mein Mitbewohner, der uns dann immer von oben sicherte. Im Sächsischen Klettern klettert man den Felsen nach oben und sichert dann die Nachsteiger von dort. Um wieder runterzukommen seilt man sich ab – was ich hier ganz neu lernte, ich hatte das zuvor noch nie gemacht. Das Sicherungen Legen ist hier auch eine ganz eigene Kunst, weshalb man am liebsten einen erfahrenen Kletterer dabei hat, der den Vorstieg übernimmt, in unserem Fall mein Mitbewohner.

Der erste Teil des ersten Felsens ging ganz einfach nach oben. Und hier merkte ich schon, was es für ein Unterschied ist, wenn man draußen klettert. Echter Fels in der Hand, etwas Sand zwischen den Fingern und auch echte Höhe. Der zweite Teil war etwas anstrengender, vor allem für den Kopf. Ich merkte vor allem an einer Stelle, dass mir die Höhe in der Natur mehr Respekt einflößt, als in der Halle. Eigentlich wäre ein Trittwechsel an dieser Stelle kein Problem gewesen, aber in die Griffigkeit des Sandsteins hatte ich kein so richtiges Vertrauen. Nach oben kam ich dann aber doch, wenn auch etwas umständlicher. Und dort hatten wir einen traumhaften Ausblick. Und so saß ich wirklich auf einem Felsen, an dem es rechts, links, vor und hinter mir bergab ging, was neben dem Höhenkribbeln vor allem ein Freudekribbeln auslöste :-).

Danach lernte ich das Abseilen. Vorher hatte ich das noch nie gemacht und es erfordert schon etwas Mut, sich an den Felsen zu stellen und das Seil lockerer zu lassen. Aber dann hat auch das ganz gut funktioniert und ich bin heil wieder unten angekommen.

Danach kam ein zweiter Felsen, der schöner im Aufstieg war – vielleicht deshalb, weil der Mut nun etwas größer war. Und auch hier hatten wir von oben einen wunderschönen Ausblick auf die untergehende Sonne in richtung Rathen, wo man die Basteifelsen und die Festung Niederrathen sehen konnte und das Elbtal :-). Wir bereuten es, keine Kamera oder zumindest ein Handy dabei zu haben.

Zum Schluss wartete noch ein dritter Felsen. Ich versuchte mich als zweite, scheiterte aber schon sehr schnell. Die Kletterfreundin probierte es nach mir und zog sich dann mithilfe der Expressen nach oben – die danach leider so lag, dass ich diese nicht benutzen konnte. Auch so glaube ich, dass mir die Anstrengung für den Tag schon genug war. Deshalb versuchte ich den letzten Felsen nicht weiter. Als die anderen beiden wieder runterkamen, wurde es auch immer dunkler und wir liefen im Finsteren zurück zum Auto.

Auf dem Heimweg kamen uns ein Reh und ein Dachs entgegen und nach einem kleinen Abendessen fiel ich völlig erschöpft ins Bett. Die Einführungswoche schlaucht mehr, als man denkt, aber mit so einem herrlichen Tagesabschluss kann man nur mit einem Lächeln einschlafen. Schließlich hatte ich meine ersten Felsen erklettert :-)!

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Cachen und Bouldern in Freising

Dienstag, 01. Mai 2012

Hallöchen :-)!

Gestern war Brückentag und viele nutzen das und nehmen sich den Tag frei. Anders war’s bei uns – trotz Brückentag waren relativ viele zum Arbeiten da. Eine Freundin und ich entschieden uns aber dafür, den Tag etwas entspannter zu machen und planten schon am Nachmittag eine kleine Cachingtour und machten uns dann gegen halb fünf auf den Weg.

Der erste Cache war ein Multi auf dem Campus. „Wer nicht geschunden wird, wird nicht erzogen“ heißt laut Cache die Inschrift auf obigen Bild und dort ging die Tour los. Wir suchten Zahlen und zählten farbige Glasscheiben. Beides war nicht ganz so leicht, wie es schien, als wir aber verstanden hatten, wie die Anweisung gemeint war, klappte es ganz gut.

Weiter ging’s und wir mussten das Baujahr des oben abgebildeten Instruments finden. Das verlief überraschend einfach und damit hatten wir auch schon die Finalkoordinaten.

Wie man das für eine Regular Box erwartet, fanden wir die auffällige Stelle recht schnell: Ein Steinhaufen unter dem sich die Dose versteckt :-). Der nächste Cache war ein Mystery, bei dem wir uns aber verrechnet hatten. Wir suchten eine Weile, fanden den Cacheort aber nicht. Also ging’s noch zum dritten Cache, auch ein Mystery, für den wir mit den Fibonacci-Zahlen rechnen mussten.

Dafür fanden wir dann eine Wachstumsspirale dargestellt durch Baumstämme, wie in obigem Bild zu erkennen. Wir lösten noch eine kleine Aufgabe und hatten den Cache dann auch schnell gefunden. Die Wachstumsabschnitte der Spirale sind durch Elemente der Fibonacci-Folge wiedergegeben und sollen zeigen, dass sich diese Zahlenfolge überall in der Natur wiederfindet.

Nach dem schönen Spaziergang über den sehr weitläufigen Campus wollten wir noch in die Freisinger Kletterhalle. Die Woche zuvor war das wöchentliche Freisingbouldern ausgefallen, daher mussten wir nun unbedingt wieder hin. Und das klappte auch ganz gut. Eine Route, an der wir das letzte Mal getüftelt hatten, hatte dieses Mal geklappt, bei einer anderen kamen wir zumindest ein bisschen weiter und die Problemrouten für das nächste Mal stehen auch schon fest :-).

Das war ein sehr schöner Abend und Ausklang des Brückentags, den wir trotz Arbeit gut genutzt haben :-). Und noch am selben Abend schrieb mir meine Freundin, dass sie unseren Rechenfehler bei dem Mystery Cache gefunden hat – wir wissen also, was wir als nächstes in Freising tun werden 😉

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Checkerabend

Samstag, 03. März 2012

Hallöchen zusammen!

Am Mittwoch waren wir wieder bouldern in Freising. Dieses Mal hatten wir noch eine erfahrenere Freundin dabei. Zu dritt gingen wir also in den Boulderbereich und schauten zu „unseren“ Routen.

Wir versuchten unsere gelbe Route wieder ein bisschen, unsere Freundin zeigte uns dann auch, wie das funktioniert. Aber so richtig zum Ausprobieren sind wir nicht gekommen. Es war sehr viel los dieses Mal und in Freising sind zum größten Teil richtig gute Boulderer. Da will man dann auch gar nicht an der einfachen Route rumbasteln, weil man das Gefühl hat, den anderen Leuten im Weg zu sein. Auch wenn das natürlich die falsche Einstellung ist.

Wir sind dann noch zu unserer roten Überhangroute gegangen. Auch hier zeigte uns unsere Freundin nach ein paar Versuchen, wie man die Route am besten bouldert. Und mit ihren Tipps habe ich es dann auch geschafft, sie zumindest einhändig bis zum Schluss durchzubouldern. Das war ein Erfolg: Die erste (fast) ganze Route in Freising :-)!

Zum Schluss schauten wir nochmal zur gelben Route, diskutierten auch ein paar andere, waren dann aber doch relativ schnell fertig. Die Hände brannten schon wieder, die Kraft war auch am Ende, also ging’s wieder heim mit dem altbekannten Ziel für das nächste Mal: Gelb!

Liebe Grüße,
Sabine 🙂