Finale: Wandern durch das Hinterland von Finalborgo

Hallöchen zusammen!

Nach drei Tagen klettern war es an der Zeit, einen Pausentag einzulegen. Und dazu hatte ich im Wanderführer eine Tour direkt vor der Haustüre gefunden: Durch das Hinterland von Finalborgo. Wir starteten damit zu Fuß von unserer Unterkunft aus und noch dazu lernten wir auf dem Weg – ohne dass wir das zuvor wussten – einige der Klettergebiete der kommenden Tage kennen.

Los ging es ganz klassisch im historischen Finalborgo. Die Stadt ist wirklich sehenswert und am Wochenende ist dort am Abend auch richtig was los. Da waren mal an jeder Straßenecke Sänger oder Bands und haben Stimmung gemacht. Nun war es aber noch Morgen und ruhig. Wir wanderten zum Castel San Giovanni hinauf. Das hatte aber noch zu, also liefen wir weiter den gepflasterten Weg entlang zum Castel Gavone.

Wir kamen an Oliven- und Kakibäumen vorbei und nach und nach auch immer höher. Die Aussicht wurde immer besser und wir konnten zurückblicken in Richtung Finalborgo, Finale und zum Meer.

An der Kirche Nostra Signora di Loreto bot sich ein besonders schöner Blick. Ab da ging es dann auch wieder etwas bergab in Richtung Perti und damit in das Val Urta.

In La Valle zweigten wir dann von der Straße ab und wanderten über einen steinigen Weg nach oben. Diesen Weg würden wir die kommenden Tage auch wieder nehmen, um zu Kletterfelsen zu kommen. Unser Ziel war jetzt die Richtung San Antonio.

Wir erreichten als ersten Pausenpunkt die Ruinen von Castrum Perticae. Ein Stück weiter den Pfad hinein gibt es einen schönes Fleckchen mit Aussicht in Richtung Finale, an dem wir Pause machten.

Das war aber nicht alles, denn von den Ruinen aus bot sich auch ein herrlicher Ausblick in das wahre Hinterland Finalborgos: Viel Wald durchsetzt von wunderschönen Felsen, die darauf warteten, von uns beklettert zu werden.

Wir wussten zu diesem Zeitpunkt noch nicht, welche Felswände sich da vor uns auftaten und auch jetzt nach dem Urlaub, sind da noch viele Wände übrig, die wir nicht besucht haben.

Der Ausblick machte aber Vorfreude auf mehr. Nach der kleinen Pause liefen wir weiter. Schließlich warteten auch noch die Wände der Due Frati auf uns und zahlreiche mehr, die wir sehen würden.

Der Weg war nun wirklich tiefster Wald mit immer wieder Felswänden. Manchmal mit Bohrhaken, manchmal ohne. Am laut Wanderführer schönsten Aussichtspunkt der Tour gab es dann noch eine Überraschung.

Ich sah einen grünen Deckel am Fels hervorschauen und erinnerte mich an die Geocache-Zeiten und musste das Döschen natürlich hervorholen. Und ich hatte Recht – ich hatte ganz unerwartet einen Geocache gefunden. Die Freude war doppelt groß!

Nun ging es wieder ein Stück empor, bis wir zum höchsten Punkt der Wanderung kamen. Dort war der richtige Zeitpunkt, um Mittagspause zu machen.

Wir packten unsere Sachen aus und genossen den Ausblick. Es war nicht viel los, uns kamen den ganzen Tag über nur wenige Wanderer entgegen, das Wetter war perfekt, wir genossen es.

Nun folgte der Abstieg. Das war nun aber etwas abenteuerlich. Angeblich war der Weg markiert, wir verliefen uns aber mehrmals und fanden bis zum Schluss nicht die richtige Markierung. Nachdem es an lichten Stellen teilweise sehr steil nach unten ging, waren wir vorsichtig unterwegs. Irgendwann hatten wir dann aber einen Weg nach unten gefunden und kamen zu dem vom Wanderführer beschriebenen Steinbruch.

Von dort ging es zurück ins Val Urta und nach La Valle und ab da auf selben Weg wieder zurück nach Finalborgo. Das letzte Stück zog sich tatsächlich nochmal ganz schön. Die Beine waren müde und den Weg kannten wir und wir wussten, dass da noch was vor uns lag. Am Castel Gavone versuchten wir noch einen im Wanderführer beschriebenen Abstecher, der aber wohl so nicht mehr existiert.

Daher liefen wir zurück nach Finalborgo und in unsere Unterkunft und freuten uns auf die Pizza am Abend.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

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