Eine Woche auf Kos (2): Strand in Kefalos und Wanderung auf den Dikeos

04. August 2017

Hallo zusammen,

nun waren es nur noch zwei volle Tage, bis es am folgenden Mittwoch wieder zurück nach Hause gehen sollte. Auch diese beiden Tage kamen wir noch etwas auf der Insel rum.

Entspannungstag in Kefalos

Wir wollten auch noch den eher unbekannten Westen der Insel kennenlernen und fuhren daher nach Kefalos. Der Tourismus ist hier am Ankommen, es ist aber noch ruhig und entspannt. Unser erstes Ziel war die Basilika Ágios Stéfanos. Und das ist ein wirklich sehr schöner Ort, zu dem man auf jeden Fall seine Badesachen mitnehmen sollte.

Es handelt sich um die Reste einer frühchristlichen Basilika und wieder ist man umgeben von Säulen und Steinwandresten. Die Besonderheit ist die Nähe zum Meer. Dadurch entsteht ein schönes, ja romantisches Bild.

Und das ist noch nicht genug, denn im Meer befindet sich die kleine Insel Kastrí. Auf ihr steht eine kleine Kirche, die aber an dem Tag verschlossen war. Der Reiseführer empfiehlt dort hinzuschwimmen und genau das wollte ich auch tun.

Nach dem Besuch von Ágios Stéfanos suchten wir uns einen Platz am Strand und ich machte mich schwimmend auf den Weg auf die Insel. Dort angekommen stand ich auf einem Kiesstrand und kletterte dann nochmal ein paar Felsen hinauf zum Kirchlein. Da stellte ich dann auch fest, dass dieses verschlossen war.

Nach diesem Meeresbesuch fuhren wir weiter in die Stadt Kefalos. Wir spazierten durch die Gassen, hatten einen schönen Ausblick runter zum Strand wo wir gerade waren und überlegten was wir nun tun wollten. In Kefalos selber war es nicht sonderlich spannend und warum nicht einfach den Tag genießen? Der Strand mit der Insel Kastrí war sehr schön und eigentlich wollten wir da nochmal hin.

Nach dem kurzen Stadtbesuch fuhren wir also wieder zurück zum Strand und genossen dort den Nachmittag. Das ist doch das, was man für gewöhnlich Urlaub nennt, oder? Im Meer schwimmen, Snacks essen, am Strand entspannen. Auch das war sehr schön 🙂 .

Wanderung auf den Dikeos

Was wäre ein Urlaub ohne eine Wanderung? Wie ihr wisst, erkunde ich die Natur am liebsten zu Fuß und daher musste eine Wanderung auf Kos auch sein. Und die ging auf den höchsten Berg der Insel, den Dikeos mit seinen 846 Metern. Die Tour startet in Zia und ist mit 586 Höhenmetern entspannt am Vormittag zu schaffen.

Nach dem Frühstück fuhren wir nach Zia, das wir von unserer Radtour schon kannten. Von dort gibt es innerhalb des Dorfes sogar große Schilder, die den Weg zum Dikeos zeigten. Ein Grieche erklärte uns noch, wie wir laufen sollten und so entfernten wir uns immer mehr vom Touristenzentrum. Am Anfang ging es eine ganze Weile durch den Wald. Zwischendurch waren wir unsicher, ob das richtig war, aber einen anderen Weg gab es nicht. Und es war der richtige Weg 😉 .

Nachdem der Wald immer lichter wurde, wanderten wir in der Sonne und hatten dann noch ein Stück Weg, bis wir die Kapelle des Gipfels erblickten. Und dann waren das nicht so schöne Kreuz und die Griechenlandflagge auch zu sehen. Oben war es recht windig, aber wir hatten einen wunderschönen Ausblick in Richtung Kalymnos und über die Insel. Das hatte sich gelohnt und ich war glücklich, in dem Urlaub auch die Gebirgskette der Insel erobert zu haben. Wir besuchten noch die Kapelle und machten uns dann auf den Rückweg. Der Abstieg ging dann recht schnell und es war erst mittags, als wir wieder in Zia ankamen.

Das nächste Ziel war die Embros Therme, ein Geheimtipp. Es handelt sich um einen Steinkreis, in dem das Heilwasser ist. Der Reiseführer hatte schon gewarnt, entweder man ist begeistert oder man findet es nicht so toll. Bei uns war es letzteres. Der Strand war nicht sonderlich schön, es waren gefühlte tausend Menschen da und gemütlich war es auch nicht. Daher verließen wir den Ort recht schnell wieder und suchten uns unser eigenes Strandfleckchen. Das was wir irgendwann ausgewählt hatten war auch nicht so schön, aber zumindest waren dort keine Menschenmassen. Und dann mussten wir das Auto auch schon wieder zurückgeben. Am Abend ging es mit dem Bus von Kos Stadt zurück nach Tigaki zum letzten Abendessen.

Letzter Tag

Und damit war auch schon der letzte Tag gekommen. Der Flug ging erst am Abend, so dass wir noch einige Zeit in Tigaki verbrachten und eine sehr leckere Pizza aßen (was auch sonst im schönen Griechenland 😉 ). Am Flughafen auf Kos war es dann sehr chaotisch und wir hatten wieder Verspätung – was uns nach dem auch schon sehr verspäteten Hinflug doch etwas ärgerte. Aber auch das ging vorbei und irgendwann saßen wir dann im Flieger zurück nach Hause.

Kos ist eine schöne kleine Insel, auf der es einige verschiedene Möglichkeiten gibt, den Urlaub zu genießen. Wir hatten Bewegung, Kultur und Entspannung. Bei mehr als einer Woche kann man sich einen Ausflug ins Kletterparadies Kalymnos gönnen, bei einer Woche kann man sich gut auf der Insel aufhalten. Mit dem Auto kommt man überall hin und dadurch, dass die Insel so klein ist, dauert alles nicht sonderlich lang. Ideal für einen entspannten schönen Urlaub 🙂 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Eine Woche auf Kos (1): Radeln, Ausgrabungsstätten, Burgen und Bouldern

02. August 2017

Hallöchen zusammen!

Wie im vorigen Beitrag schon angedeutet, ging es direkt in den Urlaub. Ziel war die griechische Insel Kos, die mit ihren 290 Quadratkilometern gut in einer Woche zu erkunden ist. Dank starker Flugverspätung und Mückeninvasion war die erste Nacht wenig erholsam. Daher reichte der erste Tag nur für einen Spaziergang in der Umgebung und Planen einer Strategie gegen die Mückenplage. Der Urlaub startete also einen Tag später. Hier ist zu erwähnen, dass der Salzsee in der Nähe von Tigaki dafür sorgt, dass Tigaki im Frühling eine Mückenplage hat – und damit meine ich ohne Übertreibung hundert Mücken im Hotelzimmer. Mückenstecker helfen am besten.

Radltour mit Besuch von Asklepieion

Endlich ausgeschlafen ging dann am zweiten Urlaubstag der Urlaub richtig los: Mit einer kleinen Radltour. Der Reiseführer hatte eine flache Radltour und eine mit ein paar Höhenmetern – welche ich machen wollte versteht sich von selbst. Daher hatten wir schon wenig später ein Mountainbike ausgeliehen und radelten los in Richtung Zia. Und da ging es erst mal bergauf. Wir radelten durch Lagoúdi, wo wir wie vom Reiseführer empfohlen zur Kirche schauten. Dann ging es weiter bis nach Zia. Zia ist eine sehr touristische Stadt, die hoch liegt, einen schöne Ausblick ins Tal hat und von wo aus man angeblich einen sehr schönen Sonnenuntergang hat. Allerdings mit tausend anderen Touristen. Nach einem Spaziergang durch Zia radelten wir ein ganzes Stück weiter, bis wir zur Abzweigung zum Asklepieion kamen.

Asklepieion oder Asklipion ist die wohl bekannteste Ausgrabungsstätte auf Kos. Daher machten wir hier auch Pause und schlenderten durch die Ausgrabungen. Geehrt wurde der griechische Gott der Heilkunst Asklipios.

Es ist noch einiges gut erhalten, das man anschauen kann. Es gibt zwei Gebäude in denen Ausgrabungen ausgestellt sind und dann die Ausgrabungsstätte selber. Die Marmortreppe ist noch erhalten, überall sind noch Säulen und mithilfe der Tafeln lässt sich gut erahnen, wie es hier mal ausgesehen haben soll.

Nach diesem ersten kulturellen historischen Ausflug und einer kleinen Stärkungspause radelten wir weiter. Es ging durch Kos Stadt und wir kamen schon an einigen Dingen vorbei, die wir am nächsten Tag noch sehen würde. Zurück ging es von Kos Stadt nach Tigaki an der Küste entlang. Es war windig und wir hatten ein schönes Wellenspiel auf unserer rechten Seite. Den Tag beendeten wir mit einer Runde Schwimmen und einem leckeren Abendessen.

Kos Stadt: Festung und Ausgrabungen

Das Mietauto für die kommenden Unternehmungen gab es in Kos Stadt. Daher verbrachten wir den Tag in der Hauptstadt der Insel. Nachdem wir erkundet hatten, wo wir das Auto später abholen können – was eine ganze Weile gedauert hatte – besuchten wir die Festung Neratzia.

Die Festung ist den Besuch wert. Während Asklipios vom Vortrag schon teuer war, war die Festung überraschend günstig. Leider habe ich die Preise nicht mehr im Kopf. Wir waren aber positiv überrascht und konnten uns eine ganze Weile dort aufhalten. Wer gerne fotografiert wird sich dort auch wohlfühlen. Das Meer in der Ferne, die Säulen und Burg vor einem und dazu immer wieder eine bunte Blumenpracht. Es hat Spaß gemacht durch die Festung zu laufen.

Nach diesem Ausflug besuchten wir den ältesten Baum Griechenlands, die Platane direkt in der Nähe der Festung. Damit konnten wir das auch abhaken 😉 . Danach ging es zur westlichen Ausgrabungsstätte – diese ist sogar kostenlos und man könnte rein theoretisch auf den alten Ausgrabungen rumturnen und tun was man will. Wir nutzten den Ort für unsere Mittagspause.

Danach schauten wir uns noch den Odeon an. Am Casa Romana sind wir nur vorbeigelaufen, beim Odeon waren wir auch nicht recht lange. Irgendwann hatten wir das Gefühl, schon genug Ausgrabungen gesehen zu haben 😉 .

Danach machten wir uns wieder auf den langen Weg zur Autovermietung und holten das Auto für die kommenden Tage. Der Abend war wieder entspannt mit gutem Essen und einem Spaziergang in Tigaki.

Pyli und Alt-Pyli

Der nächste Tag sollte spannend starten mit der großen Sehenswürdigkeit Pylis: Dem Dorfbrunnen. Der Reiseführer hatte den Dorfbrunnen so hervorgehoben, dass dies gleich das erste Ziel unserer ersten Autotour sein sollte. Und irgendwie war es genau das, was wir vermutet hatten: Ein Dorfbrunnen. Damit konnten wir auch das abhaken 😉 .

Wir liefen dann noch zum Grab des Harmylos. Aber auch das ist nicht unbedingt zu empfehlen. Dort wartet jemand, erzählt die Geschichte des Grabes, schenkt Früchte oder ähnliches und dann wird eine Spende erwartet. Wir fanden es etwas unangenehm und waren froh, als wir wieder bei unserem Auto waren. Ob Pyli einen Besuch wert ist muss jeder selbst entscheiden.

Ab nun wurde es aber spannender. Wir fuhren nach Alt-Pyli, um dort zur Burg aufzusteigen. Und das machte richtig Spaß. Anfangs liefen wir zwar kreuz und quer rum und konnten die Burg zwar sehen, waren aber auf der falschen Seite. Nachdem uns ein anderes deutsches Touristenpaar geholfen hatte, waren wir aber auf dem richtigen Weg. Und ich sah die erste griechische Landschildkröte! Ein Höhepunkt für mich 🙂 .

Wir stiegen zur Burg hinauf und waren fast allein. Es war windig und wolkig, aber schön. Wir hatten einen tollen Ausblick auf die Insel und auch die Burg selber war spannend. Wieder eine Ruine, aber genau das machte den Ort besonders.

Wir genossen die Aussicht, schauten rum und waren froh, den Weg noch gefunden zu haben. Die Kombination aus Ruine und etwas Hochwandern gefiel mir besonders gut. Das war ein sehr schöner Ausflug.

Danach gingen wir auf nun bekannten Weg wieder zurück zum Parkplatz. Nun wartete die sportliche Nachmittagsbeschäftigung auf uns.

Hippocrates Boulders

Eigentlich kennt man Kos ja nur daher, dass man von dort nach Kalymnos zum Klettern fährt. Aber damit wird Kos unrecht getan, denn auch Kos bietet Kletterfreuden, oder genauer: Boulderfreuden. Das Bouldergebiet Hippocrates hat eine ganze Reihe verschiedener Boulder. Wir hatten zwar weder Boulderführer noch Crashpad dabei, anschauen wollten wir es uns aber trotzdem.

Und damit war ich das erste Mal draußen bouldern. Natürlich nur die ganz leichten Sachen, natürlich nicht viel, aber das erste Mal erkundete ich ein Outdoor-Bouldergebiet. Ich war begeistert! Draußen bouldern ist ja nochmal ganz was anderes als drin und macht richtig Spaß.

Es wäre schön gewesen, wenn wir einen Führer gehabt hätten. So fanden wir hin und wieder eine Markierung und konnten die Schwierigkeitsgrade nur erahnen. Aber auch so war der Ausflug eine tolle Abwechslung. Und am Abend hatten wir uns das Essen verdient 😉 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Gemütliche Wanderung auf Riederstein (1207m) und Baumgartenschneid (1449m)

31. Juli 2017

Hallöchen zusammen!

Mitte Mai habe ich Geburtstag und für gewöhnlich muss ich da auch auf einen Berg 😉 . Nach einem entspannten Morgen ging es daher Mittags zum Tegernsee. Es stand eine kleine Wanderung auf dem Programm: Über den Riederstein auf die Baumgartenschneid. Und das bei bestem Geburtstagswetter 🙂 . Da ich von Tegernsee aus noch nie direkt auf den Riederstein gelaufen war, war der Anfang der Wanderung für mich auch neu. Die Beschilderung startet direkt am Bahnhof, so dass man sich gar nicht verlaufen kann.

Der Aufstieg zum Riederstein ist sehr angenehm. Mal etwas steiler, dann wieder flacher wanderten wir stetig bergauf. Die Kapelle vom Riederstein ist schon ein gutes Stück vorher zu sehen. Nachdem wir das Ziel schon im Blick hatten, kamen wir wieder in den Wald hinein und stiegen über den Kreuzweg hinauf. Das ist ganz schön, da man gar nicht merkt, wie man bergauf wandert. Man sucht eine Tafel nach der anderen und weiß damit auch, wie viele Tafeln in etwa noch kommen müssen – sofern man minimal bibelfest ist 😉 . Und schon steht man an der Kapelle.

Die Aussicht von der Kapelle vom Riederstein ist toll, vor allem wenn man bedenkt, dass man noch nicht wirklich hoch ist. Nun folgte aber noch das nächste Ziel: Die Baumgartenschneid. Über Pfade durch den Wald ging es hoch und schon bald standen wir auf dem nächsten Gipfel. Es war hier trotz des schönen Wetters recht windig. Wir fanden aber einen guten Platz für die Brotzeit.

Nach dieser Pause ging es dann wieder zurück nach Tegernsee. Wir mussten noch eine Umleitung laufen, die aber nicht viel mehr Zeit kostete. Passend zum Zug zurück nach Hause waren wir am Bahnhof und stiegen in die BOB. Zeit für einen Spaziergang am See war leider keine mehr, aber dafür folgten dann auch schon die Vorbereitungen für den wohlverdienten Urlaub.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

In Nürnberg zur blauen Nacht

31. Juli 2017

Hallöchen zusammen!

Es war mal wieder Zeit für ein Mädelswochenende und wie klappt das besser, als mit Mama und Schwester? Und daher ging es Anfang Mai zu dritt ins schöne Nürnberg. Mit dem Zug reisten wir an, bezogen unsere Unterkunft und fuhren dann zurück in die Stadt.

Den ersten Abend verbrachten wir mit einem Spaziergang durch Nürnberg und auf der Suche nach etwas Leckerem zu essen. Das hatte eine ganze Weile gedauert, da wir alle verschiedene Ansprüche hatten und dann auch noch ein vielversprechender Grieche hoffnungslos überfüllt war. Zum Schluss landeten wir bei einem sehr leckeren Italiener. Um das Wochenende gebührend einzuläuten, ging es dann noch in eine Bar und wir stießen auf das gemeinsame Wochenende an.

Den Samstag starteten wir ganz gemütlich. Zuerst gab es ein leckeres Frühstück und dann entspannten wir noch etwas im Wellnessbereich. Gegen Mittag ging es dann los zurück in die Stadt. Dort holten wir uns zuerst die blauen Bänder für die blaue Nacht, die uns noch bevorstand. Die Blaue Nacht ist die lange Nacht der Kunst und Kultur in Nürnberg, bei der es an verschiedenen Stellen verschiedene Veranstaltungen und Ausstellungen gibt, die man mit dem Band besichtigen kann. Wir spazierten nun zu unserem ersten Ziel: Dem Turm der Sinne.

Der Turm der Sinne ist ein Museum zum Anfassen. Für alle fünf Sinne gibt es verschiedenste Experimente, mit denen wir lernten, wie wir hinters Licht geführt werden können und was unsere Sinne so können. Es machte einen Riesenspaß zusammen die verschiedenen Dinge auszuprobieren. Wir lernten unseren Geschmackssinn kennen, sahen verschiedene Perspektiven, lernten wie verzögertes Hören das Sprechen irritiert und noch vieles mehr. Stockwerk für Stockwerk lernten wir einen neuen Sinn kennen und wie dieser auszutricksen ist und hatten so einen tollen Start in den Nachmittag. Als wir fertig waren, war es schon Nachmittag und der Hunger kam. Daher suchten wir uns ein Café.

Wir fanden auch ein schönes Café, das für uns alle gepasst hätte. Eigentlich hätte es sogar einen veganen Kuchen gegeben, der war aber leider aus. Daher blieb ich bei einer heißen Mandelmilchschokolade und meine Schwester und Mama gönnten sich ein Stück Kuchen. Als nächstes spazierten wir an der Stadtmauer entlang. Das Ziel war die Burg von Nürnberg.

Nürnberg ist eine sehr schöne Stadt, die durch die Pegnitz geprägt ist. Der Fluss fließt durch die Stadt, was dazu führt, dass es schöne Brücken gibt, Cafés am Wasser und durch den älteren Stadtkern ein wunderschönes Bild entsteht. Wir machten viele Fotos auf dem Weg zur Burg und hatten immer wieder das typische Nürnberg im Blick.

Nun kamen wir zur Burg. Wir spazierten ein wenig an der Burg entlang. Bis die blaue Nacht beginnen würde und damit unser erster Punkt der blauen Unternehmungen – eine Burgführung – dauerte es noch ein bisschen. Daher setzten wir uns vor die Burg und wurden prompt angesprochen, ob wir bei einem Junggesellenabschied nicht helfen konnten. Nachdem der Punkt erledigt war, gingen wir bis zum Tor der Burg und genossen die Aussicht über die Stadt.

Und dann war es so weit, dass die blaue Nacht begann. Wir hatten einen guten Platz erwischt, so dass wir mit der ersten Gruppe zur Burgführung kamen. Unser Burgführer war mit vollem Herzblut dabei und erklärte uns viel zur Geschichte der Burg und von Nürnberg und allgemein. Die Führung dauerte länger, als ich vermutet hatte. Das war aber nicht schlimm, da es nicht langweilig wurde. Allerdings waren wir dann auch richtig hungrig, als die Führung vorbei war.

Nun begann erneut das Überlegen, wer was essen will. Nachdem wir uns durch Menschenmassen gedrängt hatten, kamen wir halb verhungert beim Falafelstand an. Und nachdem wir endlich da waren und wir alle hungrig waren, blieben auch alle bei einem Brot mit Falafel. Damit gestärkt konnte es nun in die blaue Nacht gehen. Bevor wir zum nächsten Punkt gingen, gab’s von einem Stand noch ein Glas Bowle und dann suchten wir nach der nächsten Attraktion.

Als wir dort angekommen waren, fanden wir die Klang-Brücken nicht. Stattdessen saßen wir in einer Kirche und betrachteten die Odyssee am Himmel – eine Videoprojektion eines Sternenhimmels. Als wir das Programm nochmal studierten, stellten wir fest, dass die Klang-Brücken nur bis 21.30 Uhr waren. Es war kurz vor zehn. Nachdem wir schon in der Gegend waren, gingen wir auch noch durch die Spielenacht im Pellerhaus. Nächstes Ziel war dann das Dunkelcafé – ein Café in dem man von Blinden geführt wird, ähnlich wie Dialog im Dunkeln. Dafür waren wir eine ganze Weile unterwegs, da dieses etwas abseits gelegen war. Und da kam auch schon das nächste Malheur: Wir kamen eine Sekunde zu spät. Eine andere Gruppe an Leuten kam noch rein, für uns war kein Platz mehr und es gab nur alle halbe Stunde Einlass. So lange im Nirgendwo warten wollten wir aber auch nicht. Zum Glück kam ein „Blaue Nacht Bus“ vorbei, wir stiegen sofort ein und fuhren weiter.

Da realisierten wir erst, dass wir schon viel früher die Busse hätten nutzen können. Dann wäre der Fußmarsch auch nicht ganz so lang gewesen. Wir hatten zuvor aber auch nicht gewusst, dass ein richtiges Busnetz für die blaue Nacht etabliert war. Wir überlegten dann kurz, ob wir ins Planetarium wollten, aber auch das hatte einen Halbstundentakt, das war uns zu risikoreich. Daher wollten wir zum Lichterlabyrinth. Nachdem wir zuerst eine Station zu weit gefahren waren, dann in den falschen Bus stiegen, um dann doch wieder zu Fuß zurück zu laufen, kamen wir endlich an.

Das Lichterlabyrinth sah schön aus, aber irgendwie hatten wir uns das doch anders vorgestellt. An einzelnen Inseln wurde „Kunst“ aufgeführt, mit der wir nicht viel anfangen konnten. Daher durchquerten wir das Labyrinth relativ schnell und kamen beim DB-Museum raus. Wir liefen auch dort noch durch, ohne die Sachen genau anzuschauen und standen dann wieder davor. Das hatte alles nicht ganz so geklappt, wie wir uns das vorgestellt hatten, aber wir hatten auch lange nicht mehr so viel gelacht, wie an diesem Abend.

Mittlerweile waren wir auch schon recht müde und fuhren mit der Tram zurück zu unserem Hotel. Es war nun schon spät und als wir endlich im Bett lagen, schliefen wir sofort ein. Der nächste Tag war dann sehr entspannt. Wir frühstückten ausgiebig, ließen uns Zeit mit dem Auschecken und fuhren dann zurück zum Bahnhof, um wieder nach Hause zu fahren. Und damit endete ein wunderschönes Mädelswochenende mit ganz viel Spaß 🙂 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Andechs Trail 2017

11. Juli 2017

Hallo zusammen!

Am 22.04. war es wieder so weit – Night Owl und ich haben am Andechs Trail teilgenommen. Nachdem wir letztes Jahr die lange Distanz gelaufen sind, hatten wir uns dieses Jahr auf die kurze Distanz umgemeldet und sind damit etwa 8,4 Kilometer mit gerade mal 100 Höhenmetern gelaufen. Geplant war eigentlich die lange Strecke, da wir uns das aber nicht wirklich zutrauten, wurde es dann eben doch die Kurzdistanz.

Und so standen wir da am Morgen in Andechs bei zum Glück doch wunderschönem Wetter und waren froh, dass wir uns für die Kurzdistanz entschieden hatten. Denn da waren wir zuversichtlich, das sollten wir schaffen. Bei der Langdistanz waren wir uns nicht so sicher.

Als es dann losging hatten wir wieder einen Riesenspaß. Der Andechs Trail ist einfach eine wunderschöne abwechslungsreiche Strecke – mal ist man neben Feldern, mal im Wald, mal geht’s steil bergab, mal bergauf, mal springt man über einen Bach, mal hat man zahlreiche Wurzeln als Hindernisse auf dem Weg. Alles in allem einfach ein toller Trailrun, der richtig Spaß macht.

Die kurze Distanz hat für uns ganz gut geklappt, das allerletzte Stück die Treppen hinauf mussten wir dann sogar wirklich auf Gehen umsteigen. Das war im Laufen einfach zu anstrengend. Als wir dann im Ziel waren, war für uns klar: Die Langdistanz hätten wir so nicht schaffen können, die Kurzdistanz ist motivierend.

Mit einem Becher Isogetränk und einem Bananenstück in der Hand überlegten wir also, was die letzten Monate schief gelaufen war, dass wir nun doch wieder auf der kurzen Laufdistanz waren. Glücklich über unsere wenn auch kleine Leistung waren wir trotzdem und fühlten uns gut.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂