Wanderung durch die Starzlachklamm und auf den Grünten (1738m)

Hallo zusammen!

Am 15. August ist Maria Himmelfahrt in Bayern und damit ein Feiertag. Dieses Jahr fiel der Tag auf einen Dienstag und so konnte man mit einem freien Montag ein schönes langes Wochenende draus machen. Geplant waren klettern und wandern – in der Reihenfolge. Nachdem der Samstag aber mit Regen anfing und auch der Sonntag im geplanten Klettergebiet regnerisch war, kam es andersrum. Für Sonntag suchten wir eine sonnige Stelle auf der Karte und die fanden wir im Allgäu. Daher ging es nach Winkel bei Sonthofen zum Wandern auf den Grünten.

Ich hatte mir die Beschreibung der Wanderung nicht wirklich durchgelesen und daher war es dann doch überraschend was kam: Ein relativ teurer gebührenpflichtiger Parkplatz und dann noch die Klamm, die auch Eintritt kostete. Aber dafür wurden wir mit einer sehr abwechslungsreichen Wanderung belohnt.

Zuerst liefen wir in Richtung Starzlachklamm, zahlten den Eintritt und ließen uns dann etwas mehr Zeit, als wir durch die Schlucht wanderten. Die Kombination aus Wasser und Fels ist einfach immer schön. Eine Klamm ist immer ein Erlebnis. Neben uns lief eine Canyoinggruppe, die hier sicher noch einiges mehr erleben würde 😉 .

Wir wanderten die Klamm entlang und dann bergauf. Dort kamen wir zu einer Kletterwand – die Schwierigkeit schien recht hoch zu sein, ansonsten wäre das auch noch eine schöne Aktion gewesen. Nach der Begutachtung der Routen ging es aber weiter aus dem Wald heraus.

Laut Beschreibung mussten wir zur Alpe Topfen und von da aus auf die Teerstraße. Wir folgten dem Weg und kamen dann auf der Teerstraße an eine Kreuzung, bei der nicht ganz klar war, wo es nun auf den Grünten gehen sollte. Zuerst bogen wir falsch ab, wurden aber von einem entgegenkommenden Pärchen korrigiert und waren wieder auf dem richtigen Weg.


Wir wanderten die Teerstraße entlang und hatten einen schönen Ausblick auf weitere Alpen. Nach einer Weile zweigte der Weg dann nach links und wir waren endlich auf einem Pfad. Nun ging es die Hügel hinauf und das Ziel war durch die Radioantenne schon erkennbar.


Wir machten eine kleine Pause, bevor wir weiterwanderten. Es war schön sonnig an dem Tag, aber zum Glück noch nicht ganz so heiß wie die Tage vor dem Regen. Daher war die Wanderung ganz angenehm. Wir folgten der Beschilderung und kamen so immer höher.

Wir stiegen die letzten Stufen hoch und mussten wieder entscheiden welchen Weg wir wählen. Beschildert war nur das Grüntenhaus, aber wir wollten ja auf den Gipfel. Also folgten wir dem Weg geradeaus in Richtung Sendeanlage des Bayerischen Rundfunks.

So kamen wir dann auch zur Sendeanlage und machten dort kurz Pause. Wir genossen die Aussicht und machten eine Trink- und Bananenpause. Danach wanderten wir weiter zum Jägerdenkmal, das an die Gebirgsjäger erinnert.

Genauso wie schon bei der Sendeanlage waren wir auch beim Jägerdenkmal nicht alleine. Der Grünten ist gut besucht und viele hatten den sonnigen Tag genutzt. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten auf den Gipfel zu wandern, daher war hier einiges los.

Auf dem Grünten fallen vor allem die Sendeanlage und das Jägerdenkmal auf. Ein richtiges Gipfelkreuz war nicht zu sehen, allerdings ging es noch ein Stückchen weiter über ein paar Felsen. Wir stiegen also noch ein paar Meter weiter und waren dann erfolgreich.

Wir fanden ein kleines Kreuz, wobei ich erst nach Recherche weiß, dass es auch wirklich das Gipfelkreuz ist. Damit war ich zufrieden und wir machten noch ein paar Bilder von der weiten Aussicht. Beim Kreuz waren wir sogar kurzzeitig alleine 😉 .

Die Aussicht ist wunderschön und wir genossen den weiten Blick. Wir identifizierten allerdings keine Berge. An der Sendeanlage ist eine Tafel, die anzeigt welche Gipfel zu sehen sind, aber auch dort waren viele Menschen, so dass ich nur kurz einen Blick drauf geworfen hatte.

Nun schauten wir zum Grüntenhaus, um zu sehen ob wir dort Pause machen wollten. Es hätte zwar einen veganen Eintopf gegeben, aber wir wollten dann doch lieber weiterwandern. Daher folgten wir den Wegweisern ins Tal.

Es ging durch den Wald über Pfade bergab. Das Burgberger Hörnle besuchten wir nicht mehr, wir wanderten weiter und kamen dann auch zügig wieder zu einer Straße. Dort folgten wir dem Weg und erreichten ein Schild, das angab, dass der Weg zum Parkplatz gesperrt sei. Man musste entweder nach Burgberg durch die Stadt laufen oder über den Wanderweg zur Burgruine von Burgberg zurück.

Wir entschieden uns für die Ruine. Als wir dort ankamen waren wir etwas enttäuscht, recht viel mehr als eine Wand steht nicht mehr. Einen kurzen Stopp machten wir trotzdem und liefen dann von Burgberg aus zurück nach Winkel zum Parkplatz.

Die Wanderung auf den Grünten ist durch den Einstieg über die Starzlachklamm sehr abwechslungsreich. Danach folgen Almen und der Gipfelanstieg, was landschaftlich sehr schön ist. Nur die Menschenmassen am Gipfel stören die Idylle etwas.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

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