{"id":446,"date":"2010-09-23T08:54:39","date_gmt":"2010-09-23T08:54:39","guid":{"rendered":"http:\/\/brunnen.ni-web.de\/wordpress\/?p=446"},"modified":"2014-07-31T04:11:54","modified_gmt":"2014-07-31T03:11:54","slug":"tag-10-durch-die-weinberge-der-wachau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sbrunner.net\/?p=446","title":{"rendered":"Tag 10: Durch die Weinberge der Wachau"},"content":{"rendered":"<p>Was f\u00fcr eine Nacht! Die Betten waren urgem\u00fctlich, das \u00e4nderte aber nichts daran, dass es die M\u00fccken auf uns abgesehen hatten. Gegen drei oder vier wurde ich vom Surren wach und blieb das auch \u00fcber eine Stunde, bis ich so m\u00fcde war, dass ich mir einfach die Decke \u00fcber den Kopf zog und trotzdem irgendwie einschlief. Das Bett war aber auch zu bequem, um weiter wach zu bleiben ;). Am n\u00e4chsten Morgen begann dann der letzte richtige Radltag. Einerseits war&#8217;s traurig, dass schon der letzte Tag angebrochen war, andererseits freuten sich meine Beine unheimlich, bald wieder etwas Ruhe zu haben. Etwas wehm\u00fctig mussten wir uns nach einem leckeren Fr\u00fchst\u00fcck von unserem sch\u00f6nen Himmelbettzimmer verabschieden und radelten los. Diesmal gab&#8217;s landschaftlich wieder mehr zu sehen, schlie\u00dflich ging es durch die Wachau.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sbrunner.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/35.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.sbrunner.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/35-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignnone size-medium wp-image-449\" srcset=\"https:\/\/www.sbrunner.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/35-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.sbrunner.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/35.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Wachau &#8211; mildes Klima, Weinberge, Obstplantagen und immer wieder sch\u00f6ne Burgen und Schl\u00f6sser. Schon bald waren wir in dieser traumhaften Landschaft. Anfangs war der Radweg noch weiter weg von den Plantagen und wir konnten sie nur von der Ferne sehen. Dazu gab es aber immer wieder sch\u00f6ne Abwechslung &#8211; Schloss Sch\u00f6nb\u00fchel, Ruine Aggstein und die Burgruine in D\u00fcrnstein. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sbrunner.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/36.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.sbrunner.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/36-225x300.jpg\" width=\"225\" height=\"300\" class=\"alignnone size-medium wp-image-448\" srcset=\"https:\/\/www.sbrunner.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/36-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.sbrunner.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/36.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dann aber f\u00fchrte uns der Weg am S\u00fcdufer durch die Plantagen hindurch. Links und rechts neben uns waren helle und dunkle Weintrauben, Pflaumen, Zwetschgen, Marillen, \u00c4pfel und noch so viel mehr. Einmal war sogar angeschrieben, welche Weinsorten neben uns angepflanzt waren. Riesling, Zweigelt und Co. umgaben uns und die Landschaft hatte einen s\u00fcdl\u00e4ndisches Flair. Es war ein richtiger Genuss dort hindurch zu radeln und die vielen Eindr\u00fccke aufzunehmen. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sbrunner.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/37.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.sbrunner.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/37-225x300.jpg\" width=\"225\" height=\"300\" class=\"alignnone size-medium wp-image-447\" srcset=\"https:\/\/www.sbrunner.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/37-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.sbrunner.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/37.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Langsam verlie\u00dfen wir aber auch diese sch\u00f6ne Region wieder und suchten uns einen Platz zum Pause machen. Auf einer Bank an der Donau a\u00dfen wir unsere letzten Brote und Kekse und sahen nach Westen&#8230; In Windeseile packten wir unser Zeug zusammen, denn da war eine riesige schwarze Gewitterwolke, die uns nicht einholen sollte. Zudem kam der Wind auch aus Westen, was uns zwar einerseits super R\u00fcckenwind brachte, wodurch aber auch das Gewitter in unsere Richtung zog. Schnell sa\u00dfen wir wieder auf unseren R\u00e4dern und strampelten so schnell es ging. Der R\u00fcckenwind war traumhaft, wir fuhren knappe 30 km\/h und mussten uns daf\u00fcr nicht mal anstrengen. Und dann gab es da diesen magischen Moment! Alles wird still um einen rum, man h\u00f6rt nur noch die Reifen rollen, sieht das Gras neben sich, wie es sich im Wind biegt, h\u00f6rt aber selber gar nichts. Was f\u00fcr ein toller Moment, das war richtig berauschend! Physik ist schon was faszinierendes ;).<br \/>\nSo radelten wir immer mit der dunklen Wolke im R\u00fccken so schnell es ging nach Tulln. Dann mussten wir noch schnell planen, wo wir \u00fcbernachten wollten. Kurz vor Wien wollten wir bleiben, da es ansonsten zu teuer geworden w\u00e4re. Korneuburg stand schnell fest und wir radelten weiter. Der Teil der Strecke war wieder ziemlich langweilig &#8211; Donau, wir, ein paar B\u00e4ume. Aber das kannten wir ja mittlerweile schon und dank R\u00fcckenwind konnten wir ein wenig ausprobieren, wie schnell wir fahren konnten. Als wir dann in Korneuburg waren und sahen, dass unsere angestrebte Unterkunft in Bisamberg war, kurvten wir dort durch die Ortschaft. Wir suchten und suchten und suchten und &#8230; fanden nichts. Ein Anruf brachte uns dann auch noch die Nachricht, dass nicht mal mehr Pl\u00e4tze frei waren&#8230;<br \/>\nPlan B: Mit dem Schiff nach Klosterneuburg und dort eine Pension suchen. In Windeseile ging&#8217;s &#8211; mit Gegenwind &#8211;  zum Schiff, wir \u00fcberquerten die Donau und radelten zur Tourist-Info. Als wir die endlich gefunden hatten, waren die Zweifel schon gro\u00df, noch eine bezahlbare Unterkunft zu finden. Zum Gl\u00fcck konnte uns aber noch ein Zimmer vermittelt werden, das auch bezahlbar war und dazu noch im Ortskern lag. Wir waren endlich angekommen!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sbrunner.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/38.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.sbrunner.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/38-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignnone size-medium wp-image-450\" srcset=\"https:\/\/www.sbrunner.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/38-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.sbrunner.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/38.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Etwa f\u00fcnf Kilometer vor Wien beendeten wir damit unsere gro\u00dfe Reise. Wie es das Schicksal so will, war Klosterneuburg die absolut richtige Entscheidung. Denn dort erfuhren wir, dass es einen speziellen Radlzug f\u00fcr 22 Euro gibt, der auch durch Klosterneuburg f\u00e4hrt und einen wieder nach Passau bringt. Als Extra gab&#8217;s sogar ein kostenloses Hei\u00dfgetr\u00e4nk im Zug ;-). F\u00fcr mich war das ideal, da ich sowieso \u00fcber Passau heimfahren musste.<br \/>\nDen Abend suchten wir in einem Internetcaf\u00e9 noch die beste Zugverbindung raus, a\u00dfen dort auch lecker zu Abend und besuchten dann noch das Stift Klosterneuburg. M\u00fcde, geschafft und fertig fielen wir auch an diesem Abend schon relativ fr\u00fch ins Bett. Nach \u00fcber neunhundert Kilometern waren wir angekommen :-).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was f\u00fcr eine Nacht! Die Betten waren urgem\u00fctlich, das \u00e4nderte aber nichts daran, dass es die M\u00fccken auf uns abgesehen hatten. 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