{"id":389,"date":"2010-09-20T20:12:43","date_gmt":"2010-09-20T20:12:43","guid":{"rendered":"http:\/\/brunnen.ni-web.de\/wordpress\/?p=389"},"modified":"2010-10-21T13:13:55","modified_gmt":"2010-10-21T13:13:55","slug":"tag-5-weiter-und-immer-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sbrunner.net\/?p=389","title":{"rendered":"Tag 5: Weiter und immer weiter&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Muuuuuuh! Muuuuuuuuuh! Muuuuh! Da will aber jemand dringend gemolken werden ;-). Mit einem L\u00e4cheln wachte ich nach dieser ruhigen und ziemlich k\u00fchlen Nacht auf. Schnell zogen wir uns warm an und freuten uns auf das Fr\u00fchst\u00fcck, das wir drau\u00dfen auf der Terrasse bekommen w\u00fcrden. Ein letztes Mal trank ich die leckere Bauernmilch und dann mussten wir uns auch schon von unserem Zimmer verabschieden. Dabei kam ein letztes Schmunzeln beim Blick auf unsere Dusche &#8211; neben dem Nachtk\u00e4stchen, verkleidet mit Stoff steht sie einfach so im Schlafzimmer wie ein ganz normales M\u00f6belst\u00fcck. So wie in den guten alten Zeiten ;-). Etwas wehm\u00fctig war ich dann schon, weil ich mich doch so wohl f\u00fchle auf dem Bauernhof&#8230;<br \/>\nAber weiter ging&#8217;s und das Ziel f\u00fcr diesen Tag lautete: &#8222;Auf nach Neu\u00f6tting!&#8220; oder &#8222;Nur noch 130 Kilometer bis zum Ziel!&#8220;<br \/>\nDas Wetter war anfangs sehr sch\u00f6n, wurde aber immer nebliger, um so n\u00e4her wir Rosenheim kamen. Dank Pulli und Jacke war auch das kein Problem und wir radelten am Inn entlang.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sbrunner.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/19.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.sbrunner.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/19-225x300.jpg\" width=\"225\" height=\"300\" class=\"alignnone size-medium wp-image-393\" srcset=\"https:\/\/www.sbrunner.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/19-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.sbrunner.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/19.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Landschaft war hier nicht sonderlich spannend. Auf der einen Seite der Inn, auf der anderen B\u00e4ume und sonst nichts. Bis Rosenheim blieb das auch so und wir waren schon etwas gelangweilt. Da kam dann aber eine nette \u00dcberraschung, weil der Innradweg direkt in den Au\u00dfenbereich des Innmuseums f\u00fchrt. Dort mussten wir eine M\u00fcsliriegelpause einlegen, um uns dar\u00fcber zu informieren, dass die Leute auch fr\u00fcher schon verschwenderisch waren, indem sie Einwegpl\u00e4tten bauten. Auch wenn die Begr\u00fcndung, dass ein Transport der Pl\u00e4tten flu\u00dfaufw\u00e4rts nicht funktionierte, Sinn macht ;-).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sbrunner.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/20.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.sbrunner.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/20-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignnone size-medium wp-image-392\" srcset=\"https:\/\/www.sbrunner.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/20-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.sbrunner.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/20.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zu lange blieben wir aber nicht und fuhren durch Rosenheim durch und waren schon bald wieder am Inn. Der Nebel war mittlerweile weg, die endlos langen Geraden am Fluss entlang ohne Abwechslung aber leider nicht. Die begleiteten uns noch kilometerweit, bis es irgendwann nicht mehr ganz so weit bis Wasserburg war. Dort wollten wir Pause machen. Allerdings kam etwa zehn Kilometer davor eine \u00dcberraschung. Eine Steigung! Ein H\u00fcgel! Bergauf! Die Beine waren zwar schon m\u00fcde, aber es machte Spa\u00df, wieder ein wenig Herausforderung zu haben und durch das h\u00fcgelige Bauernland zu fahren. Und es blieb nicht bei diesem einen H\u00fcgel, immer wieder ging&#8217;s bergauf, bergab und wieder hoch und runter. Auch wenn der Tacho schon sechzig Kilometer anzeigte, hatte ich komischerweise immer noch genug Energie. Und dann war es auch endlich so weit, wir fuhren in die Altstadt von Wasserburg und machten nach 65 Kilometern Mittagspause.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sbrunner.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/21.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.sbrunner.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/21-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignnone size-medium wp-image-391\" srcset=\"https:\/\/www.sbrunner.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/21-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.sbrunner.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/21.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zu diesem Zeitpunkt war uns noch nicht klar, dass wir nochmal genauso weit fahren mussten. Wir vermuteten urspr\u00fcnglich, nach hundertzwanzig Kilometern schon am Ziel zu sein. Gut gest\u00e4rkt stiegen wir nach unserer Mittagspause wieder auf die R\u00e4der, fuhren wieder bergauf und hatten dann einen sch\u00f6nen Blick auf die Stadt. Wasserburg war mit seiner typischen Inn-Salzach-Bauweise wirklich einen Besuch wert.<br \/>\nAuch der Weg nach M\u00fchldorf bot Steigungen und Gef\u00e4lle und an diesem Tag war das genau das Richtige, nach der langen \u00f6den Strecke am Fluss entlang. Seltsamerweise musste ich feststellen, dass ich richtig Spa\u00df dran hatte, mich erst einen H\u00fcgel hoch zu qu\u00e4len, um dann das runterfahren wieder zu genie\u00dfen. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sbrunner.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/221.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.sbrunner.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/221-225x300.jpg\" width=\"225\" height=\"300\" class=\"alignnone size-medium wp-image-398\" srcset=\"https:\/\/www.sbrunner.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/221-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.sbrunner.net\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/221.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die H\u00fcgel zogen sich noch bis M\u00fchldorf und ab da kannte ich mich auch wieder aus. Der weitere Weg sollte von M\u00fchldorf hinaus \u00fcber T\u00f6ging nach Neu\u00f6tting f\u00fchren. Mittlerweile hatten wir die hundert auf dem Tacho auch schon \u00fcberschritten. Zwischen M\u00fchldorf und T\u00f6ging lief es noch ganz gut, aber dann verlie\u00df uns ziemlich schnell die Motivation. Zum Einen kannte ich die Gegenden hier schon mehr, als man sie durch den Radweg auch nur erahnen konnte und zum Anderen wurde es mit jedem Kilometer anstrengender. Irgendwie ist es kaum zu glauben, dass man dann doch so schnell merkt, dass man ersch\u00f6pft ist. Die Kilometer zogen sich zum Schluss ganz sch\u00f6n und bei Kilometer hundertzwanzig waren wir gerade mal in T\u00f6ging. Kilometer f\u00fcr Kilometer legten wir zur\u00fcck und treteten noch schneller in die Pedale. Und dann war&#8217;s endlich geschafft! Wir standen \u00fcbergl\u00fccklich am Ziel, waren in Neu\u00f6tting angekommen und wurden herzlich begr\u00fc\u00dft. Wir sahen zwar &#8222;etwas&#8220; fertig aus &#8211; was wir von allen Familienmitgliedern best\u00e4tigt bekamen \ud83d\ude09 &#8211; aber eine Dusche, ein St\u00fcck Maulwurfkuchen und eine kleine Gem\u00fcsepfanne brachten wieder etwas Leben in uns. Fr\u00fch fielen wir sehr m\u00fcde ins Bett und hatten uns den kommenden Tag Pause somit wirklich verdient. Nach f\u00fcnf Tagen durchradeln war das auch n\u00f6tig und wir konnten am n\u00e4chsten Tag den weiteren Streckenverlauf besser planen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Muuuuuuh! Muuuuuuuuuh! Muuuuh! Da will aber jemand dringend gemolken werden ;-). Mit einem L\u00e4cheln wachte ich nach dieser ruhigen und ziemlich k\u00fchlen Nacht auf. Schnell zogen wir uns warm an und freuten uns auf das Fr\u00fchst\u00fcck, das wir drau\u00dfen auf der Terrasse bekommen w\u00fcrden. 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