{"id":3823,"date":"2012-09-09T09:48:18","date_gmt":"2012-09-09T07:48:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sbrunner.net\/?p=3823"},"modified":"2023-03-23T20:05:58","modified_gmt":"2023-03-23T18:05:58","slug":"meine-ersten-felsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sbrunner.net\/?p=3823","title":{"rendered":"Meine ersten Felsen"},"content":{"rendered":"<p>Hallo zusammen!<\/p>\n<p>Wenn man an die S\u00e4chsische Schweiz und das Elbsandsteingebirge denkt, hat man oft auch die hohen Sandsteinfelsen im Kopf und denkt dabei vielleicht auch ans Klettern, nat\u00fcrlich das S\u00e4chsische Klettern. Einer meiner W\u00fcnsche f\u00fcr meinen Aufenthalt hier war, das auch mal auszuprobieren. Und am Freitag ergab sich dann auch ganz unerwartet die Gelegenheit dazu.<\/p>\n<p>Das Programm war relativ fr\u00fch aus und somit hatte ich nicht viel zu tun. Als mein Mitbewohner heimkam, fragte er mich, was ich denn noch geplant h\u00e4tte und meinte dann, ob ich nicht Lust h\u00e4tte, zum Klettern mitzukommen. Was f\u00fcr eine Frage! Nat\u00fcrlich :-)! Und so packte ich Gurt und Schuhe und wir wurden von einer weiteren Kletterfreundin abgeholt.<\/p>\n<p>Ziel war der Gamrig, wo sich ein paar leichte Kletterfelsen befinden. Den Vorstieg machte mein Mitbewohner, der uns dann immer von oben sicherte. Im S\u00e4chsischen Klettern klettert man den Felsen nach oben und sichert dann die Nachsteiger von dort. Um wieder runterzukommen seilt man sich ab &#8211; was ich hier ganz neu lernte, ich hatte das zuvor noch nie gemacht. Das Sicherungen Legen ist hier auch eine ganz eigene Kunst, weshalb man am liebsten einen erfahrenen Kletterer dabei hat, der den Vorstieg \u00fcbernimmt, in unserem Fall mein Mitbewohner.<\/p>\n<p>Der erste Teil des ersten Felsens ging ganz einfach nach oben. Und hier merkte ich schon, was es f\u00fcr ein Unterschied ist, wenn man drau\u00dfen klettert. Echter Fels in der Hand, etwas Sand zwischen den Fingern und auch echte H\u00f6he. Der zweite Teil war etwas anstrengender, vor allem f\u00fcr den Kopf. Ich merkte vor allem an einer Stelle, dass mir die H\u00f6he in der Natur mehr Respekt einfl\u00f6\u00dft, als in der Halle. Eigentlich w\u00e4re ein Trittwechsel an dieser Stelle kein Problem gewesen, aber in die Griffigkeit des Sandsteins hatte ich kein so richtiges Vertrauen. Nach oben kam ich dann aber doch, wenn auch etwas umst\u00e4ndlicher. Und dort hatten wir einen traumhaften Ausblick. Und so sa\u00df ich wirklich auf einem Felsen, an dem es rechts, links, vor und hinter mir bergab ging, was neben dem H\u00f6henkribbeln vor allem ein Freudekribbeln ausl\u00f6ste :-).<\/p>\n<p>Danach lernte ich das Abseilen. Vorher hatte ich das noch nie gemacht und es erfordert schon etwas Mut, sich an den Felsen zu stellen und das Seil lockerer zu lassen. Aber dann hat auch das ganz gut funktioniert und ich bin heil wieder unten angekommen.<\/p>\n<p>Danach kam ein zweiter Felsen, der sch\u00f6ner im Aufstieg war &#8211; vielleicht deshalb, weil der Mut nun etwas gr\u00f6\u00dfer war. Und auch hier hatten wir von oben einen wundersch\u00f6nen Ausblick auf die untergehende Sonne in richtung Rathen, wo man die Basteifelsen und die Festung Niederrathen sehen konnte und das Elbtal :-). Wir bereuten es, keine Kamera oder zumindest ein Handy dabei zu haben.<\/p>\n<p>Zum Schluss wartete noch ein dritter Felsen. Ich versuchte mich als zweite, scheiterte aber schon sehr schnell. Die Kletterfreundin probierte es nach mir und zog sich dann mithilfe der Expressen nach oben &#8211; die danach leider so lag, dass ich diese nicht benutzen konnte. Auch so glaube ich, dass mir die Anstrengung f\u00fcr den Tag schon genug war. Deshalb versuchte ich den letzten Felsen nicht weiter. Als die anderen beiden wieder runterkamen, wurde es auch immer dunkler und wir liefen im Finsteren zur\u00fcck zum Auto.<\/p>\n<p>Auf dem Heimweg kamen uns ein Reh und ein Dachs entgegen und nach einem kleinen Abendessen fiel ich v\u00f6llig ersch\u00f6pft ins Bett. Die Einf\u00fchrungswoche schlaucht mehr, als man denkt, aber mit so einem herrlichen Tagesabschluss kann man nur mit einem L\u00e4cheln einschlafen. Schlie\u00dflich hatte ich meine ersten Felsen erklettert :-)!<\/p>\n<p>Liebe Gr\u00fc\u00dfe,<br \/>\nSabine \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo zusammen! Wenn man an die S\u00e4chsische Schweiz und das Elbsandsteingebirge denkt, hat man oft auch die hohen Sandsteinfelsen im Kopf und denkt dabei vielleicht auch ans Klettern, nat\u00fcrlich das S\u00e4chsische Klettern. 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