Archiv für die Kategorie ‘Klettern’

Klettern in Konstein: Hintere Konsteiner Wand und Asterix und Obelix

Freitag, 01. September 2017

Hallo zusammen,

nachdem wir den Sonntag im Allgäu verbracht hatten, wurde das Wetter am Montag flächendeckend schön und wir konnten die Kletterpläne umsetzen. Es ging wieder nach Konstein, denn dort gibt es neben Lucky Luke noch zahlreiche andere Felsen, an denen wir unser Glück probieren wollten. Dieses Mal standen die Hintere Konsteiner Wand und Asterix und Obelix auf dem Plan.

Die Hintere Konsteiner Wand liegt frei und ist daher auch recht sonnig. Wir gingen dort zuerst hin, was eine gute Idee war, da es im Laufe des Tages recht warm wurde. So konnten wir den Vormittag in der Sonne am Fels genießen und waren in der Hitze später im Wald. Und wir hatten das große Glück, den Felsen für uns alleine zu haben.

Wir starteten mit einer leichten Tour und wählten dazu die 4- mit dem prägnanten Namen „Rechter Weg“. Es gibt auch einen „Linken Weg“, eine 3, die wir aber nicht geklettert sind. Der Name kommt, da man rechts oder links um einen Felsen rumklettert. Die erste Route war nicht schwer, aber stürzen hätte man dort nicht dürfen. Anfangs ging es ein Stück hoch bis zur ersten Sicherung und man war auf einem Plateau. Wenn man also danach gestürzt wäre, wäre das ein hartes Fallen gewesen. Da der rechte Weg aber nicht sonderlich schwer ist, war die Route zum Aufwärmen ganz gut.

Weiter ging es mit einer 4, der „Westplatte“ und dann anspruchsvoller eine 6, der „Westpfeiler“. Allerdings waren wir uns ziemlich sicher, dass wir an der Schlüsselstelle geschummelt hatten. Wir wussten zwar nicht, wie wir das anders hätten klettern sollen, aber so wie wir sie geklettert sind, war es keine 6.

Danach kletterten wir noch eine laut Kletterführer sehr empfehlenswerte 6-, die „Hic Rhodos est“. Eine Stelle machte uns hier zu schaffen, so dass wir erst an der Sicherung dort stoppten und erst beim zweiten Versuch die Route schafften. Nach diesem schönen Abschluss an der Hinteren Konsteiner Wand wechselten wir zu Asterix und Obelix.

Dafür ging es in den Wald hinein auf schon bekanntem Wege von Lucky Luke. Asterix und Obelix befindet sich noch ein Stück vor Lucky Luke. Der Fels ist bekannt dafür, dass die Absicherung sehr gut ist und das können wir auch bestätigen. Die Abstände der Haken sind fast wie in der Kletterhalle, was zu sehr entspanntem Klettern führt. Hier waren wir nicht mehr allein und es waren noch ein paar andere Kletterer da.

Wir starteten mit „Wickie“, eine 5 und die angeblich beste Route am Fels. An manchen Stellen musste ich für die guten Griffe etwas länger suchen, obwohl die Route eigentlich für die guten Griffe bekannt ist. Als ich sie hatte, waren sie das auch 😉 . Danach versuchten wir uns wieder an einer 6-, der Route „Tabaluga“. Wirklich schwer ist aber nur der Einstieg, alles danach ist leicht zu klettern. Nachdem wir nun doch schon einiges geklettert waren, wählten wir zum Schluss noch eine leichte Route, eine 4- ganz links mit dem Namen „Lucky Luke“. Dort war auch klar, warum bei Asterix und Obelix Steinschlaggefahr ist, der Fels war hier sehr brüchig und man musste jeden Griff mehrmals prüfen.

Auch an diesem Felsen bleiben noch einige Routen die spannend aussehen – neben der Asterix- und der Obelixroute wartet auch noch die leichte Route von Lisa Simpson auf uns. Beim nächsten Mal dann 😉 . Wir haben bei diesem Kletterausflug nach acht Routen die Zeit ganz vergessen und waren überrascht, dass es schon sechs Stunden später war. Neben kleinen Essenspausen hatten wir die ganze Zeit am Fels verbracht 🙂 . Ein gelungener Kletterausflug 😀 !

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Klettern in Konstein: Lucky Luke

Samstag, 12. August 2017

Hallo zusammen!

Letztes Wochenende war es endlich so weit: Das erste Mal draußen klettern ganz ohne Kurs. Ich war in Kufstein und auf Mallorca zum Kletterkurs und auch beim Alpinkletterkurs draußen Sportklettern. Aber allein bis dahin noch nicht. Und nun ging es endlich mit der Erfahrung aus Kufstein zum ersten Mal alleine nach draußen: Nach Konstein.

Beim Konsteiner Klettergebiet angekommen wird man zuerst vom Dohlenfelsen begrüßt. Dieser bietet viele Touren, die aber alle über unserem Schwierigkeitsgrad liegen. Unser Ziel war erst mal wieder das Umbinden zu üben und uns an den Fels zu gewöhnen. Dafür wollten wir zur Plattenwand Lucky Luke. Wir liefen zuerst etwas zu weit, drehten dann wieder um und hatten so einen längeren Zustieg als geplant. An der Wand angekommen ging es dann los.

Lucky Luke ist bekannt dafür, dass dort viele leichte Touren sind, sich Anfänger wohlfühlen und er auch gut besucht ist. Auch an diesem Tag war der Fels gut besucht, wir fanden aber immer eine Route für uns. Wir versuchten die Topo zu lesen und kletterten dann einige Routen. Los ging’s mit einer 4-, mit der wir uns gut wieder an alles gewöhnten. Jeder baute mal um und nahm das Material wieder komplett mit nach unten. Ebenso machten wir es bei einer weiteren Route.

Danach kam die angeblich längste Route am Fels, eine 4er. Wir kletterten dann noch eine 4er, eine 4+ und eine 5er. Mit der 5er begann der Spaß dann so richtig, da es nun doch etwas fordernder war als die ganzen 4er zuvor. Gereizt hätte uns noch die 5+/6-, aber es war schon spät und daher entschieden wir uns, die für das nächste Mal aufzuheben. An den meisten Routen baute jeder von uns um und nahm das Material mit, manchmal ließ ich es auch drin, da es schon viel Zeit kostet.

Der Fels ist perfekt zum Üben, es gibt viele schöne Routen, die man ohne Angst machen kann. Es ist schon faszinierend, wie anders das Klettern draußen doch ist. Während man in der Halle mit der 7- rumprobiert, schafft man draußen gerade erst 5er. Wie viel geht wissen wir nicht, das müssen wir noch weiter probieren. Vielleicht klappen ja sogar schon Routen in Richtung 6. Fokus liegt aber erst mal weiterhin darauf, mit den ganzen Handgriffen draußen sicher zu werden.

Es war schön endlich wieder richtigen Fels zu spüren und in das draußen klettern wieder reinzukommen. Die letzte Route hat dann richtig Spaß gemacht, schließlich ist es schon spannender, wenn man ein bisschen mehr nachdenken muss. Die Herausforderung ist momentan noch das Finden der guten Griffe und Tritte. Schon bei der 5er musste ich an einer Stelle länger überlegen, bis ich endlich den richtigen Griff in der Hand hatte. Dafür war das Erfolgserlebnis um so größer 🙂 . Ich freu mich auf mehr 😀 !

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Kufstein und Kletterkurs in Morsbach

Mittwoch, 09. August 2017

Hallöchen zusammen!

Am zweiten Juliwochenende war in Kufstein vom SAAC ein kostenloser Kletterkurs. Nachdem ich das gesehen hatte, dachte ich mir, dass es nicht schaden könne, die Theorie von Neuem zu lernen. Nach ein wenig Überzeugungsarbeit waren wir dann zu viert, die wir den Kurs machen wollten. Um das Wochenende gemütlich zu beginnen, wollte ich aber schon am Freitag nach Kufstein fahren und die Stadt noch etwas genießen.

Und daher ging es schon Freitagabend nach Kufstein und dann erst mal in unsere Unterkunft. Nachdem wir unsere Sachen abgestellt hatten, liefen wir zurück in die Stadt. Den Abend verbrachten wir mit Abendessen bei einem Italiener und Spazieren durch die Stadt, am Inn entlang und wieder zurück zur Unterkunft.

Am Samstag war nur Theoriekurs angesagt und dieser sollte erst um 16 Uhr starten. Leider war das Wetter nicht ganz so, wie wir es uns gewünscht hatten. Als wir nach dem Frühstück durch die Stadt liefen, überraschte uns gleich ein Platzregen. Zum Glück war eine Unterführung in der Nähe, unter der wir uns schützen konnten. Nachdem der Regen kurz aufgehört hatte, wechselten wir in die Kufstein Galerien. Einkaufen ist bekanntlich nicht mein größtes Hobby, aber es stand noch ein Geburtstagsgeschenk aus und da wurden wir fündig. Nachdem sich das Wetter dann etwas beruhigt hatte, spazierten wir durch die Stadt und durch einen Künstlermarkt. Danach machten wir uns auf den Weg zur bekanntesten Sehenswürdigkeit Kufsteins: Die Festung.

Für zehn Euro kamen wir dank Gästekarte hinein und wählten den Treppenaufstieg und nicht die Panoramabahn. Und schon dort ging es los mit Seitengängen und Beschreibungen zu den entsprechenden Orten. Auf der Festung kamen wir dann am tiefen Brunnen vorbei, unterquerten die Burg durch einen relativ langen Tunnel, besuchten den Kräutergarten und lernten allerlei Grausames im Foltermuseum. Zum Mittagessen blieben wir auch auf der Festung im zugehörigen Restaurant. Man kann sich eine ganze Weile auf der Festung aufhalten und ich war überrascht, wie viel es zu sehen gab. Ich kannte bisher das Gerücht, dass der Eintritt überteuert wäre, fand aber, dass man für den Preis auch viel geboten bekommt.

Nun wurde es aber Zeit, dass wir uns langsam auf den Weg zum DAV Kufstein machten. Dort startete um 16 Uhr das Klettercamp. Nachdem sich alle eingefunden hatten und wir im Vortragsraum waren, stellte sich jeder vor mit Erwartungen und Vorkenntnissen. Basierend darauf konnte der Trainer schon planen, welche Gruppen am nächsten Tag nötig waren. Danach kam der Theorieteil – wir lernten alles über die verschiedenen Kletterarten, Sicherungsgeräte, worauf wir aufpassen mussten usw. Nachdem wir vereinbart hatten, wo wir uns am folgenden Tag treffen würden, war der Theorieteil beendet. Hungrig suchten wir nach etwas zu essen und entschieden uns dann nach einigem Umhersuchen für unseren nun Stammitaliener 😉 .

Am nächsten Tag folgte nach einer durchregneten Nacht der Praxisteil. Zum Glück hatte es das Regnen aufgehört und es wurde entschieden, dass wir zum Klettergarten Morsbach fahren würden. Dort gibt es viele leichte Routen, er ist also perfekt geeignet für Kletterkurse. Nun hatten wir etwa fünf bis sechs Stunden, um das Klettern draußen zu lernen. Das Material wurde verteilt und wir wanderten vom Parkplatz gemeinsam zum Klettergarten. Wir hatten zu fünft einen Trainer und er erklärte uns vor allem das Umbinden in zwei Varianten und das Abseilen. Wir übten eine Weile am Boden und wechselten dann zu Kletterrouten in den UIAA Kategorien 3 (Vorstieg), 5+ (Toprope und Umbinden üben) und 6. Letztere war für uns alle eine Herausforderung, die wir Stück für Stück im Team kletterten. Leider reichte die Zeit nicht mehr, um die Route fertig zu klettern.

Und damit war der Kurs auch schon wieder vorbei. Es war für drei von uns ein schöner Einstieg in das draußen klettern, für mich eine gute Wiederholung und noch dazu wurde uns das ganze Material kostenlos gestellt. Die Trainer kannten sich in der Materie aus und gingen ganz auf unsere Bedürfnisse ein. Es war ein tolles Wochenende mit Kufstein kennenlernen und draußen klettern 🙂 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Eine Woche auf Kos (1): Radeln, Ausgrabungsstätten, Burgen und Bouldern

Mittwoch, 02. August 2017

Hallöchen zusammen!

Wie im vorigen Beitrag schon angedeutet, ging es direkt in den Urlaub. Ziel war die griechische Insel Kos, die mit ihren 290 Quadratkilometern gut in einer Woche zu erkunden ist. Dank starker Flugverspätung und Mückeninvasion war die erste Nacht wenig erholsam. Daher reichte der erste Tag nur für einen Spaziergang in der Umgebung und Planen einer Strategie gegen die Mückenplage. Der Urlaub startete also einen Tag später. Hier ist zu erwähnen, dass der Salzsee in der Nähe von Tigaki dafür sorgt, dass Tigaki im Frühling eine Mückenplage hat – und damit meine ich ohne Übertreibung hundert Mücken im Hotelzimmer. Mückenstecker helfen am besten.

Radltour mit Besuch von Asklepieion

Endlich ausgeschlafen ging dann am zweiten Urlaubstag der Urlaub richtig los: Mit einer kleinen Radltour. Der Reiseführer hatte eine flache Radltour und eine mit ein paar Höhenmetern – welche ich machen wollte versteht sich von selbst. Daher hatten wir schon wenig später ein Mountainbike ausgeliehen und radelten los in Richtung Zia. Und da ging es erst mal bergauf. Wir radelten durch Lagoúdi, wo wir wie vom Reiseführer empfohlen zur Kirche schauten. Dann ging es weiter bis nach Zia. Zia ist eine sehr touristische Stadt, die hoch liegt, einen schöne Ausblick ins Tal hat und von wo aus man angeblich einen sehr schönen Sonnenuntergang hat. Allerdings mit tausend anderen Touristen. Nach einem Spaziergang durch Zia radelten wir ein ganzes Stück weiter, bis wir zur Abzweigung zum Asklepieion kamen.

Asklepieion oder Asklipion ist die wohl bekannteste Ausgrabungsstätte auf Kos. Daher machten wir hier auch Pause und schlenderten durch die Ausgrabungen. Geehrt wurde der griechische Gott der Heilkunst Asklipios.

Es ist noch einiges gut erhalten, das man anschauen kann. Es gibt zwei Gebäude in denen Ausgrabungen ausgestellt sind und dann die Ausgrabungsstätte selber. Die Marmortreppe ist noch erhalten, überall sind noch Säulen und mithilfe der Tafeln lässt sich gut erahnen, wie es hier mal ausgesehen haben soll.

Nach diesem ersten kulturellen historischen Ausflug und einer kleinen Stärkungspause radelten wir weiter. Es ging durch Kos Stadt und wir kamen schon an einigen Dingen vorbei, die wir am nächsten Tag noch sehen würde. Zurück ging es von Kos Stadt nach Tigaki an der Küste entlang. Es war windig und wir hatten ein schönes Wellenspiel auf unserer rechten Seite. Den Tag beendeten wir mit einer Runde Schwimmen und einem leckeren Abendessen.

Kos Stadt: Festung und Ausgrabungen

Das Mietauto für die kommenden Unternehmungen gab es in Kos Stadt. Daher verbrachten wir den Tag in der Hauptstadt der Insel. Nachdem wir erkundet hatten, wo wir das Auto später abholen können – was eine ganze Weile gedauert hatte – besuchten wir die Festung Neratzia.

Die Festung ist den Besuch wert. Während Asklipios vom Vortrag schon teuer war, war die Festung überraschend günstig. Leider habe ich die Preise nicht mehr im Kopf. Wir waren aber positiv überrascht und konnten uns eine ganze Weile dort aufhalten. Wer gerne fotografiert wird sich dort auch wohlfühlen. Das Meer in der Ferne, die Säulen und Burg vor einem und dazu immer wieder eine bunte Blumenpracht. Es hat Spaß gemacht durch die Festung zu laufen.

Nach diesem Ausflug besuchten wir den ältesten Baum Griechenlands, die Platane direkt in der Nähe der Festung. Damit konnten wir das auch abhaken 😉 . Danach ging es zur westlichen Ausgrabungsstätte – diese ist sogar kostenlos und man könnte rein theoretisch auf den alten Ausgrabungen rumturnen und tun was man will. Wir nutzten den Ort für unsere Mittagspause.

Danach schauten wir uns noch den Odeon an. Am Casa Romana sind wir nur vorbeigelaufen, beim Odeon waren wir auch nicht recht lange. Irgendwann hatten wir das Gefühl, schon genug Ausgrabungen gesehen zu haben 😉 .

Danach machten wir uns wieder auf den langen Weg zur Autovermietung und holten das Auto für die kommenden Tage. Der Abend war wieder entspannt mit gutem Essen und einem Spaziergang in Tigaki.

Pyli und Alt-Pyli

Der nächste Tag sollte spannend starten mit der großen Sehenswürdigkeit Pylis: Dem Dorfbrunnen. Der Reiseführer hatte den Dorfbrunnen so hervorgehoben, dass dies gleich das erste Ziel unserer ersten Autotour sein sollte. Und irgendwie war es genau das, was wir vermutet hatten: Ein Dorfbrunnen. Damit konnten wir auch das abhaken 😉 .

Wir liefen dann noch zum Grab des Harmylos. Aber auch das ist nicht unbedingt zu empfehlen. Dort wartet jemand, erzählt die Geschichte des Grabes, schenkt Früchte oder ähnliches und dann wird eine Spende erwartet. Wir fanden es etwas unangenehm und waren froh, als wir wieder bei unserem Auto waren. Ob Pyli einen Besuch wert ist muss jeder selbst entscheiden.

Ab nun wurde es aber spannender. Wir fuhren nach Alt-Pyli, um dort zur Burg aufzusteigen. Und das machte richtig Spaß. Anfangs liefen wir zwar kreuz und quer rum und konnten die Burg zwar sehen, waren aber auf der falschen Seite. Nachdem uns ein anderes deutsches Touristenpaar geholfen hatte, waren wir aber auf dem richtigen Weg. Und ich sah die erste griechische Landschildkröte! Ein Höhepunkt für mich 🙂 .

Wir stiegen zur Burg hinauf und waren fast allein. Es war windig und wolkig, aber schön. Wir hatten einen tollen Ausblick auf die Insel und auch die Burg selber war spannend. Wieder eine Ruine, aber genau das machte den Ort besonders.

Wir genossen die Aussicht, schauten rum und waren froh, den Weg noch gefunden zu haben. Die Kombination aus Ruine und etwas Hochwandern gefiel mir besonders gut. Das war ein sehr schöner Ausflug.

Danach gingen wir auf nun bekannten Weg wieder zurück zum Parkplatz. Nun wartete die sportliche Nachmittagsbeschäftigung auf uns.

Hippocrates Boulders

Eigentlich kennt man Kos ja nur daher, dass man von dort nach Kalymnos zum Klettern fährt. Aber damit wird Kos unrecht getan, denn auch Kos bietet Kletterfreuden, oder genauer: Boulderfreuden. Das Bouldergebiet Hippocrates hat eine ganze Reihe verschiedener Boulder. Wir hatten zwar weder Boulderführer noch Crashpad dabei, anschauen wollten wir es uns aber trotzdem.

Und damit war ich das erste Mal draußen bouldern. Natürlich nur die ganz leichten Sachen, natürlich nicht viel, aber das erste Mal erkundete ich ein Outdoor-Bouldergebiet. Ich war begeistert! Draußen bouldern ist ja nochmal ganz was anderes als drin und macht richtig Spaß.

Es wäre schön gewesen, wenn wir einen Führer gehabt hätten. So fanden wir hin und wieder eine Markierung und konnten die Schwierigkeitsgrade nur erahnen. Aber auch so war der Ausflug eine tolle Abwechslung. Und am Abend hatten wir uns das Essen verdient 😉 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Grünstein (1304m), Archenkanzel (1346m) und Klettersteig Hausbachfall

Montag, 10. Juli 2017

Hallo zusammen!

Am ersten Märzwochenende ging es wieder in die Berge. Ziel war diesmal der Grünstein mit anschließendem Klettersteig in Reit im Winkl.

Es gibt verschiedene Wege auf den Grünstein. Die mir bekannten sind über den Klettersteig oder auf dem Wanderweg parallel dazu. Es gibt aber auch die Möglichkeit vom Parkplatz Hammerstiel aus loszuwandern – das ist wohl die leichteste Variante. Und genau die wählten wir an diesem Tag.

Es lag gleich zu Beginn Schnee, was den Aufstieg dann doch etwas erschwerte. Die wenigen Höhenmeter hatten wir aber trotzdem schnell geschafft und wir standen schon recht bald auf dem Gipfel des Grünsteins. Um uns rum waren die Berge schneebedeckt, wir hatten eine wunderschöne Aussicht! Der Watzmann zeigte sich wieder von seiner besten Seite und strahlte uns an. Da kommt Sehnsucht auf 😉 . Da es so schön war, entschieden wir uns, noch über die Kührointalm zur Archenkanzel zu wandern.

Wandernd war fast niemand unterwegs, die meisten hatten ihre Tourenschi dabei. Das fiel bei uns weg und auch die Schneeschuhe waren zu Hause. Aber es klappte auch so ganz gut. Es hatte zwar einiges an Schnee, aber es war nie so tief, dass es ein Problem gewesen wäre. Dafür hatten wir eine traumhafte Winterlandschaft um uns.

Die Archenkanzel bietet einen wunderschönen Blick auf den Königssee. Von da aus führt auch der Rinnkendlsteig nach St. Bartholomä. Das war an diesem Tag aber nicht unser Ziel. Wir staunten über den doch recht weit zugefrorenen Königssee.

Nach diesem kleinen Ausflug drehten wir wieder um. Wir wanderten wieder zurück zur Kührointalm und genossen die Winterlandschaft. Der Schnee war herrlich, noch dazu hatten wir bestes Wetter und alles war still um uns. Eine Traumumgebung zum Wandern.

Wir liefen denselben Weg wieder zurück, den wir auch gekommen waren. Es ging also zuerst zur Alm und dann wieder zum Grünstein, von wo aus wir den bekannten Weg zurück nach Hammerstiel wanderten. Nun war aus der anfangs klein geplanten Tour doch etwas mehr geworden.

Und der eigentliche Plan war, dass wir nun etwas essen wollten. Wir hatten ein paar Ideen, wo es was geben könnte, aber da gab es leider dann doch nichts. Also wollten wir auf dem Weg nach Reit im Winkl schauen – aber auch da gab es nichts.

Macht nichts – gehen wir also erst mal den Klettersteig. Das war mein erster Klettersteig der Saison und ich war etwas unsicher, weil es ja doch etwas nass war. Die Sorge war aber unbegründet, der Fels am Klettersteig war größtenteils trocken. Er fiel mir trotzdem relativ schwer, was wohl davon kam, dass ich erschöpft von der Tour war, etwas hungrig und es der erste Klettersteig seit langem war.

Nachdem der Klettersteig geschafft war, wollten wir endlich etwas essen. Nachdem wir noch ein paar Restaurants anfuhren und nirgends erfolgreich waren (es war dann doch noch zu früh für Abendessen), kamen wir erst kurz vor München dazu. Das war dafür aber sehr lecker! Und damit endete ein schöner langer winterlicher Bergtag 🙂 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂