Archiv für die Kategorie ‘Klettern’

Kletterurlaub auf Mallorca: Der Kletterkurs

Donnerstag, 20. April 2017

Hallöchen zusammen,

der Hauptgrund, warum ich auf Mallorca war, war ein Outdoorkletterkurs. Und den bekam ich ganz exklusiv und alleine von Kerstin. Damit hatte ich ein super auf mich abgestimmtes Programm, bei dem ich sehr viel lernte und Kerstin besonders auf mich eingehen konnte. Der Kurs bestand aus drei Teilen:

  • Tag 1: Kennenlernen des Gebietes Sa Mola in Felanitx, Nachstieg und Umbau
  • Tag 2: Sa Mola in Felanitx: Schwerpunkt Vorstieg
  • Tag 3: Ausflug ins Klettergebiet nach Cala Magranor mit dem Schnellboot

Normalerweise gibt es zwischen Tag 2 und 3 einen Tag Pause, das war bei uns wegen dem Wetter aber nicht möglich. Daher hatte ich drei Tage hintereinander den Kurs und war danach auch etwas erschöpft 😉 .


Die ersten zwei Tage lernte ich, auf was ich beim Klettern draußen achten muss. Dazu gehört einerseits das etwas andere Klettern als in der Halle und andererseits die Technik – also Nachstieg, Umbauen und Expressen einhängen. Dazu kam, dass ich am Fels sehr viel Respekt hatte und mir Kerstin hier sehr geholfen hat, entspannt am Fels klettern zu können. So lernte ich die zwei Tage sehr viel und konnte gleichzeitig auch sehr viele Routen klettern. Schon am zweiten Tag merkte ich, dass ich entspannter am Fels wurde und hatte entsprechende Erfolgserlebnisse.


Am dritten Tag kam dann der Kletterausflug. Mit dem Schnellboot fuhren Kerstin, Armin, Emilio und ich nach Cala Magranor zum Klettern. Mit der Topo suchte ich die Routen raus, die für mich geeignet waren und dann ging es los. Ich merkte am dritten Tag deutlich, dass ich die Tage zuvor auch klettern war. Vor allem meine Füße waren sehr angestrengt. Trotzdem kletterte ich einige Routen – ein paar im Vorstieg, ein paar im Nachstieg.

Es war ein tolles Gefühl mit dem Meer im Hintergrund zu klettern und noch dazu war es einfach super entspannt. Mal kletterte ich, mal Kerstin, mal Armin und auch Emilio. Wir machten Pause auf den Steinen, beobachteten das Meer und hatten eine tolle Zeit. Das Wetter war schön und wir hatten einen wunderbaren letzten Klettertag.


Am Tag drauf kam noch eine Kletterin als Gast und da hätte ich dann nochmal zum Klettern mitkommen können. Bis zu den Felsen fuhren wir mit, da war es dann aber sehr stürmisch und es hatte hohe Wellen. Nachdem ich immer noch recht fertig von den Tagen davor war und mich nach „näherer Bekanntschaft“ die Wellen auch abschreckten (ich wollte ungern von einer Welle an der Wand erwischt werden), entschied ich mich dann aber gegen den vierten Klettertag und für einen entspannten Inselerkundungstag. Die Tage darauf war klettern leider nicht mehr möglich, da das Wetter schlechter wurde.

Ich hatte drei wunderschöne Klettertage auf Mallorca und habe viel gelernt. Mallorca ist ein super Klettergebiet, was mir vorher gar nicht bewusst war. Mit dem Meer im Hintergrund ist es traumhaft schön und dass ich im Dezember noch draußen klettern konnte, war schon ein besonderes Gefühl. Mallorca ist auch bekannt für das Deep Water Soloing – da ist der Dezember aber etwas zu kalt 😉 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Schützensteig am Jenner

Freitag, 15. Juli 2016

Hallo zusammen,

wenn man der Familie vorschwärmt, wie schön es in den Bergen ist, wie viel Spaß ein Klettersteig macht und was für ein anderes Gefühl es ist, den Fels miteinzubeziehen, dann kommt irgendwann die Idee, das zusammen zu machen. Und daher saßen wir am letzten Samstag zu viert im Auto nach Berchtesgaden. Dort wartete der Schützensteig auf dem Jenner auf uns.

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Am Abend zuvor hatte ich mithilfe von Bandschlinge und Co. einen kleinen Klettersteig in der Wohnung aufgebaut und das Handling erklärt. Dazu ein paar Infos, auf was man achten muss und wie man am Klettersteig am besten entlanggeht und damit waren alle gerüstet. Das, was uns nun aber beunruhigte, waren die schwarzen Wolken vor uns. Und ein Stück weiter, waren’s nicht nur die Wolken, sondern dicke Regentropfen, die vom Himmel fielen. Am Abend zuvor hatte ich noch gemeint: „Einen Klettersteig sollte man nie bei Regen gehen und nur, wenn er trocken ist“. Und nun standen wir in Berchtesgaden und wussten nicht, was wir tun sollten. Das Wetter sollte aber im Laufe des Tages besser werden, also änderten wir einfach den Plan: Wir spazierten erst mal durch Berchtesgaden und machten dort ein verfrühtes Mittagessen. Und in der Zeit klarte es auch endlich auf.

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Der Schützensteig ist im Schwierigkeitsgrad A/B und auch so gelegen, dass er schnell trocknet. Daher entschieden wir uns dafür, dann die Klettersteigsets für meine Familie zu holen und dann mit der Jennerbahn nach oben zu fahren. Für wandern war die Zeit nun leider zu kurz, aber das Hauptziel war auch der Klettersteig. Von der Bergstation aus liefen wir ein Stück nach unten und dann kam auch schon das Schild, das den Klettersteig anzeigte. Unterhalb des Gipfelkreuzes des Kleinen Jenner geht es über einen Pfad im Wald zum Einstieg des Klettersteigs.

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Wir legten unsere Ausrüstung an und dann konnte es losgehen. Ich zeigte meiner Familie nochmal auf was zu achten war und dann liefen wir los. Zahlreiche Klammern sind an der Wand, so dass man immer ausreichend Halt und Trittmöglichkeiten hat. Der Klettersteig ist zwar schon ausgesetzt, aber sehr gut gesichert. Das Highlight, auf das man von Anfang an wartet, ist der Flying Fox. Hier kostet es dann doch etwas Überwindung, sich in die Konstruktion reinzuhängen und rüberzufliegen. Man muss halt drauf vertrauen, dass das regelmäßig kontrolliert wird 😉 . Dafür ist’s ein Riesenspaß und lockert die Runde auf.

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Die Ausblicke sind ein Traum. Ich liebe das Berchtesgadener Land sowieso und der Blick auf den Watzmann macht die Runde natürlich noch besser. Das Wetter wurde auch bei jedem Schritt besser und wir waren froh, jetzt doch noch am Fels zu hängen. Das hatte sich gelohnt!

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Meiner Familie machte es Spaß. Es war zwar ausgesetzter als gedacht, aber das meisterten alle gut und auch wenn mal Klammern so direkt über dem Nichts waren, kamen wir gut voran. Eine Hängebrücke bringt zwischendurch nochmal Abwechslung in das Klammernsteigen und Spaß.

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Zum Schluss führt der Weg bergauf. Während wir anfangs erst mal hauptsächlich an der Wand entlang sind, wollten wir ja noch in Richtung Gipfel. Beginnend mit ein paar Stufen ging es nun am Fels entlang nach oben. Das war nun ein sehr leichter Teil der verbunden mit der grandiosen Aussicht besonders Spaß machte.

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Kurz vor dem Gipfel erwartete uns eine klassische Klettersteigbank. Ich machte es mir bequem und nach und nach saßen wir alle da, genossen die Aussicht und freuten uns über den schönen Ausflug. Der Klettersteig machte allen Spaß und wir konnten es hier richtig genießen. Fehlte nur noch das Gipfelbier 😉 .

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Diesen hatten wir aber auch noch nicht ganz erreicht und stiegen somit die letzten Meter nach oben. Nun waren wir am Ziel und hatten das Ende des Klettersteigs erreicht. Wir genossen nochmal die Aussicht und stiegen dann ab zu der Stelle, an der es losging.

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Gemütlich wanderten wir nun wieder zur Bahn und blickten zurück. Schön war’s! Beim Runterfahren konnten wir nochmal den Verlauf etwas diskutieren und im Tal waren sich alle einig: Das war sicher nicht das letzte Mal 🙂 !

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Alpin Kletterkurs im Kaisergebirge

Mittwoch, 13. Juli 2016

Hallöchen zusammen!

Wenn man jahrelang in der Halle klettert, dann will man irgendwann auch mal raus. Wenn man dazu noch leidenschaftlicher Berggeher ist, dann will man irgendwann auch mal an Stellen weiterkommen, für die man mehr als die normale Wanderausrüstung braucht. Was also machen? Grundkurs Klettern Alpin beim DAV, 5 Tage im Kaisergebirge.

Tag 1

Der Grundkurs Klettern Alpin den ich gebucht hatte, fand an der Vorderkaiserfeldenhütte im Kaisergebirge statt. Die Hütte kannte ich ja schon, nur meine Kletterkollegen noch nicht. Ein Guide, vier Kerle und ich – es würde ein spannendes Wochenende werden 😉 . Ich fuhr am Morgen nach Freimann, wo ich bei zwei der Kletterkollegen mitfuhr. Wir begrüßten uns und dann ging es los. Das Schöne an so DAV Veranstaltungen ist ja immer, dass man Leute kennenlernt, die dieselben Interessen haben. Daher findet man auch gleich ein Gesprächsthema und die Fahrt ging schnell vorbei. In Ebbs trafen wir dann auf den Rest der Gruppe und wir wanderten los. Der Rucksack war mit den Klettersachen nochmal zusätzlich schwer, wir kamen aber trotzdem zügig auf die Hütte. Nachdem die Sachen verstaut waren, packten wir unsere Klettersachen und es ging los zum nahegelegenen Klettergarten. Jetzt ging es richtig los!

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Unser Guide lernte erst mal uns kennen und wie unsere Fähigkeiten sind. Wir hatten erste Berührungen mit dem Fels, lernten das Plattenklettern kennen und was draußen zu beachten ist. Für den Anfang hatte er uns die Seile eingehängt und wir mussten auf wenig achten. Wir lernten den Halbmast, mit Tube sichern, Expressen einhängen und verschiedene Knoten gelegt und gesteckt. Noch war das etwas verwirrend, am Tag drauf würde das dann aber Sinn machen. Zwischendurch wurden wir von einem Schauer überrascht, bei dem wir zurück in die Hütte liefen. Beim zweiten Schauer war es dann schon so spät, dass wir in der Hütte blieben. Es folgte ein leckeres 3-Gänge-Menü am Abend. Ich hatte vegane Kost angemeldet und bekam die ganze Zeit über ein köstliches Abendessen.

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Tag 2

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Am zweiten Tag hatte uns das schlechte Wetter eingeholt. Beim Frühstück waren wir alle etwas unschlüssig, was nun das Beste sei, aber so würde es eben ein Theorietag werden. Das hieß also Materialkunde in der Hütte und Übungen im Trockenen. Wir packten unsere Sachen aus, die wir dabei hatten und unser Guide erklärte uns, was wozu da war, auf was man achten sollte und wie die Sachen zu handhaben sind. Danach ging’s in die Praxis: Wir übten Standplatzbau. Um Holzmasten in der Hütte wurde eine Bandschlinge gelegt und ein Karabiner und dann konnte es losgehen. Halbmast, wie die Knoten zu legen sind, wie Vor- und Nachsteiger gewechselt werden, wie man das Seil ausgibt. Die Trockenübungen waren eine große Hilfe für den kommenden Tag, an dem wir das Ganze am Feld machen würden.

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Am Nachmittag zog es etwas auf, so dass wir noch eine Erkundungswanderung machten. Wir liefen auf die Naunspitze und suchten dort schon mal den Einstieg für die Gratwanderung, wanderten weiter zum Petersköpfl und zum zugehörigen Klettergarten. Danach suchten wir auch noch den Einstieg für die Gratwanderung an der Steingrubenwand und wanderten ab der Hinterkaiserfeldenhütte wieder zurück in die Vorderkaiserfeldenhütte. Und am Abend wagten wir uns dann doch noch für eine kurze Kletterpartie an die Felsplatten. Nun war es wieder halbwegs trocken.

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Tag 3

Den dritten Tag verbrachten wir am Fels und vertieften den Standplatzbau. Wir übten dort, wie der Standplatz gebaut wird, wie Merhseillängentouren gegangen werden und wie man abseilt. Wir übten das mehrmals und waren auch froh drum, so etwas Sicherheit zu bekommen. Die ganzen Handgriffe mussten ja doch irgendwie in Fleisch und Blut übergehen. Das war aber nicht alles, wir lernten nun auch, was man mit den Bandschlingen und Reepschnüren sonst so alles machen kann, welche Löcher am Fels man ausnutzen kann, um einen Standplatz zu bauen und worauf man beim Legen von Sicherungen achten muss.

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An diesem Tag hatten wir super Wetter und konnten viel üben und das bei optimalen Bedingungen. Die Zeit verflog und wir lernten die verschiedenen Elemente des Alpin Kletterns. Zwischendurch gab es immer wieder Zeiten, in denen wir einfach nur kletterten, immer schwerere Routen ausprobierten und so immer sicherer wurden.

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Am Abend saßen wir erschöpft und glücklich in der Hütte und planten den nächsten Tag. Nun würde es Zeit, für die erste richtige Mehrseillängentour. Wir wollten eine Einsteigertour an der Steingrubenwand machen.

Tag 4

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Wir waren alle ein bisschen nervös am nächsten Morgen – allerdings sehr positiv aufgeregt. Nun würden wir unsere erste Gratwanderung gehen und wir waren schon sehr gespannt, wie wir uns schlagen würden. Wir packten unsere Rucksäcke und zogen los. Wo der Einstieg ungefähr sein musste, wussten wir ja noch von der Erkundungstour. Dass wir dafür allerdings unter Latschen durchkriechen mussten und der Weg auf dem Steinfeld so gar nicht erkennbar war, merkten wir erst vor Ort. Nach einer Zeit standen wir dann aber doch am Klettergarten, bei dem sich auch der Einstieg zur Gratwanderung befand.

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Uns erwarteten sechs Seillängen im Schwierigkeitsgrad III+/IV+ mit einer 5er Stelle. Und dann ging’s los. Drei Seilschaften machten sich auf den Weg 😉 . Hier die Exe, dort das Seil, da den Knoten und nun ordentlich nachziehen. Konzentriert arbeiteten wir uns von Stand zu Stand. Es gab eine 5er Schlüsselstelle, an der ich heilfroh war, dass der Guide dastand und uns nach und nach half. Wir waren mit Wanderschuhen unterwegs und da wurden meine Knie dann doch etwas weich. Aber auch das war dann geschafft und es ging weiter. An dieser Strecke sind meist Bohrhaken im Fels, wir hatten aber trotzdem die Gelegenheit den Standplatzbau auch ohne Haken zu üben – am Fels, an Wurzeln und allem, was so da war. Zum Schluss erwarteten uns 75m abseilen. Da fragte ich schon mehrmals beim Guide nach, ob er sich das nochmal anschauen könnte. Es war aber alles wunderbar und wir konnten uns entspannt abseilen.

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Und damit war die erste Gratwanderung geschafft. Ein tolles Gefühl, das noch eine Weile nachwirkte. Echter Fels, schönes konzentriertes Voranarbeiten und immer vertraute Zusammenarbeit am Fels. Das ist eine schöne Art der Fortbewegung in den Bergen. Für den restlichen Nachmittag tobten wir uns nun noch am Klettergarten aus und lernten wie man mit Klemmkeilen und Friends Sicherungen legen kann.

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Tag 5

Für den letzten Tag stand eine kurze Gratwanderung am Vormittag an. Wir wanderten zum Einstieg am Grat der Naunspitze und hatten unsere Sachen wieder vorbereitet. Diese Wanderung war vom Schwierigkeitsgrad her leichter und man konnte sich so mehr auf die Technik konzentrieren. Mir fiel es überraschenderweise an diesem Tag etwas schwerer und ich brauchte länger, bis ich den Mastwurf endlich richtig hatte. Aber auch das gehört dazu und dann muss man eben ruhig bleiben und konzentriert weiterarbeiten. Und nach den fünf Seillängen waren wir auch schon am Gipfel der Naunspitze – mal wieder 😉 .

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Nun kam der große Abschied – ein paar wollten noch zu einem anderen Klettergarten schauen, wir machten uns schon auf den Weg zurück zur Hütte. Dort machten wir noch Mittagspause und wanderten dann zusammen mit dem Guide zurück ins Tal. Wir reflektierten die letzten Tage und überlegten, wie es nun weitergehen würde. Übung war jetzt wichtig, da war ich noch etwas am Grübeln, wer das wohl mit mir machen würde. Aber da würde sich schon eine Lösung finden.

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Damit gingen fünf Tage Klettertraining im Kaiser zu Ende. Es war eine tolle lehrreiche Zeit! Ich habe schon deutlich mehr Respekt vor dem Fels, als ich es in der Halle habe und da ist einfach Übung, Übung, Übung nötig, um mit dem Fels vertraut zu werden. Auf jeden Fall will ich das Alpin klettern weitermachen – es hat großen Spaß gemacht und das zusammen mit einer super netten Truppe!

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Klettersteig am Hausbachfall

Sonntag, 17. April 2016

Hallöchen zusammen!

Am ersten Aprilwochenende war das Wetter beherrscht vom Saharastaub. Es war ziemlich diesig, aber warm. Meine Freundin musste am Vormittag noch arbeiten, aber den Nachmittag wollten wir nutzen. Daher ging es nach Reit im Winkl zum Klettersteig am Hausbachfall. Dort angekommen schauten wir uns die Beschreibung an. Demnach hat der Klettersteig die Schwierigkeit B und C, für Personen unter 1,70m die Schwierigkeit D. Da hatte ich ja gerade noch Glück gehabt 😉 . Der Klettersteig ist relativ kurz und ein Talklettersteig. Entlang vom Wasserfall geht es an der rechten Felswand nach oben.

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Und dann ging’s auch schon los! Ein paar Stufen hoch, eine Metallleiter nach oben und wir waren am Fels. Der Klettersteig führt an der rechten Seite der Klamm nach oben, die Tritte mussten wir an der Wand suchen. Das war meistens offensichtlich, manchmal etwas schwerer. An einigen Stellen gab es durch Klammern und Holzbretter Unterstützung.

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Das Seil ist allerdings teilweise etwas ungünstig angebracht. Entweder es war zu hoch oder zu niedrig. Gerade bei den Holzbrettern kam ich mir etwas ungelenk vor, als ich halb sitzend darauf weiterging. Wir hatten aber auch bei nachfolgenden Gehern keine andere Lösung gesehen.

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Es gibt zwei Schlüsselstellen. Die erste ist die schwierigere, bei der unklar war, wo ich mit den Füßen hintreten soll. Das ist ein Stück vor den Holzbrettern. Beim Rückweg hatten wir einen guten Blick auf die Stelle und von da aus war es klar. Als wir aber direkt am Fels standen, mussten wir etwas suchen, bis der Fuß die richtige Stelle gefunden hatte.

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An einer Stelle geht es über eine Seilbrücke. Das ist für den Spaßfaktor und natürlich eins der beliebtesten Fotomotive – auch für uns 😉 . Die zweite Schlüsselstelle ist eine recht steile Stelle, an der wir etwas zupacken mussten. Das ist aber kein Problem, wenn man etwas Kraft in den Armen hat.

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So ging es immer weiter hinauf und wir hatten großen Spaß dabei. Es war überraschend anstrengend, aber es war ja auch der erste richtige Klettersteig in dem Jahr (die Häntzschelstiege war mit B ja ein sehr entspannter Einstieg). Und irgendwie ist der Klettersteig dann doch wieder zu kurz.

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Wir kamen schnell zum Baumstamm, der ganz zum Schluss des Klettersteigs überquert werden muss und dann ist es auch schon wieder vorbei. Für eine gemütliche Nachmittags- oder auch Abendtour ist der Hausbachfall Klettersteig genau das Richtige.

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Der Abstieg verläuft über einen Wanderweg und bietet nochmal Gelegenheit auf den Klettersteig zu schauen und andere Kletterer zu beobachten. Schnell waren wir wieder im Tal. Für uns war der Hausbachfall der richtige Start in eine Saison mit hoffentlich noch viel mehr Klettersteigen 🙂 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Leite Klettersteig in Nassereith

Dienstag, 29. Dezember 2015

Hallo zusammen,

ist es nicht ein Traum, dass wir gerade einen Sonnentag nach dem anderen haben? Und das muss natürlich genutzt werden 🙂 . Eine ganze Weile hatte ich auf facebook verfolgt, dass viele Leute auch jetzt noch einen Klettersteig gehen. Mein letzter Klettersteig war im August und dieses Jahr noch einen Klettersteig zu gehen, war für mich eine Traumvorstellung! Da in den Gruppen nicht nur von Klettersteigausflügen berichtet wird, sondern auch gemeinsame Touren geplant werden, hat das dann auch geklappt. Und so war ich gestern in Nassereith am Leite Klettersteig 🙂 .

Um halb neun wurde ich von meinem Klettersteigpartner abgeholt, um nach Nassereith zu fahren. Da ist man zwar ein Stück unterwegs, aber die Zeit vergeht schnell, wenn man sich von den letzten Bergerlebnissen erzählt und Klettererfahrungen austauscht 🙂 . Nach ein bisschen Suchen nach der Zufahrt zum Klettergebiet in Nassereith waren wir dann da. Die Berge um uns rum, blauer Himmel, Fels vor uns, ein Traum! Der Zustieg ist nicht weit, so dass wir schon am Parkplatz das Klettersteig anziehen konnten. Und dann liefen wir los zum Einstieg des Leite Klettersteigs.

Der Leite Klettersteig ist mit der Schwierigkeit C/D ausgezeichnet und besteht zum großen Teil aus Platten. Bisher kannte ich nur Klettersteige mit maximal C und auch das Klettern an den Platten war neu für mich. Der Grünstein Klettersteig und auch der Masaré Klettersteig in den Dolomiten waren eher ein Kraxeln durch felsige Landschaft. Bei den Platten kommt deutliche mehr Armkraft ins Spiel.

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Am Beginn des Klettersteigs angekommen kribbelte es mir schon in den Fingern. Endlich wieder! Wie hatte ich das vermisst, wie sehr hatte ich mich darauf gefreut, endlich wieder einen Klettersteig zu machen 🙂 . Daher war der Helm schnell aufgesetzt, die Kamera sicher in der Tasche verstaut und die Jacke im Rucksack. Nun konnte es losgehen!

Zu Beginn waren die Platten gestuft und ich merkte keinen Unterschied zu den Klettersteigen, die ich bis dahin kannte. Dann wurden die Platten glatter und nun war die Aufgabe, sich am Seil festzuhalten und die Füße in den Fels zu stemmen. Nachdem ich das verstanden hatte, ging es gut weiter. Und es machte einen Riesenspaß 🙂 .

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Immer wieder blieben wir kurz stehen und genossen den Ausblick. Die Wand ist südseitig und so wurden wir von der Sonne beschienen und hatten die perfekte Klettertemperatur. Beim Blick ins Tal sahen wir noch viele vereiste Stellen. Weiter ging’s den Klettersteig entlang mal mit schwereren und leichteren Stellen. Der Unterschied besteht darin, wie viel Fußfläche man hat. Mal stemmt man sich direkt gegen die Wand, mal findet man Trittflächen.

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Das alles geht natürlich mehr in die Arme im Vergleich zu Grünstein und Co. Da ich aber auch regelmäßig klettern bin, war das wegen Kraft und Ausdauer kein Problem. Es war ein tolles Gefühl, mit den Füßen gegen die Platten gestemmt die Wand entlang zu klettern. Und zwischendurch gibt’s genügend einfachere Stellen zum Kraft tanken.

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Und nach einer weiteren C/D Anstrengung erreichten wir dann die Möglichkeit zum Marendplatzl abzubiegen, einem Pausenbankerl 😉 . Das war eine gute Gelegenheit, um kurz auszuruhen und etwas zu trinken. Der Blick auf Nassereith und die Berge war schön und ich fühlte mich richtig wohl. So ein Klettersteig ist eben doch nochmal was ganz anderes als das „pure“ Wandern. Das hat seinen ganz eigenen Charme und beim Klettersteig hab ich dann doch immer das Gefühl, meine Hallenkletterei zumindest ansatzweise auch mal in der Natur anwenden zu können. Beim Blick auf die vielen Kletterrouten am selben Fels (Nassereith ist bekannt als Klettergebiet), wurde mir auch schnell klar, was auf meinen Wunschzettel für das kommende Jahr muss 😉 . Nach der Pause ging’s jetzt aber erst mal den Klettersteig weiter.

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Der größte Teil war geschafft und damit auch die ganzen C/D-Stellen. Das heißt für mich, dass ich vom Schwierigkeitsgrad her wieder in Stückchen erfahrener bin 🙂 . Und besonders glücklich macht mich, dass auch das kein Problem ist 🙂 . Nach einer längeren Querung oberhalb der Kletterrouten – hier muss man aufpassen, dass man keine Steine löst, da die sonst für die Kletterer gefährlich werden können – erreichten wir die Seilbrücke. Ein bisschen Spaß zum Schluss muss schließlich auch sein 😉 . Ich hängte mich rechts und links ein, balancierte auf dem Drahtseil entlang und es gab die obligatorischen Fotos. Nun folgte dann wirklich einfacher Weg, bei dem der Klettersteig eigentlich nicht mehr nötig war. Und dann hatten wir das Ende auch schon erreicht.

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Es ist natürlich schade, hier keinen Gipfel zu besteigen, aber das war mir an diesem Tag eigentlich ganz egal 😉 . Ich war einfach nur glücklich darüber, in diesem Jahr tatsächlich noch einen Klettersteig gegangen zu sein und das Wetter so gut genutzt zu haben. Und es hat großen Spaß gemacht und mir wieder gezeigt, dass ich Klettersteige in Zukunft auf jeden Fall mehr machen will 🙂 .

Der Weg vom Klettersteigende ins Tal führt über Schotterwege, die an vielen Stellen nicht richtig zu erkennen waren. Ich versuchte hier auch sehr vorsichtig zu laufen, um keine Steinlawinen auszulösen. Das hat ganz gut funktioniert, trotzdem war der Abstieg nicht ganz so schön.

Da das Wetter so toll war, legten wir beim Heimfahren noch eine Pause ein und beobachteten bei einer Pizza die Schifahrer, die die wenig beschneiten Pisten nutzten. Wie seltsam, bei so einem tollen sonnigen schneefreien Wetter doch wirklich Wintersport zu machen. Da war der Klettersteig mit dem folgenden sonnigen Ausklang schon viel passender. Da kam richtiges Urlaubsgefühl auf 🙂 . Wir genossen die Sonne, bis diese hinter dem Berg verschwunden war und dann ging’s glücklich und zufrieden wieder nach Hause 🙂 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂