Archiv für die Kategorie ‘Städtetouren’

Hamburg im März: Speicherstadt, Schokolade und Elbphilharmonie

Freitag, 06. April 2018

Hallo zusammen!

Nach den ersten zwei Tagen mit gutem Essen, Speicherstadt und Aladdin geht es weiter mit gutem Essen, Speicherstadt und etwas Kultur 😉 .

Montag
Wir starteten den Montag mit einem Besuch im Café Miller. Dort gibt es mehrere vegane Frühstücksvarianten, ich hatte mich für das süße Frühstück entschieden und war auch sehr zufrieden damit. Das Café befindet sich in St. Pauli nicht weit von der Reeperbahn.

Danach ging es wieder in die Speicherstadt. Zuerst wollten wir ins Speicherstadtmuseum. Das war überraschend interessant und wir erfuhren einiges über die Speicherstadt selber, sowie über Tee, Kaffee und Kakao. Ein paar Dinge erkannten wir vom Kaffeemuseum wieder. Und endlich erfuhren wir, was es mit der Stichprobe auf sich hat – da früher in die Säcke gestochen wurde, um eine Stichprobe zu entnehmen und die Qualität der gelieferten Waren zu testen.


Nach diesem Ausflug in die Tiefen der Speicherstadt machten wir uns auf den Weg zum Chocoversum. Dort wollten wir an einer Führung teilnehmen, um nun auch dem Kakao auf die Spur zu kommen, oder besser gesagt der Schokolade. Das Chocoversum ist von Hachez und entsprechend wird man gleich mit einem Hachez Schokobrunnen begrüßt. Danach geht es weiter zur Kakaopflanze (die Mutigen dürfen die Kakaofrucht probieren – die tatsächlich ganz lecker ist), den Kakaobohnen, dem Aussortieren der Bohnen, dem Aufbau von Schokolade, zur Conchiermaschine und zwischendurch darf man seine eigene Schokolade kreieren. Die Zartbitterschokolade ist vegan und auch bei den Zutaten steht dabei, was davon vegan ist. Zum Schluss bekommt man die eigene Schokolade, kann sie einpacken und nimmt so ein Stück Hachez mit nach Hause.

Wir machten wieder bei einem Bäcker einen kurzen Versorgungsstopp, bis es zu unserem nächsten Tagespunkt ging: Eine Führung durch die Elbphilharmonie. Darauf hatte ich mich schon gefreut – bei meinem letzten Hamburgbesuch gab’s die Elbphilharmonie noch nicht.

Die Führung war sehr beeindruckend und schön. Wir lernten, was sich die Architekten gedacht hatten, waren im kleinen und großen Saal und bekamen Informationen, wie sich der Schall dort verbreitet, sahen die verschiedenen Wandverkleidungen und bekamen einen tollen Eindruck der Elbphilharmonie. Ein wirklich schönes durchdachtes Gebäude, das Lust auf ein Konzert macht.

Das wäre auch der Plan gewesen, aber leider hatten wir das Programm falsch gelesen. Es hätte ein kostenloses Konzert am Abend gegeben, das auf der Website der Elbphilharmonie stand, aber leider fand das nicht in der Elbphilharmonie statt. Also entschieden wir uns für Pizza bei Luigi, was sehr lecker war und mit original italienischer Atmosphäre, also auch recht laut 😉 .

Dienstag

Am Dienstag stand dann nur noch die Rückfahrt auf dem Plan. Zuvor besuchten wir aber noch das Café Brooks. Auch dort kann man vegan frühstücken und man stellt sich sein Frühstück sogar selbst zusammen. Es ist ein sehr nettes Café und das Frühstück war sehr lecker. Dass man sich die Komponenten für sein Frühstück selbst aussuchen kann fanden wir sehr originell und so hatten wir ein ganz individuelles eigenes leckeres Frühstück. Es ist sehr zu empfehlen!

Danach ging es dann auch tatsächlich wieder zum Bahnhof und in den ICE zurück nach München. Auch die Rückfahrt war entspannt und ohne Probleme und so kamen wir wieder zurück von unserem Kurzbesuch in Hamburg. Das nächste Mal wollen wir auf jeden Fall in die Boulderhalle Flashh und auch ein Besuch in der Elbphilharmonie reizt uns.

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Hamburg im März: Anreise, Gewürze, Tee und Aladdin

Mittwoch, 04. April 2018

Hallo zusammen!

Es gibt ab und zu Lidl-Tickets zu kaufen, mit denen man recht günstig zwei einfache Fahrten im Fernverkehr fahren kann. Da diese aber nur eine begrenzte Gültigkeit bis Ende März haben, reist man, wenn es noch kühl ist. Daher waren wir Ende Februar für ein langes Wochenende in Hamburg. Nachdem wir schon mal in Hamburg waren und das “klassische” Programm damit schon erledigt war, fielen Hafenrundfahrt, Miniaturwunderland und Co. weg. Hamburg hat aber noch einiges zu bieten.

Samstag
Da man mit dem Lidl-Ticket am Freitag nicht reisen darf, standen entweder vier Tage von Donnerstag bis Sonntag oder von Samstag bis Dienstag zur Auswahl. Wir entschieden uns für letzteres. Mit dem Zug ist man von München in etwa sechs Stunden in Hamburg und kann ohne Umsteigen durchfahren. Das ist sehr angenehm, auch weil München Startbahnhof ist. Wir hatten schnell gute Plätze gefunden, die wir bis Hamburg für uns hatten. In Hamburg angekommen fuhren wir zu unserem Hotel. Nachdem A&O Hotel vor einer Weile Gutscheine für drei Übernachtungen im Angebot hatte, kamen wir dort sehr günstig unter.

Nachdem wir eingecheckt und uns eingerichtet hatten, fuhren wir zuerst in die Stadt. Wir holten uns beim Bäcker einen Snack und spazierten dann ein Stück an der Alster entlang. Danach entschieden wir uns noch an die Elbe zu fahren. Von den Landungsbrücken aus spazierten wir an der Elbe bis Altona. Vieles erkannte ich von meinem letzten Hamburg-Urlaub wieder und irgendwie war viel bekannt und doch vieles neu. Die Hafenstadt gab’s bei meinem letzten Besuch noch nicht.

Leider war das Wetter etwas ungemütlich und es war recht kalt. Daher entschieden wir uns schon bald den Abend zu planen. Wir fuhren nach Mundsburg, um dort zum Ayurveda-Inder Ayuleela zu gehen. Zuvor liefen wir noch durch das Einkaufszentrum dort und wärmten uns auf. Beim Inder gab es leider nur eine eingeschränkte Auswahl und nicht die ganze Karte zu essen. Das Essen war sehr gut, das Ayurvedische kam aber nicht deutlich hervor. Danach ging es zurück ins Hotel.

Sonntag

Wir hatten das Hotel ohne Frühstück gebucht, was uns erlaubte, das vegane Angebot Hamburgs auszutesten. Wir starteten am Sonntagmorgen im Mamalicious, das für seine veganen Pancakes bekannt ist. Es handelt sich um ein amerikanisches Café mit veganer Karte und entsprechendem Angebot.

Wir bestellten Pancakes mit Blaubeeren und Pancakes mit Schoko. Während unsere Getränke schnell geliefert wurden, mussten wir auf die Pancakes eine ganze Weile warten. Als sie dann aber da waren, war es ein Genuss! Die Pancakes sind fluffig und lecker, sowohl Blaubeeren als auch Schoko passt sehr gut. Da die Portion sehr groß ist, wird es mit dem Schoko aber so richtig viel. Natürlich gab es auch Ahornsirup dazu und damit waren wir auch pappsatt.

Geplant war für diesen Tag eigentlich die Boulderhalle Flashh, das musste aber krankheitsbedingt ausfallen. Daher machten wir die Speicherstadt unsicher. Wir schauten zuerst kurz ins Kaffeemuseum, dort war die nächste große Führung aber erst in ein paar Stunden. Also liefen wir weiter und kamen zum Gewürzmuseum.

Im Gewürzmuseum hat man die Möglichkeit etwa 50 Gewürze zu riechen, anzufassen oder auch zu probieren (wenn man denn will). Der Raum ist sehr klein und auf engem Raum befinden sich die Gewürze. Manchmal gibt es eine Ordnung, manchmal kam es uns aber auch so vor, als wären die Gewürze wahllos nebeneinander gestellt. Dazwischen befinden sich verschiedene Maschinen, die für das Sieben, Mischen usw. der Gewürze notwendig sind. Wir waren recht schnell durch die Ausstellung durch, einige Gewürze konnte man auch einfach nicht mehr riechen – trotz Reiben. Wir hatten etwas mehr erwartet, vielleicht auch einfach eine bessere Struktur, was bei dem kleinen Raum aber nicht möglich war.

Danach ging es zurück ins Kaffeemuseum, denn nun gab es eine Führung mit Kaffeeverkostung. Wir wurden hinab geführt in das Kaffeemuseum und lernten viel Wissenswertes über die Kaffeeplanze, den Kaffeeanbau, dessen Ursprung, die Herstellung von Kaffee und die unterschiedlichen Kaffeesorten. So bekamen wir zum Beispiel einen Kaffee zu riechen, in dem sich eine Stinkerbohne versteckt hatte. Das sind überfermentierte Bohnen, die einen modrigen Geschmack entstehen lassen und damit eine ganze Tonne Kaffee zerstören können. Auch wenn wir den strengen Geruch nicht ganz so streng wahrgenommen hatten wie der Kaffeeprofi 😉 .

Die Kaffeeverkostung war auch spannend. Wir bekamen eine Robusta und fünf Arabica Kaffeesorten angeboten, alle in der Stempelkanne zubereitet. Ich persönlich bin kein großer Kaffeetrinker, mag nur ab und zu einen Espresso. Daher ist es nicht verwunderlich, dass ich den Robustakaffee ganz gut fand – diese Bohne wird normalerweise für Espresso verwendet. Den laut unserem Profi “klassischen” Kaffee fand ich nicht so gut, dafür fand ich die Sorten, die in den letzten Jahren ausgezeichnet wurden, auch lecker. Interessant, was man alles schmecken kann 😉 . Die Kaffeeführung war sehr spannend und hat richtig Spaß gemacht. Unser Profi hat es richtig gut gemacht.

Nach dem Kaffeegenuss mussten wir schleunigst ins Hotel, um uns für den Abend fertigzumachen. Geplant war das Musical Aladdin. Da wir uns davor aber noch stärken mussten, war das erste Ziel der Ceylonese Breitengrad ganz in der Nähe mit Gerichten aus Sri Lanka. Und das war eine sehr gute Wahl! Das Restaurant wirkt unauffällig und wir waren schon am Zweifeln, ob es eine gute Wahl sei. Innen entpuppte es sich aber als sehr nettes Restaurant, in dem wir sehr freundlich bedient wurden und lecker gegessen haben.

Und damit konnten wir satt und glücklich zu Aladdin gehen. Wir nahmen unsere Plätze ein und ließen uns in den Orient entführen. Der Disneyfilm zu Aladdin ist schon lange her, aber an die Grundgeschichte konnte ich mich noch erinnern. Zu viel will ich aber trotzdem nicht verraten, nur ein paar Worte zu unserem Eindruck: Die Kostümierung und das Bühnenbild waren toll, die Darsteller haben einen super Job gemacht, die Lieder waren wie von Disney bekannt sehr schön. Nur eines hat es etwas verdorben: Manchmal war übertrieben aufgesetzter und auch unpassender Humor in das Stück eingebaut, der die Stimmung aus unserer Sicht immer wieder zerstört hat. Das war sehr schade, da das Musical ansonsten wirklich toll ist.

Damit war der Musicalabend auch schon vorbei und auch schon die Hälfte des Hamburgurlaubs. Es gibt aber noch einiges zu erzählen 🙂 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

In Nürnberg zur blauen Nacht

Montag, 31. Juli 2017

Hallöchen zusammen!

Es war mal wieder Zeit für ein Mädelswochenende und wie klappt das besser, als mit Mama und Schwester? Und daher ging es Anfang Mai zu dritt ins schöne Nürnberg. Mit dem Zug reisten wir an, bezogen unsere Unterkunft und fuhren dann zurück in die Stadt.

Den ersten Abend verbrachten wir mit einem Spaziergang durch Nürnberg und auf der Suche nach etwas Leckerem zu essen. Das hatte eine ganze Weile gedauert, da wir alle verschiedene Ansprüche hatten und dann auch noch ein vielversprechender Grieche hoffnungslos überfüllt war. Zum Schluss landeten wir bei einem sehr leckeren Italiener. Um das Wochenende gebührend einzuläuten, ging es dann noch in eine Bar und wir stießen auf das gemeinsame Wochenende an.

Den Samstag starteten wir ganz gemütlich. Zuerst gab es ein leckeres Frühstück und dann entspannten wir noch etwas im Wellnessbereich. Gegen Mittag ging es dann los zurück in die Stadt. Dort holten wir uns zuerst die blauen Bänder für die blaue Nacht, die uns noch bevorstand. Die Blaue Nacht ist die lange Nacht der Kunst und Kultur in Nürnberg, bei der es an verschiedenen Stellen verschiedene Veranstaltungen und Ausstellungen gibt, die man mit dem Band besichtigen kann. Wir spazierten nun zu unserem ersten Ziel: Dem Turm der Sinne.

Der Turm der Sinne ist ein Museum zum Anfassen. Für alle fünf Sinne gibt es verschiedenste Experimente, mit denen wir lernten, wie wir hinters Licht geführt werden können und was unsere Sinne so können. Es machte einen Riesenspaß zusammen die verschiedenen Dinge auszuprobieren. Wir lernten unseren Geschmackssinn kennen, sahen verschiedene Perspektiven, lernten wie verzögertes Hören das Sprechen irritiert und noch vieles mehr. Stockwerk für Stockwerk lernten wir einen neuen Sinn kennen und wie dieser auszutricksen ist und hatten so einen tollen Start in den Nachmittag. Als wir fertig waren, war es schon Nachmittag und der Hunger kam. Daher suchten wir uns ein Café.

Wir fanden auch ein schönes Café, das für uns alle gepasst hätte. Eigentlich hätte es sogar einen veganen Kuchen gegeben, der war aber leider aus. Daher blieb ich bei einer heißen Mandelmilchschokolade und meine Schwester und Mama gönnten sich ein Stück Kuchen. Als nächstes spazierten wir an der Stadtmauer entlang. Das Ziel war die Burg von Nürnberg.

Nürnberg ist eine sehr schöne Stadt, die durch die Pegnitz geprägt ist. Der Fluss fließt durch die Stadt, was dazu führt, dass es schöne Brücken gibt, Cafés am Wasser und durch den älteren Stadtkern ein wunderschönes Bild entsteht. Wir machten viele Fotos auf dem Weg zur Burg und hatten immer wieder das typische Nürnberg im Blick.

Nun kamen wir zur Burg. Wir spazierten ein wenig an der Burg entlang. Bis die blaue Nacht beginnen würde und damit unser erster Punkt der blauen Unternehmungen – eine Burgführung – dauerte es noch ein bisschen. Daher setzten wir uns vor die Burg und wurden prompt angesprochen, ob wir bei einem Junggesellenabschied nicht helfen konnten. Nachdem der Punkt erledigt war, gingen wir bis zum Tor der Burg und genossen die Aussicht über die Stadt.

Und dann war es so weit, dass die blaue Nacht begann. Wir hatten einen guten Platz erwischt, so dass wir mit der ersten Gruppe zur Burgführung kamen. Unser Burgführer war mit vollem Herzblut dabei und erklärte uns viel zur Geschichte der Burg und von Nürnberg und allgemein. Die Führung dauerte länger, als ich vermutet hatte. Das war aber nicht schlimm, da es nicht langweilig wurde. Allerdings waren wir dann auch richtig hungrig, als die Führung vorbei war.

Nun begann erneut das Überlegen, wer was essen will. Nachdem wir uns durch Menschenmassen gedrängt hatten, kamen wir halb verhungert beim Falafelstand an. Und nachdem wir endlich da waren und wir alle hungrig waren, blieben auch alle bei einem Brot mit Falafel. Damit gestärkt konnte es nun in die blaue Nacht gehen. Bevor wir zum nächsten Punkt gingen, gab’s von einem Stand noch ein Glas Bowle und dann suchten wir nach der nächsten Attraktion.

Als wir dort angekommen waren, fanden wir die Klang-Brücken nicht. Stattdessen saßen wir in einer Kirche und betrachteten die Odyssee am Himmel – eine Videoprojektion eines Sternenhimmels. Als wir das Programm nochmal studierten, stellten wir fest, dass die Klang-Brücken nur bis 21.30 Uhr waren. Es war kurz vor zehn. Nachdem wir schon in der Gegend waren, gingen wir auch noch durch die Spielenacht im Pellerhaus. Nächstes Ziel war dann das Dunkelcafé – ein Café in dem man von Blinden geführt wird, ähnlich wie Dialog im Dunkeln. Dafür waren wir eine ganze Weile unterwegs, da dieses etwas abseits gelegen war. Und da kam auch schon das nächste Malheur: Wir kamen eine Sekunde zu spät. Eine andere Gruppe an Leuten kam noch rein, für uns war kein Platz mehr und es gab nur alle halbe Stunde Einlass. So lange im Nirgendwo warten wollten wir aber auch nicht. Zum Glück kam ein “Blaue Nacht Bus” vorbei, wir stiegen sofort ein und fuhren weiter.

Da realisierten wir erst, dass wir schon viel früher die Busse hätten nutzen können. Dann wäre der Fußmarsch auch nicht ganz so lang gewesen. Wir hatten zuvor aber auch nicht gewusst, dass ein richtiges Busnetz für die blaue Nacht etabliert war. Wir überlegten dann kurz, ob wir ins Planetarium wollten, aber auch das hatte einen Halbstundentakt, das war uns zu risikoreich. Daher wollten wir zum Lichterlabyrinth. Nachdem wir zuerst eine Station zu weit gefahren waren, dann in den falschen Bus stiegen, um dann doch wieder zu Fuß zurück zu laufen, kamen wir endlich an.

Das Lichterlabyrinth sah schön aus, aber irgendwie hatten wir uns das doch anders vorgestellt. An einzelnen Inseln wurde “Kunst” aufgeführt, mit der wir nicht viel anfangen konnten. Daher durchquerten wir das Labyrinth relativ schnell und kamen beim DB-Museum raus. Wir liefen auch dort noch durch, ohne die Sachen genau anzuschauen und standen dann wieder davor. Das hatte alles nicht ganz so geklappt, wie wir uns das vorgestellt hatten, aber wir hatten auch lange nicht mehr so viel gelacht, wie an diesem Abend.

Mittlerweile waren wir auch schon recht müde und fuhren mit der Tram zurück zu unserem Hotel. Es war nun schon spät und als wir endlich im Bett lagen, schliefen wir sofort ein. Der nächste Tag war dann sehr entspannt. Wir frühstückten ausgiebig, ließen uns Zeit mit dem Auschecken und fuhren dann zurück zum Bahnhof, um wieder nach Hause zu fahren. Und damit endete ein wunderschönes Mädelswochenende mit ganz viel Spaß 🙂 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Ausflug nach Zürich

Mittwoch, 13. Juli 2016

Hallöchen zusammen,

es ist immer schade, wenn Freunde erzählen, dass sie wegziehen und man sich nun nicht mehr regelmäßig sehen kann. Aber das bringt natürlich auch den Vorteil mit sich, dass man sich gegenseitig besucht und damit neue Städte kennenlernt. Und ich habe das große Glück Freunde in Zürich zu haben. Mein langjähriger Boulderkumpel ist schon vor einiger Zeit zu seiner Freundin in die Schweiz gezogen. Sie sind nun innerhalb der Schweiz nach Zürich umgezogen. Daher bin ich am Freitag des Christi Himmelfahrt Wochenendes mit dem Bus von München nach Zürich gefahren.

Die Busfahrt ist nicht ganz so komfortabel wie die Zugfahrt, aber dafür ist man schneller in Zürich und kann die Zeit dort mehr nutzen. Nach exakt drei/vier Stunden Fahrzeit kam ich in Zürich an, wo mich schon meine Freundin begrüßte. Wir machten einen langen schönen Spaziergang vom Busbahnhof bis zu ihnen nach Hause. Dabei sah ich schon einiges von der Stadt. Und schon der erste Eindruck war sehr schön: Viel Wasser, Weite und sehr individuelle einzigartige Orte. Schon nach diesem ersten Spaziergang hatte ich die Stadt ins Herz geschlossen – was natürlich auch an der hervorragenden sympathischen Führung lag 🙂 .

Bei ihnen zu Hause angekommen kam dann auch mein Boulderkumpel dazu und wir waren vollständig. Zuerst wurde ich durch die Wohnung geführt und wir stärkten uns mit einem kleinen Snack. Dann ging es los zurück in die Stadt. Wir spazierten am Stadtkern vorbei zum Zürichsee und schlenderten dort entlang. Das Wetter war traumhaft schön, wodurch wir es total genießen konnten. Wir entdeckten eine Kletterwand und machten ein paar Züge, stellten die Füße in den See, machten es uns auf der Wiese bequem und plauderten über die letzten Monate. Nach einer Weile zog schlechtes Wetter auf und es wurde richtig stürmisch am See. Nachdem wir in einem Gasthaus geholfen hatten, die ganzen davonfliegenden Utensilien einzufangen, gingen wir zur nächsten Bushaltestelle und fuhren wieder zur Wohnung meiner Freunde.

Nun folgte ein gemütlicher schöner Abend mit viel Plaudern und Planen des nächsten Tages. Denn da stand die Einweihungsparty der beiden an. Und deshalb war ich auch gekommen 🙂 . Dafür gab es noch ein paar Dinge vorzubereiten. Daher ging es relativ früh ins Bett, damit wir ausgeschlafen in den nächsten Tag starten konnten.

Und der Morgen sollte gleich spannend beginnen: Mein Boulderkumpel und ich fuhren mit dem Radl an die Limmat, um uns dort passend für den Morgen zu erfrischen. Die Strömung ist gerade richtig, so dass man reinspringen kann, mitgezogen wird, aber auch ohne Probleme wieder rauskommt. Wir sprangen gleich zwei Mal rein 😉 . So erfrischt ging es zurück, Frühstück holen und Tag beginnen. Und dann fingen wir auch an zu kochen und vorzubereiten.

Das ging bis Mittags und da gönnten wir uns noch einen kleinen Ausflug zur Werdinsel. Dort ist ein kostenloses Flußbad. Und da war es wirklich schön. Die Füße hielten wir wieder ins Wasser, wir spazierten durch das Grün und obwohl dort zeitgleich ein Lauf war, war es angenehm entspannt. Genau richtig vor der großen Party am Abend.

Und dann war der Zeitpunkt auch schon gekommen, dass wir wieder zurück mussten und die ersten Gäste empfangen. Der Abend war schön, ich lernte viele interessante Menschen kennen und verstehe nun das Schweizerdeutsch minimal besser 😉 . Nachdem auch der letzte Gast verabschiedet war, fielen wir müde und erschöpft ins Bett.

Am folgenden Tag blieb nur noch Zeit für ein entspanntes Frühstück und einen Spaziergang quer durch die Stadt zurück zum Busbahnhof. Trotz Stau kam ich mit nur 15 Minuten Verspätung wieder in München an. Danke für das wunderschöne Wochenende bei euch! Es hat großen Spaß gemacht!

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Tagesausflug nach Würzburg

Freitag, 20. November 2015

Hallöchen zusammen!

Wenn man die Gelegenheit hat, sehr günstig mit dem Zug verreisen zu können, aber nicht viel Zeit hat, bleibt nur ein Tagesausflug übrig. Von München aus ist’s in viele Richtungen spannend, richtig weit kommt man allerdings am besten mit dem ICE. Und mit einer vertretbaren Fahrzeit von zwei Stunden entschieden wir uns für Würzburg.

Wuerzburg_10

Eine liebe Freundin von mir kommt aus Würzburg und daher war ich (vor mittlerweile schon vielen Jahren) schon mal da. Ich hatte es absolut positiv in Erinnerung, kannte an Sehenswürdigkeiten aber nur noch die Festung. Daher starteten wir am Bahnhof und folgten dem ausgeschriebenen Altstadtrundgang. Die erste Sehenswürdigkeit war Stift Haug.

Wuerzburg_12 Wuerzburg_11

Von dort aus liefen wir weiter vorbei am Bürgerspital zum wohl bekanntesten Gebäude in Würzburg: Der Residenz mit Hofgarten. Balthasar Neumann wurde im 18. Jahrhundert mit dem Bau von den Würzburger Fürstbischöfen beauftragt und hat damit ein UNESCO Weltkulturerbe erschaffen.

Wuerzburg_13

Wir spazierten erst um die Residenz, entdeckten dann die Hofkirche und Teile der Universität und gingen weiter in den Hofgarten. Noch war es ziemlich bewölkt, aber trotzdem brachten uns die Herbstfarben eine wunderschöne Kulisse zum Verweilen.

Wuerzburg_14 Wuerzburg_17

Wir hatten unseren Spaß damit, die Figuren in Szene zu setzen und alle Winkel des Gartens zu erkunden. Im Frühling ist es sicher noch ein Stückchen schöner, wenn alles im Garten am Erblühen ist. Für den Herbst waren wir genau zum richtigen Zeitpunkt da – umgeben von einer bunten Mischung aus Rot und Gelb.

Wuerzburg_15 Wuerzburg_16

Nachdem wir den Garten wieder verlassen hatten, schauten wir zum Eingang der Residenz. Da hatten wir aber Pech. Nachdem wir schon sehr früh nach Würzburg angereist waren und wir den Eindruck hatten, Würzburg sei leer, war nun wohl die Zeit der Touristengruppen gekommen. Menschenmassen drängten sich in die Residenz und wir entschieden uns sehr schnell, dass wir da nicht mit hinein wollten. Daher folgten wir weiter dem Rundgang.

Wuerzburg_18 Wuerzburg_1

Unser nächstes Ziel war der Dom St. Kilian und Neumünster. Auch hier hatten wir wenig Glück, als wir hineinschauten. Denn dort fand gerade eine Messe statt. Wir lauschten eine Weile der Predigt und verließen den Dom dann wieder.

Wuerzburg_2 Wuerzburg_3

Nun standen wir an der Domstraße und neben uns war das Domcafé – langsam machte sich auch Hunger breit. Zuerst wollten wir aber noch zur Alten Universität, die wir bei unserem Spaziergang ausgelassen hatten. 1582 wurde die Würzburger Universität gegründet und blickt daher schon auf eine lange Geschichte zurück. Das erkennt man auch an dem prachtvollen Bau.

Wir spazierten nun wieder zur Domstraße zurück. Dort mussten wir feststellen, dass das Domcafé schon voll war. Also liefen wir weiter in Richtung Rathaus und Marienbrücke. Eigentlich war es noch nicht spät, aber durch die Zeitumstellung knurrte der Magen schon ganz schön. Zu unserem Glück kamen wir dann direkt am BioCafé Köhlers vorbei. Davor stand ganz passend ein Schild mit dem Hinweis, dass man hier vegan frühstücken könne. Und für ein zweites Frühstück sind wir immer zu haben! Also bestellten wir das vegane Frühstück für zwei. Und das hatte sich gelohnt! Zu einer heißen Schokolade gab’s verschiedenstes Brot, selbstgemachte Aufstriche, vegane Butter, Marmelade, veganen Joghurt mit Obst und Salat. Damit waren wir gestärkt für den Aufstieg zur Festung!

Wuerzburg_4

An die Festung Marienberg erinnerte ich mich noch am meisten. Vor Jahren saß ich schon mal auf der Festungsmauer zum Ratschen und auch an diesem Tage wollte ich zuerst dahin. Denn von wo sonst hat man so einen herrlichen weiten Blick über die Stadt?

Wuerzburg_5

Von dort konnten wir unseren Stadtrundgang perfekt nachvollziehen und hatten das Gefühl, Würzburg nun noch ein bisschen besser zu kennen. Danach spazierten wir durch die Festung, in den Burghof und zum Festungsgarten.

Wuerzburg_6 Wuerzburg_7 Wuerzburg_8

Nach diesem schönen Abstecher liefen wir wieder runter in die Stadt. An der Marienbrücke war immer noch eine Menge los. Besonders amüsant fand ich die vielen Leute mit einem Glas Wein in der Hand. Wir waren eben in Franken 🙂 .

Wuerzburg_9

Wir spazierten weiter am Main entlang zur nächsten Seheswürdigkeit: Dem Alten Kranen. Und wie der Name uns richtig vermuten ließ, handelt es sich dabei um einen alten Hafenkran 😉 . Von dort aus liefen wir zurück in die Stadt und vertrieben uns dort noch die Zeit. Es waren ein paar Stände aufgebaut und trotz Sonntag hatten die Geschäfte offen.

Und dann war es auch schon Zeit zum Bahnhof zu laufen. Mit dem Zug ging es wieder zurück nach München. Würzburg lohnt sich für einen Tagesausflug und ist eine wirklich schöne gemütliche Stadt. Meine positiven Erinnerungen wurden wieder bestätigt 🙂 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂