Archiv für die Kategorie ‘Radfahren’

Arbeitsradeln bei -5°C: Grenztemperatur erreicht?

Samstag, 12. Dezember 2015

Hallöchen zusammen,

mein Radl und ich – wir lieben uns! Und daher wollen wir möglichst viel Zeit miteinander verbringen. Also fahren wir (fast) jeden Tag mindestens 30 Kilometer, egal ob die Sonne scheint, es regnet oder schneit, es warm oder kalt ist, es hell oder dunkel ist. Es gibt nur ganz seltene Momente, in denen wir darauf verzichten, weil wir uns beide draußen nicht wohl fühlen.

Der Winter ist eine besondere Herausforderung für uns: Wir radeln fast immer im Dunkeln und ich habe so viele Schichten an, dass ich immer überlegen muss, in welcher Reihenfolge ich sie anziehe 😉 . Aber wenn das erst mal geschafft ist, genießen wir auch das Dunkelradeln. Mein Radl stöhnt zwar, weil das Salz auf der Straße mittlerweile doch recht aggressiv ist, mit kleinen Putzeinheiten kann ich es aber gut besänftigen.

Nun aber bin ich an der Reihe mit Zögern: Gestern Morgen hatte es -5°C und das war schon wirklich eisig. Bei so kalten Temperaturen habe ich am Anfang immer das Gefühl, dass mein Kopf einfriert – das legt sich aber bald wieder. Größtes Problem sind Hände und Füße. Die ganze Fahrt habe ich damit verbracht, meine Finger und Hände zu bewegen und die Handschuhe immer abwechselnd rechts und links ein Stück auszuziehen, um eine wärmende Faust zu bilden. Aber bis zum Schluss waren die Finger eiskalt. Und meine Füße – ja – nach der ersten Stunde in der Arbeit hatte ich wieder Gefühl in den Zehen 😉 .

Aber nur weil’s am Morgen mal etwas kälter ist, wollen wir uns das Radeln nicht nehmen lassen. Solange noch keine Eisplatten auf den Wegen liegen, wollen wir auch weiterhin fahren. Was also tun? Das nächste Mal werde ich es mit zwei Paar Handschuhen und extradicken Socken versuchen. So schnell geben mein Radl und ich nicht auf 🙂 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Chiemsee Radweg

Sonntag, 06. Dezember 2015

Prien – Breitbrunn – Gstadt – Seebruck – Chieming – Grabenstätt – Felden – Prien
2:46:30 h, 58,35 km, 21 km/h

Hallöchen zusammen!

Es gibt so Mythen, die man in seiner Kindheit aufschnappt und die immer noch ungelöst sind. Gestern beim Wandern kam wir so was wieder in den Kopf: Der Chiemsee Radweg. In meiner Kindheit gab es eine Zeit, in der gefühlt jeder im Verwandten- und Bekanntenkreis meiner Eltern um den Chiemsee geradelt ist. Da gab es immer viel Staunen und daher war für mich klar, der Weg muss ewig lang sein. Eine Kilometerzahl hat mir in dem Alter noch nichts gesagt, daher wurden daraus irgendwann völlig ohne Hintergrund 120 Kilometer. Dass dem nicht so ist, wurde mir in den letzten paar Jahren schon klar, aber über die genaue Zahl rätselte ich noch immer. Und nun weiß ich es endlich genau: Laut meinem Tacho sind es 58,35 Kilometer 🙂 .

Ich hatte gestern und heute Morgen nachgeschaut und gelesen, dass es knapp 60 Kilometer sind. Und dann ließ mich der Gedanke nicht mehr los. Heute Morgen war ich träge und wollte eigentlich gar nicht los, daher fuhr der erste Zug ohne mich. Und auch als es Zeit für den zweiten Zug gewesen wäre, blieb ich noch daheim. Dann aber hielt ich meine eigene Trägheit nicht mehr aus und packte meine Sachen und machte mich fertig. Endlich radelte ich zum Zug. Mit S-Bahn und Meridian kam ich so mit etwas Verspätung gegen 11.00 Uhr in Prien an.

Chiemseeradweg_1

In Prien radelte ich gleich die Seestraße runter zum Ufer und suchte dort nach Schildern. Mein Plan war, den See immer zu meiner rechten Seite zu haben. Ich wurde erst nicht fündig, da die Uferpromenade den Fußgängern vorbehalten ist. Nachdem ich endlich ein Schild gefunden hatte, das zumindest einen Radlweg anzeigte, folgte ich diesem. Die ersten zehn Kilometer war ich sehr unsicher, ob ich auf dem richtigen Weg war, folgte aber irgendwann einfach der Ausschilderung nach Chieming – und das war richtig 🙂 . Der Radweg führt oft weg vom Ufer und trennt auch meist Fuß- und Radweg. Das ist auch eine gute Idee, da ich die kurzen Abschnitte mit Fußgängern immer langsamer war, weil ich mich erst „durchklingeln“ musste – und ich will nicht wissen, wie das zur Hochsaison ist.

Chiemseeradweg_2

Den Abschnitt zwischen Prien und Seebruck kannte ich bis heute gar nicht. Und das ist schade! Denn bei Breitbrunn war es richtig schön und ich vermute, dass es dort auch nicht ganz so überlaufen ist, wie in den klassischen Orten Prien, Seebruck und Chieming. Die Landschaft war sehr natürlich und der Weg durchgängig Kies- und Schotterweg. Insgesamt fuhr ich heute viel auf Kies- und Schotterwegen und nur wenig auf asphaltierten Straßen – und genau so habe ich es auch am liebsten.

Chiemseeradweg_3

Ich orientierte mich bei den Radlschildern immer an Chieming und wenn es mehrere Möglichkeiten gab, fuhr ich immer in Richtung See. Das hat perfekt funktioniert. Anfangs ist Chieming angeschrieben, nach der Hälfte war dann wieder Prien das Ziel, man kann sich also gut an den Orten orientieren. Als ich in Seebruck ankam, wurde die Gegend schon bekannter für mich. Aber auch hier führte der Weg nicht am Ufer entlang, sondern an einem eigenen Radlweg. In Chieming war dann Halbzeit und ich hatte 31 Kilometer auf dem Tacho stehen. Der Radlweg führt leider nicht zur Seepromenade, ich bog da aber kurz ab.

Chiemseeradweg_4

Es wäre zu schade gewesen keine kleine Pause am See zu machen. Hier war viel los, was bei dem Wetter auch kein Wunder ist. Ich genoss die Aussicht, beobachtete die Leute und fuhr dann wieder los. Der folgende Teil führt zuerst vom Chiemsee weg, weil das Naturschutzgebiet Tiroler Achen am See liegt. Nun war ich durchwegs auf Kies- und Sandwegen unterwegs. Nach dem Naturschutzgebiet kommt der Teil, den man sich sparen könnte. Der Radlweg läuft parallel zur Autobahn und auch wenn ich immer wieder einen Blick auf den See hatte, ist das nur halb so schön, wenn neben einem die Autos vorbeirasen. Kurz vor Prien wurde es wieder etwas schöner, aber in Summe war die zweite Hälfte landschaftlich nicht vergleichbar mit dem ersten Teil.

Chiemseeradweg_6 Chiemseeradweg_5

In Prien kam ich wieder am Ufer an und wusste auch, dass ich die Seestraße wieder hinaufradeln musste, um zum Bahnhof zu kommen. Dort war ich dann überpünktlich gegen 13:50 Uhr und wartete auf den Zug zurück, der um kurz nach zwei abfuhr. Mein Radl und ich waren von oben bis unten mit Sandspritzern bedeckt und es war klar, dass ich am Abend noch eine kleine Putzaktion machen würde 😉 .

Der Chiemsee Radweg ist landschaftlich wunderschön. Auch wenn man oft vom See weggeführt wird, fährt man meist über Feldwege und hat immer die Berge im Blick. Absolut empfehlen kann ich das Stück Prien – Breitbrunn – Gstadt – Seebruck – Chieming – Grabenstätt. Alles was danach kommt war mir viel zu nah an der A8. Da der Radlweg sehr beliebt ist, empfehle ich euch in der Nebensaison zu fahren, Dezember ist ideal 😉 . Urlauber waren keine da und der Standard-Münchener traut sich so spät im Jahr auch nicht mehr raus. Und die paar einheimischen Spaziergänger kann man gut überholen und man hat kaum anderen Radlverkehr 🙂 . In der Hochsaison ist das sicher anstrengend, da muss man dann wohl einfach sehr früh oder sehr spät radeln – oder sehr gemütlich 😉 . Mir hat’s jedenfalls großen Spaß gemacht und für eine gemütliche Wochenendradlrunde ist die Chiemseeumrundung genau das Richtige. Und endlich ist ein Mythos meiner Kindheit gelöst – denn so lange ist der Chiemsee Radweg gar nicht 😉 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Kurzer Radlausflug nach Erding

Samstag, 28. November 2015

Hallo zusammen!

Auch das zweite Novemberwochenende war wieder sonnig warm mit strahlend blauem Himmel. Für den Samstag stand aber erst mal Radlpflege auf dem Plan. Nachdem ich fast täglich mit meinem Radl unterwegs bin und das auch, wenn das Wetter nicht ganz so einladend ist, kommt der Moment schnell, dass geputzt und geschmiert werden muss.

Am Vormittag waren noch zahlreiche andere Dinge zu erledigen, so dass das Radl erst gegen Mittag an die Reihe kam. Und das stellte sich dann auch alles etwas komplizierter raus, als es schien. Radl putzen und Kette schmieren ist noch okay, aber Gangschaltung stellen dann doch nicht so leicht. Daher dauerte die Radlpflege dann bis zum Nachmittag und der Radlausflug zur Belohnung musste kürzer ausfallen, um nicht direkt im Dunkeln zurückzukommen. Da erinnerte ich mich an den Sempt-Isen-Radweg und die Strecke nach Erding. Das war perfekt für den restlichen Nachmittag!

Gegen drei Uhr nachmittags radelten wir los und gaben ordentlich Gas. Ein Radl mit geschmierter Kette und ausreichend Luft in den Reifen ist ein Traum! Wir folgten immer den Schildern des Sempt-Isen-Radwegs und kamen wieder durch das herrliche Bauernland. Da war links ein Hof, rechts ein Feld und vor uns eine Koppel und so wechselte sich das immer wieder ab. Die Temperatur war perfekt zum Radeln und wir konnten es richtig genießen.

Als das erste Schild mit der Kilometerzahl bis Erding auftauchte, musste ich feststellen, dass meine Erinnerung nicht ganz richtig war: In meinem Kopf war die Distanz 20 Kilometer lang, in Wirklichkeit sind’s von Ismaning nach Erding 25 Kilometer. Das hieß, dass wir in Summe 10 Kilometer mehr hatten und daher das Gas geben auch notwendig war.

Nachdem wir das Ortsschild von Erding hinter uns gelassen hatten, war das Ziel, so lange weiter Richtung Stadtplatz zu fahren, bis der Tacho die 25 bestätigte. Und genau an dem Punkt drehten wir wieder um. Wir hatten nur ein Licht dabei, daher mussten wir zumindest bei Dämmerung noch heimkommen.

Das führte dazu, dass die Heimfahrt ein Riesenspaß war. Wir fuhren so schnell wir konnten, überholten uns gegenseitig und beobachteten, wie die Sonne immer tiefer im Westen verschwand. Der Sempt-Isen-Radweg verläuft auf ruhigen Straßen und Wegen, so dass nur selten Autos unterwegs waren. Das war perfekt für uns, denn wir konnten in die Pedale treten so viel wir wollten.

Nachdem es dann doch schon recht dämmrig war, holten wir das Radllicht raus und fuhren ruhiger. Ich mit Radllicht war vorne, damit wir auch gesehen wurden. So fühlten wir uns die letzten Kilometer trotz nahender Dunkelheit zumindest halbwegs sicher. Für’s nächste Mal müssen wir besser ausgestattet sein… Man weiß ja nie, ob aus vierzeig nicht plötzlich fünfzig Kilometer werden 😉 .

Um kurz nach fünf hatten wir’s dann geschafft und waren wieder zu Hause. Die Dämmerung wich langsam der Dunkelheit und wir waren froh, die Strecke einigermaßen rechtzeitig geschafft zu haben. So schlossen wir den sonnigen Samstag doch noch ordnungsgemäß ab und hatten gleichzeitig sichergestellt, dass die Radl jetzt wieder ohne Kettengequietsche fahren würden 😉 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Gardasee: Mountainbiken – Ponale Rifugio Pernici (1596m)

Sonntag, 04. Oktober 2015

Hallöchen zusammen!

Am ersten Abend beim Schlendern durch Torbole hatten wir festgestellt, dass es zwei Hauptaktivtäten gibt: Surfen und Mountainbiken. In unserer Pension hatten wir zusätzlich ein Infoheft mit Touren zum Mountainbike fahren gefunden und daher stand der Plan für unseren ersten Tag fest: Ein Mountainbike ausleihen und die Tour Ponale Rifugio Pernici (laut Heft: 40 km, 1600hm, difficult) so weit zu fahren, wie wir konnten.

Gardasee_Mountainbike_1

Nachdem wir ausgiebig gefrühstückt hatten, liefen wir zu einem Radlverleih, den wir am Abend zuvor schon ausgesucht hatten. Der Besitzer erklärte uns nochmal die Strecke bis zum Lago Ledro und wir fuhren los. An der Küste entlang radelten wir zuerst nach Riva, denn dort startet die eigentliche Tour. In Richtung Limone vor dem Tunnel bogen wir auf die Ponalestraße ab und ab da ging’s dann richtig los: Die erste Steigung und ein traumhafter Blick auf den Gardasee! Hier waren neben Mountainbikern auch Wanderer unterwegs, die die Aussicht genossen.

Gardasee_Mountainbike_2

Hier muss man die Gelegenheit nutzen und eine Fotopause einlegen! Wir suchten eine Stelle, die nicht schon von anderen besetzt war und nutzten die Gelegenheit für ein paar Fotos. Wieder auf den Rädern ging es weiter bergauf. Das ging erstaunlich gut, da hat sich das tägliche – wenn auch flache – Arbeitsradeln gelohnt. Nachdem wir die Ponalestraße verlassen hatten, folgten wir den Schildern nach Prè, Molina de Ledro und Lago die Ledro. Es ging durchwegs bergauf mit einigen steilen Stücken. Dabei durchquerten wir idyllische italienische Dörfer und näherten uns immer mehr dem Lago di Ledro.

Gardasee_Mountainbike_3 Gardasee_Mountainbike_4

Am Lago di Ledro angekommen, machten wir eine Brotzeitpause. Bis hierhin wollten wir auf jeden Fall und das hatten wir auch geschafft! Trotz fehlender Mountainbike-Erfahrung ging es uns recht gut und wir wollten mehr. Wir schauten nochmal auf die Karte. Ab Lenzumo würde ein Stück kommen, bei dem man zehn Kilometer lang mit zehn Prozent Steigung bergauf fahren müsse. Bis dahin wollten wir noch radeln und dann schauen, wie wir uns fühlten. Der weitere Weg führte am See entlang nach Pieve de Ledro. Abwechselnd fuhren wir auf Asphalt- oder Schotterwegen, hatten aber kaum Steigung. Daher waren wir recht bald in Lenzumo. Da unser Trinkvorrat für diesen über 30°C heißen Tag zu gering war, wollten wir ihn dort eigentlich auffüllen – mussten dann aber feststellen, dass es genau die Siestazeit war. Trotzdem entschieden wir uns, die Tour weiterzufahren. Wir fühlten uns noch fit genug – nun würde es zehn Kilometer mit zehn Prozent Steigung bergauf gehen.

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Es folgte ein unendlich langer in Serpentinen bergauf verlaufender Abschnitt auf einer Asphaltstraße. Das was wir vorhin nicht gemerkt hatten, kam nun in vollem Umfang. Wir spürten unsere Beine und die Anstrengung. Nach einem Stück tauschten wir den Rucksack und aßen unsere Müsliriegel. Beim Trinken versuchten wir sparsam zu sein. Das war bei der Anstrengung und Hitze gar nicht so einfach. Aber wir kämpften uns weiter nach oben, immer in Kurven, damit es nicht ganz so anstrengend war. Zum Glück fahren auf der Straße kaum Autos, so dass wir die komplette Fahrbahnbreite ausnutzen konnten.

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Wir waren nach einer Weile so weit, dass wir die Tour abkürzen wollten. Auf der Karte fanden wir eine Abzweigung, die uns das erlaubt hätte. Nur gab es die nur auf der Karte und in der Realität radelten wir immer weiter und kamen zur keiner Abzweigung. Irgendwann waren wir dann so weit oben, dass wir nicht mehr auf die Abzweigung warteten, sondern auf das Ziel: Rifugio Pernici. Die letzten Kilometer waren sehr mühevoll. Es ging über in Schotter und weiterhin bergauf und ich zweifelte daran, dass ich ankommen würde. Wir motivierten uns gegenseitig und so kamen wir auch zum Ziel. Als die Hütte vor uns auftauchte, dachte ich an eine Fata Morgana 😉 .

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Aber nein, wir hatten es tatsächlich geschafft, wir waren oben angekommen! Und dort machten wir die wohlverdiente Pause und bestellten uns etwas zu trinken. Das war dringend notwendig, da ich gefühlt am Verdursten war. Selten hat eine Apfelschorle so gut geschmeckt 😉 . Dabei hatten wir einen herrlichen Blick in die Bergwelt und unterhielten uns mit einem Österreicher, für den das alles kein Problem war 😉 .

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Nun waren wir wieder gestärkt und konnten weiterradeln. Capanna Grassi und Campi waren die nächsten Stationen. Zuerst mussten wir aber ein zwanzig Prozent Gefälle auf losem Schotter meistern. Da musste ich das Rad dann einen Großteil schieben. Viel zu unsicher fühlte ich mich auf dem Rad, das muss ich noch üben 🙂 . Nach einer Weile wechselte der lose Schotter zum Glück in einen Kiesweg und später sogar Asphalt. Da konnte ich wieder ohne Probleme fahren.

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In Campi angekommen ging der Weg immer weiter runter ins Tal. Die Hände ständig an den Bremsen, fuhren wir weiter. Die Bremsen mussten bei dieser Strecke schon einiges mitmachen und wir merkten auch, dass ihre Bremsfähigkeit zum Schluss der Strecke deutliche nachließ. Mir schmerzten auch schon die Hände vom ständigen Festhalten 😉 .

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Aber auch die Abfahrt war schön und wir hatten immer wieder einen herrlichen Blick zum Gardasee. Das letzte Stück durch den Wald merkten wir dann, dass wir doch schon recht erschöpft waren. Wir wollten endlich nach Riva 🙂 . Dort angekommen ging es dann weiter nach Torbole und wieder zurück zum Radlverleih.

Wir hatten es tatsächlich geschafft! Unsere erste richtige Mountainbiketour! Noch nie hatten Nudeln und Pizza so gut und verdient geschmeckt, wie an diesem Abend 🙂 . Und damit kommt ein weiterer Punkt auf die „Noch-zu-tun“-Liste: Mehr Mountainbike fahren und mehr Mountainbike-Technik lernen 🙂 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂

Isarradeln im Winter

Sonntag, 25. Januar 2015

Hallo zusammen,

erinnert ihr euch noch an das superwarme windige Wochenende vom 10./11. Januar? Das ist jetzt schon wieder zwei Wochen her und mittlerweile ist der Winter auch wieder zurück. Aber das besagte Wochenende und die Woche drauf war Winterpause und ich konnte wieder radeln wie im Sommer.

Am Samstag hatten wir überlegt, wie wir das schöne Wetter nutzen. Leider war es auch recht windig, aber an der Isar war man einigermaßen geschützt und daher entschlossen wir uns für eine kleine Radltour. Von Ismaning an der Isar entlang nach Freising und wieder zurück. Hier hatte ich das schon mal von Freising nach Ismaning gemacht. Nun wollten wir die gesamte Strecke an der Isar fahren.

Am Nachmittag wechselten wir zu Sportklamotten und sattelten die Räder und los ging’s. Auf dem Weg zur Isar hatten wir noch mit Gegenwind zu kämpfen, an der Isar war davon aber nicht mehr viel zu spüren – wir sahen nur viele Äste, die auf dem Weg lagen. Anstrengend war es, nach einer doch längeren radlfreien Zeit wieder in die Pedale zu treten. Aber schön und kribbelnd vor Freude. Mein Radl und ich endlich wieder gemeinsam unterwegs. Und so ging es los nach Freising, die Isar zu unserer Linken und immer weiter.

Im Kopf hatte ich zwanzig Kilometer nach Freising, in Wirklichkeit waren es um die fünfundzwanzig. Es zog sich ganz schön und da die Landschaft nicht wirklich wechselt, kommt einem das Stück länger vor, als es tatsächlich ist. Vor Freising musste ich ein Stück weg von der Isar. Da war es richtig matschig und entsprechend sah ich danach auch aus. Erde von Kopf bis Fuß. Egal, es hatte Spaß gemacht und nun war ich in Freising. Dort konnte ich über die Isarbrücke die Seite wechseln, um dort wieder zurückzuradeln – die Isar wieder links von mir.

Leider hatte ich keinen Müsliriegel, keine Kekse und gar nichts dabei – außer Wasser. Ich machte eine kurze Trinkpause und radelte dann weiter. Das erste Stück war etwas freier und entsprechend musste ich auch gegen den Wind ankämpfen. Nun wurde es schon sehr anstrengend – noch dazu fing mein Bauch an zu knurren. Für Hunger war jetzt aber keine Zeit.

Also immer weiter. Nun ging es nicht mehr so schnell wie zuvor und es wurde auch schon kühler und dunkler. Aber trotzdem näherten wir uns immer mehr unserem Ausgangspunkt. Die letzten zehn Kilometer waren sehr anstrengend – wir radelten sehr langsam. Nochmal eine Trinkpause und weiter. Es war fast geschafft. Ich war froh, als wir endlich wieder in Ismaning waren und die letzten Kilometer radelten. Auf geteertem Weg war es wieder leichter zu fahren und es war somit fast geschafft.

Wieder daheim war ich müde, kaputt, fertig und wahnsinnig hungrig. Noch vor dem Duschen gab’s einen kleinen Snack, danach dann ein richtiges Essen. Aber was für ein unglaublich gutes Gefühl – so lange schon war die letzte totale Erschöpfung vorbei. Mit dem Laufen schaffe ich es noch nicht, so lange zu laufen, damit ich das Gefühl zum Schluss habe. Beim Wandern kommt das oft, wenn die Tour nur lange und anstrengend genug ist. Und auch beim Radl fahren geht das – normal braucht’s dafür hundert Kilometer, an diesem Tag waren die fünfzig ohne Pause aber völlig ausreichend.

Ich war schockiert, dass mich die Tour so fertig gemacht hat, aber überglücklich, dass wir sie gemacht haben. Und die darauf folgende Woche war warm genug, um das übliche Morgen-Abend-Radeln dranzuhängen. Der Schnee hat mir nun wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht – und mein Vorderreifen hat passend dazu einen Platten. Sobald die Temperaturen aber wieder über null sind, wird das Radl wieder aus dem Keller geholt 🙂 .

Liebe Grüße,
Sabine 🙂